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Kommentare zu:
Homoheiler-Beichte: "Wir haben uns nie verändert"


#21 RobbyEhemaliges Profil
  • 03.05.2014, 19:59h
  • Antwort auf #17 von Thorin
  • An sich hast Du recht - wenn es sich um ERWACHSENE Menschen handelt. Was Du aber außer Acht lässt, ist, dass es sich bei ungefähr 90-95% aller Homosexuellen, die sich in die Fänge von diesen perversen "Homo-Heilern" begeben, um Kinder und Jugendliche handelt, die gewaltsam und GEGEN IHREN EIGENEN WILLEN zu diesen Perversen geschleift werden. Von den eigenen Eltern und mit der Zustimmung und Förderung des Jugendamtes, wohlgemerkt!
    Und diese Kinder und Jugendliche sind eben NICHT freiwillig bei diesen Perversen "in Behandlung" - sondern unter massivem ZWANG.
    Ich weiß, wovon ich spreche, Thorin, denn meine Eltern haben mich selbst gewaltsam zu so einem perversen "Homo-Heiler" geschleift, als ich mich mit 16 als schwul geoutet habe. Ich weiß aus eigener leidvoller Erfahrung, was es bedeutet, wenn jemand in so einer "Konversionstherapie" versucht, einen psychisch und physisch fertig zu machen, um einen zu brechen - und auf "hetero" umzupolen. Gleichzeitig mußte ich damals bei diesem "Homo-Heiler" eine Psycho-Therapie und eine Elektroschock-Therapie über mich ergehen lassen - dies geschah ebenfalls innerhalb dieser "Konversionstherapie". - Glaub mir, das ist die Hölle! Ich bin froh, dass ich das durch meinen starken Willen heil überstanden habe. Aber einige andere - die damals zu diesem "Homo-Heiler" von ihren Eltern zwangsweise hingebracht wurden - hatten leider nicht diese Kraft und haben sich umgebracht, weil sie es nicht mehr ausgehalten haben. -

    Und auch wenn sie inzwischen die Elektro-Schock-Therapie bei einer solchen "Konversionstherapie" weglassen - die psychischen und physischen Qualen für die betroffenen Kinder und Jugendlichen sind deshalb nicht weniger grausam.

    Und genau deshalb halte ich es für so wichtig, dass möglichst viele GEGEN diese "Homo-Heiler" kämpfen, auf die Straße gehen und die Menschen aufklären - um zu verhindern, dass immer noch mehr unschuldige homosexuelle Kinder und Jugendliche dort gequält werden. Ja, es ist verdammt schlimm, was man bei so einer "Homo-Heilung" über sich ergehen lassen muss. Aber nur, wenn man selbst bereit ist, über diese ganze Scheiße zu reden und die Fakten auch in der Öffentlichkeit zu nennen - nur dann kann man auch andere Leute über die "wahren" Hintergründe und perversen Praktiken dieser "Homo-Heiler" aufklären. Und nur DANN kann man meiner Meinung nach auch irgendwann erreichen, dass solche perversen "Homo-Heilungen" verboten werden.
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#22 David77Anonym
#23 RobbyEhemaliges Profil
  • 04.05.2014, 10:26h
  • Antwort auf #22 von David77

  • Sie sind beide erzkatholsch, haben mich sehr autoritär erzogen und mein Vater hat relativ rechte Ansichten. Er hat mir damals unter anderem an den Kopf geknallt 'Früher wären solche wie Du vergast worden'. Ich habe ihnen nie verziehen, was sie mir angetan haben und habe seit meiner Volljährigkeit keinen Kontakt mehr mit ihnen. Aber ich denke nicht, dass sie ihr Verhalten auch nur ansatzweise bereuen. Dazu sind die zu sehr davon überzeugt, dass Homosexualität Sünde und schlecht usw. ist.
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#24 daVinci6667
  • 04.05.2014, 11:25h

  • Man weiss es schon sehr, sehr lange:
    Schwule kann man nicht heilen. Genauso wie Heteros auch nicht.

    Aber man will es nicht hören. Es darf nicht sein was nicht sein darf!

    Religioten versuchen krampfhaft solange daran festzuhalten wie damals, als die Erde unbedingt eine Scheibe sein musste.

    Sie haben geglaubt und gebetet und dafür gemordet. Resultat: Die Erde war immer noch keine Scheibe.

    Bei den Schwulen muss das jetzt aber unbedingt klappen: Gläubige beten wieder mal wieder und "heilen" was das Zeug hält!

    Wir aber sollten gegenüber solch krankhaft perverser Idiotie ganz energisch Verbote fordern.

    Homoheilung ist nämlich in dem Sinne "erfolgreich" als viele "Geheilte" anschliessend den Freitod wählen.

    Tatsächlich sind sie ermordet werden. Schwul waren sie bis zum Tod, genau wie wir alle.
  • Antworten » | Direktlink »
#25 daVinci6667
  • 04.05.2014, 11:43h
  • Antwort auf #21 von Robby

  • Lieber Robby

    Du hast mir zwar schon einmal davon geschrieben, wenn auch nicht so deutlich wie hier.

    Ich bin echt betroffen und geschockt was deine sogenannten Eltern und dieses Arschloch von Homoheiler dir alles angetan haben. Einfach entsetzlich! Ich bin echt froh für dich, dass du das überlebt hast.

    "Aber nur, wenn man selbst bereit ist, über diese ganze Scheiße zu reden und die Fakten auch in der Öffentlichkeit zu nennen - nur dann kann man auch andere Leute über die "wahren" Hintergründe und perversen Praktiken dieser "Homo-Heiler" aufklären. "

    Alles sehr richtig und wahr was du schreibst.

    Robby, hast du dir mal überlegt darüber ein Buch zu schreiben? Es müsste doch unter uns welche geben die das nötige Fachwissen und die Erfahrung haben und dir helfen können dies umzusetzen.

    Lieber Gruss
    daVinci6667
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#26 AAAAAnonym
  • 04.05.2014, 14:50h
  • Antwort auf #20 von AAAA

  • Wofür genau sind die Minus-Stimmen, wenn ich aus meiner Sicht thematisch passend von einem sehr schwulen Künstler erzähle, dessen Comedyprogramm auf aufklärerisch wertvolle Weise die Gepflogenheiten der ExGay-Szene auf die Schippe nimmt, wie man z.B. in Ausschnitten auf YouTube sehen kann?

    Für die Werbung? Oder dafür, dass ihr es nicht ertragen könnt, dass er seine Insider-Infos aus eigenem Erleben kennt? Dafür, dass er das solange mitgemacht hat?

    Wie soll jemand den Ausstieg finden, wenn selbst Aussteiger, die einen wesentlichen Beitrag zur Aufklärung leisten, in ihrer eigenen Szene einen schweren Stand haben weil man ihnen nicht verzeihen kann, dass sie sich in jungen Jahren von einer Ideologie haben einnehmen lassen und dadurch sich selbst Gewalt angetan haben, einfach weil das nicht sein darf und jeder, der sowas mitmacht, blöd sein muss und deshalb kein Mitgefühl verdient?

    Ich habe mich schon manchmal verändert, was schmerzhafte Prozesse waren. Die Person zu verachten, die ich früher war und die damals Entscheidungen getroffen hat, die ich heute nicht mehr treffen würde, macht es nicht leichter.
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#27 AAAAAnonym
  • 04.05.2014, 15:07h
  • Antwort auf #20 von AAAA

  • Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich war selbst nie ExGay, und mit dem letzten Absatz meinte ich, dass ich selbst mit meiner eigenen Biographie mitfühlend umgehen möchte, anstatt alles, was anders war als ich heute bin, auszublenden oder zu verachten - weil ich glaube, dass ich dadurch mehr Kraft habe, meine heutigen Werte zu leben.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #20 springen »
#28 RobbyEhemaliges Profil
  • 04.05.2014, 16:34h
  • Antwort auf #25 von daVinci6667
  • Lieber daVinci6667!

    Das mit dem Buch ist an sich eine gute Idee. Nur bin ich mir nicht sicher, ob sich für ein solches Thema ein Verlag finden ließe, denn die werden sich davon keine großen Verkaufszahlen erwarten. Ich denke, so etwas müßte man wahrscheinlich selbst herausbringen. Meiner Meinung nach wäre es besser, dieses Projekt eher als Sachbuch im weiteren Sinn umzusetzen, weil es sehr viele sogenannte Lebensbeschreibungen und biographische Bücher in den Läden gibt und ein Buch über diese perversen "Homo-Heiler" wahrscheinlich dadurch in der großen Masse der "Lebensbeschreibungen" untergehen würde. Außerdem, glaube ich, dass man mit einem eher sachlich gehaltenen Buch zu diesem Thema mehr Menschen erreichen und aufklären könnte.

    Falls aber jemand mehr zu der ganzen "Homo-Heiler"-Sache damals wissen will oder eine Idee hat, wie man so ein solches Buchprojekt professionell umsetzen könnte, kann er mich gerne einfach anmailen.

    Weißt Du, daVinci6667, damals nach "Abschluß" der Homo-Heil-Versuche bei mir, konnte ich noch nicht so offen und detailliert darüber reden. Aber ungefähr ein halbes Jahr danach habe ich durch einen Freund mitbekommen, dass er selbst auch so etwas erlebt hat. Ich habe mich mit ihm zusammengesetzt und lange mit ihm darüber gesprochen. Dadurch konnte ich das alles ganz gut verarbeiten. Ich denke, jeder hat seine dunklen Kapitel in der Vergangenheit. Und es liegt an uns, ob wir zulassen, dass sie uns unser ganzes restliches Leben lang belasten, oder ob wir uns ihnen stellen und sie dann "loslassen" - wenn ich das mal so esoterisch formulieren darf - und unseren Weg unbeirrt weitergehen. Du hast ja selbst ein sehr düsteres Schicksal hinter Dir und es ist schön, dass Du dabei bist, es zu verarbeiten. Nichts, was passiert ist, kann ungeschehen gemacht werden. Weder bei uns beiden - noch bei anderen. Aber wenn wir an uns selbst glauben, dann werden wir unseren eigenen Weg gehen können. Und wir beide haben das Glück, dass uns liebende Menschen dabei zur Seite stehen.

    Ich habe mein Leben lang immer wieder für meine Liebe und meine Lebenseinstellung gekämpft und bin daher "Gegenwind" gewohnt. Ich denke, das ist auch mit ein Grund, warum ich zu so einem zähen Aktivisten geworden bin. Und ich werde nicht eher Ruhe geben, bis wir wirklich gleichgestellt sind. - Auch wenn das noch ein paar Jahre dauern wird.

    Liebe Grüße

    Robby
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#29 daVinci6667
  • 04.05.2014, 18:17h
  • Antwort auf #28 von Robby

  • "Falls aber jemand mehr zu der ganzen "Homo-Heiler"-Sache damals wissen will oder eine Idee hat, wie man so ein solches Buchprojekt professionell umsetzen könnte, kann er mich gerne einfach anmailen."

    Danke lieber Robby.

    Vielleicht liest das ja jemand der bereits an dem Thema arbeitet oder die Redaktion könnte bei einer entsprechenden Anfrage deine Adresse vermitteln? Du könntest diesen Satz ausserdem in dein Profil stellen.

    Was einer macht und sich antut wenn er erwachsen ist, dafür ist er selbst verantwortlich. (siehe auch #20 von AAA)

    Was man aber ihm in seiner Jugend antut, dafür müssen Eltern und die Gesellschaft die das zugelassen hat oder gar unterstützt hat, gerade stehen. Und das taten sie bisher nicht. Das macht mich wütend.

    Meiner Meinung nach sollten solche Eltern wie deine mit harten juristischen Konsequenzen bezahlen müssen und es dürfte hier, wie bei sexuellem Missbrauch, keine Verjährung mehr geben.

    Der Staat müsste sich entschuldigen und könnte z.B. eine Stiftung gründen zur Unterstützung und Hilfe bei der Überwindung solcher Dramen und Traumen. Denn sowas geht an keinem spurlos vorüber.

    Lieber Gruss
    daVinci6667
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#30 WolfgangProfil
  • 04.05.2014, 20:05hBielefeld
  • @Robby

    Hallo Robby,

    wollte Dir gerade wg. der hier besprochenen Möglichkeiten zur Veröffentlichung Deiner Erfahrungen schreiben - aber offenbar funktioniert Deine hier angegebene Adresse nicht - guckst Du mal, ob da ein Fehler vorliegt?
    Meine mail-Adresse findest Du auf einem Profil!
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