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https://queer.de/?21822
  • 25. Juni 2014 11 1 Min.

(Bild: Center for American Progress Action Fund)

US-Vizepräsident Joe Biden hält die Gleich­behandlung von Schwulen und Lesben für ein allgemein gültiges Menschenrecht, das nicht mit Verweis auf lokale Traditionen verwehrt werden darf.

Bei einer Rede im United States Naval Observatory, einer Forschungseinrichtung der US-Marine in Washington D.C., erklärte der demokratische Politiker, dass LGBT-Rechte ein Muss für zivilisierte Länder seien: "Mir ist egal, was Ihre Kultur ist", sagte Biden nach Angaben der Nachrichtenagentur AP. "Unmenschlichkeit ist Unmenschlichkeit ist Unmenschlichkeit. Vorurteile sind Vorurteile sind Vorurteile".

Daher kürze die Obama-Regierung Entwicklungshilfegelder, sollten Staaten die Rechte von Homo­sexuellen missachten. Der 71-Jährige spielte damit auf die vor wenigen Tagen angekündigte Kürzung der Hilfen für Uganda an (queer.de berichtete). Der afrikanische Staat hatte zuvor Gesetze gegen Schwule und Lesben verschärft.

"Wer sich inhuman verhält, muss einen Preis dafür zahlen", sagte der Vizepräsident weiter. Er bezeichnete den Kampf für die Gleich­behandlung von Homo­sexuellen als "das wichtigste Bürgerrechtsthema unserer Zeit".

Am selben Tag erklärte auch Susan Rice, die nationale Sicherheitsberaterin des Weißen Hauses, der Schutz von Homo­sexuellen vor weltweiter Diskriminierung sei gegenwärtig eine der schwierigsten Herausforderungen für die Vereinigten Staaten. (dk)

-w-

#1 agneta
  • 25.06.2014, 12:47h
  • Das sagen leider nicht viele westliche Politiker so klar. Aber egal. Herr Biden ist der stellvertretende Oberbefehlshaber der größten Militärmacht, die es jemals in der Geschichte der Menschheit gegeben hat. Leider gibt das seinen Worten, in der ach so aufgeklärten und modernen Welt, immer noch das meiste Gewicht.
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#2 goddamn liberalAnonym
  • 25.06.2014, 13:24h
  • Antwort auf #1 von agneta
  • Bis 2003 drohte uns im US-Staat Idaho lebenslänglich.

    Mit schwirrt der Kopf und obwohl ich das Spiel durchschaue, das Mr Biden da spielt, bin ich glücklich, dass ich das noch erleben darf.

    Es ist eine knallharte Absage gegen den Kulturrelativismus ohne den üblen fremdenfeindlichen Beigeschmack, den das in Europa oft hat.

    Das ist nicht alles, aber schon sehr viel.
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#3 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 25.06.2014, 13:32h
  • In Ländern, wo Bürgerkriege toben, Hungersnöte grassieren, ein Rechtsstaat nicht vorhanden ist und Demokratie als Gefahr wahr genommen wird, ist Menschenrecht nichts weiter als eine leere Worthülse. Ob man mit Kriegseinsätzen, oder gezielten Dronen-Killerkommandos den Menschen hilft, wage ich zu bezweifeln. Auch Drohungen helfen nicht. Ohne Friede, Wohlstand und Freiheit sieht es nunmal auch für LSBTTIQ-Rechte miserabel aus.
    Wer also Homorechte isoliert betrachtet, diese sogar scheinheilig über existentielle Bedürfnisse wie Wohnen, Ernährung und Bildung stellt, macht sich der schweren Heuchelei schuldig.
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