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Wahlkampagne
Keine Sau, jede Lesbe und die FDP
- 08. August 2014 2 Min.

Auf soviel Zustimmung waren die Liberalen seit langem nicht mehr gestoßen: "Keine Sau braucht die FDP", plakatierte die Mini-Partei Anfang des Monats in Brandenburg.
Fast schien es, der Wiedereinzug in den Landtag könnte doch noch gelingen, doch dann legten die Freien Demokraten am Donnerstag – wie schon so oft zuvor in der Parteigeschichte – eine 180-Grad-Wende hin: Die Sau-Plakate wurden mit dem Zusatz "…aber die Menschen schon!" versehen, darüber hinaus tauchten in Potsdam recht abstruse Comedy-Motive auf, die FDP-Spitzenkandidat Andreas Büttner jedoch als echt bestätigte. Zum Beispiel dieses hier:

Ruhig Blut, liebe User! "Jede Lesbe" kann sich vermutlich noch sehr gut an die großen, mutigen und selbstlosen Gleichstellungs-"Erfolge" der FDP in der schwarz-gelben Bundesregierung erinnern oder auf welcher Seite die Partei im Streit um den baden-württembergischen Bildungsplan steht…
Und die Liberalen in Brandenburg planen für die kommende Woche ja noch eine "dritte Phase" ihrer Kampagne, deren Motive dann wieder zur Ernsthaftigkeit zurückkehren. Und die wir hier vorab exklusiv vorstellen dürfen:



Im Pitch um die Gestaltung der "dritten Phase" des brandenburgischen FDP-Wahlkampfs hat sich nach queer.de-Recherchen die Agentur "Freie Tunten-Partei Trier" durchsetzen können. Auf deren Facebook-Seite sind weitere gelungene Plakat-Entwürfe zu finden. (mize)
P.S.: Bei der vergangenen Landtagswahl landete die FDP in Brandenburg noch bei 7,2 Prozent, diesmal erscheint schon der Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde als utopisch. Immerhin 96.000 Euro will die Partei für ihren Wahlkampf einsetzen. Experten sind skeptisch: "Das ist wohl die letzte Hoffnung der FDP, auf sich aufmerksam zu machen", sagt Manfred Güllner, Geschäftsführer des Meinungsforschungsinstituts Forsa. "Der Partei geht es so schlecht, dass sie sich an jedem Strohhalm festhält – das wird sie wohl aber auch nicht retten können."














