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Medienberichte
Lesbische Frau wird von der Leyens Staatssekretärin
- 26. Mai 2014 2 Min.

Katrin Suder soll den Bendlerblock auf Linie bringen (Bild: McKinsey)
Als neue Staatssekretärin wird die Unternehmensberaterin Katrin Suder voraussichtlich die künftige Rüstungspolitik in Deutschland koordinieren.
Die offen lesbische Unternehmensberaterin Katrin Suder soll nach Medienberichten im Sommer neue Staatssekretärin im Bundesverteidigungsministerium werden und für den Rüstungsbereich zuständig sein. Derzeit leitet die parteilose 42-Jährige den Bereich Öffentlicher Sektor bei McKinsey. Die Physikerin arbeitet bereits seit dem Jahr 2000 für die amerikanische Unternehmensberatung. Suder lebt mit ihrer Partnerin in Berlin-Kreuzberg und hat zwei Kinder im Alter von drei Jahren und fünf Monaten.
Bei McKinsey befasste sich Suder unter anderem mit Diversity Management und warb öffentlich dafür, homosexuelle Mitarbeiter besser zu integrieren. So trat sie unter anderem bei einer schwul-lesbischen Karrieremesse auf (queer.de berichtete).
Ernennung ist umstritten
Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte bereits mit Suder zusammengearbeitet, als sie noch das Arbeitsministerium anführte. Damals hatte McKinsey unter anderem eine Studie zum Fachkräftemangel für von der Leyen erstellt. Im Ministerium soll es aber Bedenken gegen die Ernennung geben.
"Das wird bei vielen Generälen allergische Reaktionen auslösen", so ein "Bundeswehr-Insider" gegenüber "Bild". Allerdings könne "unseren verkrusteten Laden am ehesten eine Frau von außen aufbrechen". Ein führender Offizier kritisierte gegenüber tagesschau.de, dass von der Leyen eine "Laienschar" um sich versammle, da die Verteidigungsministerin sämtliche Staatssekretäre durch weitgehend fachfremdes Personal ersetzt hatte. Zudem warnte ein Unionsabgeordneter, die Ernennung könne ein "Gschmäckle" haben, falls das Verteidigungsministerium McKinsey mit einer Studie über den Rüstungssektor beauftragt, wie es von einigen Experten erwartet wird.
Der Posten des Staatssekretärs wurde im Februar frei, nachdem die Verteidigungsministerin den bisherigen Amtsinhaber Stéphane Beemelmans wegen des Skandals um die Euro-Hawk-Drohne gefeuert hatte.
Erst vor wenigen Monaten hatte die neu ernannte Umweltministerium Barbara Hendricks (SPD) für Aufsehen gesorgt, als sie sich als erste deutsche Ministerin als lesbisch outete (queer.de berichtete). (dk)













