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CNBC-Panne
Apple-Chef Tim Cook "geoutet"
- 30. Juni 2014 2 Min.

Am Sonntag ließ sich Tim Cook (Mitte) beim CSD San Francisco fröhlich im "Apple Pride"-Shirt mit Mitarbeitern ablichten (Bild: Allhaisaul/Instagram)
Im US-Fernsehen war ein Nachrichtenmoderator peinlich berührt, als er aus Versehen den Apple-Chef outete – dabei ist die sexuelle Orientierung Cooks ein offenes Geheimnis.
Tim Cook ist am Freitag in einer Live-Sendung des US-Fernsehsenders CNBC von einem Moderator geoutet worden. In der Wirtschaftsnachrichten-Sendung "Squawk on the Street" fragte Co-Moderator Simon Hobbs bei einem Gespräch über homosexuelle Manager: "Ich denke, Apple-Chef Tim Cook geht offen mit der Tatsache um, dass er schwul ist, oder?" – und sagte schließlich: "Ach du liebe Zeit! War das ein Fehler?"
Sein Mitmoderator wollte Cook zwar noch unterstützen, der Gast Jim Stewart von der "New York Times" erklärte aber schlicht: "Ich will hier niemanden outen".
Die sexuelle Orientierung des Apple-Chef war bereits seit 2011 Thema in der Presse, als er als Nachfolger von Steve Jobs auserkoren wurde, allerdings eher in kleineren Publikationen: So hatte das Klatschmagazin "Gawker" Cook damals als "mächtigsten Schwulen im Silicon Valley" bezeichnet (queer.de berichtete). Das Schwulenmagazin "Out" hatte Cook im gleichen Jahr auf Platz eins des "Power 50 Index" gesetzt, eine Rangliste der mächtigsten Schwulen und Lesben der Welt.
Soll man berichten oder nicht?
"Reuters"-Wirtschaftsjournalist Felix Salmon rief bereits vor drei Jahren die Mainstream-Medien auf, über die sexuelle Orientierung von Cook zu berichten ("Don't ignore Tim Cook's Sexuality"). Cook könne als Vorbild agieren, weil er ein "extrem intelligenter und nicht weiblich agierender Mann ist, der zeigt, dass Schwulsein kein Hindernis auf dem Weg nach Oben" sei. Die sexuelle Orientierung zu ignorieren sei dagegen ein Relikt aus alten Zeiten, in denen die gesellschaftliche Homophobie ein Coming-out unmöglich machte. Allerdings folgten CNN und Co. diesem Aufruf nicht.
Cook hat den Kurs von Apple als einer der LGBT-freundlichsten Firmen in den USA beibehalten. Im Corporate Equality Index der LGBT-Gruppe Human Rights Campaign erhält die Firma seit Jahren die Wertung "100 Prozent". Am Sonntag, zwei Tage nach dem "Outing", besuchte Cook sogar als einziger CEO eines großen Unternehmens den CSD in San Francisco und ließ sich dort mit begeisterten Apple-Mitarbeitern fotografieren. (dk)















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ABER: Wachsam bleiben!!!!!