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Kommentare zu:
Praunheims Schwulen-Schocker auf DVD


#31 antosProfil
  • 27.04.2014, 09:39hBonn
  • Antwort auf #26 von Robby
  • "Du hast anscheinend IMMER noch nichts kapiert! TOLERANZ gegenüber anderen kann man von jemandem wie DIR nicht erwarten!" .... "Und willst UNS ANDEREN deshalb DEINE Anschauungen, DEINE Wertvorstellungen, DEINE Lebensweise und DEINE Moralvorstellungen aufzwingen und als die "RICHTIGE Seite" - wenn man das so sagen kann - präsentieren" usw.

    Wem bitte will ich denn grad irgendwelche Moralvorstellungen aufzwingen und welche wären das? Robby, bist Du dir sicher, dass Du gerade den richtigen anschnauzt? Und mit deiner auf mich fast schon parodistisch wirkenden Feind/Freund- bzw. DIE/WIR- bzw. WIR/IHR-Einteilung wie mit einem Bannfluch belegst?

    Was mir an dem Film heute auffällt, ist - neben der positiven Wirkung, die er, damals [bemerkst Du es, Robby: heute vs. damals?] zur passenden Zeit, offensichtlich gehabt hat, weil er wohl etliche Leute nach 1969 in ihrer Überzeugung gestärkt hat, in irgendeiner Form politisch aktiv werden zu wollen - genau diese Truppenbildung: DIE [verblendeten, nur von Äußerlichkeiten getriebenen, 'unnatürlich verkleideten' und narzisstischen Bürgerschwuchteln in ihren schummrigen Subs, die durch ihr Verhalten natürlich selbst an ihrer Unterdrückung schuld sind...] und WIR [die das alles blicken, darüber mal befreit von Verblendung und störender, bös-materieller Kleidung bei einer guten coolen Flasche Coca Cola (s. Filmstill) diskutieren und anschließend zu befreienden Taten schreiten]. WIR kommen hier natürlich gut rüber, für DIE gibt's zum Schaden noch den Spott.

    Ich jedenfalls verstehe heute besser, warum es damals erregte Diskussionen gab und vielen Schwulen dieser Film unsolidarisch vorkam, bevor er - wie offensichtlich bei einigen hier - zum unkritisierbaren Heiligtum geworden ist. Der Film hat für mich aus heutiger Sicht zwei Stoßrichtungen, die - vorsichtshalber schreibe ich es noch einmal hin: meiner Meinung nach - seltsam auseinander driften: die eine, gute, ist die Aufforderung zur Analyse und zur Aktion; die andere, nicht so gute und mit seltsamen Einsprengseln schwuler Schwulenverachtung gespickte [vielleicht spielt hier Praunheims Angepisstsein zu dieser Zeit eine Rolle, von dem er selbst in seinen Texten berichtet hat] ist die klare Schuldzuweisung an die im Film vorgeführten Verblendeten. Ein kalter, ungerechter Blick.

    "Aber eines werden wir jedenfalls NICHT tolerieren - dass Du schon genauso INTOLERANTE, ANMASSENDE Anwandlungen an den Tag legst wie unser beiden Waldmäuschen!"

    Richte deiner Exekutionsgruppe bitte aus, sie möge noch einmal nachlesen, vielen Dank.
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#32 antosProfil
  • 27.04.2014, 09:45hBonn
  • Antwort auf #27 von sperling
  • "ich finde es interessant, was du als kernbotschaft des films herausliest."

    Nein, nicht als Kernbotschaft lese ich das, ganz blöd bin ich ja nicht, aber als Mit-Botschaft, als Mit-Gift bei einem Erbe, mit dem wir uns heute, wenn wir nicht mehr an Kunstheiligtümer glauben, auch auseinandersetzen sollten.

    Auch ich sehe den Appell an eine schwule Solidarität, umso mehr irritiert mich der un-solidarische Beiklang.
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#33 RobbyEhemaliges Profil
  • 27.04.2014, 10:28h
  • Antwort auf #31 von antos

  • Ja, ich bleibe nach wie vor bei meinem Statement zu Deinem LETZTEN KOMMENTAR. Dieser war intolerant und anmaßend - und das weißt auch DU. Und alle anderen können es ja ebenfalls schwarz auf weiß nachlesen. Trotzdem ist es ja schon mal ein erster Schritt in Richtung 'Toleranz', dass Du in Deinem JETZIGEN Kommentar zumindest in der Lage bist, auch mal HINZUSCHREIBEN, dass es sich bei Deinen Argumenten - oder auch den Unterstellungen in Bezug auf MICH in Deinem aktuellen Kommentar - um DEINE ANSICHTEN handelt. Na also, geht doch! Warum nicht gleich so?! Anscheinend brauchst Du immer mal wieder jemanden, der Dich in Deiner Überheblichkeit und Deiner Intoleranz stoppt und klar und deutlich sagt 'Bis hierher und keinen Schritt weiter!' -Anders willst Du es offenbar nicht verstehen. - Aber immerhin: einen ersten Schritt zu Toleranz gegenüber anderen hast Du ja schon geschafft.
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#34 sanscapote
  • 27.04.2014, 10:29h
  • Der Film kann m.E. ganz und gar nicht aus der Perspektive der heutigen Schwulen betrachtet werden...ich meine derjenigen die Anfang der 1970er Jahre noch gar nicht oder gerade erst geboren waren. Er kann nur aus der Perspektive derjenigen betrachet werden, die damals schon mindestens 15 Jahr gelebt hatten. Denn neben dem Filmgeschehen muss die gesamte soziale und (uebrigens nicht vorhandene) schwule Szene, die Studentenschaft, die APO, die Demonstrationen in der BRD (und Frankreich) einbezogen werden. Damals war 1969 gerade vorueber und ein erwachsenes schwules Leben mit Freund-Partner begann sich zoegernd-aufbruchartig in den aufwachsenden schwulen Kneipen zu zeigen. In diese konnte man allerdings nur hinein, wenn ein bereits bekannter Kneipenbesucher dich mitnahm oder wenn dies nicht der Fall war, du den Ausweis der Volljaehrigkeit vorzeigen konntest. Es spielte sich noch eine gehoerige Lustbefriedigung bzw. Verabredung in den bekannten Klappen einer Stadt ab. Man kannte die Orte, wo man f***en konnte und nutzte sie. Auch waren studentische Veranstaltungen beliebt, da dort ein offenes Klima herrscht. Uebrigens viel offener als es heute der Fall ist.

    Damals war der Film sensationell. Das zeigt sich z.B. daran, dass der BR und das ZDF sich weigerten, den Film zu zeigen und die ARD sich nur getraute, ihn in ihrem spaeten Nachtprogramm zu zeigen.

    Das Messen mit heutigen Massstaeben geht voll daneben.
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#35 antosProfil
  • 27.04.2014, 10:47hBonn
  • Antwort auf #33 von Robby
  • "Anscheinend brauchst Du immer mal wieder jemanden, der Dich in Deiner Überheblichkeit und Deiner Intoleranz stoppt und klar und deutlich sagt 'Bis hierher und keinen Schritt weiter!'"

    Einfach nur noch mal zitiert - um deiner Selbstdarstellung willen. Warum ist mir dieser Zug bei dir nie so stark aufgefallen? [Vielleicht, erwäge ich selbstkritisch, weil er bisher stets nur über andere gefahren ist?]
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#37 MikeschAnonym
#38 RobbyEhemaliges Profil
#39 antosProfil
  • 27.04.2014, 11:42hBonn
  • Antwort auf #36 von -hw-
  • Eben:

    "Warum nicht plastische Formen in Bewegung? Nicht einfach übersetzte oder rotierende Bewegung, sondern verschiedene Bewegungen von unterschiedlicher Art, Geschwindigkeit und Reichweite untereinander kombiniert, ergeben ein Ganzes." [Calder]

    Und man [extra für Robby] DARF sich dieses gleichsam in der Luft tanzende Ensemble von allen Seiten, aus allen möglichen Perspektiven anschauen und seine Bewegungen in der Zeit verfolgen. Man DARF [Robby, aufgemerkt] es mit einem Hauch kurz selbst in Bewegung versetzen. Übrigens sind Mobiles - damit das ganze hier auch einen Aktualitätsbezug hat - seit kurzem in der World Wide Dekoszene wieder schwer en vogue.
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#40 RobbyEhemaliges Profil

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