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Nikolaus Schneider
HuK: Scheidender EKD-Chef war "verlässlicher Partner"
- 30. Juni 2014 1 Min.

Nikolaus Schneider ist seit dem Rücktritt von Margot Käßmann 2010 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (Bild: Wiki Commons / Elke Wetzig / CC-BY-SA-3.0)
Die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) würdigt das Engagement des scheidenden Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider. Der 66-Jährige hatte am Montag seinen vorzeitigen Rückzug vom Amt bekannt gegeben. Grund sei die Krebserkrankung seiner Ehefrau.
Schneider war laut HuK-Sprecher Markus Gutfleisch in seiner vierjährigen Amtszeit ein verlässlicher Partner für die Modernisierung des Familienbegriffes innerhalb der evangelischen Kirche. Seine rheinische Landeskirche habe bereits in den 1980er Jahren als "eine der ersten mutig die Diskussion über homosexuelle Lebensformen aufgenommen und gehörte zu den innerkirchlichen Taktgebern dieser Debatte".
Vergangenes Jahr hatte die EKD unter Führung von Schneider eine bahnbrechende "Orientierungshilfe" veröffentlicht, in der homosexuelle Beziehungen als "gleichwertig" bezeichnet wurden (queer.de berichtete). Mit dem Text versuche die Kirche, "die Wirklichkeit so zur Kenntnis zu nehmen, wie sie ist", so der EKD-Chef damals.
Allerdings kamen von ihm widersprüchliche Aussagen zum Thema Gleichstellung: So erklärte Schneider letztes Jahr auch, dass er "keinen Sinn" darin sehe, Homosexuelle im Eherecht gleichzustellen (queer.de berichtete). Damit kritisierte der Rheinländer indirekt die hessische Landeskirche, die erst zwei Wochen zuvor die erste kirchliche Eheschließung eines schwulen Paares durchgeführt hatte (queer.de berichtete).
Schneiders Nachfolger soll bei der EKD-Synode im November gewählt werden. (dk)














