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Kommentare zu:
Ian Thorpe: 277.000 Euro fürs Coming-out


#1 sperlingAnonym
  • 13.07.2014, 16:46h
  • ... was meine prophezeiung bestätigt, dass auch im deutschen profi-fussball das erste coming-out genau dann stattfinden wird, wenn ein sponsor dafür kohle locker macht, und keine minute früher.
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#3 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 13.07.2014, 17:07h
  • Antwort auf #1 von sperling
  • Sehen wir es doch als ein nur gerechtes, eher symbolisches, Schmerzensgeld... Fakt ist nunmal, das Sponsoren, und die sichern nunmal den Lebensunterhalt/ Lebensstandard von Spitzensportlern und Sportpromis, beim Thema Sexualität allergisch reagieren; dazu zählt halt auch die sexuellen Orientierung, wohlgemerkt jenseits der wertkonservativen heterosexuellen Zuchtgemeinschaft. So sei es den Sportlern, die zu ihrer nach vor "geächteten" Bi-, Homo, oder Transsexualität offen stehen, doch gegönnt, wenn es mittlerweile Sponsoren, Sender oder andere Medien gibt, welche die Courage unterstützen statt zu deckeln. Im Falle Thorpes wird zudem vor allem eine Arbeitsleistung honoriert.
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#4 GeldgierigerAnonym
  • 13.07.2014, 17:22h
  • Da sieht man es. Anstatt sich vorher entgeltlos zu outen um schwulen Jugendlichen als aktiver schwuler Profischwimmer Mut zu machen hat er sich sogar während und nach seiner Profikarriere versteckt wie ein Feigling und offensiv gelogen, indem er gesagt hat er sei heterosexuell und das hat er sogar schriftlich in seinem Buch geschrieben. Eine glatte Lüge.

    Ohne die hohe Summe Geld würde er jetzt wahrscheinlich immer noch feige die Öffentlichkeit belügen. Nur wegen der hohen Summe Geld hat er sich geoutet, da bin ich mir ziemlich sicher. Ohne das Geld würde er sich weiterhin hinter einer Lüge verstecken.

    Der Typ hat es einfach nicht verdient, dass man ihn für sein bezahltes, viel zu spätes und von zuvor massiven, offensiven Lügen begleiteten Coming Out wie einen Helden feiert.

    Das soll ein Vorbild sein? Sollen schwule Jugendliche sich ein Vorbild an so jemandem nehmen, der zuvor die Menschen offensiv belügt und sich dann nur gegen eine hohe Summe Geld outet? Ein fatales Signal.

    Feiert ruhig euren "Helden", der jetzt um mehr als eine Viertelmillion Euro reicher ist. Ich feier nicht mit.
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#5 LangsamLangsamEhemaliges Profil
#6 janxAnonym
  • 13.07.2014, 17:36h
  • Naja, die Überschrift ist natürlich irreführend. Kann man so sehen, durchaus, aber ob und zu welchem Anteil das Geld jetzt für das Coming-out gezahlt wurde, darüber lässt sich nur spekulieren. Obwohl ich nicht abstreiten möchte, dass man es so sehen kann, aber als Newsmeldung - und nicht als Kommentar dazu - finde ich es etwas gewagt. Dass man gerade bei großen Gehältern und Summen von denen wir immer mal wieder lesen bei Stars, Beratern & Co - auch bei uns - ins Staunen geraten kann steht außer Frage. Das würde ich aber jetzt nicht an einer Person festmachen. Da müssen sich die Australier einfach demokratisch für die Zukunft überlegen in wie weit sie solche Honorare versteuern möchten - und wenn dann noch ein gutes Stück für Hr. Thorpe übrig bleibt, soll es mir recht sein - da bin ich neidfrei.

    Ich glaube ein großer Trugschluss ist auch immer zu glauben, dass Mitglieder einer unterdrückten Minderheit automatisch sympathisch sein müssen. Weil sie ansonsten gar nicht mehr Rechte verdient hätten. Als Schwule müssen wir aber nicht netter, großzügiger, besser aussehend oder sonst was sein als der Durchschnitt, damit wir Anspruch auf die gleichen Rechte haben. Auf dieses Glatteis sollte man sich bei der DIskussion erst gar nicht begeben. Und auch Herr Ian Thorpe kann gerne so sein wie er will. Nur weil er ein Coming-out hat, muss man sich mit ihm noch lange nicht identifizieren. Sein Coming-out (jede Coming-out) ist wichtig, weil eine falsche gesellschaftliche Fassade bröckelt - nicht mehr und nicht weniger. Wer aber einen Star zum anhimmeln & als Poster für die Wand sucht, liegt hier vermutlich falsch. Nicht schlimm - da gibt's genügend andere...
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#7 Folker PeckAnonym
  • 13.07.2014, 17:44h
  • Aus religionspolitischer Sicht kann ich das verstehen.

    feynsinn.org/wp-content/themes/connections/img/dollar1.jpg

    Auch John Steinbeck sprech schon über die Depression:

    www.burks.de/burksblog/pix/2014/07/130414_1.gif

    Und über Riots....

    Hast du schon mal nen Polizisten gesehen, der keinen fetten Hintern hat? Und sie wackeln damit, daß ihre Revolver auf und ab hüpfen. Mutter, sagte er, wenns das Gesetz wär, das uns was will, dann würde ich mirs gefallen lassen. Aber s ist nicht das Gesetz. Sie hauen auf uns ein und wollen uns die Seele aus dem Leib hauen. Sie wollen, daß wir kriechen und uns krümmen, wien geschlagener Hund. Sie wollen uns kaputtmachen. Und, mein Gott, Mutter, da kommt ne Zeit, wo einer nur noch seine Anständigkeit behalten kann, wenn er so nem Bullen eine in die Fresse schlägt. Sie habens auf unsre Anständigkeit abgesehn.
    -Früchte des Zorns-
    John Steinbeck, 1939
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#8 DefragmentierungEhemaliges Profil
  • 13.07.2014, 18:03h
  • Antwort auf #1 von sperling
  • Da hast Du sicher recht, aber verstehe ich den Unterton richtig, dass Du im aktuellen Fall die monitäre Nutzung von Thropes Coming Out als bedenklich erachtest?
    Es ist mMn nichts anderes als das Verhökern der ersten Fotographien Neugeborener an die Yellow Press gegen Höchstgebot, wie es bei einigen Angehörigen der Prominenz schon lange üblich ist.
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#9 Escort CoachAnonym
#10 DefragmentierungEhemaliges Profil
  • 13.07.2014, 18:09h
  • Antwort auf #4 von Geldgieriger
  • Ich kann Dir da nicht zustimmen. Siehe meinen Kommentar an >sperling<.

    Und bezüglich Vestecken und Lügen: Ich weiss nichts über Thropes Background, aber vielleicht kommt er aus einem religiösen und rechten Umfeld, dass ihn entsprechend konditionierte. Es kann sehr, sehr schwer sein, sich aus den Fängen von Sekten zu befreien. Das bekommt man hier im Forum auch häufig mit.
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#11 MiroAnonym
#12 Onkel DagobertAnonym
#13 NeiderAnonym
  • 13.07.2014, 20:02h
  • Antwort auf #4 von Geldgieriger
  • Vielleicht hast Du's ja ueberlesen, deshalb:

    "Mit dem großzügigen Betrag wurde Thorpe vom Sender allerdings auch als Kommentator der 20. Commonwealth Games verpflichtet, die vom 24. Juli bis 3. August im schottischen Glasgow stattfinden."

    Das war also keinswegs "nur" fuer sein Outing, sondern eben auch als Honorar fuer seinen Job bei den Commenwealth Games. Und bevor jetzt noch Kommentare kommen von wegen ueberbezahlt; ich weiss zwar nicht, wieviel andere (Ex-)Sportler fuer ihre Auftritte als Kommentatoren erhalten, aber das duerfte i.d.R. auch nicht wenig sein; und fuer moegliche Verluste aus (moeglicherweise) entgangenen Werbevertraegen sicherlich nur ein "kleines Trostpflaster". (Ich denke allerdings nicht, dass er deshalb nun am Hungertuch nagen wird)
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#14 johannbAnonym
  • 13.07.2014, 20:03h
  • Ach lasst euer Jammern..... Wenn der pure Neid aus euch rausbricht :-)
    Viel zu weinig hat er verlangt für sein Interview. Was ist daran schlecht, Geld fürs Coming-out zu verlangen!?!
    Bitte Queer.de, warum so intolerant?
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#15 LangsamLangsamEhemaliges Profil
  • 13.07.2014, 23:47h
  • Wir sind gerade Weltmeister geworden. Viel wichtiger als Thorb und Trash-ESC mit Fräulein Wurst. Und wichtiger als Homo-Ehe in Hintertupfingen. Sitzen hier in schwuler Runde bei Antipasti und Hacker-Pschorr. Die Heten machen Feuerwerk auf der Straße. Wir stoßen jetzt dazu. Auf gehts....ich will Farbe sehen. Gruß aus der Müllerstr.
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#16 sperlingAnonym
  • 14.07.2014, 01:29h
  • Antwort auf #3 von reiserobby
  • zu robby und zu defragmentierung:
    ich wollte das gar nicht unbedingt bewerten, auch wenn es sich vielleicht so anhörte. der profisport verwertet und kalkuliert natürlich auch das privatleben der sportler_innen als image- und daher als geldfaktor. und das ist der aktuelle rahmen, innerhalb dessen coming-outs stattfinden oder eben nicht. ob es anders ginge, weiß ich nicht.
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#17 FoXXXynessEhemaliges Profil
#18 ballizistAnonym
#19 Udo NiedermacherAnonym
  • 14.07.2014, 10:31h
  • Antwort auf #18 von ballizist
  • Süddeutsche: "Joachim Gauck (Bundespräsident): "Es war ein Nervenspiel. Ich habe so gelitten. Kurz vor dem Spiel kriegte ich das Zittern. Danach war ich so bewegt. Wir waren in einer Woge von Emotionen, die Freude war riesig. Auch die Argentinier haben tapfer gekämpft, sie waren total fertig. Jetzt freuen wir uns, dass es so schön zu Ende gegangen ist. Die Mannschaft war großartig. Danke an Brasilien, danke an die deutschen Fans, danke an dieses wunderbare Team."

    Qualitätsjournalismus? Leser vergauckeln? Ist doch vor laufender Kamera festgehalten.
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#20 jochenProfil
  • 14.07.2014, 10:33hmünchen
  • Wenn das in Zukunft Schule machen sollte, dass man an einem Coming-Out eine Geldsumme ankoppelt, kann ich auf solche Coming-Outs wirklich verzichten.
    Wenn es zu "bezahlten Bekenntnissen" verkommt...
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#21 unfassbarAnonym
  • 14.07.2014, 11:44h
  • wie hier das asoziale verhalten sozial extrem privilegierter selbstverleugner und homo-auslöscher (denn genau das tun diese karrieristen und klemmschwestern mit ihrem verhalten ja in der öffentlichkeit) immer wieder verharmlost oder sogar verteidigt wird und sie sogar noch als "arme opfer" hingestellt werden, wenn sie mehrfach selbst schwulsein diffamiert und stigmatisiert haben!

    wenn verbürgerlichte schwule und lesben mal so viel "mitgefühl" mit der breiten masse männlicher jugendlicher zeigen würden, die von solchen sozialen privilegien und biografien (unter den herrschenden verhältnissen) nur träumen können und unter dem von solchen selbstverleugnern wesentlich mitverursachten heterosexismus tag für tag massiv zu leiden haben!
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#22 HoppHoppAnonym
#23 Planet EarthAnonym
#25 bildungsplanAnonym
  • 14.07.2014, 12:12h
  • Antwort auf #22 von HoppHopp
  • sie werden ganz sicher peinlich darum bemüht sein, ihr schwulsein nicht so herauszuhängen wie die profis der homophoben und schwule entrechtenden "deutschen nation", die sie da bejubeln, gestern ihre zwangsheterosexuelle potenz (spielerfrauen etc.) inszenierten. soviel auch zu: "sexualität geht doch niemanden etwas an, ist privatsache, blablaba"
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#31 kein themaAnonym
#32 ManyWaysAnonym
  • 14.07.2014, 13:31h
  • Antwort auf #30 von njet
  • Auch so kann man Schwulsein unterschwellig lächerlich machen - in einem Umfeld, in dem ausdrücklich niemand schwul ist und sein darf - sich davon abgrenzen und die (selbst internalisierte) Hetero-Norm stabilisieren! Wie gut solche Mechanismen, die nicht selten mit dem Anstrich der angeblichen "Toleranz" und "Liberalität" daherkommen, funktionieren und wirken, sieht man u. a. an den Zahlen zu gleichgeschlechtlichen Kontakten männlicher Jugendlicher.
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#33 FoXXXynessEhemaliges Profil
#34 Homophobie totalAnonym
#35 IntegritätAnonym
  • 14.07.2014, 14:43h
  • Nachdem Deutschland gewonnen hatte, haben die deutschen Fußballnationalspieler ihre Freundinnen im Stadion vor laufenden Fernsehkameras und Milliardenpublikum geküsst.

    In dem Moment dachte ich "Was wenn jetzt ein Spieler von denen schwul ist und er seine Scheinfreundin vor Milliardenpublikum nach dem WM-Sieg küsst? Er wird in der größten Stunde seines Fußballlebens eine noch größere Lüge aufgebaut haben, die seine Identität betrifft."

    Es wäre das i-Tüpfelchen gewesen und ein gerechtfertigter Schlag ins Gesicht der homophoben "Puto"-schreienden Fans, wenn ein deutscher Nationalspieler vor Milliardenpublikum seinen Freund öffentlich vor Fernsehkameras geküsst hätte, und zwar genau so wie die anderen Spieler ihre Freundinnen geküsst haben. Es wäre historisch gewesen.

    Wann, wenn nicht nach dem Gewinn der Fußballweltmeisterschaft, wäre ein idealer Zeitpunkt sich endlich von diesem elenden Versteckspiel homosexueller aktiver Fußballprofis zu befreien. Es wäre neben dem Sieg bei der Fußballweltmeisterschaft noch ein weiter Sieg gewesen. Ein Sieg für Freiheit und dafür offen so zu leben wie man ist. Ein weiterer historischer Sieg neben dem historischen Sieg der Fußballweltmeisterschaft.

    Aber ich bin ernüchtert. Homosexuelle Fußballprofis verstecken sich immer noch hinter Modelscheinfreundinnen. Diese Lüge zu leben muss ja wirklich schrecklich sein. Ich stelle es mir schrecklich vor, wenn man als homosexueller Fußballprofi, der gerade eine Fußballweltmeisterschaft gewonnen hat, im Stadion steht und um sich herum sieht wie alle heterosexuelle Fußballprofis ihre Freundinnen küssen und man selbst nicht seinen tatsächlichen Freund küssen "darf", sondern stattdessen die Alibifreundin küssen "muss", die man weder liebt noch begehrt. Grausam. Dadurch geht doch ein großer Teil der Freude über den Titelgewinn den Bach runter.

    Ian Thorpe ist auch unter dem Faktor der Lüge depressiv geworden. Trotz vieler Goldmedaillen hat er immer weiter offensiv gelogen, bis die Lüge irgendwann so groß wurde, dass er daran psychisch kollabiert ist. Das alles hätte er vermeiden können, wenn er von Anfang an offen und ehrlich gewesen wäre. Geld und Ruhm ist nichts im Vergleich zu einem authentischen, ehrlichen Leben. Man braucht keinen materiellen Reichtum und keinen Ruhm um glücklich zu sein. Was man braucht ist Echtheit, Liebe und zu dem stehen wer man tatsächlich ist. Dann geht man glücklich durch dieses einzige Leben, was man hat, und wird es später nicht bereuen.

    Lügner sind keine Helden, keine Vorbilder, egal wie erfolgreich sie in ihrem Job sind.

    Die wahren Helden sind diejenigen Menschen, die trotz einer zum Teil für sie feindlichen Umgebung zu dem stehen, wer sie sind. Ein schwuler Junge, der sich in der Schule als schwul outet, obwohl er weiß, dass er von einigen gemobbt werden wird, ist für mich ein Held. Helden sind für mich diejenigen, die zu einer Zeit etwas Richtiges tun, obwohl es unpopulär ist. Helden sind diejenigen, die sich damals für gleiche Rechte für Frauen, für gleiche Rechte von Schwarzen, gegen Sklaverei, für interrassische Ehen usw. ausgeprochen haben, obwohl es zu den jeweiligen Zeiten unpopulär war. Martin Luther King Jr., Harvey Milk, usw. sind für mich Helden.

    Jeder deutsche Fußballnationalspieler bekommt für den WM-Titelgewinn nun 300.000 Euro. Sogar die, welche die ganze Zeit auf der Bank gesessen und während der WM keine Minute gespielt haben. Und diese 300.000 Euro wird nicht das einzige Vermögen sein, was diese deutschen Fußballnationalspieler in ihrem Fußballleben an Geld angehäuft haben. Die werden alle Millionäre sein, mehr Geld haben als sie für ein gutes Leben eigentlich bräuchten. Finanziell sind all diese Fußballprofis mehr als bestens abgesichert. Und dann fürchten sich die homosexuellen Fußballprofis vor den vermeintlich negativen finanziellen Konsequenzen eines Coming-Outs? ich würde sogar sagen, dass mittlerweile die meisten Firmen sich darum reißen würden mit einem homosexuellen Fußballprofi einen Werbevertrag zu machen. In den USA haben die Profisportler, die sich geoutet haben, dicke Werbeverträge gekriegt. Millionenschwer. Nike zum Beispiel hat Jason Collins verpflichtet, nachdem er sich als schwul geoutet hat. Ein Coming Out bedeutet auch nicht mehr das Karriereende. Robbie Rogers spielt nach seinem Coming Out wieder Profifußball und erfreut sich eines freien, glücklichen Sportlerlebens. Als er das erste mal nach dem Coming Out wieder das Spielfeld betrat, haben die Menschen ihm für seinen Mut großen beifall gespendet. Wohlgemerkt, in den USA, wo es noch deutlich konservativer zugeht als in Deutschland. In Deutschland würde die große Mehrheit der Fans ebenfalls auf der Seite von offen homosexuellen Fußballprofis stehen. Es gibt keinen Grund mehr sich zu verstecken. Die homosexuellen Fußballprofis müssen lernen die vereinzelten homophoben Idioten, die es immer noch gibt, zu ignorieren. Und das gilt für den gesamten Profisport. Wenn man als Fußballprofi schon Millionen verdient hat, dann kann es einem doch egal sein ob man wegen einem Coming Out mal einen Werbevertrag nicht bekommt. Dafür wird einem an anderer Stelle sicher wieder ein Werbevertrag einer LGBT-freundlichen Firma angeboten werden. Wirklich, es gibt keinen Grund sich noch zu verstecken. In meinen Augen ist es eine rein psychische Sache. Man muss einfach lernen psychisch stark genug zu sein und wenn man sich dann stark genug fühlt, dieses Coming Out dann auch tatsächlich durchzuziehen. Es ist dann nicht nur gut für alle anderen homosexuellen Menschen in Deutschland und auf dieser Welt, sondern es ist auch gut für den homosexuellen Profisportler sich nicht mehr zu verstecken. Ich kenne soviele Schwule, die nach ihrem Coming Out überrascht darüber waren wieviel besser sich das Leben anfühlt, wenn man offen und ehrlich so lebt wie man ist. Und wie gesagt, es ist das einzige Leben was man hat, diese Lebenszeit hat man nur ein Mal. Und jeder muss sich selbst fragen ob er in dieser Lebenszeit nach außen hin eine Lüge leben will, oder ob er nach außen hin offen und ehrlich durch's Leben gehen will. Meine Lebenserfahrung ist, dass man mit Offenheit und Ehrlichkeit auch sogar mehr Positives von anderen Menschen zurückbekommt. Es lohnt sich einfach offen und ehrlich zu sein!
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#36 IntegritätAnonym
  • 14.07.2014, 14:48h
  • Antwort auf #30 von njet
  • Ich muss auch sagen, dass diese Szene, in der Schweinsteiger und Podolski so tun als würden sie sich küssen, eine Lächerlichmachung von echten gleichgeschlechtlichen Küssen darstellt, selbst wenn Schweinsteiger und Podolski es nicht homophob gemeint haben.

    Ich hätte mir sehr gewünscht, dass sofern ein Nationalspieler schwul ist, er seinen Freund tatsächlich richtig geküsst hätte, so wie die anderen ihre Freundinnen.
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#37 *augen reib*Anonym
#38 TomorrowEhemaliges Profil
  • 14.07.2014, 15:53h
  • Frage: Warum müssen hier manche Teilnehmer regelrechte Romane schreiben? Liebe Queer-Redaktion, bitte ändern Sie das. So macht das lesen absolut KEINEN Spass mehr!

    Was Thorpe angeht und die 277.000 EUR: Es bestätigt letztlich meine Sichtweise auf ihn.(gestrige Kommentare) Er würde notfalls auch seine Seele oder seine Großmutter verkaufen, wenn's ihm einen Vorteil verschafft. Seine Motivation sich zu outen ist damit recht offensichtlich. Geschmackloser gehts dann wirklich nimmer. Fazit: Als Sportler sowie als Mensch ist er eine absolute NULL. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
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#39 Bad HomburgAnonym
  • 14.07.2014, 16:41h
  • Wer weiß vielleicht der schon seit längerem an manchen philantropischen Projekten beteiligte Ian Thorpe auch diesmal einen Teil des bekommenen Honorars für gute Zwecke spenden ? Wie z.B. für in seiner Heimatstadt Sydney von einem katholischen Priester, Peter Maher, in dessen Pfarrkirche zu Newtown gestartete Unterstützungsinitiative "LGBTIQ Catholics", die den schwullesbischen Jugendlichen sowie ihren Familien während des Coming Out hilft. Gerade heute hat Peter Maher einen schönen Artikel "Ian Thorpe comes out, but homophobia still alive and well" für "eurekastreet.com" geschrieben.
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#40 userer
#41 TomorrowEhemaliges Profil
  • 14.07.2014, 18:01h
  • Antwort auf #40 von userer
  • Genau davon ich rede ich: Wenn ich pro Kommentar eine halbe Minute nach unten scrollen muss, dann sind die Texte definitiv zu lang!

    Und was das Voting ob Thorpe "als Vorbild" für Jugendliche taugt: Mich schockt das Ergebnis. (83% JA) Es bestätigt aber letztlich die Oberflächlichekit und den kompletten Werteverfall in unserer Gesellschaft. Getreu dem Facebook-Motto: Wir sind alle "Freunde"...
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#42 userer
#43 seb1983
#44 Miguel53deProfil
  • 15.07.2014, 03:43hOttawa
  • Antwort auf #3 von reiserobby
  • Es wird zudem eine zukuenftige Arbeitsleistung honoriert. Wie man hier und anderswo nachlesen kann, ist diese Zahlung auch das Honorar fuer eine Co-Reportage! Kaum anzunehmen, dass das Honorar fuer einen Netzer oder Scholl oder Kahn niedriger ist.
    Nur mal so, um die Aufregung ueber dieses Geld mal ein bisschen zu "lockern".
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#45 Miguel53deProfil
  • 15.07.2014, 04:10hOttawa
  • Antwort auf #32 von ManyWays
  • Nur mal als Anmerkung. Podolski hat sich als einziger der Nationalspieler bei Hitzlsperger nach desses Coming Out gemeldet (so weit ich weiss) und auf seine unnachahmliche Weise seine Freundschaft und Unterstuetzung vermittelt.
    Hier ausgerechnet dem "Poldi" irgendwas zu unterstellen, halte ich fuer mehr als gewagt.
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#47 Miguel53deProfil
#48 stromboliProfil
#50 ObjektivitaetAnonym
  • 15.07.2014, 18:59h
  • Antwort auf #38 von Tomorrow
  • Komisch, kann es sein, dass hier viele derjenigen, die sich ueber die 277.000 Euro (rd. 400.000 USD) aufregen, den Artikel nicht (richtig) gelesen haben? Dort wird doch erwaehnt, dass er mit seiner Unterschrift gleichzeitig als Kommentator verpflichtet wurde und somit ein nicht unerheblicher Teil als Honorarzahlung DAFUER dient. Und wenn er fuer die Exklusivrechte des Interviews Geld bekommt; was ist dann daran anders, als bei vielen anderen (A-,B-,C-) Prominenten, die fuer ihre Lebensgeschichte/Interviews ebenfalls z.T. horrende Betraege erhalten? Oder bei Politikern, die fuer Vortraege oder Sitzungen in Aufsichtsraeten, etc. mehr Geld "nebenbei" erhalten, als andere Menschen als normalen Verdienst IM JAHR bekommen?

    "Als Sportler sowie als Mensch ist er eine absolute NULL. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen."

    Mal eine interessierte Frage: Woher nehmen Sie sich das Recht, ueber einen Menschen so zu urteilen? Ich meine jetzt mal abgesehen von den vorherigen "Dementis" zu seiner Homosexualitaet.
    Sie haben NUR die Informationen, die Sie, wie die Allgemeinheit auch, aus den Medien, also nur MITTELBAR, erhalten haben. Und OHNE Kenntnisse seines gesamten Umfeldes, seiner Lebenssituation, erdreisten Sie sich ein Urteil ueber ihn zu faellen? Oder kennen Sie Ian Thorpe etwa persoenlich und haben Erfahrungen mit ihm als Mensch von Angesicht zu Angesicht sammeln koennen? Wenn nicht, sollten Sie sich (und auch Andere (hier und im Allgemeinen)) mit Urteilen/Bewertungen von Menschen, die man NUR aus den Medien "kennt", etwas zurueckhaltender sein.
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#51 Miguel53deProfil
  • 16.07.2014, 08:54hOttawa
  • Antwort auf #50 von Objektivitaet
  • Genau so ist es. Seltsamerweise wird man fuer diese doch klare Aussage ziemlich abgestraft. Schon merkwuerdig und wie ich zuvor gesagt habe, beim Thema Coming Out gibt es hier eine ganz seltsame Aufregung und Ablehnung allenthalben. Auch dann, wenn man an Hand von persoenlichen Beispielen versucht, mal ein bisschen Entspannung reinzubringen.
    Nachvollziehen kann ich es nicht.
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#52 EnyyoAnonym
#53 MichaelTh

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