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Homophobie unter Fans
Homophobes Banner: DFB ermittelt gegen Bayer Leverkusen
- 13. Mai 2014 2 Min.

Samstagnachmittag in Leverkusen: Die eigenen Fans bringen ihren Verein in Verruf
Die Anhänger von Bayer 04 fallen am letzten Bundesliga-Spieltag mit Homosexuellenfeindlichkeit auf.
Der Deutsche Fußballbund (DFB) ermittelt gegen den Verein Bayer 04 Leverkusen, weil im Fanblock der Werkself am Samstagnachmittag ein homophobes Banner gezeigt wurde. Das teilte der Dachverband am Dienstag gegenüber der "Rheinischen Post" mit.
Das Banner hatten Ultras vor dem Spiel gegen Werder Bremen ausgerollt. Aufschrift: "Vereinsfarben uninteressant – Hauptsache die Homofahne in der Hand". Damit spielen die Fans auf die Regenbogenflagge an, die immer wieder in der Bremer Fankurve zu sehen ist. Bayer 04 konnte das Spiel am Samstagnachmittag mit 2:1 gewinnen und sich so die Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation sichern.
"Der DFB-Kontrollausschuss hat in dieser Angelegenheit ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und wird im ersten Schritt den Verein Bayer 04 Leverkusen anschreiben und um eine Stellungnahme bitten", erklärte der DFB. "Nach Vorliegen und Auswertung der Stellungnahme wird über den weiteren Fortgang des Verfahrens entschieden".
Verein distanziert sich von homophoben Fans
Bereits zuvor hatte sich der Sportverein von den homophoben Fans distanziert: "Das ist eine Randgruppe von Fans, deren Verhalten wir nicht zu tolerieren gedenken", erklärte Mediendirektor Meinolf Sprink am Sonntag. Die Fanbeauftragten hätten sich für das Banner geschämt, sagte Sprink weiter.
Erst Mitte März hatten Fans des FC Bayern München mit einem homophoben Banner für Empörung gesorgt: Vier Männer aus Südtirol hatten bei einem Champions-League-Spiel der Bayern gegen Arsenal London einen Banner mit der Aufschrift "Gay Gunners" gezeigt, der auch in der Fernseh-Liveübertragung zu sehen war (queer.de berichtete). Gunners ist der Spitzname des Londoner Vereins. Unter der Aufschrift war die Zeichnung eines Spielers abgebildet, auf dessen Hintern ein Geschütz gerichtet ist – es handelte sich offenbar um den deutschen Nationalspieler Mesut Özil, der bei Arsenal unter Vertrag steht.
Für dieses Vergehen erhielt Bayern eine empfindliche Strafe: Der europäische Fußballverband UEFA ordnete an, dass der Fanblock, in dem die homophoben Anhänger ihren Banner gezeigt hatten, im Champions-League-Spiel gegen Manchester United leer bleiben musste (queer.de berichtete). Die Einnahmeausfälle für diese Anordnung will der deutsche Spitzenclub nun von den Fans aus Italien einfordern (queer.de berichtete). (dk)














