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Computerspiel
"Final Fantasy" öffnet Ehe für Schwule und Lesben
- 11. Juni 2014 2 Min.

Es wird höchste Zeit, in Eorzea nach Sahneschnitten zu cruisen... (Bild: Electronic Arts)
Bislang waren nur heterosexuelle Ehen vorgesehen – jetzt können sich in Eorzea auch gleichgeschlechtliche Paare das Ja-Wort geben, kündigt die japanische Produktionsfirma an.
Das Online-Game "Final Fantasy 14 – A Realm Reborn" wird ab dem nächsten Patch auch Eheschließungen zwischen zwei Männern oder zwei Frauen zulassen. Das hat nach einem Bericht des Gamermagazins "Destructoid" der Hersteller Square Enix auf der "E3"-Spieleesse in Los Angeles bekannt gegeben. Die Eheschließungen soll mit dem Patch zusammen mit weiteren Updates ins Spiel eingefügt werden.
"Wir haben uns gefragt, warum es in der [Spielewelt] Eorzea Einschränkungen gibt, wen man lieben kann oder mit wem man Freundschaften haben kann. Also haben wir uns entschieden, diesen Weg zu gehen", erklärte "Final Fantasy"-Produzent Naoki Yoshida. "Wenn zwei Spieler in Eorzea zusammen sein wollen, könne sie das tun".
Gleichgeschlechtliche Ehen zunächst nicht vorgesehen
"Final Fantasy 14" wurde 2013 veröffentlicht, damals noch ohne Eheschließungen. Zu diesem Zeitpunkt erklärten die Produzenten, dass sie in Beta-Test erst die Reaktion der Spieler abwarten wollten, bevor sie ein "so extrem kontroverses Thema" wie die gleichgeschlechtliche Ehe anfassen.
Die geplante Einschränkung hatte damals zu Protesten unter LGBT-Bloggern geführt. Zu diesem Zeitpunkt reagierten die Produzenten dünnhäutig – und sperrten etwa einen Beta-Tester, der die Öffnung der Ehe gefordert hatte. Begründung: Er habe sich diskriminierend geäußert.
Die Reihe "Final Fantasy" gehört zu den erfolgreichsten Rollenspiel-Serien. Die erste Version wurde bereits 1987 angeboten. Bislang wurden mehr als 100 Millionen Einheiten verkauft. Inzwischen gibt es 14 Folgen der Hauptserie und mehrere Spin-Offs, dazu zählen auch zwei animierte Kinofilme. In den Spielen und Filmen werden Geschichten aus einer Fantasywelt erzählt, in der meist Helden gegen böse Figuren kämpfen.
In der Vergangenheit haben bereits mehrere populäre Spielreihen homosexuelle Beziehungen zugelassen. So gibt es etwa in "Star Wars: The Old Republic" seit 2012 gleichgeschlechtliche Techtelmechtel. Mehrere christlich-konservative Gruppen haben damals gegen die Gleichbehandlung von Homo- und Heterosexuellen protestiert und mit Boykotten gedroht (queer.de berichtete) – allerdings ohne Erfolg. (dk)















der rausschmiss des beta-testers lässt folgende übersetzung zu: "wir haben sorgfältig eruiert, welche entscheidung aufgrund der mehrheitsverhältnisse unserer kunden mehr profit verspricht und unser marketing nun um die üblichen toleranzfloskeln erweitert. im anderen fälle hätten wir irgendwas von "familienwerten" gefaselt und das wäre genau so okay gewesen, so lange die schwarzen zahlen stimmen."
oder bin ich zu zynisch?