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Zwischenfall bei Regenbogenparade
Buttersäureanschlag auf Wiener CSD-Parade
- 15. Juni 2014 2 Min.

Ulrike Lunacek blieb unverletzt (Bild: award2008 / flickr / by-sa 2.0)
Die grüne EU-Abgeordnete Ulrike Lunacek wurde mit der übel riechenden Flüssigkeit beworfen.
Bei der Wiener Regenbogenparade ist es Samstag zu einem Anschlag gekommen: Ein bislang unbekannter Mann attackierte den Wagen der österreichischen Grünen mit Buttersäure. Offenbar zielte er dabei auf die grüne Politikerin Ulrike Lunacek, die aber unverletzt blieb.
Die lesbische Abgeordnete des Europaparlaments war gerade dabei, dem ORF ein Interview zu geben. Neben der Bekleidung Lunaceks wurde auch das Equipment des Kamerateams in Mitleidenschaft gezogen – von einem Schaden in Höhe von 50.000 Euro ist die Rede.
"Es gab noch nie einen Anschlag bei der Regenbogenparade", sagte Lunacek bei der Abschlusskundgebung am Abend auf dem Rathausplatz. Es habe sehr gestunken, schilderte sie den Zwischenfall. Solche Einzelfälle würden zeigen, dass auch in Österreich nicht nur für Toleranz, sondern auch für Akzeptanz und Respekt gekämpft werden müsse.
Rechter Gegenprotest
Gegen die 19. Regenbogenparade hatte es auch einen Gegenprotest von fundamentalistischen Christen gegeben, zu dem offenbar auch Aktivisten u.a. aus Deutschland, Ungarn und Polen angereist waren – von der am gleichen Tag stattfindenden CSD-Parade in Warschau, die auf eine Rekordteilnahme von über 10.000 Teilnehmern kam, werden hingegen keine Vorfälle berichtet.
Unter den bis zu 200 homophoben Gegenprotestlern, die von der Polizei gesichert durch die Innenstadt ziehen konnten, befanden sich offenbar auch Rechtsradikale – auf Flyern wurde unter anderem ein Anschluss von Österreich an Deutschland gefordert, berichtet der Verband Sozialistischer Studentinnen und Studenten Österreichs. Dessen Teilnehmer hatten versucht, sich dem Gegenprotest in den Weg zu stellen, wurden aber von der Polizei daran teilweise durch Gewalt gehindert. Die Beamten nahmen mehrere Personen vorübergehend fest.
Berichte in sozialen Netzwerken, einige Schwule und Lesben seien am Abend von Rechtsradikalen in der Innenstadt attackiert worden, wurden bislang nicht bestätigt. (nb)














"Unter den bis zu 200 homophoben Gegenprotestlern, die von der Polizei gesichert durch die Innenstadt ziehen konnten, befanden sich offenbar auch Rechtsradikale auf Flyern wurde unter anderem ein Anschluss von Österreich an Deutschland gefordert, berichtet der Verband Sozialistischer Studentinnen und Studenten Österreichs. Dessen Teilnehmer hatten versucht, sich dem Gegenprotest in den Weg zu stellen, wurden aber von der Polizei daran teilweise durch Gewalt gehindert."
"Berichte in sozialen Netzwerken, einige Schwule und Lesben seien am Abend von Rechtsradikalen in der Innenstadt attackiert worden, wurden bislang nicht bestätigt."
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