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  • 26. Juni 2014 11 2 Min.

Finnland hinkt seinen Nachbarn Schweden und Norwegen bei der Gleichstellung von Schwulen und Lesben weiter hinterher (Bild: Iago Laz / flickr / by 2.0)

Erneut hat der Rechtsausschuss des finnischen Parlaments die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben abgelehnt.

Zehn Ausschussmitglieder stimmten am Mittwoch gegen die Gleichstellung, nur sechs waren dafür. Bereits im letzten Jahr hatte der Ausschuss die Ehe-Öffnung knapp abgelehnt (queer.de berichtete).

Für die Öffnung der Ehe sprachen sich die Mitglieder der Sozialdemokraten, Sozialisten, Grünen und der Partei der schwedischen Minderheit aus, außerdem stimmte eine Abgeordnete der konservativen Sammlungspartei für die Gleichstellung. Zwei Sozialdemokraten nahmen nicht an der Abstimmung teil und entschuldigten sich dafür später – sie erklärten aber, dass auch bei ihrer Anwesenheit keine Mehrheit möglich gewesen wäre.

Gegen die Gleichstellung stimmten drei Mitglieder der Sammlungspartei, die liberale Zentrumspartei, die Christdemokraten und die rechtspopulistische Partei "Die Finnen".

Trotz der Niederlage wird das Thema Ehe-Öffnung im September im Plenum behandelt werden, weil sich die Fünfparteien-Koalition nicht auf eine Linie einigen konnte. Das Ergebnis dort ist vollkommen offen. "Das Gesetz könnte durchgehen", erklärte der grüne Abgeordnete Oras Tynkkynen gegenüber dem Fernsehsender YLE. "In der westlichen Welt werden geschlechtsneutrale Ehegesetze zum Standard und ich halte es für unwahrscheinlich, dass Finnland als letzter die Kurve kriegt".

Derzeit ist Finnland das einzige nordische Land, das Schwule und Lesben im Eherecht noch nicht gleichgestellt hat. Seit 2002 gibt es jedoch eingetragene Partnerschaften, die im Vergleich zur heterosexuellen Ehe eingeschränkte Rechte beinhalten. Umfragen zufolge spricht sich jedoch eine Mehrheit der Finnen sowohl für die Ehe-Öffnung als auch für das volle Adoptionsrecht für Homo-Paare aus. (dk)

-w-

#1 m123Anonym
  • 26.06.2014, 15:43h
  • Finnland ist das konservativste und homophobste der nordischen Länder. Zwar ist die Mehrheit der Finnen für die Eheöffnung. Einer großen Mehrheit der Finnen ist das Thema aber ansich überhaupt nicht wichtig.

    In Finnland gibt es übrigens eine informelle Weisheit, die besagt, dass Finnland alles das, was Schweden macht, zehn Jahre später macht. Da Schweden die Ehe 2009 geöffnet hat, können wir für Finnland also für 2019 damit rechnen.

    Ich glaube nicht, dass der Gesetzentwurf in diesem oder im nächsten Jahr eine Mehrheit finden wird. Mittlerweile bin ich realistisch genug um zu erkennen, dass Finnland die Ehe wohl eher nicht öffnen wird. Im finnischen Parlament haben erst 38% der Abgeordneten ein Dokument unterschrieben, indem sie sich für die Eheöffnung aussprechen. Wahrscheinlich wird es bei der tatsächlichen Abstimmung etwas mehr sein, aber ich vermute es wird unter 50% bleiben.
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#2 hate watchAnonym
#3 Sven89Anonym