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Kommentare zu:
Kalifornien: Parlament stimmt für Bareback-Verbot in Pornos


#41 TheDadProfil
#40 daVinci6667
  • 01.06.2014, 12:44h
  • Antwort auf #39 von TheDad

  • "Und ich hab ein Problem damit, wenn "der Gesetzgeber" solche Gesetze erläßt, weil dann die Möglichkeit besteht, das die dann auch bald wieder in private Schlafzimmer hineinschauen.."

    Du hast da eine "wehret den Anfängen" -Strategie im Kopf, die auch nicht so unberechtigt ist. Die Geschichte lehrt uns leider, dass das passieren könnte...

    Trotzdem, wir sollten differenzieren. Ich finde DIESES Gesetz völlig richtig. Denn es geht hier nicht um privaten Anal- oder Oralsex sondern es geht schlicht um den Arbeitnehmerschutz am Arbeitsplatz!

    Wenn es so kommen sollte wie von dir befürchtet, dann kämpfen wir gemeinsam. Mit Garantie.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #39 springen »
#39 TheDadProfil
  • 01.06.2014, 02:44hHannover
  • Antwort auf #13 von daVinci6667
  • Alles richtig..

    Blendet aber nach wie vor die Möglichkeit sich außerhalb der Dreharbeiten infizieren zu können, komplett aus..

    Und ich hab ein Problem damit, wenn "der Gesetzgeber" solche Gesetze erläßt, weil dann die Möglichkeit besteht, das die dann auch bald wieder in private Schlafzimmer hineinschauen..

    Mann erinnere sich da an Gesetze die Oralverkehr zwischen Ehe-Leuten verboten, oder das Küssen auf der Strasse..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #13 springen »
#38 RobbyEhemaliges Profil
  • 31.05.2014, 21:52h
  • Antwort auf #32 von Benedictus
  • Niemand will Dich bevormunden, Benedictus. Und ich schon garnicht, sonst hätte ich Dir sicher nicht bereits mehrmals geschrieben, dass es DEINE Sache ist, wie Du fickst - ob nun mit Kondom oder ohne. - Im Übrigen hat meine Einstellung "pro safer Sex" nichts damit zu tun, dass ich zufällig in Bayern wohne. Ich könnte auch sonst wo wohnen. Ganz nebenbei bin ich nicht katholisch, wie Du anzunehmen scheinst. Ich bin bereits vor Jahren aus der kath. Kirche ausgetreten, weil ich mich als Schwuler von dieser Gehirnwäsche-Sekte nicht permanent diskrimieren und difamieren lasse. -
    Meine Einstellung beruht darauf, dass ich schon verdammt viele Freunde und auch etliche Lover durch AIDS verloren habe und bereits seit 1989 gegen HIV/AIDS als Aktivist kämpfe und HIV/AIDS-Aufklärung mache. Wie 'daVinci' bereits schon hat anklingen lassen, habe ich einen an AIDS erkrankten Lover bis zu seinem Tod zu Hause gepflegt. So etwas prägt eben auch. Ja, es gibt inzwischen Medikamente, die die Viruslast in Grenzen halten können, aber heilbar ist AIDS deshalb noch lange nicht! Das sollte eigentlich auch Dir klar sein. -
    Du tönst groß rum, dass die Entwicklung in der AIDS-Forschung nichts mit uns Aktivisten zu tun hätte und hast doch absolut keine Ahnung, von was Du eigentlich redest. Bei Deinen "Statements" in dieser Hinsicht kann ich wirklich nur mit dem Kopf schütteln. -
    Anscheinend hast Du immer noch nicht begriffen, dass am Anfang der AIDS-Krise kein "Anschauungsmaterial", keine Studien zu HIV/AIDS da waren. Die Wissenschaftler, Ärzte und die AIDS-Aktivisten waren aufeinander und auf die Daten der jeweils anderen angewiesen. Jeder hat von jedem in dieser Hinsicht profitiert. Ich selbst habe seit 1989 immer wieder mit Martin Dannecker - der seit dem Ausbruch von AIDS sehr intensiv in der AIDS-Forschung tätig ist - zusammengearbeitet und ihm von jedem einzelnen, mir bekannten HIV- und AIDS-Erkrankten mit deren Einverständnis die Daten, Untersuchungsergebnisse, den Krankheitsverlauf und so weiter mitgeteilt, seine seitenlangen Fragebögen beantwortet, mit Ärzten und Wissenschaftlern gesprochen und und und. Diese Flut an Daten von AIDS-Aktivisten - wie ich und vielen anderen - wurden von den Wissenschaftlern und Ärzten ausgewertet und uns wiederum die Ergebnisse mitgeteilt, damit wir damit weiterarbeiten konnten. So ging dieser Informationsfluß ständig hin und her. - Ich bewunderte Martin sehr, dass er sich - trotz dem er selbst zahlreiche Lover an dieses Virus verloren hat - nicht aufgegeben, sondern immer weitergekämpft hat und immer noch weiterkämpft. -
    Als ich meinen Lover zu Hause gepflegt habe, kam auch eine Phase, ab der ich wußte, dass ich mich auch selbst anstecken kann. Wenn Du jemanden, der sich nicht mehr selbst versorgen kann, weil er durch die AIDS-Erkrankung schon zu schwach ist, dann kannst Du Dich ab einem bestimmten Moment nicht mehr 100%ig schützen. Ich wußte das - und habe mich bewußt dafür entschieden, ihn weiterzupflegen, ihm beizustehen und bei ihm zu sein. Weil ich es wollte - und weil ich ihn sehr geliebt habe. Auch wenn Du es vielleicht nicht nachvollziehen kannst... Ich habe es nie bereut. Ich weiß, dass es richtig war. - Und, um Deinen Mutmaßungen vorzubeugen: ich hatte Glück und habe mich nicht angesteckt. -

    Deine Ansichten zur Porno-Produktion kann ich nicht teilen, das habe ich Dir ja bereits geschrieben. - Was Du in Bezug auf die Fantasien und Sehnsüchte der "Zielgruppe" der Pornos angeht, das mögen Deine Ansichten sein, aber das heißt nicht, dass sie allgemeingültig sind. - Es ist richtig, dass Sex MIT Gummi nie so intensiv sein wird wie OHNE - trotzdem würde ich nie auf safer Sex verzichten, so lange ich promiskuitiv lebe. So etwas ist meiner Meinung nach - wie schon erwähnt - zu vertreten, wenn zwei Partner in einer wirklich monogamen Beziehung leben. -
    Wieso ich Kondome nun "hassen" sollte, wie Du es ausdrückst, ist mir nicht ganz klar. Ich habe Gummis immer benutzt, seit ich Cruisen gehe. Sowohl aktiv, als auch passiv, zum Ficken und zum Blasen. Für mich sind sie völlig selbstverständlich. Das mag für Dich anders sein - aber wir haben auch in diesem Punkt komplett entgegen gesetzte Ansichten.

    Um es noch mal ganz klar zu sagen: Ich will keinen "missionieren" - der Bareback-Sex favorisiert. Es ist die Entscheidung jedes Einzelnen, wie er Sex hat (ich hoffe, diesmal ist es auch bei Dir "angekommen"). Es geht mir darum, die Leute aufzuklären und zum Denken anzuregen, dass sie eben NICHT nur für sich selbst, sondern auch für die Gesundheit der jeweiligen Sexpartner verantwortlich sind. - Ich habe es schon oft genug auf den Klappen erlebt, dass jemand einen anderen - der eigentlich normalerweise safer Sex macht - überreden wollte, OHNE Gummi zu ficken. Mal hatte der Betreffende angeblich kein Kondom dabei - was an sich schon Quatsch ist, denn überall gibt es Kondomautomaten und Drogerien, wo man Kondome kaufen kann - mal wurde einfach das Argument vorgeschoben, dass der Betreffende doch sowieso negativ sei. - So etwas halte ich für unverantwortlich. Wenn es so ist, wie Du kurz angerissen hast, dass BEIDE sich BEWUSST für Sex ohne Kondom entscheiden, ist etwas komplett anderes als dieses Szenario, das ich Dir gerade geschildert habe. Bareback-Partys etc. wird es immer geben. Da wäre ein Verbot meiner Meinung nach nicht der richtige Weg. Wenn es nicht "öffentlich" läuft, dann eben im privten. Wer sich dafür bewußt entscheidet - der muß meiner Ansicht nach wissen, welches Risiko er eingeht. - Allerdings habe ich sehr viel dagegen, wenn "safer Sex" total verteufelt wird und behauptet wird, alle, die "safer Sex" machen und auch dazu stehen, wären irgendwie "gehirngewaschen" oder ähnliches.
    Jeder hat das Recht, so zu leben und auch zu LIEBEN, wie er es für richtig hält. - Das gilt aber nicht nur für uns, die wir "safer Sex" praktizieren - das gilt auch für Dich und andere Bareback-Fans.
    Da ist es auch nicht unbedingt sehr hilfreich, wenn Du über ich und meine Aktivisten-Tätigkeit herziehst und sie versucht lächerlich zu machen. Wobei mir dieses Ätzen von Dir am A... vorbei geht, da ich solche Reaktionen von eingefleischten Bareback-Fans - die man auf ihre Verantwortung, die sie für ihre Sexpartner und deren Gesundheit haben, anspricht - durchaus gewöhnt bin.
    Was ich jetzt mit einer Kampflesbe wie Alice Schwarzer soll, ist mir übrigens schleierhaft. - Und wie Du aus meinen anderen Kommentaren vielleicht schon weißt, habe ich nichts gegen Prostitution - solange sie nicht auf Zwang beruht. Ich hatte mal mit einem Stricher eine Affäre und habe auch ein paar Freunde, die als Stricher arbeiten. Ich wüßte nicht, warum ich auf diese Männer herabsehen oder sie verdammen sollte, nur weil sie als Stricher und/oder Escorts arbeiten. Es ist schließlich ihre Angelegenheit, welchen Job sie machen. - In diesem Zusammenhang möchte ich nur noch anmerken, dass ich sehr froh darüber bin, dass sich zum großen Teil in diesem Business auch der "safer Sex" durchgesetzt hat. Es schützt beide. Stricher und Freier.

    Abschließend kann ich nur sagen, dass ich weiter aktiv gegen HIV/AIDS kämpfen und mich in der HIV-Aufklärung einsetzen werde, denn ich bin überzeugt, dass es der richtige Weg ist. - Wenn Du dazu eine andere Ansicht hast - bitte. Deine Angelegenheit.
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#37 RobbyEhemaliges Profil
  • 31.05.2014, 21:02h
  • Antwort auf #21 von daVinci6667
  • Hallo "daVinci"!
    Das Kompliment gebe ich gerne an Dich zurück. Ich denke, manche werden wir nie davon überzeugen können, dass die Gesundheit vorgeht; nicht nur unsere eigene, sondern auch die unserer Sex-Partner - oder wie in diesem Fall die der Pornodarsteller. Trotzdem werde ich nie den Kampf gegen HIV/AIDS aufgeben und mich mit ganzem Herzen als AIDS-Aktivist engagieren. Denn nur, wenn wir die Leute aufklären und dadurch erreichen, dass möglichst viel über HIV/AIDS und die Ansteckungsmöglichkeiten mit HIV bekannt werden, kann wirksam die Zahl der Neuinfektionen gesenkt werden.
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#36 RobbyEhemaliges Profil
#35 daVinci6667
  • 31.05.2014, 18:18h
  • Antwort auf #32 von Benedictus

  • Du gehst den völlig falschen an!

    Robby und auch ich sind die letzten die anderen Menschen den Spass am Leben nehmen wollen.

    Ein sehr guter Freund von mir aus der Primarschulzeit musste Anfang 20, mitten im Studium, sich aufgrund einer seit Geburt bestehenden Krankheit einer Lungentransplantation unterziehen.

    Gerade noch rechtzeitig erhielt er das Spenderorgan eines tödlich Verunfallten. Unglaubliche Emotionen aller Beteiligten löste das aus. Das hat mich stark geprägt. Ja ich bin für einen strengen Nichtraucherschutz. (In meinem Wohnkanton ist der auch gut umgesetzt.)

    Robby hat seinen Aidskranken Freund liebevoll bis zum Tode begleitet und gepflegt.

    Gesundheit ist nicht etwas womit man spielt. Das gilt für alle Bereiche. Deshalb stehe ich vehement zu diesem Gesetz, genau wie Robby. Mit Weltanschauung, Glaube oder was der Kuckuck hat das kaum was zu tun.

    Sorry, deine Kommentare lassen eindeutig nicht darauf schliessen dass es sich bei dir um eine verantwortungsbewusste Person handelt.
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#34 daVinci6667
#33 daVinci6667
#32 Benedictus
  • 31.05.2014, 15:57h
  • Antwort auf #31 von Robby
  • Du bist also für die Bevormundung und Entrechtung mündiger Menschen. Alles natürlich zum Schutze vor sich selbst. Ein Sicherheitsfanatiker wie er im Buche steht. Damit hast Du Dich endlich geoutet. Und ich sage Dir gleich: Dein Aktivismus, der auf Ängsten, Bevormundung und Verboten aufbaut, wird scheitern. Du musst erwachsene nicht wie Kinder behandeln.

    Jeder erwachsene Schwule Mensch, der bei dieser "Anti-Bareback" / "Pro-Kondom" Gehirnwäsche immer noch unfähig ist, sich bewusst für oder gegen das Eingehen von Risiken zu entscheiden, dem gehört jede Mündigkeit als Erwachsener "ab-" und ein gesetzlicher Vormund "zu-"gesprochen. Und dieser gesetzliche Vormund wärst Du wohl gern. Was? Dann hättest Du aber viel zu tun. Viel Erfolg dabei.

    In Pornos werden die urengsten Fantasien und Sehnsüchte der betrachtenden Zielgruppe offenbar. D.H. selbst wenn Schwule notgedrungen das Kondom benutzen, es lässt sich dennoch nicht mehr leugnen, dass sie es im Grunde genommen "hassen", um es mal an der hohen Nachfrage der Bareback-Pornos abzulesen.

    Wenn wir das Thema Bareback wirklich lösen wollten, sollten wir das Thema angesichts der zu offensichtlichen Nachfrage nach Bareback-Pornos nicht so scheinheilig diskutieren wie die Heteros (vorzugsweise aus deinem katholischen und erzkonservativen Bundesland Bayern... jetzt wird mir so einiges klar...) ihr vergleichbares Lieblingsthema "Prostitution".

    Wir brauchen hier eine ehrliche Auseinandersetzung mit Bareback, keine Bewertung, Verurteilung, Entmündigung oder Tabuisierung, um den Wunsch nach Bareback, was im Grunde genommen ein Kunstwort für die "natürlichste" Zusammenkunft in unserer Sexualität darstellt, und nur aufgrund von HIV zu einem Stigma wurde, zu ergründen und Strategien zu entwickeln, mit denen "alle" Menschen in der überschaubaren Zeit ihres Menschenlebens glücklich sein können. Und niemand kann pauschal für andere bestimmen, was ein Mensch als glücklich zu empfinden hat, weder Du, weder die anderen Bareback-Kritiker, weder die Gesellschaft noch der Staat.

    Der Kampf gegen Bareback sollte nicht gegen Menschen geführt werden, er sollte vor allem ein medizinischer sein, so wie bei Hepatitis C auch, wo sich seit kurzem abzeichnet, dass wir den Kampf gegen eines der vielen (auch von Dir) "instrumentalisierten Schreckgespenster" gewinnen. Und bei HIV haben wir Dank der neuesten Medizin, und mit Verlaub, das ist nicht der Verdienst von Moralaposteln und den vielen erhobenen Zeigefingern dieser Welt, 3/4 des Wegs geschafft.

    Es wird also die Zeit kommen, in der Du Dir ein anderes Thema wirst suchen müssen, mit dem Du Deine Wert- und Moralvorstellungen unters Volk bringen kannst. Wie wäre es mit "Killerspielen" oder "Prostitution"...? Alice Schwarzer braucht bestimmt Unterstützung.

    Nicht? Du interessierst Dich eher für schwule Themen? Na wenn Du Glück hast, gibt es vielleicht in naher Zukunft einen Virus, der die Schwulen daran hindert, sich ohne Mundschutz zu küssen. Wär das nicht was für Dich?!

    Ich weiß, ich bin unfair Dir gegenüber. Du meinst es ja nur gut, doch solange wir immer noch Generationen unter uns Schwulen haben, die eine direkte emotionale Betroffenheit zu dem Thema haben, weil sie hautnah die AIDS-Ära und das Massensterben der Schwulen mitsamt ihrer bis heute verbliebenen Folgen miterlebt haben, solange ist eine differenzierte, ehrliche und unvoreingenommene, enttabuisierte, sowie selbstkritische Debatte über Bareback nicht möglich. Dabei wäre sie so wichtig, um eine funktionierende Präventionsarbeit zu machen.

    Für einige Schwule, die sich von der klassischen Präventionsarbeit nicht mehr angesprochen fühlen, weil in ihr immer dieser "moralische, vorwurfsvolle, besserwisserische Unterton" mitschwingt, ist das Kondom schon lange keine Option mehr. Sie wollen vielmehr Lösungen für ihre persönliche Lebenssituation präsentiert bekommen, z.B. wollen sie wissen, wie sie das Risiko "trotz" Bareback vermindern können. Sie denken bei Safer Sex über vermeintlich sichere Strategien nach, z.B. die gezielte Suche nach "vermeintlich" negativen Sexpartnern, sind allerdings überrascht, wie wenig sicherer ihre Strategie ist im direkten Vergleich zum Sex mit einem HIV-Positiven, der unter erfolgreicher Behandlung steht und ansonsten verantwortungsvoll mit seiner Gesundheit umgeht. Und genau solche unkonventionellen Überlegungen und Diskurse sind nicht möglich, wenn wir beim Thema HIV lieber mit Ängsten, unverhältnismäßiger Panikmache, Verurteilungen und Bevormundungen anstatt mit Verständnis, Offenheit und Sachlichkeit arbeiten.
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#31 RobbyEhemaliges Profil
  • 31.05.2014, 14:18h
  • Antwort auf #30 von Benedictus

  • Das sehe ich anders als Du. Ich denke und argumentiere wie die von Dir genannten AIDS-Aktivisten, weil icht selbst einer bin. Ich denke, das ist auch der Grund, warum wir in diesem Punkt entgegengesetzte Ansichten haben. - Und dies hier noch am Rande: Ich würde mich nicht als konditioniert bezeichnen, nur weil ich safer Sex praktiziere. Grins...
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#30 Benedictus
  • 31.05.2014, 06:10h
  • Antwort auf #19 von Robby
  • Sehen wir es mal so. Wenn digitale Filmtechniken dazu führen, den sogenannten Arbeitsschutz für Pornodarsteller sicherzustellen, hat das gesetzliche Verbot sicherlich seinen guten Zweck. Dennoch stellt das Gesetz eine verfassungsbedenkliche Bevormundung und Beschneidung von Rechten erwachsener, volljähriger und mündiger Personen dar, für Darsteller, die sich bewusst für das Praktizieren von Bareback entscheiden, und zwar mit anderen Darstellern, die sich ebenfalls bewusst dafür entscheiden, weil sie privat nicht anders verfahren. Sogenannte Pornos von Barebackern für Barebacker ist kein Randphänomen in der Branche. Das Gesetz würde ihnen die bewusste Entscheidung für Bareback nehmen. Und dies käme einem Sex- und Denkverbot gleich, was verfassungsrechtlich aufgrund der Beschneidung von Freiheitsrechten bedenklich wäre.

    Aber für Darsteller, die eigentlich eher safe Sex praktizieren möchten, und die im dem Maße so konditioniert und manipuliert sind, dass sie sich beim Sex mit dem unnatürlichen Fremdkörper in ihrer Sexualität nicht beeinträchtigt fühlen, ist ein Gesetz, dass ihren Wunsch nach Sicherheit durchsetzt, eine gute Sache.

    Von dieser Warte aus gesehen, müsste man dieses Gesetz so gestalten, dass beide Seiten zu ihrem verfassungsmäßigen Rechten, was Teil der demokratischen Freiheitsauffassung des aktuellen Jahrhunderts sein sollte, kommen.

    Doch welches Geistes Kinde die Kritiker von Bareback Pornos sind, zeigt sich vor allen in deren Reaktion auf die Innovationen und Bemühungen der Filmindustrie, den sogenannten Arbeitsschutz mit digitalen Filmtechniken und unsichtbaren Kondomen gesetzeskonform zu ermöglichen:

    Zitat: "Mehrere Aids-Aktivisten befürchten aber, dass derartige Pseudo-Barebackfilme unsafen Sex verherr­lichen und die Zuschauer dazu verleiteten, ebenfalls keine Kondome zu benutzen."

    Und hieran sieht man, dass bei dieser Debatte um Bareback-Pornos der Schutz der "armen Darsteller" nur ein vorgeschobener Grund ist. Ihnen geht es vielmehr um eine "Erziehung" erwachsener, volljähriger und mündiger Menschen, die sie behandeln wollen wie "minderjährige schutzbedürftige Kinder", die dem gesetzlichen Jugendschutz nach eh keine Pornos sehen dürften, unabhängig davon ob mit oder ohne Kondom.
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#28 JadugharProfil
  • 30.05.2014, 22:39hHamburg
  • Ich halte den Kondomzwang für absurd. Da werden nur 2 % des Körpers mit Latex überzogen, um eine Ansteckung zu verhindern. 98 % des Körpers bleiben unbedeckt und können durchaus Viren über offene Wunden austauschen, Natürlich ist der Penis traditionell ein böser Lümmel und Sündenbock. HIV überträgt sich über Körperflüssigkeiten. Neurodermitiker haben beispielsweise immer am ganzen Körper Kratzwunden, wo sie sich anstecken und Andere infizieren können. Die einzige Möglichkeit, sicher Sex zu praktizieren ist, daß man seinen Gesundheitszustand kennt und in dieser Beziehung verantwortlich handelt. Leider gibt es Menschen, die haben offensichtlich eine Krankheit und fühlen sich sogar sehr mies und müssen dann ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt andere anstecken indem sie unter die Menschen gehen oder sexuelle Kontakte während einer Infektionskrankheit haben!
    Abgesehen kann ich persönlich mit einen Kondom überhaupt kein Sex machen. Streif ich mir das Zeug über, dann ist alles vorbei. Es stört einfach! Ich mache Sex ohne Einschränkungen so wie es mir gefällt aber im gesunden Zustand!
    Meine Sicherheit sind tiefgreifende eigene persönliche Erkenntnisse und Wissen. So habe ich es geschafft, seit 51 Jahren absichtlich und bewußt nie wieder krank zu werden, da die Ärzte zuvor mich 17 Jahre lang fast zu Tode gequält haben. Am einfachsten waren Infektionskrankheiten zu überwinden. Die letzte Virusgrippe hatte ich 1963, die ich auf eine Dauer von einer halben Stunde begrenzen konnte! Die Wahrscheinlichkeit daß bei mir noch irgendeine Krankheit in Zukunft mich erwischt, sinkt stetig von Tag zu Tag und parallelel dazu nehmen meine Erkenntnisse zu! Probleme und Schwierigkeiten kann man lösen! Im Umgang mit anderen Menschen kann man diese Erkenntnisse nutzen, denn diese sind wichtiger als ein Kondom oder ein Krückstock, was das Problem nicht löst sondern eine Illusion der Sicherheit hervorruft.
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#27 gayturk
  • 30.05.2014, 20:14h
  • Schwachsinn! Man kann das eine doch nicht mit dem anderen vergleichen! Immer meckern die Deutschen, immer nur am meckern. Äh, man darf das nicht, man muss vorbildlich sein, man muss sich an Gesetze halten, die irgendwelche Vollpfosten machen. Bevor ein Mann zu einem Casting geht, weiß er, ob es ein safe oder bare Film wird. In Casting-Bogen füllt er aus, ob er es nur safe oder auch bare macht. Also: Jeder entscheidet selbst, ob er es will oder nicht. Das hat nichts mit dem Arbeitgeber zu tun. Hier nimmt man Menschen die freie Entscheidung das zu tun, was sie wollen und das geht einfach zu weit!
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#26 daVinci6667
  • 30.05.2014, 20:02h
  • Antwort auf #23 von gayturk

  • Ziemlich krass was du schreibst. Rücksichtslos und Unverantwortlich.

    Ich hoffe du bist ein noch 18jähriges Greenhorn der sich vielleicht nicht so genau überlegt hat was er gerade von sich gibt und nicht etwa in leitender Funktion. Sonst wären deine Mitarbeiter echt nicht zu beneiden.

    Was deine Argumentation angeht, lese nochmals den Kommentar von Sperling.

    Überlege dir auch, du hättest einen guten Freund der Pornodarsteller ist. Wenn dir dein Freund was bedeutet, würdest du auch nicht wollen dass dieser bei jedem Dreh seine Gesundheit gefährdet.
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#25 sperlingAnonym
  • 30.05.2014, 15:11h
  • Antwort auf #23 von gayturk
  • >"Es geht hierbei um Sex"

    nein, es geht hierbei um arbeit und um arbeitnehmerschutz. dabei ist eben nicht jede_r für sich selber verantwortlich, sondern das ist auch aufgabe des staates.

    ob das hier genannte verbot wirklich zweckmäßig ist, finde ich schwer einzuschätzen. aber mit einer so generellen argumentation wie deiner könnten bzw. müssten wir auch jede andere sicherheitsbestimmung am arbeitsplatz kippen.

    wenn z.b. die leute auf dem bau keine helme tragen "wollen", weil der arbeitgeber keine zur verfügung stellt und sie sonst rausschmeißt, dann darf sie nach deiner argumentation ja niemand "zwingen", welche zu tragen, denn sie "wissen ja, worauf sie sich einlassen" usw.

    nein, so geht es nicht. es kann nicht angehen, dass jede_r arbeitnehmer_in völlig "eigenverantwortlich" die sicherheitsbedingungen am eigenen arbeitsplatz erkämpfen muss.
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#24 seb1983
  • 30.05.2014, 15:06h
  • Antwort auf #23 von gayturk
  • Das Gesetz, wie sinnvoll es sein mag, gilt für Hetero- wie für Schwulenpornos, wobei HIV bei Schwulen nun mal eine ganz andere Brisanz hat.

    Was dein Privatleben angeht so gilt das natürlich zu 100%. Wobei wenn dann irgendwas was passiert ist das Gejaule nach Vater Staat dann trotzdem groß. (Warum war da keine Mauer, darf der das, warum ist so was in Lebensmitteln, das muss drauf stehen, sowas gehört verboten, warum steht da kein Schild, warum zahlt die Krankenkasse das nicht etc. etc...)

    Tja nur die Sicherheit am Arbeitsplatz... Warum Helm, Sicherheitsschuhe, Anschnallgurt, Handschuhe, Maschinen mit Griffschutz... die Jungs müssen ja schließlich nicht da arbeiten wenn sie nicht wollen...??

    Ein Antrag für die Luft zum atmen, eine amüsante Idee. Zum Glück geht es hier nur um ein kleines Stück Plastik.
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#23 gayturk
  • 30.05.2014, 14:00h
  • Demnächst musst einen Antrag stellen, wenn du atmen willst. Es geht doch ganz allein um die Macht. Ein Pornodarsteller weiß, worauf er sich einlässt und mehr als 400 Euro pro Szene bekommen die wenigsten. Also sind die Männer noch nicht mal Hauptberuflich Pornostars und selbst wenn, dann fürchten die mit Sicherheit nicht um ihren Job. Ich habe mir noch nie einen Film gekauft, wo die Typen ein Kondom benutzt haben, da es abturnend ist. Bei Hetenpornos benutzt auch so gut wie keiner ein Gummi und da sagt seltsamerweise niemand etwas. Wer mit wem und vor allem wie Sex hat, sollte doch wohl jedem selbst überlassen bleiben. Es geht hierbei um Sex und wer es ohne lieber mag, egal ob Pornostar oder nicht, der tut es eben. Da hat sich kein Politiker dieser Welt und auch kein Außenstehender einzumischen. Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Basta.
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#22 trudiAnonym
  • 29.05.2014, 22:16h
  • Antwort auf #19 von Robby
  • Das Problem an deiner Meinung ist, dass sie auf unzutreffenden tatsächlichen Annahmen aufbaut. Kondome sind nicht (mehr) die einzige Möglichkeit das HIV-Ansteckungsrisiko wirkungsvoll zu reduzieren. Moderne Tests (z. B. RT-PCR-Test oder Elisa 4) weisen das Virus mittlereile direkt nach und reduzieren damit die diagnostische Lücke von drei Monaten auf etwa 15 Tage. Ob eine Ansteckung auch innerhalb dieser 15 Tage möglich ist, erscheint sehr fraglich, da das Virus ja eine bestimmte Konzentration erreichen, sich also erstmal vermehren muss, damit überhaupt eine realistische Ansteckunsgfähigkeit gegeben ist. Hat diese Vermehrung stattgefunden, wird dann aber eben auch der RT-PCR-Test positiv. Daneben weise ich nochmals auf die Möglichkeit einer antiretroviralen Präexpositionsprophylaxe ("Truvada") hin, die ein Ansteckungsrisiko gerade auch in Kombination mit einem strengem Testregime ganz erheblich senkt, so dass ich persönlich mich deutlich sicherer fühlen würde als bei Verwendung eines Kondoms, das reißen, abrutschen und im Übrigen auch dann nicht schützt, wenn der "facial cumshot" im Eifer des Gefechts daneben geht.
    Diese vehemente Ignoranz medizinisch-biochemischer Fakten ist es, die die Argumentation pro Kondom einseitig, ignorant und damit im besten Sinne ideologisch erscheinen lassen. Ideologien haben aber, wie die historische Perspektive zeigt, meist einen ziemlich schlechten Job gemacht, wenn es darum ging Menschenleben zu retten.
    Im Übrigen fände ich es durchaus erstrebenswert, wenn wir uns neben einer HIV-Prävention vielleicht auch mal stärker dafür einsetzen, HIV endlich heilbar zu machen.
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#21 daVinci6667
  • 29.05.2014, 20:37h
  • Antwort auf #19 von Robby

  • "Das sehe ich genauso."

    Gebe ich dir gerne für deine Superantwort an Benedictus wieder zurück, lieber Robby :)))

    So unterschiedlich wir vielleicht sind, haben wir doch sehr oft dieselbe Meinung. Und vor allem ein ähnliches und gutes Herz. Eben z.B. für Pornodarsteller deren Gesundheit wir schützen müssen.

    Lieber Gruss und e schöne Abig
    daVinci6667
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#20 RobbyEhemaliges Profil
  • 29.05.2014, 19:52h
  • Antwort auf #17 von jochen
  • Falls es Dich interessiert: Ja, habe ich. Und ich bleibe nach wie vor bei meinem Statement des letzten Kommentars. DU bist nämlich derjenige, der anscheinend nichts kapiert/kapieren will. Sonst hättest Du die "Hintergründe" ja beschrieben. Tust Du aber nicht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #17 springen »
#19 RobbyEhemaliges Profil
  • 29.05.2014, 19:48h
  • Antwort auf #18 von Benedictus
  • Es ist Deine Sache, wie Du Sex hast oder nicht. - Aber trotzdem kann ich Deine Argumentation absolut nicht nachvollziehen. Sicher, es gibt gewisse Möglichkeiten, wie man den Ausbruch von AIDS bei einer bestehenden HIV-Erkankung hinauszögern oder manchmal ganz verhindern kann. Aber totzdem haben wir - in Zeiten von HIV und AIDS - nicht nur für uns SELBST, sondern auch für unseren jeweiligen Sexpartner eine Verantwortung zu tragen. Woher willst Du z.B. wissen, ob Du nicht selbst positiv bist? Du weißt ganz genau, dass das Ergebnis eines HIV-Testes nur den Stand von "vor 3 Monaten" wiedergeben kann. Was z.B., wenn Du Dich erst in den letzten Wochen/den letzten Tagen vor aktuellen Fick angesteckt hättest? Dann würdest Du unwissentlich das Virus an Deine jetzigen Sexpartner weitergeben. - Kannst Du so etwas wirklich verantworten? - Oder lebst Du in einer monogamen Partnerschaft? - Dein Kommentar läßt jetzt nicht darauf schließen, dass dies so wäre.
    Ich für meinen Teil lebe in einer offenen Partnerschaft und bin sehr promiskuitiv - wozu ich auch stehe. Aber für mich würde Bareback-Sex nie in Frage kommen. Wenn Ficken, Ficken lassen oder Blasen - dann nur mit Gummi. Mag sein, dass Du dass als "eingrenzend" oder wie auch immer empfindest, aber das ist nun mal meine Einstellung zu diesem Thema.
    Ich habe schon zu viele gute Freunde und auch Lover an AIDS verloren, als dass ich guten Gewissens "Bareback"-Sex gut finden könnte. Es ist richtig, dass "safer Sex" nie so intensiv sein kann, wie Bareback - aber "safer Sex" schützt auch UNS UND UNSERE SEXPARTNER. - Deshalb kann ich auch Deine Argumentation mit 68 und Stonewall nicht nachvollziehen - was jetzt nichts mit meinem Alter zu tun hat. Ich kämpfe genauso wie die Schwulen damals um unsere Freiheit und für körperliche Selbstbestimmung - die für mich auch oder gerade den schwulen Sex, den offenen Umgang mit Sex, offenem Schwulsein und auch das offene Ausleben meiner Homosexualität beinhaltet. Ist es nicht eigentlich das, um was es damals auch ging? Einfach schwul sein zu dürfen, ohne dass man gleich verhaftet und verurteilt wird? Einfach Sex mit anderen Männern haben zu dürfen, ohne sich um die "Moralvorstellungen" von irgendwelchen verklemmten Heteros und Spießern zu kümmern?

    Was die Pornos angeht, muß ich Dir allerdings recht geben. Den meisten Regisseuren/Produzenten geht es nicht um die Gesundheit der Darsteller, sondern um den Profit. Die meisten, wohlgemerkt, denn es gibt auch andere. Wenn Du die Bücher von Aiden Shaw oder auch die Autobiographie von "Wolff" gelesen hast, weißt du was ich meine. Chi Chi la Rue ist zum Beispiel so ein Produzent, der vor den Drehs - und auch dazwischen - großen Wert darauf legt, dass die Darsteller HIV-negativ sind. Sicher, auch er hat bisher oft "Bareback"-Pornos gedreht, trotzdem ging es ihm immer auch um die Gesundheit der Darsteller. - Und wie Du richtig schreibst - und übrigens ja auch schon queer.de berichtet hat - gibt es inzwischen auch technische Möglichkeiten, die bei der Porno-Produktion verwendeten Gummis wieder "wegzuretuschieren".
    Wobei ich ganz ehrlich auch bei solchen Möglichkeiten trotzdem die Pornos, in denen "sichtbar" Gummis verwendet werden, als "Konsument" bevorzugen würde. Einfach auch, um diese Pornos zu unterstützen. Denn wir dürfen nicht vergessen, dass - trotz allem Spaß beim anschauen dieser Pornos - die Filme auch eine gewisse Signalwirkung auf die jüngeren Schwulen haben. Und wenn in einem Porno das Benutzen von Kondomen als etwas ganz "normales" dargestellt wird, etwas, das man einfach so "nebenbei" mit ins Liebesspiel mit einbaut, dann ist das meiner Meinung nach auch ein deutliches Signal "Leute, nehmt Gummis!"

    Wie gesagt, es ist Deine Angelegenheit, wie Du Sex hast, ob und bareback oder mit Gummi. Aber trotzdem solltest Du nicht einfach die Verantwortung Deinen Sexpartnern gegenüber einfach so wegwischen. Denn es geht um Menschen, 'Benedictus' - und es geht um das Leben dieser Menschen. Weder Du noch ich noch sonst jemand hat das Recht, "einfach so" mit dem Leben und der Gesundheit anderer Menschen zu spielen und sie wissentlich oder unwissentlich aufs Spiel zu setzen. Du würdest auch nicht wollen, dass Dich jemand mit HIV ansteckt, oder?!
    In der Hinsicht teile ich die Ansicht von "daVinci" der geschrieben hat, Sex ohne Gummi sollte man nur machen, wenn man wirklich in einer monogamen Partnerschaft lebt. Und ich möchte noch folgendes hinzufügen: Du hast nur dieses Leben, diese Gesundheit - wirf das nicht einfach so gedankenlos weg. Das ist es trotz allem Barebackspaß nicht wert. Denn Deine Gesundheit - Dein "Negativ"-Sein - kannst Du nie wieder zurückbekommen, wenn Du Dich einmal angesteckt hast.
    Du schreibst, dass es Porno-Produzenten nicht um die Gesundheit ihrer Darsteller geht. Aber wie sehr geht des denn DIR eigentlich um die Gesundheit Deiner Sexpartner? Wenn Du Dich wirklich um ihre Gesundheit kümmerst, wenn sie Dir wirkich etwas bedeutet, 'Benedictus' - dann kannst Du nicht wirklich guten Gewissens ein Loblied auf Bareback-Sex singen.
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#18 Benedictus
  • 29.05.2014, 18:18h
  • Man merkt, dass von der 68er Bewegung und von Stonewall nicht mehr viel übrig geblieben ist. Der Kampf um Freiheit und körperliche Selbstbestimmung ist wieder dem Obrigkeitsdenken, der Moral und dem tradierten gesellschaftlichen Normen gewichen. Was ich aber viel schlimmer finde, ist, dass die Schwulen heute nun was Bareback angeht, genauso klingen wie die CSU und CDU zu Zeiten als Deutschland von AIDS erfasst wurde. Wir haben wieder Denk- und Sexverbote, wir haben wieder Stigmatisierung, und schlimmer noch: sie gehen von Schwulen selbst aus.

    Während der damaligen Zeit hat sich medizinisch viel getan. Therapien verhindern den Ausbruch von AIDS einerseits, und unter bestimmten Bedingungen auch HIV-Neuinfektionen andererseits. Mit HIV ist eine normale Lebenserwartung ohne größere Beeinträchtigungen möglich. Über die Lebenserwartungen von Rauchern und Trinkern, und sogar Übergewichtigen gibt es genug Statistiken von der WHO (
    www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/weltgesundheitsbericht-an
    -diesen-krankheiten-stirbt-die-menschheit-a-872752.html),

    die schlimmeres prophezeien, dennoch gibt es in Sachen Bareback mehr Panik, mehr Bevormundungen, Denk- und Sexverbote als gegen alle anderen Lebensrisiken.

    Bei den BB Pornos wurde immer argumentiert, wie skrupellos es doch sei, den Darstellern ein solches Risiko zuzumuten. Kaum wird das mit innovativen Filmtechniken behoben, kommen die wahren Intentionen der Kritiker zum Vorschein. Es ging ihnen nie um die Gesundheit der Darsteller, letztendlich geht es ihnen auch nicht um die Gesundheit der Schwulen, es geht einzig und allein nur um die Durchsetzung ihrer Moralvorstellungen und den Wunsch, ihre Werte, ihre Lebensart und ihre Moral über die Freiheit eines jeden Einzelnen zu setzen, weil die Benutzung des Kondoms alternativlos sei, weil Kondome für sie Vernunft bedeutet und Vernunft ist logisch, ist rational und rettet Leben.

    Heterosexualität ist auch Vernunft, rettet nicht nur, sondern erschafft sogar Leben. Die gleiche Argumentation, um meine Sexualität in Frage zu stellen, hat in keiner Weise zu einer Verhaltensänderung geführt. Warum auch? Meine Sexualität ist keine Phase und auch keine Mode, die ich nach Belieben den gesellschaftlichen oder medizinischen Gegebenheiten anpassen kann. Warum sollte ich also, als erwachsender, mündiger Mensch, bei dem die Konditionierung auf das Kondom definitiv fehlgeschlagen ist, da ich mit diesem Fremdkörper definitiv genauso wenig Erotik verbinde wie mit einer weit geöffnete Vagina mit Titten, einer ähnlichen Argumentation folgen? Nur weil sie jetzt von Meinesgleichen kommt und nicht von Heten? Alles eine Sache der Einstellung und Prioritäten? Zu Leben ist doch wichtiger als Bare zu ficken? Abgesehen davon dass ich die Gleichung "Leben oder Bareback" nicht in der Form unterschreiben würde, weil die Freiheit, meine Sexualität zu leben, so dass sie mich befriedigt, ein ganz wesentlicher Bestandteil des Lebens ist, so hätte ich nach dieser Argumentation auch ein unglückliches, bigottes Heterosexuellendarsein führen können. Und in Anbetracht der hohen Nachfrage nach Barebackpornos scheint die Debatte der Schwulen zum Thema Bareback äußerst bigott zu sein.
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#17 jochenProfil
#16 RobbyEhemaliges Profil
#15 RobbyEhemaliges Profil
  • 29.05.2014, 16:59h
  • Antwort auf #14 von jochen

  • Verdammt noch mal, bist Du schon mal auf die Idee gekommen, dass dieses Gesetz erlassen wurde, um die Pornodarsteller zu SCHÜTZEN?! Das hat nichts mit Regulierunswut zu tun, wie Du uns hier suggerieren willst! Man selbständig DENKEN und Dich über die Hintergründe der Dinge/Gesetze etc. würde Dir echt nicht schaden. Und bevor Du weiter Schwachsinn postest: Beweis uns mal, dass in Deutschland weniger Bürokratie herrscht als in California! Wetten, Du kannst es nicht?!
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#14 jochenProfil
  • 29.05.2014, 16:38hmünchen
  • Dieses Gesetzt passt zu diesem Land, wo man um die Erlaubnis zu bekommen auf einem Strassenfest als Erwachsener Alkohol trinken zu dürfen erst zur Polizei gehen muss und sich mit einem Armbändchen registrieren lassen muss.
    Den Alkohol darf man dann auch nur im Sitzen trinken...
    Die weitere "Finesse" war dann, dass es kaum Sitzplätze gab....
    Wo Empörung über jede Zigarette zum guten Ton gehört , aber du als 18 Jähriger ne Waffe besitzen darfst.
    Wo in manchen Staaten der USA man sogar in seinem eigenen Garten keinen Alkohol trinken darf.
    Solche Regeln werden in einem Land das viel mehr vom Puritanismus und Protestantismus geprägt ist, als Europa, auch häufiger als selbstverständlich hingenommen.
    Ein Merkmal des Puritanismus ist eben auch, dass jeder Genuss als schon mal verdächtig gilt.
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#13 daVinci6667
  • 29.05.2014, 16:27h
  • Antwort auf #10 von TheDad

  • "Wer könnte ""beweisen"" das sich jemals auch nur ein Darsteller WÄHREND der Drehaufnahmen infiziert hat ?"

    Das muss man gar nicht beweisen!

    Jeder der nicht safen Sex hat KANN sich anstecken. Wer häufig wechselnde Partner hat, was bei Pornodarsteller schon im Drehbuch steht, erhöht automatisch zusätzlich sein individuelles Ansteckungsrisiko.

    Ohne entsprechende Gesetze werden Pornodarsteller zu BB geradezu gezwungen. Denn sie werden ihren Job schlichtweg verlieren wenn sie den Regieanweisungen nicht folge leisten.
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#12 daVinci6667
  • 29.05.2014, 16:18h
  • Antwort auf #11 von sperling

  • "nicht "jeder" möchte überhaupt ficken oder gefickt werden. und nicht jeden stört dabei das kondom wirklich so sehr. setzen wir das bedürfnis nach kondomfreiem ficken bitte nicht als natürliche default-einstellung aller schwulen männer fest. "

    Es liegt mir wirklich fern dies zu tun lieber Sperling! Da habe ich mich missverständlich ausgedrückt.

    Selbstverständlich gibt es keine sexuelle Default-Einstellung die für alle gelten würde. Natürlich gibt es Schwule die wollen gar keinen Analsex! Und vermutlich sind das mehr als man allgemein denkt.

    Wir sprechen hier um BB-Videos deren Konsumenten und DEREN Default-Einstellung, nicht um meine oder derer die nur auf auf Oral-, Frot oder was auch immer stehen.

    Leider gibt es darunter viele gewissen- und rücksichtslose Typen denen die Gesundheit der Pornodarsteller am Arsch vorbeigeht.

    Der Gesetzgeber handelt meines Erachtens richtig wenn er verlangt dass Kondome beim Dreh Pflicht sind. Gesundheit geht vor. Die Darsteller verkaufen schon so viel von sich, bitte lassen wir nicht zu, dass sie für BB-Videos auch noch mit ihrem Leben bezahlen müssen.

    Beim Thema feste Beziehung als SaferSex-Strategie denke ich, ist es halt doppelt schwierig, wenn einer nicht wirklich in seiner Natur monogam angelegt IST, sondern er sich das nur aneignet um auf Pariser zu verzichten. Ich sage nicht eine solche Strategie wäre automatisch zum scheitern verurteilt, aber sicher ist es dann sehr erschwerend.

    Was die neuen Medikamente betrifft ist das eine Sache zwischen zwei festen Partnern. Der HIV Negative geht ein kleines Risiko ein, dessen muss er sich bewusst sein. Es ist aber klein und wäre mein Mann positiv, würde ich dieses sofort eingehen wenn wir dafür die Freiheit bekämen und auf Kondome verzichten könnten.

    Zum Glück werden Kondome nicht von allen als gleich grosse Einschränkung gesehen. Normal sind sie jedenfalls nicht. Man spürt den anderen halt nicht richtig und Sperma sollte auch nicht etwas sein wovor man sich fürchten muss.

    Ich selbst lebe als monogam tickender in fester Beziehung wohl privilegiert. Trotzdem träume ich immer noch davon, das irgendwann in ferner Zeit JEDER wieder sorglos schwulen Sex haben kann. Auch die sogenannte promisken unter uns. Träumen darf man ja. Und deshalb darf jeder BB-Videos anschauen.

    Aber zur heutigen Zeit halt bitte nur wenn die Darsteller darin Kondome benutzt haben.
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#11 sperlingAnonym
  • 29.05.2014, 14:40h
  • Antwort auf #9 von daVinci6667
  • mein lieber leonardo, jetzt bin ich ein wenig enttäuscht, weil ich von dir immer sehr differenzierte beiträge gewohnt bin - wie man es von einem universalgenie ja erwarten kann.

    hier muss ich aber mal was ergänzen.

    - nicht "jeder" möchte überhaupt ficken oder gefickt werden. und nicht jeden stört dabei das kondom wirklich so sehr. setzen wir das bedürfnis nach kondomfreiem ficken bitte nicht als natürliche default-einstellung aller schwulen männer fest.
    ich stimme dir aber insofern zu, als ich auch kein großes problem darin erkennen kann, denjenigen konsument_innen von pornos zumindest die fantasie von kondomfreiem sex zu gönnen, für die es nun mal genau das ist, was sie anmacht.

    - was die sache mit der "festen beziehung" als safer-sex-strategie angeht, so weißt du sicher so gut wie ich, dass ein hoher prozentsatz der hiv-infektionen in vermeintlich monogamen beziehungen zustande kommt. damit ist diese strategie nicht vollständig diskreditiert, aber es gehören schon einige weitere faktoren dazu als nur, dass es sich um eine vermeintlich monogame beziehung handelt.

    - es gibt inzwischen andere safer-sex-strategien als nur das kondom, beispielsweise eine wirksame medikamentierung, wenn einer der beteiligten hiv-positiv ist. "bareback"-sex ist nicht mehr *immer* so riskant wie er einmal war.
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#10 TheDadProfil
  • 29.05.2014, 14:29hHannover
  • Antwort auf #9 von daVinci6667
  • Da stimme ich Dir zu..

    Trotzdem stimme ich auch ""Porokusi"" zu :

    ""Das Gesetz ist reine Symbolpolitik. Es wird nicht eine HIV-Infektion verhindern.""..

    Wer könnte ""beweisen"" das sich jemals auch nur ein Darsteller WÄHREND der Drehaufnahmen infiziert hat ?

    Und wer könnte ausschließen, das es nicht TROTZ Kondomen zu Infektionen kommt ?

    So lange Darsteller alles nur erdenkliche dafür tun sich nicht während der Arbeit zu infizieren, ist schon viel getan..
    Aber wenn dadurch das ""Verhalten"" im Privatleben nicht ebenso beeinflußt wird, und jeder "sich selbst der nächste" ist, wird auch ein Barback-Verbot rein gar nichts bringen..

    So lange 9 von 10 Heten-Porno´s als Barback auf den Markt kommen, wird sich eh nichts ändern, weil die Darsteller munter zwischen den Genre´s hin und her wechseln um ihr Geld zu verdienen..

    Das weiß Mann nicht erst seit John Holmes..

    Wichtiger noch als Pseudo-Schutzgesetze für Darsteller zu erlassen halte ich es, dafür zu sorgen das andere Staaten nicht nur in den USA ihre Porno-Feindlichen Gesetzgebungen abschaffen, auch um eine Konzentration des Marktes entgegen zu wirken, denn Marktmacht hat auch immer etwas mit Ausbeutung und Unterdrückung von Angestellten zu tun..

    Früher waren alle Lokführer Beamte..
    Und das nicht nur, weil die Bahn eine Behörde war die dem Bund gehörte, und noch heute als AG gehört, sondern auch um sie der Willkür von Vorgesetzten zu entziehen und vor Kündigung zu schützen..
    Schließlich gab es bis zur Bahnreform vor 20 Jahren keine anderen Arbeitgeber, bis auf ganz kleine wenige Ausnahmen, bei denen Mann als Lokführer arbeiten konnte..
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#9 daVinci6667
  • 29.05.2014, 13:34h

  • Natürlich ist Bareback viel geiler,

    ... vor allem nicht nur beim zusehen :)))

    Trotzdem finde ich das Verbot richtig. Alle die sagen dass davon nur die Pornoproduzenten anderer Länder profitieren, sollen bitte dafür sorgen dass dort überall ebenfalls ein BB-Verbot ausgesprochen wird.

    Weil jeder zumindest wenigstens in seiner Fantasie ohne diese ekligen Schlabbergummis ficken oder genommen werden will, soll auch die neue Retuschiertechnik zur Anwendung kommen. Ich verstehe nicht was dagegen sprechen sollte. Wenigstens das sollten wir dem Konsumenten noch lassen: Die Fantasie.

    Dass er selber sich nicht so verhalten darf wenn er nicht nur in einer festen Beziehung Sex hat, weiss ja wohl jeder.
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#8 PorokusiAnonym
#7 m123Anonym
  • 29.05.2014, 05:05h
  • Es sind schon dutzende schwule Pornodarsteller an HIV gestorben, weil sie BB-Pornodarsteller waren. Alle die sich auf BB-Pornos einen runterholen, bei denen sich ein Pornodarsteller tödlich mit HIV infiziert hat, wichsen in Wirklichkeit auf den Tod eines Menschen.

    Das BB-Verbot ist absolut 100% richtig. Und alle die nicht der Meinung sind, sind dann eben der Meinung, dass man Menschenleben riskieren sollte beim Produzieren von Pornos, auf die sie sich einen wichsen.
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#6 TrudiAnonym
  • 28.05.2014, 23:55h
  • Diese Regel dürfte ähnlich sinnvoll sein wie die Prohibition von Alkohol und anderen Drogen. Sex ohne Kondom war vor HIV die Norm, niemand dachte ernsthaft daran regelmäßig ein Präservativ zu verwenden. Warum auch? Dem Vergnügen förderlich sind sie ja nunmal nicht, und die anderen STDs waren ja auch alle mehr oder weniger heil- oder doch kontrollierbar, was übrigens ein enormer Fortschritt zu früheren Zeiten war als selbst eine Gonnorhoe durchaus bedrohlich werden konnte. Aus diesem Umstand resultierte übrigens erst die sexuelle Befreiung und damit auch die schwule Emanzipation. Nicht (nur) dem mutigen Aufbegehren der Tunten von der Christopher Street haben wir es zu verdanken, dass Schwule heute auch Rechte haben, sondern vor allem dem Penicillin, dass die moralische Restriktion rund um das Sexuelle schlicht überflüssig machte. Leider änderte HIV dies wieder. Gesellschaftlich war die Antwort nun allerdings nicht mehr das totale (außereheliche) Sexverbot, sondern das Kondom, ein sozusagen relativiertes Sexverbot, das aber letztlich die gleichen Mechanismen der Ausgrenzung und Stigmatisierung bedient wie die Moralkeule des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Ebenso wie diese verschwindet das Kondom (in Heteroproduktionen ist es im Übrigen nie so wirklich aufgetaucht) aber in eben jenem Maße wie sich eine Beherrschbarkeit und wohl bald auch Lösung des medizinischen Problems HIV/Aids abzeichnet. Vor diesem Hintergrund erscheint mir dieses Kondomverbot problematisch. Es hätte seinen Platz und seine unbedingte Notwendigkeit vor circa 20-25 Jahren gehabt. Damals hat dies erstaunlicherweise aber niemand so wirklich durchsetzen wollen. Heute jedenfalls scheint sich langsam aber sicher eine Welt abzuzeichnen, in der Sex nicht mehr mit dem Tod assoziiert werden muss. Darauf müssen wir mit aller Kraft und Entschiedenheit hinarbeiten. Und nicht Schlachten schlagen, die zum einen wegen der lasterhaften Natur des Menschen nicht gewonnen werden können, zum anderen aber auch, ich sagte es schon, vor langer Zeit hätten ausgefochten werden müssen. Das Virus wird sich durch totale Prävention nicht ausrotten lassen, da es immer wieder Menschen geben wird, die, aus welchen Gründen auch immer, das Kondom weglassen. Der Kampf gegen das Virus ist und muss daher ein medizinischer sein. Vor diesem Hintergrund ist nicht nachvollziehbar, warum der kalifonische Legislator nicht auf einen wirklichen Gesundheitsschutz der Darsteller dergestalt drängt, dass etwa öftere und auch genauere Tests (etwa RT-PCR-Tests) oder eine verpflichtende PREP (Truvada) auch neben Kondomen Anwendung finden können. So werden die Barebackpornos doch nur dorthin verdrängt, wo es am Ende überhaupt keinen Schutz für die Dasteller gibt. Um diesen geht es aber vielleicht auch gar nicht. Möglicherweise will man, ebenso wie die reaktionären Kräfte, gegen die wir seit den 60er Jahren erfolgreich ankämpfen einfach bloß eine Ideologie durchsetzen.
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#5 jochenProfil
  • 28.05.2014, 23:29hmünchen
  • Ich finde Bareback-Pornos falsch.
    Ein Verbotsgesetz geht aber meiner Meinung zu weit.

    Schliesslich wird auch niemand gezwungen als Pornodarsteller zu arbeiten.
    Die schon bestehenden internen Regelungen wie sie im Artikel beschrieben sind würden reichen.

    Unsere Gesellschaften neigen heute immer mehr dazu aus vermeintlicher Optimierung unserer Sicherheit , Gesundheit und Umwelt, uns selbst mit immer mehr neuen Regelungen, Geboten, Verboten und selbstauferlegten Verhaltensregeln unser Leben immer mehr einzuschränken.
    Ob das dann wirkich immer stimmt mit der Verheissung auf mehr Sicherheit, Gesundheit..usw.. ist oft sehr fraglich und Bedarf in jedem Einzelfall einem genauen Hinsehen.

    Wir laufen heute Gefahr es zu übertreiben, und uns unser eigenes Gefängnis zu errichten, aus Angst um unsere Sicherheit , Gesundheit..usw.

    Und es gibt meiner Ansicht immer mehr sinnlose oder rein Interessengesteuerte, oder ideologische Verordnungen u. Verbote.
    (Dass ein Flugzeug gut gesichert ist , ist sinnvoll.Dass ein Gesetz den Kondomgebrauch regelt eher nicht.)

    Die eigene erwachsene EntscheidungsFREIHEIT, die eigene Achtsamkeit für das allgemeine Lebensrisiko wird manchmal wie bei einem Kind-Eltern-Verhältnis vom Bürger auf den Staat übergeben.

    Das kann meiner Meinung nach in einer Demokratie keine gute Entwicklung sein.
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#4 EnyyoAnonym
  • 28.05.2014, 23:21h
  • Darüber wird sich die Porno-Industrie in Osteuropa freuen, ggf. wird die Produktion ja auch z.B. nach Australien oder Südafrika verlegt.

    Sorry, aber Pornos sollen die Fantasie anregen und da will ich mir die Stimmung eben nicht dadurch versauen lassen, wenn schöne Schwänze wie verschrumpelte Weißwürste aussehen oder wie lackiert glänzen.

    Abgesehen davon gibt's ja schon wunderbares Material, sogar aus Prä-AIDS-Zeiten, um sich zu stimulieren - ansonsten wechseln ja eh nur die Darsteller, die Tätigkeiten sind meist gleich.
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#3 stromboliProfil
  • 28.05.2014, 21:50hberlin
  • "So brachte Falcon Anfang des Jahres einen "safe" aufgenommenen Film heraus, aus dem die Kondome später digital entfernt wurden (queer.de berichtete). Andere Pornolabel experimentieren mit unsichtbaren Kondomen."

    ...aus den augen , aus dem sinn, so mach ich mir die welt gerecht.

    Ich mein, wenn es um die gesundheit der akteure geht ist diese lösung ja kein falscher weg... die kondome einfach wegretuschiert wenn die digitaltechnik es zulässt.
    Wir retuschieren ja ohnehin alle möglichen uns unliebsame wahrheiten weg , warum nicht auch die bildliche vorstellung einer heilen welt erschaffen oder auch erhalten..

    Das problem der sexualität, ihrer ausübung und negierung drohender gefahren aber lässt sich weder durch die zwangskondomisierung der pornodarsteller, noch durch ein moralisches bareback-prohibitionsgebot für die breite masse der konsumenten erzwingen.
    Zudem der markt nun wieder mehr in den "untergrund"-sprich ins kriminelle rutschen wird.
    Mir kommen solche vorschläge - gesetzesverordnungen vor wie die krümmungsvorschrift für bananen..;
    überflüssig, am problem vorbeigedacht.
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#2 lucdfProfil
  • 28.05.2014, 21:16hköln
  • Eine gute Entscheidung. Diese Mentalität nach mir die Sintflut stört mich gewaltig.
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#1 FoXXXynessEhemaliges Profil

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