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Wegen Auftritt beim CSD
Demi Lovato erzürnt Putins Russland
- 03. Juli 2014 2 Min.

Demi Lovato und ihre Backgroundtänzer heizen beim CSD in New York ein
In Russland wird ein Auftrittsverbot der US-Sängerin gefordert, weil sie mit kreativen Mitteln gegen die Homo-Politik Putins protestierte.
In sozialen Netzwerken in Russland wird der Auftritt von Demi Lovato beim CSD in New York City vom vergangenen Sonntag heftig kritisiert. Unter dem Hashtag #DemiHurtsRussianLovatics ("Lovatics" ist der Name von fanatischen Anhängern der Sängerin) kritisierten tausende Fans die "respektlosen" und "inakzeptablen" Aktionen der 21-Jährigen. Stein des Anstoßes waren zwei männliche Background-Tänzer, die sich auf der Bühne küssten. Einer der beiden war nackt und bedeckte seine Genitalien nur mit einem Foto Präsident Putins.
Auch unter #StayStrongPutin erklärten viele LGBT-feindliche Russen, dass sie von der Sängerin enttäuscht seien. Viele forderten sogar ein Auftrittsverbot in Russland, da sie "Propaganda" für Homosexuelle betreibe. Auch im russischen Facebook-Klon "Vkontakte" war die Empörung groß. Es gab nur wenige unterstützende Mitteilungen für die Amerikanerin.
"Mein Jesus liebt alle"
Zu der Empörung beigetragen dürfte auch das Musikvideo zu Lovatos Song "Really Don't Care", das vergangene Woche veröffentlicht worden war. Dort werden Szenen gezeigt, die auf dem CSD in Los Angeles Anfang Juni aufgenommen wurden. Lovato war Schirmfrau des Events. In dem Lied wirbt die Sängerin für Toleranz. Am Anfang des Videos wird Lovato auf einer Bühne gezeigt, als sie sagt: "Du musst nicht hassen, weil mein Jesus alle liebt".
Die Sängerin hat bereits via Twitter auf die Kritik reagiert. Sie wandte sich gegen Vorwürfe, dass sie Wladimir Putin unflätig beschimpft habe: "Ich haben niemanden ein Stück Scheiße genannt. Aber ich habe Putin in einem Regenbogen-Tanga auftreten lassen. Checkt eure Fakten, Bitches!"
Lovato, die auch als Schauspielerin in Gastrollen bei Serien wie "Prison Break", "Grey's Anatomy" oder in "Glee" mitspielte, veröffentlichte vier erfolgreiche Alben, die es alle in die Top-4 der US-Charts schafften. "Here We Go Again" erreichte sogar Platz eins der Charts. Die gläubige Christin setzt sich bereits seit längerem für die Gleichstellung von Schwulen und Lesben ein. Im vergangenen Monat erzählte sie erstmals stolz über ihren inzwischen verstorbenen Großvater, der mutig genug gewesen sei, sich in den 1960er Jahren als schwul zu outen. Er habe ihr die Inspiration gegeben, sich für die Gleichstellung zu engagieren. (dk)















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Gibt es da auch Bilder ohne Putin?