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Kommentare zu:
Praunheims Schwulen-Schocker auf DVD


#91 RobbyEhemaliges Profil
#92 lesbischschwulAnonym
#93 MikeschEhemaliges Profil
#94 RobbyEhemaliges Profil
  • 29.04.2014, 19:19h
  • Antwort auf #93 von Mikesch
  • 1. wenn Dir meine Kommentare zu DIREKT sind - dann lies sie halt nicht. - Zwingt Dich schließlich keiner.
    2. war der betreffende Kommentar kein Kommentar an DICH sondern ein Antwort-Posting an der User "Nachfrage". Ich habe lediglich seine Fragen beantwortet. Nicht mehr - nicht weniger. Dazu ist nun mal auch eine gewisse Direktheit nötig, da es sich über diese speziellen Paragraphen handelt. - DU wirst sicher NICHT damit in Berührung gekommen sein. Ist schon klar...
    3. dass Du Deine Klischees und Vorurteile pflegst, ist nicht neu. - Das wissen alle hier im Forum.
    4. wer mich was direktes - oder auch privates oder persönliches, wie Du's auch immer nennen willst - fragt, der bekommt von mir auch eine ehrliche Antwort. Ganz einfach.
    5. andere User diskutieren auch untereinander zu zweit oder zu dritt zu einem bestimmten Thema. Teilweise ebenfalls "direkt" oder "detailreich". Nur seltsam, dass es Dich da komischerweise nie zu stören scheint...
    und schließlich 6.: ich lege auf Deine "Moral-Predigten" keinen Wert und sie haben auch nicht den von Dir beabsichtigten Effekt. - Also kannst Du sie die in Zukunft auch schenken. - Dann brauchst Du auch nicht so viel tippen... Grins...
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#95 NachfrageAnonym
#96 MikeschEhemaliges Profil
  • 29.04.2014, 23:03h
  • Antwort auf #94 von Robby
  • 1. Bedarf keines Kommentars.

    2."...eine gewisse Direktheit."
    So kann man das auch ausdrücken.

    "...du wirst nicht damit in Berührung gekommen sein."
    Da dürftest du recht haben. Du scheinst ja die Polizei- und Justizbehörden auf Trab zu halten. Mit entsprechenden Kosten für den Steuerzahler.

    3. "Klischees und Vorurteile"
    Die alte Leier.

    4.Kann man so stehen lassen. Allerdings ist eine gewisse Zurückhaltung in einem öffentlichen Forum durchaus angebracht.

    5.Du bist hier so ziemlich der Einzige, der solche pikanten Details ausplaudert.

    6. Das kann ich mir denken. Da ist eh nichts mehr zu machen.
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#97 sanscapote
  • 30.04.2014, 07:45h
  • Antwort auf #71 von antos
  • Lieber antos, ich habe in deinem Profil gesehen, dass du 45 Jahre als Alter angibst. Also warst du bei der Erstausstrahlung des Films etwa im Vorschulalter. Daraus folgt du hast die Zeit vor 1969 nicht erlebt.

    Fuer damalige Augen und Koepfe war der Titel "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern ....." war revolutionierend. Ich gebe dir recht, indem du sagst, dass die hiesigen Beitraege Meinungsauesserungen seien. Mehr noch, jede-r kann nur das schreiben, was in seinem-ihrem Wesen verankert ist.

    Der Titel ist fuer meine Begriffe auch noch heute so, dass es einen reisst, wenn er-sie ihn liest. Der Inhalt - wie ich schrieb - kann nur aus der damaligen Situation beschrieben werden (auch wenn uns dies einige Schreiberlinge in diesem Forum immer wieder unter die Nase halten moechten), weil auch der Name R.v.P. revolutionierend war: Ein Mann, der sich Rosa nennt. Und zwar Rosa, nicht etwa Marianne. Verstehen wir? Rosa weist auf den rosa Winkel. So laesst R.v.P., der Filmtitel ante tutti mehrfache Interpretationen zu, denen der Leser ausgesetzt war, ohne den Film gesehen zu haben.

    Seit 1969 sind die Gesetze z.G. von uns Schwulen (in der BRD) "freundlicher" geworden, wenn es auch noch nicht geschafft ist, dass keiner mehr so wenig von uns redet wie von den Heterosexuellen, wenn auch die gesetzliche Verbindung zweier Menschen gleichen Geschlechts ueberhaupt nicht mit der gesetzlichen Verbindung zweier Menschen verschiedenen Geschlechts verglichen werden kann. Dies wird durch die beiden Begriffe Ehe und Lebenspartnerschaft deutlich.

    Es ist zwar vieles passiert, was wir vor 1969jaehrigen uns nie haetten traeumen lassen, aber es ist im 3. Jahrtausend eines Staates unwuerdig. Es ist unwuerdig, dass wir im 3. Jahrtausend noch immer fuer unsere Rechte kaempfen muessen und dass wir die politischen Parteien darnach abklopfen muessen, wie schwulenfreundlich sie sind.

    Insofern hat zumindest der Titel des Films auch heute noch seine Berechtigung, denn nicht wir sind pervers, sondern die homophobe Religion, die homophobe Politik und Parteien und die homophoben Medien sind es, die Mehrheiten des obrigkeitshoerigen deutschen Volkes homophob beeinflussen.
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#98 stromboliProfil
  • 30.04.2014, 08:59hberlin
  • Antwort auf #86 von Faktencheck
  • ja stimmt so.

    SCHWUL war die entmedizinierung der "homosexualität", die befreiung von der sprache und "wissenschaftlichen verwurstung in der heteronormativen herrschaftssprache...
    so ein thesenpapier der rotzschwul 1971-72

    Zudem war ein teil der heterofrauenbewegung durchaus nicht offen für die "gleichgeschlechtliche lösungs" des mann-frau konfliktes...
    die ursprünglichen gleichgeschlechtlichen frauen sich also nicht mehr in der nun auf den großen kompromis ausgerichteten FB wohl fühlten.. teils auch ihren einfluß auf frauenpolitische inhalte verloren.

    Sich daraufhin von der FB spaltend wurde ein zusammen gehn mit der ebenfalls sich von der frauenbewegung lösenden schwulenbewegung probiert.
    Deren grundsatz zu dem zeitpunkt war: erst die eigene unterdrückung im gesamtgesellschaftlichen analysieren, das heißt, die durch den mann hetero wie aber auch die durch die hetenfrau.
    Zentraler kern: der angriff auf "ehe" als urzelle patriarchalischer macht...
    Hieraus aber auch die trennung vieler lesben von der schwulen sicht auf emanzipation sich ableitete...

    Der auf seine eigenen eier fixierte schwule hatte da keine wirklichen berührungspunkte mehr mit der lesbischen fraktion der frauenbewegung.. bis eben die vereinsgründungen ( insbesondere die in folge der "wiedervereinigung" statt findenden..) zum zusammenschluß schwacher einzelner interessen unter ein "gemeinsames dach" zwangen, so ein "gemeinsames bild der interessenseinheit " sich konstruieren ließ.

    soweit zu den "schwulen frauen".

    Anders als GAY ist SCHWUL ein männliches adjektiv, welches sich aus einem schimpfwort herausbildete...
    SCHWUL war stolz; war die banane, die heute farbige , als "affen" titulierte rassistisch angepöpelte sportler aufheben und essen, und so ihre eigene verachtung für den rassistischen mop in der arena ein selbstbestimmtes - ironisches zeigend!

    Den aus erbärmlichen niederungen gespeisten gefühlsausscheidungen der sich als "normale mehrheit fühlenden , ein selbstverständnis entgegen zu setzen, dass sich einen scheiß um deren gefühlswelt kümmert, war anspruch und vormals erfolgreiches ziel.
    Davon wollten die gleichgeschlechtlichen frauen ebenfalls was abhaben.

    Die dann später folgende wahl in lesbisch , ableitend von dem unverdächtig "klassischen lesbos", ist die rückkehr zur "hetero - medizinwissenschaftlichen" sprachregelung.

    Einer sprachregelung, die wie auch bei uns schwulen die reakzeptanz des begriffes "homosexualität " als "wissenschaftliche normzuweisung in den nun sich "normalisierenden sprachverkehr der mehrheitsgesellschaft mit der minderheit festigt.
    Man so nicht nur der selbstbewussten ironie im wort schwul die spitze genommen hat, sondern die vormals agressive bedeutung im hetero sprachgebrauch wieder salonfähig gemacht hat...
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#99 RobbyEhemaliges Profil
#100 ausdiemausAnonym
  • 30.04.2014, 14:37h
  • Antwort auf #99 von Robby
  • Das ist doch alles großer Bullshit. Der hat sich damals Rosa genannt, weil er gerne mit Luxemburg assoziiert werden wollte. Das Getante von der Romankitschschreiberin kann er seinem Friseur erzählen, der glaubt´s ihm vielleicht.
    Guckst du einmal "Rote Liebe", dann fällst du auf son Quatsch nicht mehr rein. Ihm ist das vermutlich im Alter etwas peinlich, denn sein wir ehrlich, zwischen Rosa Luxemburg und Holger Mischwitzky liegen schon einige Jahrzehnte.
    Überhaupt mir geht diese Verölgötzung unglaublich auf den Zeiger, denn soviel wie er gesellschaftlich mit angestoßen hat, soviel hat er teilweise auch mit dem Arsch wieder umgerissen. Wenns um unterhaltsame Provokation geht, ziehe ich jeden John Waters Film vor. Seine Johnny Depp Besetzung in Cry Baby war subversiver als sämtliche Bettwürste und Schulmeisterdanneckerfilmchen in der Jubiläumsedition. Von Praunheim ist ein Dilletant und das macht seine Arbeiten sympathisch. Aber ohne seine einzigartigen Darstellerinnen wie Lotti Huber, Ischgola Androgyn oder Tante Luzie wäre das alles nicht groß der Rede wert. Ich mag zum Beispiel dieses teilweise obszöne Bloßstellen von anderen Menschen durch ihn überhaupt nicht. Fiel mir bei einem seiner letzten Filme auf. Das ist noch nichtmal Absicht, sondern bloß dominierende Egozentrik, so isser eben nunmal.
    Er hat halt einen Riecher für spannende Themen und wie man eine leckere Filmwurst draus machen kann.
    Und wenn sich hier die Rentnerfraktion teilweise aufführt, als wäre das alles das schwule Evangelium schlechthin, ach gottchen. Das geht den Jungen mittlerweile sowas von komplett am Arsch vorbei und der Witz ist, das habt ihr (alle über 40+) euch größtenteils auch noch selbst zuzuschreiben. Meinetwegen können dem noch zwanzig weitere Preise hinterhergeschmissen werden, deswegen wird er trotzdem kein Stanley Kubrik, Stephen Fry, Ralf König oder John Waters.
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