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Gerichtsentscheid
England: "Glee" darf nicht mehr "Glee" heißen
- 21. Juli 2014 2 Min.

Blaine (Darren Criss) und Kurt (Chris Colfer) haben sich bei Trällern verliebt
In Großbritannien muss die Serie "Glee" wegen eines Copyright-Verstoßes ihren Namen ändern. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.
Das "High Court of England and Wales" hat am Freitag in erster Instanz entschieden, dass die Namensrechte für das Wort "Glee" bei einem Comedy-Club liegen, der bereits 1999 – zehn Jahre vor dem Start der amerikanischen Serie – den Namen "The Glee Club" schützen ließ. "The Glee Club" hat Standorte in Birmingham, Nottingham, Oxford und Cardiff. Besitzer Mark Tughan argumentierte, dass die Fernsehserie seinem Geschäft schade, da Kunden glaubten, er betreibe eine Art Fanclub für die Serie.
Richter Roger Wyand hat angeordnet, dass Twentieth Century Fox den Namen der Serie in Großbritannien ändern müsse. Außerdem soll die Firma 100.000 Pfund (125.000 Euro) an den Kläger überweisen. Allerdings haben die "Glee"-Macher bereits angekündigt, Rechtsmittel gegen die Entscheidung einzulegen. So lange kann der alte Name weiterverwendet werden. Die Zeit könnte auf der Seite der Serie liegen: Sie wird 2015 nach sechs Jahren eingestellt.
Die Musical-Comedyserie "Glee" war 2009 im US-Network Fox gestartet und entwickelte sich schnell zum Überraschungserfolg. Sie handelt von Schülern, die in einem Schulchor aktuelle oder erfolgreiche Hits gemeinsam singen. Die Mitglieder sind dabei meist Außenseiter, darunter viele LGBT-Rollen. In der Serie werden oft Themen wie Mobbing oder Diskriminierung behandelt. Zuletzt zeigten sich die Kritiker aber darüber enttäuscht, dass die Drehbücher in der Serie an Qualität verloren hätten. Außerdem schwächeln inzwischen den Quoten: Während die ersten beiden Staffeln in den USA durchschnittlich zehn Millionen Zuschauer hatten, waren es in der letzten Staffel weniger als fünf Millionen. In Deutschland läuft die Serie bei magerer Zuschauerbeteiligung auf Super RTL. (dk)
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