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  • 13. Juli 2014 13 2 Min.

Walerija Nowodworskaja

Die Dissidentin, Bürgerrechtlerin und Publizistin Walerija Iljinitschna Nowodworskaja war eine der wichtigsten Stimmen gegen Homophobie.

Die russische Menschenrechtlerin Walerija Iljinitschna Nowodworskaja ist tot. Die populäre Aktivistin starb am Samstag in Moskau im Alter von 64 Jahren an den Folgen mehrerer chronischer Krankheiten. Medienberichten zufolge hatte sie bereits seit Tagen auf der Intensivstation gelegen.

Ihren Kampf für Menschenrechte hatte die im heutigen Weißrussland geborene Nowodworskaja bereits zu Uni-Zeiten begonnen. Für die Gründung einer oppositionellen Hochschulgruppe in Moskau wurde sie vom KGB festgenommen und für fast zwei Jahre in eine geschlossene Psychiatrie gesteckt. Auch später wurde sie für oppositionelle Tätigkeiten mehrfach festgenommen und verurteilt.

1998 war die Dissidentin Mitbegründerin der ersten oppositionellen politischen Partei der Sowjetunion, die jedoch bei späteren Wahlen ohne Erfolg blieb. Als Publizistin wurde Nowodworskaja jedoch eine wichtige Stimme, die zunehmend das Putin-Regime hart kritisierte.

Nowodworskaja wurde zugleich zu eine der prominentesten Befürworterinnen von LGBT-Rechten in Russland. Sie kritisierte die orthodoxe Kirche für ihre kompromisslose, gewaltverherrlichende Haltung zum Thema oder setzte sich für das Filmfestival "Side by Side" ein.

Als vor der Duma LGBT-Aktivisten verhaftet und verprügelt wurden, sagte sie: "Man darf sich nicht auf eine Minderheit einschießen, erst recht nicht auf eine so harmlose Minderheit". Schwule und Lesben hätten "ein Recht auf ihre Vereinigungen und ein Recht auf die rechtliche Anerkennung ihrer Beziehungen".

Das "Gewissen der Nation" (lenta.ru), die ihr Leben lang Single blieb, befürwortete auch ein Adoptionsrecht für homosexuelle Paare – gerade angesichts der Verhältnisse in russischen Waisenhäusern. Zum Gesetz gegen Homo-"Propaganda" hatte sie zuletzt gesagt, es habe Russland zu "einem noch weniger freien und weniger demokratischen Land" gemacht.

Youtube | Bericht von Euronews
-w-

#1 TorbyAnonym
  • 13.07.2014, 12:35h

  • Ein großer Verlust für die russische Oposition.
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#2 RobinAnonym
  • 13.07.2014, 13:55h
  • Eine starke Frau und mutige Stimme ist viel zu früh verstummt...

    Sie war, ist und bleibt ein echtes Vorbild!

    Gerade Russland bräuchte mehr Menschen wie sie...
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#3 YannickAnonym