Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?22092
  • 11. August 2014 51 2 Min.

Als sie noch in der Öffentlichkeit als Mann auftrat, profilierte sich Maloney mit homo­sexuellenfeindlichen Aussagen - jetzt fordert sie Toleranz ein

In der Macho-Sportart Boxen war Frank Maloney der Manager von Lennox Louis und trat als homophober Rechtsaußen-Kandidat bei Wahlen in England an – jetzt erklärte Maloney, eine Frau zu sein.

Im Alter von 61 Jahren hat sich die britische Box-Legende Frank Maloney als transsexuell geoutet. Maloney gab am Wochenende in der britischen Zeitung "Sunday Mirror" bekannt, dass sie sich einer Geschlechtsanpassung unterziehe und in Zukunft den Vornamen Kellie tragen werde. "Ich wurde im falschen Körper geboren und wusste immer, dass ich eine Frau bin", sagte Maloney dem gemäßigt linken Boulevardblatt. "Ich habe ein weibliches Gehirn. Ich wusste vom Zeitpunkt, als ich mich mit anderen vergleichen konnte, dass ich anders war". Als Junge habe Maloney nie "Jungs-Spiele" spielen wollen, "aber ich habe das doch getan, um sicherzustellen, dass ich nicht als andersartig angesehen werde".

Maloney wuchs in London auf und wurde zunächst Boxer, schließlich ein Boxtrainer. Den größten Erfolg hatte Maloney, als ihr Schützling Lennox Lewis 1992 Box-Weltmeister wurde. Jetzt erklärte sie, dass sie während dieser Zeit sehr unglücklich gewesen sei: "Ich wusste, dass ich entweder weitermache und Erfolg habe, oder mich von einer Brücke stürze und meinem Verlangen nachgebe und damit zur Witzfigur werde". Im Boxsport habe sie nie jemandem von ihrer Transsexualität erzählt, weil dies niemals akzeptiert worden wäre.

Inzwischen hat sich Maloney vom Boxsport zurückgezogen und vor zwei Jahren eine Hormontherapie begonnen. Außerdem lasse sie dem Bericht zufolge Körperhaare entfernen und habe eine Stimmbildung begonnen. Sie appellierte an die Öffentlichkeit, ihrer Geschlechtsanpassung "mit Toleranz" zu begegnen.

"Ich will um Schwule herum keinen Wahlkampf machen"

Maloney hatte nach der Jahrtausendwende auch eine politische Karriere begonnen, in der sie sich selbst wenig tolerant gab. Sie trat für die rechtspopulistische UK Independence Party (UKIP) für den Londoner Bürgermeisterposten und das Unterhaus an. Während der Bürgermeisterwahl im Jahr 2004 gab sie sich als extrem homophober Kandidat. Damals sagte sie nach Angaben der BBC: "Ich will um Schwule herum keinen Wahlkampf machen. Ich denke, die tun wenig für die Gesellschaft". Sie kritisierte auch, dass Schwule nur "meckern" und dass Polizisten in der Öffentlichkeit ihre Homosexualität nicht mehr verheimlichten. Das sei das Anzeichen für einen Werteverfall. Maloney wurde außerdem wiederholt Rassismus vorgeworfen.

Eine frühere Europaabgeordnete der UKIP-Partei hatte sich bereits 2013 als transsexuell geoutet (queer.de berichtete). Nikki Sinclaire war bereits zuvor aus der Partei ausgeschlossen worden. (dk)

#1 m123Anonym
  • 11.08.2014, 13:15h
  • Es heißt transident und nicht transsexuell.
  • Direktlink »
#2 sperlingAnonym
  • 11.08.2014, 13:36h
  • Antwort auf #1 von m123
  • ach ja?

    na, da bin ich gespannt, was die betreffenden menschen selbst dazu sagen... ich glaube nicht, dass alle von deiner idee so begeistert sind.
  • Direktlink »
#3 ollinaie
  • 11.08.2014, 14:14hSeligenstadt
  • Jetzt könnte man mutmaßen, das die gute so wenig eins mit sich selbst war, das sie aus Selbstverleugnung gegen die Queere Comunity gewettert hat.

    Oder einfach feststellen, das es auch Queere Arschlöcher gibt.

    Das sieht mensch unter anderem auch bei Queer.de, wo einige wohlbekannte User sich erblöden Dauerwerbesendungen für Parteien und/oder Glaubensgemeinschaften zu machen, die alles daran setzen Ottilie-Normal-LGBT* das leben so schwer wie irgend möglich zu machen!
  • Direktlink »