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  • 14. Juli 2014 15 1 Min.

Tschechien gilt als homofreundlichsten Land des früheren Ostblocks (Bild: Sebastien Avenet / flickr / by 2.0)

In Tschechien sprechen sich nur noch 45 Prozent der Bevölkerung für die Gleich­behandlung von Schwulen und Lesben im Eherecht aus – und damit sechs Prozent weniger als im vergangenen Jahr.

Das ist das Ergebnis der jährlich durchgeführten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts CVVM. In den letzten beiden Jahren hatte die Zustimmung zur Ehe-Öffnung noch bei 51 Prozent gelegen.

Allerdings bewegt sich die Zustimmung zu Homo-Rechten noch weit über den Werten, die im ersten Jahrzehnt dieses Jahrtausends gemessen wurden. So sprachen sich 2007 nur 36 Prozent dafür aus, dass Homo­sexuelle heiraten dürfen.

Allerdings befürwortet eine große Mehrheit der Tschechen eingetragene Lebenspartnerschaften, die das Land bereits 2006 eingeführt hatte – als erster europäischer Staat des ehemaligen Ostblocks (queer.de berichtete). In diesem Jahr befürworteten 73 Prozent die "Ehe-Light" für Schwule und Lesben. Im Jahr zuvor waren es 72 Prozent, 2005 lag die Zustimmungsrate bei lediglich 61 Prozent.

Immerhin befürworten mehr Tschechen die Gleich­behandlung im Adoptionsrecht, auch wenn es noch keine Mehrheit dafür gibt: Hier liegt die Zustimmungsrate 2014 mit 45 Prozent so hoch wie nie zuvor. Im vergangenen Jahr waren es 34 Prozent, 2005 sogar nur 19 Prozent. (dk)

-w-

#1 Bad HomburgAnonym
  • 14.07.2014, 18:02h
  • Eine neue AntiHomoehe-Tendenz im Land, das seit Jahrzehnten als das atheistischste in ganz Europa gilt, da hier nur knapp 14% der Bewohner sich als religiös bezeichnen (10, 3% von ihnen sind katholisch) und noch mehr atheistisch wird. Daß das kommunistische Erbe die beste Erklärung sowohl für die Ablehnung der Religion als auch die der Homo-Rechte, ist hier allerdings gar nichts neues.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 14.07.2014, 18:33h
  • Interessantes und beunruhigendes Ergebnis!
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#3 goddamn liberalAnonym
  • 14.07.2014, 19:21h
  • Antwort auf #1 von Bad Homburg
  • "Daß das kommunistische Erbe die beste Erklärung sowohl für die Ablehnung der Religion als auch die der Homo-Rechte, ist hier allerdings gar nichts neues."

    Konfus, konfus.

    Seit wann lehnen Polen und Litauer denn 'die Religion' ab?
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