Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?21905
  • 08. Juli 2014 13 2 Min.

Ulrike Lunacek zeigte sich in einer ersten Reaktion empört über die laxe Haltung der Staatsanwaltschaft (Bild: award2008 / flickr / by-sa 2.0)

Ein Mann, der mit Buttersäure einen Anschlag auf die Grünenpolitikerin beim Wiener CSD verübte, erhält für die versuchte Körperverletzung keinerlei Sanktionen von der österreichischen Justiz.

Die Wiener Staatsanwalt hat am Montag bestätigt, dass die Attacke auf Ulrike Lunacek bei der diesjährigen Regenbogenparade in Wien ohne Konsequenzen bleibt. Die Politikerin der österreichischen Grünen, die erst vergangene Woche zur Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments gewählt wurde, war auf dem Paradewagen ihrer Partei von einem Mann mit Buttersäure angegriffen worden (queer.de berichtete). Die lesbische Abgeordnete blieb jedoch unverletzt, es entstand lediglich Sachschaden.

Der Täter sei nach Angaben der Staatsanwaltschaft ausfindig gemacht und überführt worden. Ein Gutachten habe aber ergeben, dass er nicht zurechnungsfähig sei. Daher könne er nicht angeklagt werden. Er könne, so die Staatsanwaltschaft, aber auch nicht in eine Psychiatrie eingewiesen werden, da bei seiner Tat niemand zu Schaden gekommen sei.

In einer ersten Reaktion zeigte sich Lunacek "empört" über den Freibrief für den Täter. Sie kündigte an, weitere rechtliche Schritte zu prüfen.

Angriff während eines Interviews

Lunacek war von dem unbekannten Mann mit Buttersäure angegriffen worden, als sie auf dem Wagen der Gruppe "Grüne Andersum" ein Interview für den ORF gab. "Zunächst habe ich gedacht, das ist Wasser. Dann hab' ich gemerkt, es stinkt. Die ganze Kleidung war voll", berichtete sie mehrere Tage nach dem Überfall. Der Täter konnte zunächst entkommen, obwohl Passanten versucht hatten, ihn festzuhalten. Er wurde erst später von der Polizei gestellt.

Gegen den Mann liegt noch eine Anzeige wegen schwerer Sachbeschädigung vor, da die Kameraausrüstung des Fernsehteams während des Angriffs in Mitleidenschaft gezogen wurde. Dabei soll Medienberichten zufolge ein Schaden in Höhe von 50.000 Euro entstanden sein.

Lunacek schrieb als erste offen lesbische Nationalratsabgeordnete Geschichte in Österreich. Sie gehörte dem Parlament von 1999 bis 2009 an und zog anschließend ins Straßburger Europaparlament ein. Bei der letzten Europawahl war sie die Spitzenkandidatin der österreichischen Grünen. In Straßburg ist die in Krems geborene 57-Jährige Sprecherin für Gleichstellung für LGBT ihrer Fraktion. (dk)

-w-

#1 Robby69Ehemaliges Profil
  • 08.07.2014, 14:57h

  • Echt zum Kotzen! Das wird die Homo-Hasser mal wieder darin bestärken, dass sie LGBTIs ungestraft schikanieren und angreifen können, ohne dass der Staat eingreift.
  • Direktlink »
#2 zeitlosAnonym
#3 Robby69Ehemaliges Profil