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Einzelkommentar zu:
Berlin: Auch FDP boykottiert Stonewall-CSD


#19 stromboliProfil
  • 10.05.2014, 11:02hberlin
  • Antwort auf #13 von sperling
  • ahha.. kommen wir endlich zur entscheidenden frage..
    was und wer ist den nun die sich anbietende "alternative?
    Was die inhalte, ausser nur nicht eben "politisch" im sinne der csd.ev 'ler sein zu wollen. Wobei immer noch nicht klar ist, was der alt-csd dennn nun politischer geworden sein will...
    Oder ist es tatsächlich nur die namensgebung die die schlafenden weckte...?

    Natürlich ist das ganze synonym für ein unbedingt nötiges überdenken bisheriger "erfolgspolitik"!

    Die kämpfrerische wattebäuschschentaktik ( streitbar bis zum umfallen...siehe abstimmungsergebnisse ) zum erreichen von steuerangleichung und formalen angleichungsrechten in der partnerschaft, waren in den "vereinsstrukturen wie sie lsvd oder die parteien-homoblinddarme, einander sich ergänzende beruhigungsinstrumente..
    Kinder, lasst mal pappi-mammi machen, wir ordnen das untereinander.. setzen jeweils einen der unseren ins nest der anderen.. schaffen so "vielfalt.

    Entsprechend einer ohnehin seit den 70zigern vorhandenen gesamtgesellschaftlichen grundhaltung endlich auch die ausgegrenzten homos mit ins gesellschaftsboot zu holen , konnte so überfälliges spektakulär als großer erfolg durchgewunken werden.
    Das nennt sich bürgerliche besitzstandserhaltung.
    Immerhin, kleinvieh macht auch mißt.

    Und egal wer letztendlich im namen der community zu handeln glaubte, sie verschrieben allesamt das gleiche ergebnis als eigenständigen erfolg.
    Mal schamlos wie die fdp, mal zögerlich wie die grünen, mal zahnlos wie die spd...
    aber jeder noch so kleine kompromis wurde/wird zur gewonnenen schlacht verklärt...
    mittendrinn der lsvd, parteiendurchseucht als eifrige ver/mittlerin.
    Wenigstens die "gegner" sind in diesem sumpf noch einigermaßen erkennbar .. die c-parteien.

    Aber selbst die haben ihre u-boote im lsvd vorstand positioniert; wie so gegen die eigene partei das wort erheben...
    vereinsmysterien!

    Um mysterien zu schaffen, muß ein gaukler dinge vorgauckeln die nicht vorhanden, oder man legt über alles einen schleier der "vernunft der handelnden..".
    Politik würde ja bekanntlich nur durch kompromis geschaffen.

    Nur, über den zu erwartenden "ausgehandelten" kompromis müsste /sollten die betroffenen abstimmen können..
    heutzutage mit den medialen mitteln eigentlich ein nullproblem.
    Abgestimmt aber wird, wenn überhaupt, nur von den vereinsmitgliedern, quasi stellvertretende...

    Nun könnte man sagen: tretet doch alle ein, dann seid ihr mitstimmungsfähig.
    Gleiches wurde hier ja schon in bezug auf den csd-verein geschrieben..
    "Wer nicht zahlendes mitglied eines vereins, hat halt kein mitbestimmungsrecht darüber was der verein beschließt.."
    Gut, wenn sich das nur auf den verein bezieht mag das ja gehn.. beansprucht dieser verein aber einen vertretungsanspruch der inhaltlich eine sogenannt "ganze community" einbezieht, wird eine neue frage in den raum gestellt:
    Vertreten 30-50 vereinsmittglieder eine ganze soziale gruppe?
    Eine frage, die ich mir immer stelle wenn ich in einer stadt wie berlin die altbekannten 25-40 personen standhaft das lsvd banner haltend, so uns in der öffentlichkeit vorführen, während mittlerweil anonyme netnutzer schon mal tausend auf die beine bringen...

    Das wiederholt sich ja auch bei den parteien: stellen parteien das volk?
    Oder ist in der stillschweigenden abgabe von stimmzetteln ( vorgedruckt = vorformuliert) auch die weggabe des mitredens-mitendscheidens verfügt.. reduziert auf die nun mühsam neu aufzubauenden strukturen der autonom organisierten stadtteil- einzelinteressensgruppen.
    Quasi das doppelte lottchen der demokratischen spielregeln.
    Wobei erfahrungsgemäß dann die ausserparlamentarischen oppositionellen ebenfalls zur rechtlichen absicherung gezwungen sind, vereine zu gründen.. somit sich der prozess wiederholt, der hund sich in den eigenen schwanz beißt statt den, der ihn tritt.
    Der staat, die mächtigen wussten schon warum sie wut oder eigeninteressen in vereinsmeierei kanalisierten...

    Bleiben wir deshalb erst mal beim grundproblem , dem der mitsprache:
    Auch vereine könne sich satzungen geben, die aussenstehenden zugang zu mitsprache und anregung ermöglichen. Wir sind kein taubenzüchterverband mit eingeschränkter handlunugsbreite, sondern eben ein äusserst vielfältiges gebilde sexueller lebensbedürfnisse und lebensentwürfen!
    Das heißt für die vereinsfritzen aber auch verzicht auf titel-ehren und sonstiges an machtinstrumentalien. Ihre funktion müsste die der vermittler sein, die die vielfältigen stömungen zueinander bringen, nicht die des "vordenker und exekutierenden"!

    Exekutierende, wie einen ehrenwerten, mit sicherlich altruistischen vorstelllungen ins amt gehobenen Robert Kastl , welcher sich zum vorzeigetypus eines völlig aus dem ruder laufenden vereins-egomanen macht, der eher im deutschen dackelverein auffällig wird.

    Nochmals:
    Die bestehenden schwulen vereine allesamt sind auf diesen bestand der fehlenden einbettung in unserer community hin zu beurteilen und zu reformieren!
    Sie könn/ten wie in ihren historischen ursprüngen, eine soziale bindung erstellen, die verbindungen knüpft zu anderen sozialen bewegungen.. dort kooperationen bilden..
    Ich steh da voll hinter der leistung des lsvd was teile seiner migrationsübergreifenden verbindungen zu sportvereinen darstellt.
    Alles förderungswürdig, also auch nicht alles schlecht, was da gemacht wird!

    Aber sie sollten sich keine politischen handlungsspielräume anmaßen, gleichsam sich gegenüber dem staat-gesetzgeber als alleiniger ansprechpartner geben.
    Wobei eben auch nicht von der masse-sprich community zu reden ist , die nur die vorstellungen und vorgaben der parteiengremien und vereine betreff wirklich zu erstreitendes widerkäuen, sondern tatsächlich sich zu denkansätzen vorwagen die parteien wie vereinsnormen überschreiten.

    Das politische- denken also an uns zurückgegeben wird, wir es nicht anderen überlassen!
    Was politisch für uns denkbar , dann als soziale vorgabe an vereine- instutitionen - parteien weitergegeben wird.

    Dann können wir auch von "repolitisierung sprechen, können inhaltlich zeichen setzen.
    Dies dann auch auf umzügen und stadtteilfesten

    Trennen wir uns also von "unseren vorbetern" soweit das möglich.
    Auch wenn es nun so aussieht als würden die sich von "uns" trennen , um wie gehabt, hintenherum wieder sich einlass verschaffen.. siehe doppel-csd berlin.
    Das ist ein hase-igel -spiel, bei dem ich nicht mitmachen will.
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