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  • 01. Mai 2014 9 2 Min.

Würdigung der ersten homo­sexuellen Emanzipationsbewegung im Berliner Regierungsviertel: Im September 2011 wurden die beiden Gedenktafeln am Magnus-Hirschfeld-Ufer eingeweiht (Bild: LSVD)

In der Hauptstadt häufen sich Sachbeschädigungen an Erinnerungsorten der homosexuellen Verfolgungsgeschichte und Emanzipationsbewegung.

Am Berliner Magnus-Hirschfeld-Ufer gegenüber dem Bundeskanzleramt wurde eine der beiden Gedenktafeln, mit der an die weltweit erste homosexuelle Emanzipationsbewegung erinnert wird, beschädigt. Zwar ist es dem oder den Tätern nicht gelungen, die Tafel aus ihrer Bodenverankerung zu reißen, jedoch wurde sie unter großer Kraftanwendung verbogen.

Der Geschäftsführer des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg (LSVD), Jörg Steinert, hat Anzeige gegen Unbekannt gestellt und den Berliner Staatssekretär für Kulturelle Angelegenheiten, Tim Renner, und seine Verwaltung um schnellstmögliche Schadensbehebung gebeten.

Weitere Sachbeschädigungen in den vergangenen Monaten

In den vergangenen Monaten haben sich die Sachbeschädigungen an Erinnerungsorten der homosexuellen Verfolgungsgeschichte sowie der homosexuellen Emanzipationsbewegung gehäuft. So wurde die Ausstellung zu "Karl Heinrich Ulrichs" im Rathaus Schöneberg mehrfach beschädigt. Die Gedenktafel für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus am U-Bahnhof Nollendorfplatz wurde beschmiert. Und erst am Mittwocg wurde die Sichtscheibe des Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen nach einer Beschädigung ausgetauscht.

"Die Erinnerungsorte der homosexuellen Verfolgungsgeschichte und Emanzipationsbewegung sind ein wichtiger Bestandteil des Berliner Stadtbilds. Daran darf in einer offenen und toleranten Gesellschaft kein Zweifel aufkommen", erklärte LSVD-Chef Jörg Steinert. "Am Magnus-Hirschfeld-Ufer werden wir uns weiter dafür einsetzen, dass neben den Gedenktafeln ein Denkmal entsteht, das sichtbar daran erinnert, dass die weltweit erste homosexuelle Emanzipationsbewegung im Berlin des 19. Jahrhunderts ihren Ursprung hat." (cw/pm)

-w-

#1 RobinAnonym
  • 01.05.2014, 11:16h
  • Wen wundert das noch?

    Wenn Politik und Kirchen laufend ein Klima befeuern, wo Schwule und Lesben Menschen zweiter Klasse sind, kommt es halt zu sowas.
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#2 EnyyoAnonym
  • 01.05.2014, 11:19h
  • Handelte es sich um Mahnmale anderer Minderheiten oder Religionsgruppen, wären sie mit sehr großer Wahrscheinlichkeit längst Kamera-überwacht oder es würden dort Sicherheitsleute stationiert...
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#3 Monster_BabyEhemaliges Profil
  • 01.05.2014, 11:47h
  • Antwort auf #2 von Enyyo
  • Kann man so nicht sagen: das Denkmal an die Deportation der deutschen Juden am Anhalter Bahnhof in Kreuzberg, ist immer wieder Ziel von Nazi-Schmierereien und Zerstörungen. Das Denkmal wird weder durch die Polizei (höchstens wenn zufällig bei einer Straftat eine Streife vorbeifährt) noch durch einen privaten Sicherheitsdienst bewacht. Rassistische Übergriffe auf Migranten werden oftmals nicht einmal in den auflagenstarken Zeitungen erwähnt, vielleicht mal in der TAZ. Es fanden in den letzten Monaten auch vermehrt Übergriffe gegen dunkelhäutige Menschen statt - hat kaum eine/n - außer den Betroffenen - interessiert. LGBT*s müssen aufpassen, dass Sie nicht zu Sündenböcken gemacht werden, aber andere Minderheiten werden nicht 'bevorzugt' gegenüber LGBT*s behandelt.
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