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"Kongress Sexualethik und Seelsorge"
Hessen: Diakonie distanziert sich von Homo-"Heilern"
- 16. Mai 2014 2 Min.

Die Diakonie Hessen hat sich am Freitag von einer evangelisch-evangelikalen Konferenz distanziert, die kommende Woche Homo-"Heilern" in Kassel eine Plattform einräumt.
Beim "Kongress Sexualethik und Seelsorge" sind unter anderem Christl Ruth Vonholdt vom "Deutschen Institut für Jugend und Gesellschaft (DIJG)" und Markus Hoffmann vom Homo-Heiler-Verband "Wüstenstrom e.V." eingeladen (queer.de berichtete). Sie sind davon überzeugt, dass alle Menschen grundsätzlich heterosexuell sind, manche aber ein "homosexuelles Problem" oder eine "Identitätsstörung" hätten. Organisiert wird die Veranstaltung vom Weißen Kreuz e.V., einem evangelische Fachverband für Sexualethik und Seelsorge.
Der Theologische Vorstand der Diakonie Hessen, Landeskirchenrat Horst Rühl, ging jetzt auf Distanz zu "Positionen, die einzelne Referierende bisher vertreten haben, weil diese mit der Haltung der Diakonie Hessen nicht in Einklang zu bringen sind". Er erklärte, sein Verband sei gegen "jegliche Form von Ausgrenzung und Diskriminierung" und bezeichnete Sexualität als "Bestandteil der guten Schöpfung Gottes und des menschlichen Daseins".
Rühl sagte weter: "Jegliche Stigmatisierung oder Pathologisierung von Schwulen und Lesben lehnen wir daher grundsätzlich ab. Wir begrüßen vielmehr auch die Vielfalt menschlichen Lebens in unserer Gesellschaft. Mit der Segnung gleichgeschlechtlicher Paare in einem Gottesdienst bringen die beiden evangelischen Kirchen und Hessen diese Haltung zum Ausdruck".
Die Diakonie ist ein evangelischer Wohlfahrtsverband mit bundesweit fast einer halben Millionen Angestellten. Der Verband hatte bereits 2011 erklärt, er prüfe den Ausschluss von Homo-"Heilern". Damals erklärte Diakonie-Präsident Johannes Stockmeier: "Ich kann Ihnen versichern, dass ich auch weiterhin dafür eintreten werde, dass es keine Diskriminierung von Homosexuellen in Kirche und Diakonie geben darf" (queer.de berichtete). (dk)















Es entkräftet den von Atheisten vorgebrachten Vorwurf, dass die EKD, deren Landeskirchen oder die EKD Homo-Heiler unterstützen oder eine Heimat bieten.
Leute wie Vonholdt oder Hoffmann haben keine Rückendeckung von EKD, deren Bischöfen und deren Landeskirchenleitungen.