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Kommentare zu:
Neuer Skandal um Polizei-Datenbanken


#61 TheDadProfil
#62 parierendAnonym
#63 TheDadProfil
#64 giliattAnonym
  • 30.05.2014, 00:43h
  • Antwort auf #60 von TheDad
  • Ich berichtige mich gerne:
    Die Polizei muss nicht. Nein, sie sollte! Die Polizei sollte in einem gesetzlich klar abgesteckten Rahmen über Vorabinformationen verfügen, wenn sie zu einem Einsatz gerufen wird, obwohl sie auf Selbstschutz hin ausgebildet ist. Hier sollte der Europäische Gerichtshof in einigen Passagen nachbessern.

    Schutzhandschuhe der Mediziner dienten übrigens auch und damals vielleicht vorrangig dem Schutz des Patienten, damit der Helfer seine binokken Minilien nicht auf ihn überträgt.

    Die von Dir genannten Pastoren lassen wir mal raus aus der Risikogruppe, einverstanden?

    Sanis nicht. Die müssen - allerdings anders, als Polizisten - tagtäglich mit dem Infektionsrisiko leben, denn es gehört seit Urzeiten zum ABC ihres Berufes.

    Dass Rettungskräfte angegriffen werden, habe ich selbst mehrfach erlebt.
    Feierstunden-Besäufnis im Armeeclubhaus am Tag der NVA im März 1978. Der für Verdienste um den Sieg des Sozialismus ausgezeichnete Stabsgefreite A ist stinkbesoffen und gerät in Streit mit dem sturzbetrunkenen Major B, welcher ihn in die Bar schleudert, wo ihm zersplitterte Flaschen die Pulsader am rechten Handgelenk durchtrennen. Der Major wirft sich auf ihn und dükert ihn mit dem Gesicht in die Scherben. Zwei fast volltrunkene Unteroffiziere schleppen den tobenden Geschädigten zu mir in den Med-Punkt. Die beiden kreischen herum und sind völlig hysterisch und lassen mich nicht an den Verletzten heran. Reden hilft nicht. Ich bin allein. Ich haue also dem einen Uffz. einen gezielten Schwinger auf die Fresse. Der andere Uffz. wird darauf hin ernüchtert und hilft mir, den renitenten Patienten auf der Pritsche im Ordinationszimmer festzuhalten, damit ich die lebensgefährliche Schlagaderblutung stoppen kann. Hernach reinige und versorge ich noch das zerschnittene Gesicht. Dann kommt endlich mein Kraftfahrer vom Dienst, mein KvD, mit dem LO 1800 Sankra und wir bringen den Patienten ins Lazarett. Die zwanzig Kilometer balgen wir uns herum, denn bei jeden Halt an einer Kreuzung will er aus dem Krankenwagen springen. Bändigen kann ich ihn nur dadurch, dass ich auf seine verbundene Wunde drücke, worauf er dann jeweils zusammenbricht und sich zurück auf die Trage schleppen lässt.

    Dieser Vorfall war keine Seltenheit in meinem Dienst. Er ging gut aus. Oftmals verpackten wir Soldaten in Pizza-Form in Behältnisse aus Zink.

    Unser Vorteil war: Wir agierten auf bekanntem Feld. In der Ambulanz oder am Unfallort.

    Polizisten müssen überall in unbekanntem Gelände zugreifen. In der Dunkelheit auch. Ihr Risiko ist weitaus höher.
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