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Kommentare zu:
"Gotteslästerliche Sachbeschädigung" in der Oberpfalz


#41 RadixAnonym
#42 giliattAnonym
  • 25.07.2014, 01:58h
  • Siehe queer.de vom 10.7.2014 "Kardinal Woelki..."

    Zitat Woelki aus 2012:
    "Wir begegnen als Christen auch homosexuell veranlagten Menschen mit Achtung, mit Würde.
    Wie jeder andere Mensch ist das für mich ein Mensch, der liebenswert ist, ein Ebenbild Gottes."

    Hier sagte der Berliner Erzbischof und heutige Kardinal:
    DER HOMOSEXUELLE MENSCH IST EIN EBENBILD GOTTES.

    Ein EBENBILD Gottes.

    Das bedeutet nix anderes, als dass nach seinem Verständnis Gott (u.a.auch) homosexuell ist, beziehungsweise Homosexualität bewusst in seinen Schöpfungsakt inkludiert hat.

    Das Besprühsel an der Kirchenwand ist demnach nicht gotteslästerlich und vom Inhalt her straffrei, denn es folgt logisch dieser seiner These:
    GOD IS GAY.

    Ich mag es allerdings nicht, wenn Gebäude ohne Erlaubnis der Eigentümer mit Aufschriften oder Grafittis bekleistert werden. Das ist tatsächlich Sachbeschädigung und amtlicherseits zu ahnden.

    Der Inhalt der Aufschrift folgt den Äusserungen eines hochrangigen Theologen. Kardinal Woelki könnte gar als Anstifter zu diesem Schriftzug gelten. Zumindest könnte er den Sprayer inspiriert haben. Gewollt hat Eminenz es sicher nicht. Da werden für ihn wohl einige Pönitenzen fällig.
    Aber argumentatorisch darauf festnageln können wir ihn, wenn er nach Kölle kütt.....
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#43 RadixAnonym
  • 25.07.2014, 10:51h
  • Antwort auf #42 von giliatt
  • Lassen Sie sich nicht von den woelkigen, pardon, wolkigen Aussagen eines Kardinals der katholischen Kirche vernebeln.

    Nach christlicher Lehre hat Gott den Menschen als sein Ebenbild geschaffen. Aber dann hat der Mensch nicht gehorcht und ist gefallen, mithin wurde der Mensch sündig. Genau das war eben von Gott nicht "bewusst in seinen Schöpfungsakt inkludiert" (Zitat @giliatt), also auch nicht das angeblich sündige homosexuelle Verhalten.

    Auf dem so genannten Sündenfall fundiert das ganze Christentum, was nicht heissen soll, dass das logisch wäre, denn woher die Neigung der Schlange (als Geschöpf Gottes) oder von Eva und Adam (als Geschöpfe Gottes), gegenüber dem Schöpfer ungehorsam zu sein, kommen soll (wenn denn nicht vom Schöpfer selbst), ist nicht klar. Aus meiner Sicht ist das der gröbste Webfehler des Christentums.

    (Die Kirche würde als Antwort wohl wieder von irgendeinem Geheimnis labern.)
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#44 giliattAnonym
  • 27.07.2014, 00:10h
  • Antwort auf #43 von Radix
  • Die Quintessenz aus Woelkis Worten lautet ganz klar:
    Der Homosexuelle ist ein Ebenbild Gottes.

    Nun soll der Kardinal uns mal erklären, weshalb für homosexuelle Gottes-Ebenbilder in seiner Kirche andere Regeln gelten, als für heterosexuelle Gottes-Ebenbilder!!!

    That`s the question...

    Der Sündenfall im Paradies war heterosexueller Natur.
    Die homosexuelle Variante kam weitaus später, nämlich in der Geschichte um Loth, die man als schwulen Sündenfall sehen könnte. Diese wird nämlich immer als Begründung der Ablehnung der Homosexualität angeführt. Auch im Koran übrigens. Männer wohnten Männern bei und den göttlichen Gesandten wurden unschickliche Avancen gemacht.
    Schlimm an der Loth (Lu)-Sache ist meiner Meinung nur deren Ausgang. Nicht weil seine neugierige Gattin zur Salzsäule erstarrte. Sondern weil der errettete Getreue Gottes hernach von seinen Töchtern zugedröhnt und sexuell missbraucht wurde. Inzest ist der eigentliche Skandal an der Geschichte von Sodom und Gomorrha. so jedenfalls habe ich die Bibeltexte verstanden.

    Gott schuf den Menschen nicht nach seinem EBENBILD. Gott schuf den Menschen nach seinem BILDE. so steht es jedenfalls in meinem Familien-Exemplar aus dem 18. Jahrhundert. Ich deute das so: Er schuf ihn nach seinem Bilde, was heisst, nach seiner Vorstellung. Nach dem Bild, das er von seinem Schöpfungsobjekt im Kopf hatte. Nach seinem Plan also. Nicht als Abbild seiner selbst.

    Kardinal Woelki hat uns im vernebelnden Jargon seines Brötchengebers unfreiwillig eine - keineswegs nebulöse - schöne Vorlage gegeben. Nun soll er Farbe bekennen.
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