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  • 29. Juli 2014 21 2 Min.

Der Aktionsbündnis-CSD war sehr politisch - nur an Spenden mangelte es (Bild: Dominik Dierich)

Der vor wenigen Monaten neugegründete CSD hat Finanzprobleme und ruft zu Unterstützung auf. Bisherige Spenden seien hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Auf seiner Website hat das "Aktionsbündnis CSD Berlin 2014" am Sonntag erklärt, dass es derzeit eine Finanzierungslücke in Höhe von rund 20.000 Euro gebe. Das Bündnis hatte im Juni als Konkurrenz zum traditionellen CSD erstmals eine Parade veranstaltet (queer.de berichtete).

Vorausgegangen waren interne Streitigkeiten um die Richtung des Ur-CSD-Vereins, dem eine Kommerzialisierung und im Falle der Umbenennung in "Stonewall" eine zu geringe Einbindung der Szene vorgeworfen worden war. Das führte dazu, dass alle großen Parteien sowie der Lesben- und Schwulenverband und die Berliner Aids-Hilfe beim Alternativ-CSD mitfuhren, obgleich dieser mit wenigen tausend Besuchern weit kleiner ausfiel als der Ur-CSD.

"Da wir von Anfang an beschlossen hatten, keine kommerzieller Werbung zuzulassen und auch keine Anmeldegebühren für Wagen zu erheben, was besonders für kleine Organisationen und Vereine immer schwierig ist, sind wir auf Spenden zur Finanzierung der Demonstration und Abschlusskundgebung angewiesen", erklärte nun der Aktionsbündnis-CSD.

Darlehen müssen zurückgezahlt werden

Bisher seien weniger Spenden eingegangen als angekündigt. Auch das Ergebnis der Sammlung von Kleingeldspenden während der Parade sei enttäuschend gewesen. Mehrere Aktivisten hätten daher zinslose Darlehen an das Aktionsbündnis überwiesen – diese sollen nun mit neuen Spenden zurückgezahlt werden.

Da der Aktionsbündnis-CSD allerdings derweil nicht als gemeinnütziger Verein eingetragen ist, können keine Spendenbescheinigungen ausgestellt werden. Damit können Spender ihren Beitrag nicht von der Steuer absetzen.

Die Aktivisten haben auch die nach Posten geordneten Ausgaben veröffentlicht. So habe die Abschlusskundgebung nach Stand vom Sonntag 9.403 Euro gekostet. Auch Einzelposten werden mit Stand Mitte Juni aufgelistet: So hätten alleine die Toiletten 590 Euro verschlungen, die Musikverwertungsgesellschaft GEMA kassierte weitere 322 Euro. Insgesamt betrug die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben demnach am Sonntag 19.582,49 Euro. (dk)

Spendenkonto

PARITÄTISCHER Wohlfahrtsverband LV Berlin e.V.., Das eingerichtete Konto hat die Nr. 3131002, bei der Bank für Sozialwirtschaft BLZ 10020500 (IBAN: DE66100205000003131002, SWIFT/BIC: BFSWDE33BER). Verwendungszweck: "Aktionsbündnis CSD Berlin 2014"
-w-

#1 Oliver43Anonym
  • 29.07.2014, 16:38h
  • Das Aktionsbündnis sollte dringend aufgeben und zum regulären CSD an der Siegessäule zurückkehren.

    Wir brauchen keine drei CSDs in Berlin. Was ich doch diese Nabelschau und Selbstverliebtheit der Grosstadtschwulen in Berlin hasse.

    Anstatt sich mit den Zuständen in Osteuropa zu befassen und die Eheöffnung zum Thema zu machen, zerstreiten sich dort unsere Berliner Großstadtmenschen.

    Mittlerweile sind mir die kleinen ländlichen CSDs und Aktionsstände in Osnabrück, in Münster, in Oldenburg oder selbst in Aurich und in Cloppenburg oder in Rostock und in Dresden lieber, weil dort alle Mann zusammenstehen und sich nicht untereinander zerfleischen.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 29.07.2014, 16:56h
  • In Deutschland ist die Spendenbereitschaft schon immer sehr hoch gewesen. Da mache ich mir keine Sorgen!
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#3 DefragmentierungEhemaliges Profil
  • 29.07.2014, 17:28h
  • Antwort auf #1 von Oliver43
  • Jaja, der deutsche Herrenmensch möchte halt lieber alle auf einer Linie, natürlich seiner Linie, der von Oliver43.

    Ohne die "Nabelschau und Selbstverliebtheit der Grosstadtschwulen in Berlin" könntest Du heute nicht die Freiheit geniessen, die Du so erbitterst bekämpfst. Traurig, traurig ...
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