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Einzelkommentar zu:
Ralf König wird für Lebenswerk ausgezeichnet


#3 DortmundAnonym
  • 30.04.2014, 10:08h
  • "Ralf König (* 8. August 1960 in Soest, Westfalen) ist ein deutscher Comic-Zeichner und -Autor. [...] Ralf König wuchs im westfälischen Westönnen auf, besuchte die Overberg-Hauptschule in Werl und absolvierte im Anschluss eine Tischlerlehre."

    "Und es war mutig in Zeiten des damals noch gültigen Paragraphen 175 und der Kießling-Affäre, schwul galt als schlimmstes Schimpfwort. 1977 noch hatte der Bayerische Rundfunk die Ausstrahlung von Wolfgang Petersens Verfilmung des Romans Die Konsequenz von Alexander Ziegler abgebrochen und statt dessen hektisch einen Heimatfilm ins Programm geschoben, im Jahr darauf provozierte der Stern einen Skandal, als sich in seiner Titelstory Wir sind schwul über 600 Männer namentlich und teilweise mit Bild outeten."

    "Titelblatt des Stern, 05.10.1978: "Wir sind schwul". 600 Männer outen sich freiwillig; im Falle eines 17-Jährigen ermittelt die Staatsanwaltschaft, sie droht dem jungen Mann mit Beugehaft, wenn er nicht den Namen seines 40-jährigen Freundes preisgibt."

    "Mit 19 kaufte er sich in der nächsten Kleinstadt mit hochrotem Kopf ein Schwulenmagazin, in dem er von einer Demonstration in Frankfurt las. Mit altem Käfer und Alibi-Freundin fuhr er los, traf dort auf andere Schwule und leitete die Wende in seinem Leben ein.

    Sein Coming-out war ein radikaler Schritt. Er sagte es seinen Eltern, seinen Freunden, seinen Kollegen in der Schreinerei. Alle waren verunsichert und machten künftig einen Bogen um ihn. Erst als meine Karriere als Comic-Zeichner begann, verhielten sich meine Eltern sehr tapfer und hatten ihr Coming-out, wie König sagt. Sie klapperten die Verwandtschaft ab und erklärten: Ralf kommt ins Fernsehen, aber wundert euch nicht: Das hat was mit schwul zu tun."

    ________________________

    "Es ist sicherlich auch ein großer Unterschied, ob man in den Medien arbeitet oder in einem ganz normalen Betrieb. Genau so macht es auch einen Unterschied, ob man in Berlin, Köln oder auf dem Land lebt. Das Großstädtische hat einen eigenen "Biotop-Charakter". Dort geht es ganz anders zu als in dörflichen, eher konservativen Strukturen."

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