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Kommentare zu:
Transsexuellen droht häufiger Arbeitslosigkeit


#11 RubinaAnonym
  • 02.01.2015, 22:38h
  • Hallo, ich bin selber Transident. Ich bin eine junge indische Frau, adoptiert und studiere in Bonn. Ich habe mir den Artikel durchgelesen und mir sind verschiedene Szenarien in den Sinn gekommen.

    1. finde ich es natürlich ein Unding, dass Menschen wegen ihrer Sexuellen Identität oder Orientierung , Hautfarbe oder Religion irgendwo nicht angenommen werden.

    2. hatte ich schon mehrer Transgender kennen gelernt, welche aus dem Grund JOB, FAMILIE eine ganzheitliche Angleichung nicht anstreben, bzw nicht umsetzen können. Diese Menschen berichten teilweise häufiger von Diskriminierungen, wenn sie erkannt werden. Da Deutschland relativ spät lockerer mit sexueller Vielfalt und Identitäten umgeht, gibt es auch mehr ältere Transmenschen, welche jetzt erst zum Psychologen gehen oder sich im Internet informieren können. Früher gab es viele Plattformen noch nicht. Und auch die Möglichkeit bei GoogleBooks Fachbücher halbwegs durchzulesen kann die ältere Generation nicht nachweisen. Nun sind diese MEnschen mit einer anderen Prägung aufgewachsen und übernehmen ihre inneren Glaubenssätze in die Wirklichkeit von 2014/ 15. Nun können weibliche Hormone einen 40 - 50 jährigen Mann, nicht mehr so gut verweiblichen, weshalb es vielen leider angesehen wird, dass sie biologisch männlich sind.
    Da ich noch 24 bin, wirken die Hormone besser und auch ohne (momentan noch mit Make Up), kann ich bisher von keine Diskriminierung sprechen. Dies liegt aber auch daran, dass ich in jungen Jahren noch für normal weiblich wahrgenommen werde. Ich kann jetzt von Glück reden, denn dies können nicht alle von sich behaupten.
    Und meine Erfahrung hat gezeigt, dass viele Menschen mit mir weniger Probleme haben, da die Optik stimmt. Solange ich weiblich aussehe, wie andere es von biologischen Frauen kennen, ist es den meisten relativ egal, ob ich schon Hormone nehme, eine OP hinter mir habe. Im Alltag hat dies bisher keine negativen Folgen.
    Und ich schließe daraus, dass die Gesellschaft eben stark über die Optik ein Urteil von anderen Menschen macht, anstatt von der Form des SEINS.

    Wenn jemand einen Witz über "Transen" oder Männer im Rock macht, dann haben viele eben diese Menschen im Kopf, welchen die männliche Herkunft angesehen wird.

    Bei Menschen, die jung den Transweg einschlagen (wollen / müssen / können), wird die biologische Herkunft fast nicht mehr angesehen. Diese haben (alle, die ich bisher kennen gelernt habe) kaum Einschränkungen im Job - bis gar keine. Denn das Gesamtbild wirkt stimmig!

    Ich denke, diese Sichtweise ist wichtig für Befragungen - in my opinion.
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