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Kommentare zu:
Einwanderung: Israel stärkt Rechte von Homo-Paaren


#1 hot er gesogtAnonym
  • 13.08.2014, 13:41h
  • "Obwohl der Zentralrat der Juden in Deutschland ebenfalls einen wachsenden Antisemitismus beklagt, ist bei der Jewish Agency [in Israel] davon nichts zu spüren. Die Zahl der jüdischen Einwanderer [nach Israel] aus der Bundesrepublik bewegt sich konstant im niedrigen zweistelligen Bereich - pro Jahr."
    (Spiegel)

    Der englische Kolumnist Dominic Lawson hat in einer Kolumne in der Londoner Zeitung Sunday Times vor acht Monaten darauf hingewiesen, dass in den letzten Jahren aus Israel knapp 20.000 Juden allein nach Berlin gekommen seien. Dieser Trend lasse nicht nach.
    (Sunday Times)

    "Graumann zieht Vergleich zur Nazi-Zeit
    Für Juden sei es die schlimmste Zeit seit 1945"
    (ZEIT, 08.08.2014)
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#2 Oliver43Anonym
  • 13.08.2014, 13:44h
  • Eine weitere sehr erfreuliche Meldung aus Israel, das finde ich gut.

    Israel ist sowieso im gesamten ansonsten islamisch dominierten Nahen Osten der einzige Staat, wo homosexuelle Paare überhaupt rechtlich anerkannt werden und wo es eine gut ausgebaute LGBT-Szene in Tel-Aviv gibt.

    In anderen islamisch dominierten Staaten in der Region hingegen landen homosexuelle Menschen im Gefängnis und dort sind homosexuelle Handlungen mit langjährigen Hatfstrafen belegt (Ägypten, Saudi-Arabien, Syrien, Katar, Vereinigte Arabische Emirate).

    Daher unterstütze ich das Exisenzrecht Israels zu 100 Prozent und lehne gerade als Deutscher mit unserer Staatsräson und unserer Geschichte, die dem jüdischen Volk viel Leid zugemutet hat, JEDE Form von Kritik an Israels Regierungen ab.

    Lang lebe Israel !!!
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#3 geschäftsmodellAnonym
#4 garantenAnonym
#5 ollinaieProfil
#6 ollinaieProfil
  • 13.08.2014, 15:00hSeligenstadt
  • Antwort auf #2 von Oliver43
  • "Daher unterstütze ich das Exisenzrecht Israels zu 100 Prozent..."

    Ach, und wenn gleichgeschlechtliche Partnerschaften in Israel nicht akzeptiert würden hätte der Staat Israel kein Existenzrecht?! Dümmer kann mensch es nicht formulieren!

    " ... und lehne gerade als Deutscher mit unserer Staatsräson und unserer Geschichte, die dem jüdischen Volk viel Leid zugemutet hat, JEDE Form von Kritik an Israels Regierungen ab."

    Erbsünde war und ist schon immer Scheiße, nicht nur in diesem Zusammenhang:

    Ob ich jemanden kritisieren darf oder gar muss hängt von dessen Verhalten ab, nicht davon was mein Opa getan oder eventuell nicht getan hat!

    ---
    Unabhänig vom vorgenannten:
    Ich halte den Umgang der israelitischen Regierung mit den Palästinensern für kritikwürdig, wie auch den umgekehrten Raketenbeschuß und Selbstmordattentate. Wenn aber jede Seite ihr Handeln mit den Greultaten der anderen rechtfertigt wird es nie Frieden geben, den ja angeblich alle wollen!
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#7 annahmeAnonym
#9 GeorgGAnonym
#10 goddamn liberalAnonym
#11 Oliver43Anonym
  • 13.08.2014, 15:45h
  • Es ist erfreulich, wie liberal die israelitische Bevölkerung in ihrer Mehrheit im Umgang mit homosexuellen Paaren ist und das dort in Israel in Tel-Aviv es eine sehr gute LGBT-Szene gibt. Selbst europäische homosexuelle Touristen fahren mit Kreuzfahrtschiffen gerne nach Tel-Aviv und als europäischer schwuler Tourist wird man dort vor Ort in Tel Aviv sehr freundlich aufgenommen.

    Das läßt sich von Syrien derzeit oder von Ägypten in dieser Form nicht behaupten.

    Allenfalls in begrenztem Umfang ist für das gemischt religiöse Libanon festzustellen, das dort noch Freiheit als schwuler Mann gelebt werden kann; wobei das Leben in Beirut ist nicht ganz ungefährlich.

    Wer aber offen schwul mit Freund in Ägypten oder in Syrien oder in Katar oder in Saudi-Arabien sich zeigt, der hat dort nicht viel Zeit beim Weglaufen, wenn er nicht im Gefängnis landen will.

    -------

    Und wer hier in Deutschland meint, dass er Israels Regierung kritisieren muß, der sollte erstmal kapieren, das Israel der einzige Staat dort vor Ort ist, wo ein homosexuelles Paar offen und frei leben kann.

    Und wer das nicht kapiert, der sollte als Deutscher an die Geschichte Deutschlands denken und das gerade wir in unserer Geschichte den Juden sehr viel Leid zugemutet haben.

    Daher nach meiner Meinung sollten die aktuell in Deutschland demonstrierenden ausländischen Mitbürger ausgewiesen werden, weil Kritik an Israels Regierung hier in Deutschland nicht willkommen ist und auch nicht gutgeheißen wird.

    Kritik an den Regierungen Israels ist hier in Deutschland nach meiner Meinung aus historischen Gründen nicht angebracht. Das sollten wir besser anderen Staaten überlassen und uns dort massiv zurückhalten.
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#12 DenkerKAProfil
  • 13.08.2014, 16:16hKarlsruhe
  • "Es wird leichter für gleichgeschlechtliche Paare, in den jüdischen Staat einzuwandern"

    Bitte nennt Israel nicht einen "jüdischen Staat", das ist eine journalistische Unsitte. Diese Religion mag dort zwar eine wichtige Rolle spielen, die Bezeichnung überspielt aber, dass nur 75 % der Israelis Juden sind, aber 17 % der Israelis Muslime, und 2 % Christen.

    Wie absurd diese Bezeichnung ist, sieht man, wenn man sie z. B. auf Irland anwendet. Niemand würde auf die Idee kommen, Irland als "katholischen Staat" zu bezeichnen, obwohl dort rund 87 % römisch-katholisch sind.
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#13 gavros
  • 13.08.2014, 16:17h
  • s|ra|e|li|tisch [auch: 'l] :

    die Israeliten betreffend, jüdisch:
    die israelitische Kultusgemeinde;
    der israelitische Friedhof;
    Vor rund 3000 Jahren kamen die israelitischen Stämme in einer der großen semitischen Wanderungsbewegungen nach Palästina, wo bereits die Kanaanäer siedelten (Spiegel 50, 1999, 226/28);
    Im Gemeindegebiet lebt seit 1943 kein Einwohner israelitischen Glaubens mehr (Saarbr. Zeitung 28. 12. 79, 24/26).
    © DUDEN - Das große Wörterbuch der deutschen Sprache,|4. Aufl. Mannheim 2012 [CD-ROM]

    is|ra|e|lisch :

    Israel, die Israelis betreffend; von den Israelis stammend, zu ihnen gehörend:
    die israelische Armee, Regierung;
    die israelisch besetzten Gebiete;
    Der israelische Geheimdienst Mossad fasste Eichmann 1960 in Argentinien und brachte ihn nach Israel (Standard 8. 6. 2006, 2).
    © DUDEN - Das große Wörterbuch der deutschen Sprache,|4. Aufl. Mannheim 2012 [CD-ROM]
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#14 Solidarity NowAnonym
  • 13.08.2014, 17:05h
  • Antwort auf #3 von geschäftsmodell
  • Der eigentliche Zweck des aktuellen Angriffs liegt darin, eine einheitliche Vertretung der PalästinenserInnen zu verhindern, um so einen weiteren Vorwand gegen Friedensverhandlungen zu haben, die ohnedies nicht gewollt sind.

    Gleichzeitig wird seit Jahren der Bau illegaler Siedlungen weiter vorangetrieben. In Gaza soll auf dem verbliebenen Gebiet der PalästinenserInnen ein "Sicherheitskorridor" von drei Kilometern errichtet werden was rund 40% des Gaza-Streifens wären. Die nationalistische Rechte in Israel verlangt überhaupt die Vertreibung aller PalästinenserInnen und ein wachsender Teil der israelischen Bevölkerung vertritt, noch mit vorgehaltener Hand, eine Politik der physischen Eliminierung der PalästinenserInnen, was äußerst beunruhigend ist und in Zukunft in ein Programm des Völkermords münden könnte.
    Der Widerstand gegen diese Barbarei ist nicht nur berechtigt er ist die einzige Möglichkeit, wie sich ein unterdrücktes Volk Gehör
    verschaffen kann.

    Die einzig richtige Antwort darauf ist Solidarität mit denen, die sich gegen die Unterdrückung durch einen rassistischen, zionistischen Staat, die Besatzung der Westbank und die mörderische Blockade Gazas zur Wehr
    setzen.

    Die deutsche Bundesregierung und die bürgerlichen Medien hingegen unterstützen die Aggression gegen Gaza, die schon 1.900 Menschen das Leben gekostet hat. Allenfalls wird "Mäßigung" beim Morden verlangt. In Gaza spitzt sich die humanitäre Katastrophe dramatisch zu, die schon in den letzten Jahren durch die Blockade entstanden war.
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#15 modell iiAnonym
#16 Martin28a
#17 goddamn liberalAnonym
  • 13.08.2014, 17:26h
  • Antwort auf #14 von Solidarity Now
  • "Die deutsche Bundesregierung und die bürgerlichen Medien hingegen unterstützen die Aggression gegen Gaza"

    Na ja.

    Zeit meines Lebens kann ich mich an zwei Dinge erinnern:

    1. Eine übermäßige Beachtung des Nahost-Konflikts im sog. 'Heiligen Land'. Auch im Vergleich zu anderen Konflikten und Repressionen in der arabischen Welt (Algerien, Libyen, Syrien, Sudan, Saudi-Arabien etc. etc.), mit z. T. bei weitem mehr Todesopfern.

    2.Eine einseitige Israel-Kritik bürgerlicher Medien (auch die SZ ist ja z. B. bürgerlich), mit Ausnahme der Springer-Presse (die ist andersrum einseitig). Die SZ steht eben in der Tradition des deutschen Bürgertums.

    Sehen auch andere so:

    www.zeit.de/politik/deutschland/2014-08/israel-medien-kritik

    Nebenbei:

    www.pewglobal.org/2013/06/04/the-global-divide-on-homosexual
    ity/


    93% der Bewohner der Palästinensergebiete sind der Meinung, dass unsereiner NICHT akzeptiert werden sollte.

    Solidarität ist keine Einbahnstraße.
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#18 FoXXXynessEhemaliges Profil
#19 myysteryAnonym
  • 13.08.2014, 17:57h
  • Antwort auf #2 von Oliver43
  • "Daher unterstütze ich das Exisenzrecht Israels zu 100 Prozent und lehne gerade als Deutscher mit unserer Staatsräson und unserer Geschichte, die dem jüdischen Volk viel Leid zugemutet hat, JEDE Form von Kritik an Israels Regierungen ab."

    Sorry, aber das ist Mist.

    Der erste Teil des Satzes ist so herrlich surreal, weil er so selbstverständlich ist. Der zweite Teil des Satzes ist dagegen einfach nur grober Unfug: Wenn es etwas aus dem Hitler-Regime zu lernen gibt, dass es ist doch gewiss nicht (!) Nibelungentreue!

    Einer Ideologie oder Marschroute blind und kritiklos zu folgen, ist gerade das Gegenteil eines geschichtlichen Lernprozesses!

    Aber bei dir gebe ich es auf.
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#20 myysteryAnonym
#21 GeorgGAnonym
  • 13.08.2014, 18:22h
  • Keinen Cent bekommen die Araber im Gazastreifen von ihren "Brüdern" am Persischen Golf, obwohl diese mal eben einige Milliarden Dollars locker machen könnten. Die könnten das sozusagen aus der Portokasse zahlen. Aber die Gaza-Bevölkerung wird künstlich im Elend gehalten, um in der übrigen Welt Mitleid zu erregen. Und die Amerikaner und Europäer sind so dumm, dass sie den Arabern in Palästina immer wieder größere Geldsummen "für humanitäre Zwecke" überweisen, von denen aber die Zivilbevölkerung kaum etwas bekommt, denn die Hamas kauft davon wieder neue Waffen und Raketen gegen Israel....
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#22 Martin28a
  • 13.08.2014, 18:44h
  • Antwort auf #19 von myystery

  • Wir Deutsche haben eine besondere Verantwortung und das ist alles andere als Mist, denn wir dürfen nicht vergessen das wir es auch waren die israel geschaffen haben, weil Juden in Europa nicht mehr leben konnten.

    Israel ist das einzige demokratische Land dort und jedliche Kritik und Richtung Existenzrecht finde ich naiv.
    Deutschland sollte zumindest neutral sein und sich zu keiner Kritik hinreißen lassen, zumal es an Israel wenig zu kritisieren gibt
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#23 TheDadProfil
  • 13.08.2014, 18:57hHannover
  • Antwort auf #2 von Oliver43
  • ""In anderen islamisch dominierten Staaten in der Region hingegen landen homosexuelle Menschen im Gefängnis und dort sind homosexuelle Handlungen mit langjährigen Hatfstrafen belegt (Ägypten, Saudi-Arabien, Syrien, Katar, Vereinigte Arabische Emirate).""..

    Nicht ganz falsch, aber deshalb noch lange nicht richtig..

    Was ist bei Dir "langjährig" ?
    Libanon : 1Jahr
    Syrien : 3 Jahre
    Ägypten : 3 Jahre
    Saudi Arabien : Todesstrafe !

    So ganz nebenbei hast Du Jordanien als direkten Nachbarn "vergessen", dort ist es ebenfalls "legal" Schwul oder Lesbisch zu sein, wohingegen man, respektive Frau im benachbarten Bahrain zwar lesbisch sein darf, als Schwuler für 10 Jahre hinter Gitter wandert..

    Und was ist in diesem Zusammenhang die "Region" ?
    Endet die an den Aussengrenzen der direkten Nachbarstaaten ?

    Dann sind 2 von 4 Nachbarstaaten und der Gaza-Streifen dazu, nicht Anti-LGBTTIQ eingstellt..
    Keine schlechte Quote..
    In der "weiteren" Umgebung finden sich natürlich auch noch andere Staaten, allen voran Irak und Iran..
    Aber auch die Türkei, wo Homosexualität "erlaubt" ist, oder auch Aserbaidschan und Armenien, Georgien, die von Israel genauso weit entfernt liegen wie der Iran..

    Alles in allem ist Deine Aufzählung mal wieder nichts weiter als eine Liste der bösen Araber-Staaten, impliziert ein Islam-Bashing, und ist damit rassistisch..

    Rassimus mit Gegen-Rassismus zu begegnen ist keine gute Idee, das ist Dir schon so oft erklät worden..

    Es ist ja schön wenn Du dich dazu hinreissen läßt Dich einer "Staatsräson" zu unterwerfen, und ein Existenzrecht zu fordern, und das zu 100 Prozent..

    Wahrscheinlich könnte man Dich gar zu einem Kreuzzug überreden, um wie einst vor Tausend Jahren, Jerusalem von den Ungläubigen zu befreien, von den Arabern zurückzuerobern..

    Die Verteidigung dieses 100-%-igen Existenzrechtes bist Du sicher bereit mit dem Schwert zu leisten..

    Doch wie sang schon einst der Südafrikaner Roger Whittacker :
    Abschied ist ein schweres Schaf..

    Was wenn sich die Israelis eines Tages zusammen mit den Jordaniern und den Libanesen einigen, und ihre Staaten zu einer UNION vereinigen, den Gaza-Streifen auflösen, und einen Bundesstaat gründen, in denen Jordanier aus dem West-Jordanland, Israelis und Palästinenser aus Gaza, Ägypten und Libanon gleichberechtigt in einem Staat leben wollen ?

    Marschieren wir dann in der Umsetzung dieser von Dir so beworbenen Staatsräson mit der Nato in die Region ein, um das 100-%-ige Existenzrecht Israels zu verteidigen ?

    Mit der gleichen "Staatsräson" könnten wir antreten um Moldavien, Bosnien-Herzegowina, Serbien und die Slowakei wieder zu Jugoslawien zu "reformieren"..

    ""und lehne gerade als Deutscher mit unserer Staatsräson und unserer Geschichte, die dem jüdischen Volk viel Leid zugemutet hat, JEDE Form von Kritik an Israels Regierungen ab.""..

    ""homosexueller Christ" hast Du vergessen..

    Und genau das ist es, was an Deiner Aussage so störend ist, denn Christen sollten sich aus der Region tunlichst heraushalten, weil sie es waren und sind, die an der Beibehaltung dieses Konfliktes zwischen arabischen Völkern von Alters her ein nicht wegzudiskutierendes Interesse haben..

    Es wird keine Lösung dieses Konfliktes geben, die eine 100-%-ige Existenzgrundlage nur für den Staat Israel beinhalten kann, während das Existenzrecht Palästinas dabei vollständig negiert, oder gar abgelehnt wird..

    Das haben Israel-Kritische Israelis längst begriffen und kritisieren die POLITIK Israels in allen Punkten, die kritik-würdig sind !

    Es ist an Dir und an Leuten wie Dir, endlich zu begreifen, das Kritik an Israels Politik ebenso notwendig ist, wie die Kritik an der Politik der arabischen Nachbarstaaten, und an der Politik von Palästinensern..

    Kritik an Israel ist KEIN Anti-Semitismus..
    Außer man betrachtet sie mit den Augen eines Anti-Semiten wie Dir, der nicht begreifen will, das alle dort lebenden Araber inklusive der jüdischen Menschen Semiten sind !
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#24 seb1983
  • 13.08.2014, 19:29h
  • Antwort auf #14 von Solidarity Now
  • Der einzige der diesen Krieg braucht und will ist die Hamas.

    Kein Krieg -> keine Hamas -> keine Macht -> kein Geld.

    Der Kapitalabfluss ist gering, die Raketen sind billig zusammengeschustert, die Bevölkerung in Gaza grade so versorgt, wer Strom, Essen oder Arbeit will zahlt an die Hamas.

    Wie hoch ist wohl die Rendite?
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#25 TheDadProfil
  • 13.08.2014, 19:30hHannover
  • Antwort auf #11 von Oliver43
  • ""Es ist erfreulich,""..
    ""wie liberal die israelitische Bevölkerung in ihrer Mehrheit im Umgang mit homosexuellen Paaren ist""..

    Juckt die Kimme schon ?

    Klingt wie ein Kleinkind vor der Auslage eines Spielzeuggeschäftes..

    ""und das dort in Israel in Tel-Aviv es eine sehr gute LGBT-Szene gibt.""..

    Btw..
    Wer genau schafft eigentlich diese "LGBT-Szene", die in ihren Auswirkungen nichts weiter ist als eine Sub-Kultur, und doch gleichzeitig daherkommt als unverzichtbare Infrastruktur einer Bevölkerungsgruppe ?
    Wer schafft sie ?
    Wer erhält sie ?
    Wer baut sie aus ?

    ""Selbst europäische homosexuelle Touristen fahren mit Kreuzfahrtschiffen gerne nach Tel-Aviv ""..

    Ja, das macht jetzt richtig Spaß, näää ?
    Shoppen, Feiern, Saufen und Tanzen in Konfliktgebieten..
    Kriegsgebiets-Schaulustige..

    Und der Begriff "Kreuzfahrt" geht dabei so wirklich leicht von den Lippen, besonders im Bereich Israel, Tel Aviv und vor allem Jerusalem..

    ""das Israel der einzige Staat dort vor Ort ist, wo ein homosexuelles Paar offen und frei leben kann.""..

    Noch einmal die Frage :
    Was ist mit Jordanien ?

    Nun aber flugs zum Kasus Knacktus :

    ""Und wer das nicht kapiert, der sollte als Deutscher an die Geschichte Deutschlands denken und das gerade wir in unserer Geschichte den Juden sehr viel Leid zugemutet haben.""..

    ""Daher nach meiner Meinung sollten die aktuell in Deutschland demonstrierenden ausländischen Mitbürger ausgewiesen werden, weil Kritik an Israels Regierung hier in Deutschland nicht willkommen ist und auch nicht gutgeheißen wird.""..

    ""zugemutet"" ?

    Das klingt wie die Holocaust-Leugnung dieses Pfaffen, der dafür von einem Papst exkomminiziert, und von einem anderem Heim geholt wurde..

    Was ist das anderes. als purer Rassismus ?

    Weil die Deutschen sich gegen jüdische Mitbürger in Europa vergangen haben, sie millionenfach deportiert und ermordet haben, sollen "wir Deutsche" Heute die Meinungsfreiheit in Form von geäußerter Kritik an der Israelischen Politik unterbinden, und "ausländische Mitbürger" ausweisen ?

    WAS GEHT DA IN DEINEM KOPF VOR ?

    Wir sollen unsere Verfassung brechen ?

    Um genau WAS zu erreichen ?

    Das Kritik an einer demokratisch gewählten Regierung in Israel, und genau dazu dient die Meinungsfreiheit in unserer Verfassung, nämlich Kritik an der Politik einer demokratisch gewählten Regierung zu üben, unterdrückt wird ?

    Ganz davon einmal abgesehen das die Verfassung es wegen der Drittwirkung VERBIETET, einen Menschen wegen der Ausübung seiner demokratischen Grundrechte aus dieser Verfassung, auszuweisen, einzusperren, oder sonstwie zu DRANGSALIEREN, forderst Du hier faktisch die ABSCHAFFUNG der Meinungsfreiheit !

    Gut..
    Dann fang ich mal bei Dir damit an :

    Halt die Klappe, Du Rassist !
  • Antworten » | Direktlink » | zu #11 springen »
#26 TheDadProfil
  • 13.08.2014, 19:42hHannover
  • Antwort auf #22 von Martin28a
  • ""das wir es auch waren die israel geschaffen haben, weil Juden in Europa nicht mehr leben konnten.""..

    Ebenso blödsinnig wie geschichtsvergessen..
    Aber irgendwie war mir klar das von Dir so was kommt..

    Israel wurde von den Israelis "geschaffen", nachdem sie Gebiete zur Siedlung "erhalten" hatten, die zuvor unter britischem Protektorat standen..

    Was das damit zu tun haben soll, das
    "Juden in Europa nicht mehr leben konnten"
    ist eine völlig andere, und sehr viel ältere Geschichte :

    de.wikipedia.org/wiki/Zionismus#Geschichte_bis_1945
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#28 NickAnonym
#30 jhgkAnonym
  • 13.08.2014, 23:00h
  • Ich als HOMOSEXUELLER kann die LINKE nur ablehnen. Rot-Rot-Grün ist für mich gestorben ! Die LINKE verschlägt sich mit Nazis auf offenen Straßen , aber bei Papa Putin sitzt man dann mit der rechtsradikalen Jobbik,FrontNational,FPÖ &Co an einem Tisch beim Kaffee trinken und vergnügt sich köstlich. Noch nicht mal getrennte Meetings mit Putin hält man für notwendig . Nein.Man trifft sich gleich mit den ganzen Rechtsparteien an einem gemeinsamen Tisch bei Putin zum Kuchen fressen. Reiner Populismus was die LINKE , Syrizia, Französische Linke &Co treiben. Putins Rechte&Linke Freunde hat mir die Augen geöffnet , ein Einzefall ist das nicht , da gab es wohl noch mehr Vorfälle. DIE LINKE , nie wieder !
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#31 jhgkAnonym
#32 Am Israel ChaiAnonym
  • 14.08.2014, 03:38h
  • Antwort auf #26 von TheDad
  • Jein, ganz unbeteiligt ist der zweite Weltkrieg an den anschließenden Geschehnissen nicht.

    Natürlich hat es für Juden durch den 2.WK ein noch größeres Bestreben nach einem eigenen Staat gegeben als zuvor.
    Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der Shoa, wuchs auch die internationale Unterstützung für die Staatsgründung von Israel.

    In den letzten Kriegsmonaten befreiten die Alliierten einige der nationalsozialistischen Vernichtungslager, doch kein europäischer Staat außer Frankreich und Schweden erklärte sich nach Kriegsende am 8. Mai 1945 bereit, die Überlebenden aufzunehmen.

    Es erfolgte aus diversen Gründen 1948 kraft des natürlichen und historischen Rechts des jüdischen Volkes und aufgrund des Beschlusses der UNO-Vollversammlung die Errichtung des Staates Israel. Elf Minuten später erkannten die Vereinigten Staaten von Amerika durch US-Präsident Harry S. Truman den neuen Staat an, die Sowjetunion folgte am 16. Mai.

    Die Juden hatten mit Israel ein Land in dem man als Jude jederzeit in der durch Antisemitismus geprägten Geschichte willkommen war.

    Ein bekannter Satz, der noch heute in Israel aktiv ist, lautet:
    "Am Ysrael chai!" - "das Volk Israel lebt!"

    "It is heard in a BBC recording from April 20, 1945 of Jewish survivors of the Bergen-Belsen concentration camp five days after their liberation. This was the first Sabbath ceremony openly conducted on German soil since the beginning of the war, with people still dying around them, singing what would become the Israeli national anthem, Hatikvah. At the end of Hatikvah, British Army Chaplain Leslie Hardman shouts out, "Am Yisrael Chai, The children of Israel still liveth!"

    en.wikipedia.org/wiki/Chai_(symbol)

    Es ist also schon vieles geschichtlich verwoben, auch mit der Situation nach dem 2.WK.
    Das soll nicht als Entschuldigung für die ausufernde Siedlungspolitik gemeint sein, der ich in vielen Punkten kritisch geegnüber stehe.
    Aber das Existenzrecht des israelsichen Staates darf nicht in Zweifel gestellt werden... das tun aber sehr viele derer die sich Antizionisten nennen. Und sich dagegen zu wehren ist legitim!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #26 springen »
#33 StalinAnonym
#34 GoldaAnonym
  • 14.08.2014, 07:29h
  • Antwort auf #32 von Am Israel Chai
  • "Nachdem 1947 die UNO mehrheitlich für die Errichtung eines jüdischen Staates gestimmt hatte, und Israel 1948 entstanden war, kam die UDSSR den Amerikanern zuvor mit einer formellen Anerkennung dieses neuen Staates. [...] Stalin war für viele sozialistisch oder kommunistisch denkende Staatsgründer ein Held. An den Schalthebeln der Macht saßen viele Kibbuzniks. In ihren Kollektivsiedlungen, so heißt es, seien die wahren Ideale des Kommunismus verwirklicht worden. So lag in den Kibbuzim jeden Morgen die Prawda ("Wahrheit") im Postfach, auch wenn nicht jeder russisch verstand. Der Staat Israel sollte ein Vorposten des Kommunismus im Nahen Osten werden, und so war es selbstverständlich, dass der jüdische Staat die russischen Kirchen an Moskau übergaben. Bis dahin unterstanden sie nämlich den zarentreuen "Weißrussen", die nach der kommunistischen Revolution ihr Hauptquartier in New York bezogen hatten. [...] Als Israel gerade entstanden und sofort von den arabischen Staaten überfallen worden wurde, herrschte große Not an Waffen. Weder Amerikaner noch Briten halfen den Juden, sich zu verteidigen. Die von Israel eingesetzten Messerschmidts und Karabiner wurden von der UDSSR heimlich über die Tschechoslowakei geliefert. Mit dem Tod Stalins und wegen dem "Kalten Krieg" endete der israelische Flirt mit Moskau."(haGalil)

    i.dailymail.co.uk/i/pix/2010/01/29/article-1247157-0814A2FB0
    00005DC-938_468x341.jpg


    focusonsocialism.ca/upload/image/RedArmyDoctorLiberationAusc
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    pix.photone.me/file/5264_w600.jpg

    "Who knows if we could have survived the early dark days of the war without the military equipment we bought in Czechoslovakia and transported through Yugoslavia and other Balkan countriesWe cannot erase the past just because it does not look like the present. A fact remains a fact. No matter how sharply the Soviet Union turned against us subsequently, Soviet recognition of Israel on May 18 had enormous significance. It meant the 2 leading world powers after the war had agreed to support a Jewish nation.

    "The recognition of Israel by the USSR, followed by that of America, has different sources. Today, I have no doubt that, for the Soviets, recognition was part of a strategy to drive Britain from the Middle East. But in 1947, during the debates in the UN, it seemed to me the Soviet Bloc supported us because Russians themselves had paid such a high price during the war and, empathizing with Jews who suffered so much under the Nazis, understood that they deserved their own government". [My Life, By Golda Meir, page 239]
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#35 goddamn liberalAnonym
#36 long dureeAnonym
#37 goddamn liberalAnonym
  • 14.08.2014, 09:00h
  • Antwort auf #36 von long duree
  • "Man kann hier reihenweise Nationale Befreiungsorganisationen aufzählen"

    Kann man.

    Ist der jetzt auch Chef einer nationalen Befreiungsorganiation?

    de.wikipedia.org/wiki/Jozef_Tiso

    Antisemitisch wie der Mufti war er auch. Und so fromm wie die Hamas!

    Und mit den bösen Briten hatte er weniger zu tun als die Araber um Lawrence von Arabien (auch das war schon eine falsche Wahl wie die der Hamas).

    ABER: Wer von Nationalbolschewismus und Querfront nichts hält, für den ist das alles heute keine Perspektive.

    Zur heutigen Faktenlage gehört eben auch, dass Eure unterdrückten Volksmassen der GRÜNEN und NICHT der roten Fahne hinterherlaufen.

    Kuby auf islamisch halt.

    Für diees einfachen Fakten nehme ich gerne rote Pünktchen auf mich, Herr Politkommissar.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #36 springen »
#38 pupilAnonym
#39 Joe175Anonym
  • 14.08.2014, 09:23h
  • Schön, wie auch hier, unter einer unverfänglichen Meldung, der Mob tobt.

    Mal was zur begrifflichen Klarstellung. Israel (das Land) ist höchstens von einem antinationalen Standpunkt zu kritisieren. Der überwiegende Teil derer, die einen solchen Standpunkt einnehmen, anerkennen allerdings die Notwendigkeit des Fortbestehens des Staates auf unbestimmte als Schutzzone von Jüdinnen und Juden weltweit. Oder ist den werten IsraelkritikerInnen schon einmal anderweitig die "legitime" Deutschlandkritik, Niederlandekritik oder Frankreichkritik aufgefallen?

    Die Israelische Regierung, die Knesset oder die IDF als pars pro toto zu sehen und dann daraus "Israel" zu machen, ist sicherlich auch nicht sonderlich zielführend. Handeln staatlicher Institutionen ist immer kritisch zu begleiten und zu hinterfragen. Das wird im Falle Israels mit einer Ausgiebigkeit getan, die schon manisch ist. Liberale und progressive Gesetzgebung, wie eben im Artikel beschrieben, wird von diesen KritikerInnen nicht als solche angesehen, sondern als ein Feigenblatt, eine Verschwörung. Wie überhaupt häufig Verschwörung gewittert wird in Bezug auf Israel, seiner BürgerInnen und deren RepräsentantInnen. Dieser Verschwörungsgedanke greift dabei tief in die antisemitische Mottenkiste.

    Das Handeln der IDF können wohl nur MilitärstrategInnen richtig beurteilen. Richtig ist, dass sie den Auftrag haben die israelische Bevölkerung zu schützen. Hier wird häufig von Unverhältnismäßigkeit gesprochen. Doch aber nach der wievielten Qassam-Rakete auf Sderot wird ein Eingreifen verhältnismäßig, nach wievielen Toten? Nicht richtig ist, dass die militärische Führung bewusst Frauen und Kinder töten lässt. Dies ist bei der Gemengelage in Gaza (Raketenbasen und -silos in oder an dichten Wohngebieten, Moscheen, Krankenhäusern und Schulen) leider schwer vermeidlich. Die IDF versucht die Menschen in den betroffenen Gebieten vor einem Einsatz mittels SMS und Flugblättern zu warnen. Sie bekommen die Möglichkeit sich in Sicherheit zu bringen - eine Möglichkeit übrigens, die viele Menschen gerade im Süden Israels nicht bekommen. Nach Zewa Adom (der Alarmstufe) bleiben allermeist nur noch 15 Sekunden sich in Sicherheit zu bringen. Hamas hingegen zählt auf hohe Opferzahlen im zivilen Bereich, da dies die Unterstützung für sie im In- und Ausland nur verstärkt und fordert die Menschen auf in den Häusern zu bleiben. Taten einzelner IDF-SoldatInnen, die nicht mit dem Recht in Einklang stehen, werden verfolgt und vor israelische Gerichte gebracht. Auf der anderen Seite werden völker- und menschenrechtswidrige Taten als Heldentum von der Hamas bejubelt... Ist das verhältnismäßig?

    In Israel ist es vorgeschrieben, einen Schutzbunker in alle Gebäude zu integrieren. In Gaza benutzt die Hamas Baumaterial, welches für Schutzbunker benutzt werden könnte, für den Bau von Angriffstunneln. Und nein, das sind keine zivilen Versorgungstunnel. Die Zivilbevölkerung hat zu keinem Zeitpunkt die Möglichkeit einen solchen Tunnel zu betreten. Die Versorgung wird über einen einzigen Grenzübergang durch hunderte israelischer LKW gewährleistet, die im Gegenzug häufig genug beschossen werden. Der ägyptische Grenzübergang wird von ägyptischer Seite geschlossen halten, weil ein Eindringen radikaler Islamisten befürchtet wird.

    Apropos Versorgung. Wir sollten uns mal ganz dringend fragen, wohin die Abermillionen jährlicher Fördergelder aus dem Westen in der PA hinwandern. Wenn es den Menschen doch so schlecht geht, wird das Geld wohl nicht für sie aufgewendet...

    Leider ist Rassismus ein Phänomen, welches in allen Gesellschaften grassiert, auch in Israel. Da gibt es nichts schönzureden. Doch, wie in den meisten westlichen Gesellschaften, gibt es in Israel auch eine breite Opposition gegen gesellschaftlichen wie institutionellen Rassismus. Das Justizsystem hat, wie jedes andere, sein Macken, aber funktioniert. Jetzt erklären sie mir mal, ob das in der PA, besonders Gaza, auch gegeben ist.

    Zuguterletzt. Die Lage der LGBTIQ im Nahen Osten. Die Lage in Israel ist sicher fern vom Paradies, aber wahnsinnig gut im Vergleich. Dass im Nachbarland Jordanien kein offizielles Verbot besteht, heißt nicht, dass ich mich als schwuler Mann dort offen bewegen kann. Nur dass etwas nicht verboten ist, heißt nicht automatisch, dass es erlaubt ist. Erste rechtliche Anerkennung der Community, etwa durch Antidiskriminierungsgesetze gibt es nicht. Von Gesetzen zur Gleichstellung ganz zu schweigen. Nein, im Gegenteil. Gesellschaftlich sind LGBTIQ komplett tabuisiert. Es besteht meines Wissens nach nicht einmal eine Bürgerrechtsbewegung. Wer sich mit türkischen LGBTIQ unterhält, weiß, dass die Lage in der Türkei auch alles andere als rosig ist. Nicht umsonst war die Community in Gezi ganz vorne mit dabei. Und das geht hauptsächlich in liberal eingestellten Teilen von Istanbul. Über die anderen Länder rundum brauchen wir nicht zu reden. BTW: wenn über Israel und "die Region" gesprochen wird, ist mit der Region der Nahe Osten gemeint. Allgemein wird als Naher Osten bezeichnet: die Levante (Libanon, Israel, PA, Syrien, Jordanien) und die komplette arabische Halbinsel. In einem weiteren Sinne wird noch Ägypten, die Türkei, Iran und Irak dazugerechnet. In diesem Regionalvergleich schneidet Israel in allen gesellschaftlichen Fragen doch recht gut ab, oder?
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#41 more is moreAnonym
#42 na jaAnonym
  • 14.08.2014, 09:43h
  • Antwort auf #37 von goddamn liberal
  • " Zur heutigen Faktenlage gehört eben auch, dass Eure unterdrückten Volksmassen der GRÜNEN und NICHT der roten Fahne hinterherlaufen."

    Oh, da wird es in den kommenden Jahrzehnten noch viel mehr Farben zu sehen geben. Und noch mehr blumige Bezeichnungen.

    "Eure unterdrückten Volksmassen "? "Eure"???
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#43 Joe175Anonym
  • 14.08.2014, 09:49h
  • Antwort auf #41 von more is more
  • Bashar al-Asad hat bislang 170.000 auf dem Gewissen. Wo ist dein Aufschrei? Vielleicht bist du ja auch nur traurig, dass "so wenige" Israelis das Leben verloren haben...

    Dank dem Iron Dome, dem Vorwarnsystem und bereits beschriebenen verpflichtenden Schutzbunkern sind es zum Glück nicht mehr.
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#45 goddamn liberalAnonym
  • 14.08.2014, 10:40h
  • Antwort auf #42 von na ja
  • Ich weiß leider nicht so genau, was in den kommenden Jahrzehnten passieren wird.

    Aber vielleicht weht irgendwann mal die Regenbogenfahne in Gaza wie sie heute Tel Aviv weht.

    Wer weiß.

    Bis dahin ist es ein langer Weg.

    Bis dahin gibt es zwei Arten von unterdrückten arabischen Volksmassen.

    Die, die Eure sind, und nur in Euren Köpfen existieren. Revolutionäres Potenzial.

    Die, die patriarchal-autoritär, homophob, extrem-religiös und heteronormativ SIND: Reaktionäre Realität.

    Wie soll man da Fiktion und Fakten zusammenkriegen?
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#46 zwar egal aberAnonym
  • 14.08.2014, 11:56h
  • Antwort auf #45 von goddamn liberal
  • Die "Eure"-Nummer ist notwendig, damit Ihre Gleichung aufgeht, die nicht aufgehen kann?

    Eine "Eure"-Phantasie zur Vermeidung von Unlust? Wer soll da mitphantasieren?

    Wer sind die, an die Sie sich wenden? Die Sie ominös als Ideologieträger beschreiben, die ein "Revolutionäres Potenzial" in ihren Köpfen unterstellt bekommen. Kann man die quantifizieren, qualifizieren?

    Auch nach Relevanz? Oder ist das mehr ein funktionaler Popanz? Eine Imagination zur Illustration des einkömmlichen Themenparks "Spinnerte Linke"? Beifallserheischend?

    Es waren übrigens Linke, die hier in Kommentaren den sog. "Arabischen Frühling" als Rebellion mit Gewaltopfern bezeichnet haben und nicht wie der Mainstream als "Friedliche Revolution".

    Soviel zu Fakten und Fiktion.
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#47 steinmeiereiAnonym
#49 TheDadProfil
  • 14.08.2014, 14:22hHannover
  • Antwort auf #32 von Am Israel Chai
  • ""Jein, ganz unbeteiligt ist der zweite Weltkrieg an den anschließenden Geschehnissen nicht.""..

    Habe ich das angezweifelt ?

    Nein..

    Aber auch der 2.Weltkrieg ab 1939 kann die 60 jährige Geschichte des Zionismus seit 1880 nicht wegdiskutieren..

    Wo wir schon gerade dabei sind :

    ""Die Juden hatten mit Israel ein Land in dem man als Jude jederzeit in der durch Antisemitismus geprägten Geschichte willkommen war.""

    War das so ?
    Waren und sind nicht große Teile der Nachbarn Anti-Jüdisch, und von Anfang an gegen einen Israelischen Staat ?

    Die Geschichte wäre anders verlaufen, hätten die Zionisten weiterhin nur Ländereien aufgekauft und dort gelebt..
    Kein Araber wäre gegen jüdische Siedler vorgegangen, so lange keiner IN IHREM eigenem Land plötzlich einen anderen Staat ausruft..

    Es wäre übrigens schön, nicht immer von Juden zu schreiben, und dies mit dem "VOLK ISRAEL" zu belegen, um darauf zu verweisen, Israel sei ein "Judenstaat"..

    Er ist es nicht, er war es nie..
    Er ist nur zufälligerweise der Staat, in dem die Bevölkerungsmehrheit jüdische Bürger sind..

    Nach wie vor leben mehr jüdische Menschen außerhalb, als in Israel..
    Und Heute von einem "Volk Israel" zu sprechen, halte ich für ebenso unangebracht in Bezug auf den Staat, wie es immer unmöglicher wird vom "Deutschem Volk" zu sprechen, weil sich die Ethnien zum Glück immer mehr vermischen..

    In Israel leben viele Araber, viele Menschen die nicht jüdischen Glaubens sind, Christen, Muslime und andere, die alle Israelis sind..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #32 springen »
#50 PietAnonym
  • 14.08.2014, 16:43h
  • Antwort auf #49 von TheDad

  • "Waren und sind nicht große Teile der Nachbarn Anti-Jüdisch, und von Anfang an gegen einen Israelischen Staat ?"

    Unter anderem deswegen ja die Gründung Israels, um ein Land zu schaffen dass auch Juden willkommen heißt, was man von den Nachbarstaaten nicht behaupten kann und die Alliierten haben sich mit der Aufnahme der Überlebenden ja auch schwer getan.
    So habe ich zumindest User "Am israeli Chai" verstanden?

    Also nicht obwohl die Nachbarn im arabischen Raum antijüdisch waren/ sind wurde Israel gegründet ( dessen Region historisch ja schon lange auch jüdisch war), sondern ( auch) deshalb um Schutz der schon dort lebenden Juden und der jüdischen Einwanderer zu schaffen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #49 springen »
#51 goddamn liberalAnonym
  • 14.08.2014, 18:47h
  • Antwort auf #46 von zwar egal aber
  • Wer hier Gleichungen aufstellt, die nicht aufgehen können, ist doch klar.

    Allianzen mit der Hamas gehen nicht nur für uns nicht auf.

    Sie enden tödlich.

    "Es waren übrigens Linke, die hier in Kommentaren den sog. "Arabischen Frühling" als Rebellion mit Gewaltopfern bezeichnet haben und nicht wie der Mainstream als "Friedliche Revolution"."

    Manche Linke haben den arabischen Frühling nicht nur durchschaut.

    Sie haben ihn sogar begonnen und wurden dann überrollt.

    War schon im Iran 1979 so.

    Übrigens:

    Israel ist auch eine linke Gründung.
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#52 linkAnonym
#53 goddamn liberalAnonym
#56 TheDadProfil
  • 15.08.2014, 01:22hHannover
  • Antwort auf #50 von Piet
  • ""wurde Israel gegründet ( dessen Region historisch ja schon lange auch jüdisch war),""..

    Geschichtsklitterung..

    Legendenbildung..
    Durch die Tatsache der jahrhundertelangen Diaspora gab es gar keine "Region, die historisch jüdisch" war..

    Diese Region, die überwiegend aus Wüste mit Sand und Steinen besteht, lebten überwiegend nomadisierenden Tuaragvölker, die meist aus weniger als 100 Menschen bestanden, und deren Einzugs-und Wanderungsgebiete größer waren als das Bundesland Hessen..

    Mehr gab die karge Landschaft gar nicht her..
    Und da war nichts "jüdisches" was nicht auch gleichzeitig ebenso ägyptisch und vor allem arabisch war..
    Semiten sind sie alle, und das macht sie auch alle zu "Kämpfern" im Sinne des Wortes Semit..
    Sie kämpften ums Überleben..
    Am Ende sind alle Semiten nichts weiter als nur Araber..
    Denn wer in Arabien lebt, ist Araber, auch als jüdischer Araber..
    Das zieht sich übrigens rauf in den Norden, bis in den Bess-arabischen Raum im Norden der Türkei und nördlich von Armenien in den südlichen Balkan..
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#57 goddamn liberalAnonym
  • 15.08.2014, 08:21h
  • Zwischendurch mal wieder umgekehrte Rot/Grün-Verteilung.

    Hmm.

    Ist da wer in den Urlaub gefahren?
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#58 yelimSEhemaliges Profil
  • 15.08.2014, 10:53h
  • Antwort auf #56 von TheDad
  • (sofern es sich darauf verkürzen läßt)

    Die Begriffe Volk oder Nation, Ethnie oder ähnliches stellen eine Selbst- und/oder Fremdidentifikation einer Menschengruppe dar. Dabei spielen "naturgegebene" Eigenschaften keinerlei Rolle. Ethnogenese, die Entstehung von "Völkern" fand und findet viel eher auf der Ebene gemeinsamer historischer, sozialer, wirtschaftlicher und politischer - militärischer - Interessen und Erfahrungen statt. Sie wird begleitet vom der Anstiftung zur Tradierung verbindender kultureller Elemente und der Erfindung und Propagation eines verbindenden Herkunftsmythos. Es ist dann das Machtinteresse der herrschenden Schicht diese Tradition und die Mythologie zum orthodoxen Dogma zu machen, aus politischen Gründen.

    Max Weber hat das als "den subjektiven Glauben an eine gemeinsame Abstammungsgemeinschaft" formuliert. Auch: der Glaube an eine gemeinsame zukünftige historische Bestimmung.

    Die rezente Begründung von "Ethnizität" basiert auf einer politischen Interpretation, einer Umdefinition biologicher Erkenntnisse und Konzepte (Darwin, Mendel, Mayr, Definition des biologischen Artbegriffs als "Fortpflanzungsgemeinschaft") zu einer wissenschaftlich unhaltbaren biologistischen Begründung politischen Handelns. Auf dem Nationenbegriff der französischen Revolution, der ursprünglich einmal zur Mobilisierung politischer Selbstidentifikation und Beeinflussung erfunden wurde, und der sehr schnell zur Argumentationhilfe für das Ausheben von Massenheeren verkam. Was sich Führer für ihr Volks so ausdenken.

    Es gibt keine "Semiten". Es gibt jede Menge Sprecher semitischer Sprachen und Dialekte. Deutsch, Englisch, Norwegisch sind Sprachen die sich aus dem Protogermanischen entwickelten. Heute werden diese Sprachen, speziell Englisch, von Menschen überall auf der Welt gesprochen von denen auch niemand behaupten würde daß sie alle "ethnische Germanen" sind.

    Tuareg? In der Levante? Quellen?
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#59 TheDadProfil
  • 15.08.2014, 12:16hHannover
  • Antwort auf #58 von yelimS
  • Der Begriff Tuareg ist ein Synonym für Wandervölker..
    In diesem Zusammenhang wahrscheinlich unklug gewählt..

    Aber auszuschließen ist es nicht..
    Reden wir hier über "ur-sprünge" ?
    Dann könnten auch "germanische" Ur-Völker Ansprüche auf das heutige Israel erheben, schließlich finden sich diverse Spuren von vor 250.000 Jahren durch-wandernden Neandertalern auf dem Weg von Düsseldorf nach Haifa, um dort auszusterben..

    ""Vor mindestens 250.000 Jahren erschienen Neandertaler (ihnen zugewiesene Steinbearbeitungstechniken ließen sich belegen) in der Region und weitere kamen möglicherweise in kalten Zeiten aus Europa, die hier gleichzeitig mit dem archaischen Homo sapiens lebten""..

    de.wikipedia.org/wiki/Urgeschichte_Pal%C3%A4stinas

    An und für sich ist Deine Ausführung zur "Ethnie" ja recht aufschlußreich, sie erklärt aber nicht einmal durch die Anwesenheit Max Weber´s, warum sich die Ethnien in allen Erklärungen heutzutage ausschließlich religiösen Zusammenhalten unterordnen sollten ?

    Ginge man nach den Nürnberger Gesetzen, und diese sind es, die hier weiterhin unbeirrt dazu herangezogen werden um zu erklären wer Jude ist, und wer nicht, wäre ich als in Deutschland geborenes Menschlein, früh-katholisiert da am 3.Tage getauft, später konvertiert, am Ende glücklicher Atheist, auch einer, denn die jüdische Blutlinie durch die Mütter läßt sich nicht negieren..
    Die religiöse hingegen schon, denn meine Ur-Oma, aus Schweden eingewandert, konvertierte zum Katholizismus (der von sich behauptet die einzig wahre Religion zu sein, und somit quasi alles vorhergehende "abwäscht"), so das meine 1907 geborene Großmutter rein katholischen Blutes das Erbe über die Tochter an den Enkel gab, mit dem sie ausstirbt..

    Was mir persönlich besonders gegen den Strich geht ist aber, das hier Angehörige einer Minderheit antreten das 100-%-ige Existenzrecht einer Mehrheit im Staate glauben damit verteidigen zu können, indem sie das Existenzrecht der dortigen Minderheiten mindestens negierend in Kauf nehmen, wahrscheinlich sogar Waffen liefern würden, um sie auszurotten, und dabei weder in der Lage sind, den Blickwinkel der Minderheit einzunehmen, noch die Möglichkeit zu DENKEN, das ein Staat gar nicht aus einer einzelnen Ethnie bestehen kann !

    Und so verbreitet sich hier munter eine Form von Xenophobie gegen Palästinenser und andere Araber, gepaart mit Islamophobie (die sich so ganz nebenbei auch gegen Nicht-Muslime richtet sobald diese als Araber identifiziert werden), und komplettiert mit einem Nationalismus für einen Staat, dessen Entstehung die meisten in ihrer Tragweite gar nicht begreifen können..

    Das ist mir zu billig..
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#60 AfrikanerAnonym
  • 15.08.2014, 12:30h
  • Antwort auf #59 von TheDad
  • Beduinen

    en.wikipedia.org/wiki/Third-party_technique

    1854

    "Nichts gleicht aber dem Elend und den Leiden der Juden in Jerusalem, die den schmutzigsten Flecken der Stadt bewohnen, genannt Harêth-el-Yahud, im Viertel des Schmutzes zwischen Zion und Moria, wo ihre Synagogen liegen; sie sind unausgesetzt Gegenstand muselmanischer Unterdrückung und Unduldsamkeit, von den Griechisch-Orthodoxen beschimpft, von den Katholiken verfolgt und nur von den spärlichen Almosen lebend, die ihnen von ihren europäischen Brüdern zufließen. Die Juden sind jedoch keine Ureinwohner, sondern kommen aus verschiedenen entfernten Ländern und werden nach Jerusalem nur durch den Wunsch gezogen, das Tal Josaphat zu bewohnen und an denselben Stellen zu sterben, wo der Erlöser erscheinen soll."
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#61 ManuelAnonym
  • 15.08.2014, 13:18h
  • Antwort auf #59 von TheDad
  • "Xenophobie gegen Palästinenser und andere Araber, gepaart mit Islamophobie"

    sagen witzigerweise vor allem jene die nicht müde werden zu behaupten das kritik an zionisten nicht antijüdich ist.

    genauso wenig ist kritik an "aktionsformen" radikaler islamisten und der hinweis dass viele palästinenser die terrororganisation hamas unterstützen islamophob!

    wenn etwas einseitig ist, dann ist es die heftige, einseitige und oft hasserfüllte kritik an israel, die häufig undiffereinziert und unwissend in antizionismusgeplänkel mündet- die kriege anderswo werden übrigens nicht so ausführlich diskutiert und es wird sich weltweit weniger eindeutig positioniert als wie beim israel konflikt.

    diskutieren kann man über das thema auch nicht mehr, wenn nur noch verschwörungstheorien um sich greifen. weitgehend einig ist man sich in arabischen und zunehmend auch englisch sprachigen foren, dass hamas von israel inszeniert sind und isis vom mossad, die schuld also 100 prozent beim westen, vor allem den juden die dort angeblich alles kontrollieren, liegt und 0 prozent selbstgemacht sind...was soll man mit solchen leuten diskutieren? das sich denen aber noch rechts- wie linksradikale europäer anschließen macht die sache nicht besser.
    das sind eben keine einzelmeinungen, sondern schwarm- meinungen breiter werdender massen.

    ich wette, mit pro palästinenser emblemen oder fahnen anderer arabischer länder wird man in deutschland vor synagogen weniger bedroht als mit israel fahne durch türkisch und arabisch geprägte stadtteile.

    www.bild.de/politik/inland/israel/mit-israel-fahne-in-neukoe
    lln-unterwegs-37234062.bild.html


    klar, jezt kann man sagen, bildzeitung und warum provoziert der typ auch. warum aber ist es schon eine provokation nur die fahne zu zeigen und warum rufen die passanten judenfeindliche parolen, während der kurzen fahrt auch noch so viele...von wegen nur gegen die israelische regierung?
    ich habe schon fahnen an deutschen autos gesehen, die arabische (unrechts)staaten zeigen obwohl die länder auch nicht an der wm teilgenommen haben...keinen hat es interessiert.

    und was die deutschen foren und kommentare auf deutschen zeitungen und facebook seiten betrifft?
    da sind mir die paar pro israel kommentare hier und da, zumal sie mir in der regel oft ( nicht immer!) fundierter und weniger radikal erscheinen, angenehmer.

    ich muss nicht pro israelische regierung sein um zu erkennen, dass der hass vieler islamisten in recht kurzer zeit eine masse mobilisieren kann, die auch schon kindern einbläut dass juden übel seien.

    ich lese häufiger von pro israel anhängern dass diese selbstkritik üben und erwähnen dass sie der siedlungspolitik kritisch gegenüber stehen, als dass palästinenser anhänger selbstkritik an hamas und unterstützern üben!
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#62 sperlingAnonym
#63 trustAnonym
  • 15.08.2014, 13:25h
  • Einwanderung:

    David Ben Gurion, damals und in der Nachkriegszeit einer der wichtigsten zionistischen Politiker, erklärte anlässlich der Reichspogromnacht 1938, dass, wenn das "menschliche Gewissen" verschiedene Länder dazu bringen könnte ihre Grenzen für jüdische Flüchtlinge aus Deutschland zu öffnen, dies ein Bedrohung für den Zionismus sei: "Der Zionismus ist in Gefahr!"

    (Tom Segev, Die siebte Million, Reinbek bei Hamburg, 1995, S.43)

    de.wikipedia.org/wiki/Tom_Segev

    de.wikipedia.org/wiki/David_Ben-Gurion

    de.wikipedia.org/wiki/Zionismus

    Am 27. Februar 1902 gründete Theodor Herzl die Anglo Palestine Company (APC) zusammen mit anderen Mitgliedern der zionistischen Bewegung in London. Er hatte bereits 1897 die Gründung einer Jüdischen Kolonialbank angeregt und konnte sie 1899 mit größten Anstrengungen persönlicher und finanzieller Art unter dem Namen Jewish Colonial Trust (JCT) in London gründen lassen (Tag der Registrierung: 22. März 1899)

    de.wikipedia.org/wiki/Bank_Leumi
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#66 bleibt gerechterAnonym
  • 15.08.2014, 14:07h
  • Niederländer gibt israelische Auszeichnung zurück

    Seine Familie versteckte ein jüdisches Mädchen vor den Nazis. Dafür wurde Henk Zanoli [91] in der Gedenkstätte Jad Vaschem als "Gerechter unter den Völkern" geehrt. Nun gibt der Niederländer die Auszeichnung zurück. [...]
    Zanolis Vater war bereits 1941 von den Nazis im KZ Dachau interniert worden, weil er gegen den Einmarsch der Wehrmacht protestiert hatte. Er starb im Februar 1945 im KZ. Zanoli wirft Israel Mord vor. Zanolis Großnichte, die niederländische Diplomatin Angelique Eijpe, ist mit einem Palästinenser verheiratet. Am 20. Juli bombardierte die israelische Luftwaffe das Haus der Familie in Buraidsch im Gaza-Streifen. Dabei wurden sechs Familienmitglieder getötet, unter ihnen ein zwölfjähriger Junge. Weder die Großnichte noch ihr Ehemann seien zu dem Zeitpunkt in Gaza gewesen.

    www.spiegel.de/politik/ausland/gaza-krieg-gerechter-unter-de
    n-voelkern-wirft-israel-mord-vor-a-986299.html
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#67 yelimSEhemaliges Profil
  • 15.08.2014, 14:11h
  • Antwort auf #59 von TheDad
  • »warum sich die Ethnien in allen Erklärungen heutzutage ausschließlich religiösen Zusammenhalten unterordnen sollten«

    Diese heutigen Religionen sind die Fortentwicklung der Herkunftsmythen die sich die Teilnehmer der "ersten Generation der Ethnogenese" erzählt haben (#58). Die mentale Verklammerung mit der eine Schicht von Mächtigen ihre Untertanen zusammentreibt. Warum? Weil eine Herde leichter zu steuern ist und eine höhere nutzbare Dynamik entfalten kann als ein Individuum.

    Die Nürnberger Gesetze sind prototypisch für die vorsätzlich falsche Interpretation naturwissenschaftlicher Erkenntnis nach politischen Interessen. Zu einer biologischen Art gehören alle Individuen die miteinander fortpflanzungsfähige Nachkommen erzeugen können (Das hat nebenbei ein Zoologe verbrochen, Botaniker sehen das anders). Ganz genau das trifft aber auf Eskimo und Aborigine, auf Tuareg und Japaner zu, sofern sie sich zu entsprechendem Tun hinreißen lassen. Und das bedeutet daß es exakt eine einzige Spezies "Mensch" gibt.

    Was so gern als "Rasse" bezeichnet wird ist die sichtbare morphologische Adaptationsfähigkeit des H. sapiens, die wir in ähnlicher Weise beim domestizierten und gezüchteten Hund wiederfinden. Die Resultate der Erforschung des menschlichen Genoms zeigen daß es keine menschlichen "Rassen" gibt (und dieser Begriff in der Biologie insgesamt auch kaum begründbar ist).

    Was eine "jüdische Blutlinie" angeht, es steht Dir natürlich frei das anders zu sehen, aber: Du bist der Sohn Deiner Mutter und Deines Vaters. Nicht der Sohn aller "Juden" und aller "Deutschen". Oder Schweden etc.

    Bonus: Wir sind alle miteinander verwandt. Du, ich, der Kaiser von Japan, Obama, Hund, Katze, sperling, Maus, Mücke, Eidechse, Thunfisch, Zahnbelags- und Darmbakterium. LUCA hat vor vermutlich 3,5 Milliarden Jahren gelebt und besaß Erbinformation in Form von DNA, die per messenger-RNA, transfer-RNA, Ribosomen und nach dem (fast) gleichen genetischen Code in die Aminosäureabfolge von Protein übersetzt wurde wie es in ALLEN heutigen Lebewesen geschieht. Von diesem bakterienähnlichen Einzeller stammen alle rezenten Lebewesen auf der Erde ab. Das ist nebenbei einer der Gründe dafür warum wir, wie Kreationisten gern verständnislos grinsend anführen, 30% unserer Gene mit Kohlrabi teilen.

    en.wikipedia.org/wiki/Last_universal_ancestor

    'zeihung. Wenn ich mit mir durchgehe.

    Genug erhellt für heute.
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#68 Sven89Anonym
#69 Gerd NunmehrAnonym
#72 TheDadProfil
  • 15.08.2014, 17:42hHannover
  • Antwort auf #61 von Manuel
  • ""sagen witzigerweise vor allem jene die nicht müde werden zu behaupten das kritik an zionisten nicht antijüdich ist.""..

    Sagen witzigerweise alle die der Meinung sind Kritik am Staate Israel sei Antisemitismus, deshalb dürfe es keinerlei kritik an Israel geben..

    Deshalb unterstützen sie das 100-%-ige Existenzrecht Israels..

    So weit, so gut..

    Aber jede Menge Kritik an den Palästinensern ist erlaubt ?

    Wo in den Menschenrechten steht eigentlich, das ein Palästinenser weniger Recht auf Leben hat, als ein Jüdischer Mensch ?

    Wo steht dort das NUR Israel ein Existenzrecht hat ?

    Wo steht dort das Xenophobie, Rassismus und Anti-Semitismus SOFORT in Ordnung geht, sobald er sich NICHT gegen Jüdische Menschen richtet ?

    Der STAAT Israel und seine gewählte demokratische Regierung könnte also ruhigen Gewissens mit einer Atombombe Damaskus auslöschen, weil es damit NUR SEIN SELBSTVERTEIDIGUNGSRECHT ausübt ?

    JEDES Recht hat seine Grenzen in den Rechten der anderen Menschen !

    Wer das nicht kapiert, hat nicht begriffen, warum Israel überhaupt ein Existenzrecht haben muß !

    Dieses Geseier von unserer Schuld, die automatisch dazu führt das andere Staaten ein GENOZID durchführen dürfen, und WIR die Augen davor verschließen, weil es ja die armen Juden sind, die sich nur verteidigen,
    KOTZT MICH AN !

    KEIN STAAT hat das Recht einen anderen Staat auszulöschen oder zu verhindern !

    Ich lehne es ab einen anderen Menschen zum Feind zu erklären, bloß weil er eine andere Religion hat, eine andere Hautfarbe besitzt, oder einer anderen Ethnie angehört !
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#73 TheDadProfil
  • 15.08.2014, 17:55hHannover
  • Antwort auf #67 von yelimS
  • ""Was eine "jüdische Blutlinie" angeht, es steht Dir natürlich frei das anders zu sehen,""..

    Sollte Dir der Sarkasmus entgangen sein, tut mir das Leid..

    Das Beispiel diente der Erklärung von Schubladen, in die wir immer wieder von anderen verfrachtet werden..

    Ich teile die Auffassungen, die du hier vorgstellt hast..

    Rassismus ist eine Erfindung von Religionen, um genau das zu erklären, was es nicht gibt und nie gab, nämlich unterschiedliche menschliche Rassen..

    Ausdruck dieser Erfindung ist es, aufgrund religiösen Druckes die "Reinheit" zu erhalten, die es nie gab, und nie geben wird..

    Von inzetuösen Kleinfamilien fernab jeglicher Zivilisation, oder Monotheistischen Eiferern wie den Jesiden vielleicht einmal abgesehen..
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#74 niccinicciAnonym
  • 15.08.2014, 18:21h
  • schon lange ist Israel der einzige weltoffene moderne Staat in der Region. wie frei fühlt man sich, wenn man dort feiert und urlaub macht, lang lebe Israel mit seinen fantastischen menschen.
  • Antworten » | Direktlink »
#75 MiraculixAnonym
  • 15.08.2014, 18:31h
  • Antwort auf #1 von hot er gesogt
  • So so, "20.000 Israelis wandern" mehr oder minder "ständig nach Berlin" ... so so - warum leben dann ber "nur" etwa 12.000 israelische Staatsbürger in Berlin, von denen die meisten regelmäßig Israel besuchen und sich sehr viele pro-israelisch Engagieren? Kann es einfach sein, das so einige einfach aus beruflichen Gründen vorübergehend in Berlin leben oder vorübergehend in Berlin leben, weil sie einfach die Stadt besser kennenlernen wollen? Wäre es nicht besser, sich erst fachkundig und schlau zu machen, bevor man per copy&paste irgendwo aufgeschnappten Nonsens postet?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #1 springen »
#76 hasbara watchAnonym
  • 15.08.2014, 23:03h
  • Antwort auf #75 von Miraculix
  • Dort steht exakt:

    "Der englische Kolumnist Dominic Lawson hat in einer Kolumne in der Londoner Zeitung Sunday Times vor acht Monaten darauf hingewiesen, dass in den letzten Jahren aus Israel knapp 20.000 Juden allein nach Berlin gekommen seien. Dieser Trend lasse nicht nach."
    (Sunday Times)

    Sie versuchen zu täuschen:

    "So so, "20.000 Israelis wandern" mehr oder minder "ständig nach Berlin""
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#77 komischer KauzAnonym
#80 waltigAnonym
  • 16.08.2014, 09:46h
  • Antwort auf #77 von komischer Kauz
  • Rabbi Yitzhak Hutner von der Aguda Yisrael gab eine scharfsinnige Erklärung für die palästinensische Entwicklung:

    Es sollte jedoch klar sein, dass, bis der große öffentliche Druck zur Errichtung eines jüdischen Staates einsetzte, der Mufti kein Interesse an den Juden von Warschau, Budapest oder Vilna hatte.

    Als die Juden wegen ihres bevorstehenden Einströmens ins Heilige Land für den Mufti zur Bedrohung wurden, wurde dieser dafür für sie zum Malekh Hamoves - der Inkarnation des Engels des Todes.

    Noch vor einigen Jahren war es ein Leichtes, alte Einwohner von Yerushalayim - Jerusalem - zu finden, die sich noch an die guten und freundschaftlichen Beziehungen erinnern konnten, die sie in den Jahren vor der drohenden Schaffung eines jüdischen Staates zum Mufti unterhalten hatten." (Hutner, Yitzhak: Holocaust; Jewish Observer (Oktober 1977); S.8.)

    Wenn die Kollaboration des Muftis mit den Diktatoren durch nichts zu rechtfertigen ist, so ist es erst recht völlig unmöglich, eine Entschuldigung für das Angebot der Haganah zu finden, als Spione für die Nazis zu arbeiten.

    In Palästina und im Ausland wurde das Abkommen einzelner jüdischer Organisationen mit dem nationalsozialistischen Deutschland heftig kritisiert. Auf dem 18. Zionistenkongress 1933 in Prag etwa bezeichnete der Schriftsteller Schalom Asch das Abkommen mit Hitlers Regime als Verrat am Weltjudentum. Chaim Arlosoroff, der damalige Verhandlungsführer der Jewish Agency, wurde wahrscheinlich deshalb im Juni 1933 Opfer eines Mordanschlags.
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#81 Betty MahmoodyAnonym
  • 16.08.2014, 09:57h
  • Antwort auf #80 von waltig
  • Nicht ohne meinen Mufti

    " (Hutner, Yitzhak: Holocaust; Jewish Observer (Oktober 1977); S.8.) "

    30 Jahre später....

    " Mit Freude wurde vom Jerusalemer Großmufti Mohammed Amin al-Husseini berichtet, der im zweiten Weltkrieg mit den Nazis sympathisierte. Gerade so, als wären Leute wie Charles Edward Coughlin oder Oswald Mosley nur Hirngespinste von Feinden der Demokratie und die National Union for Social Justice eine gänzlich unamerikanische Abart des ?friedliebenden? Garanten der Freiheit."
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#82 stromboliProfil
  • 16.08.2014, 10:45hberlin
  • beim blick auf israels "inneren frieden mit männlicher homosexualität, nicht den blick auf das religionsbetonte denken breiter schichten in israel vergessen.
    Es wird verdeutlichen, dass die weltlich-säkulare enklave tel aviv nicht die hochburgen orthodoxer religioten erreicht, eher die orthodoxen die weltliche identität israels platt machen.

    www.tagesspiegel.de/weltspiegel/hochzeit-mitten-im-nahostkon
    flikt-radikale-israelis-bedrohen-juedisch-muslimisches-paar/
    10338682.html

    Ein jüdisch-muslimisches Paar aus Tel Aviv muss sich bei seiner Hochzeitsfeier vor Übergriffen einer extremistischen israelischen Organisation fürchten. Das berichteten israelische Medien am Freitag. Die Organisation "Lehava" veröffentlichte demnach im Internet eine Einladung zur Feier von Mahmud Mansur und Morel Malka. Lehava rief zu einer Demonstration mit Plakaten und Megaphonrufen gegen die Vermählung auf.
    Lehava versucht nach eigenen Angaben, interreligiöse Beziehungen von Juden zu verhindern. In der Vergangenheit kritisierten sie unter anderem die Beziehung des israelischen Models Bar Refaeli mit dem Hollywoodstar Leonardo DiCaprio. Doch besonders Ehen mit einem arabischen Partner sind bei "Lehava" verpönt. Die Organisation setzt alles daran, diese Beziehungen zu verhindern.
    Die Braut soll Medien zufolge zum Islam konvertiert sein. Der Nahostkonflikt und die ablehnende Haltung gegenüber Mischehen scheinen auch innerhalb der Familie für Streit gesorgt zu haben. So werden die Eltern des Bräutigams und die Mutter der Braut bei der Hochzeitsfeier erwartet. Der jüdisch-israelische Vater lehne die Beziehung seiner Tochter mit einem Muslim aber ab. In Israel ist diese Ehe allerdings sowieso rechtlich nicht anerkannt, dort sind religiös gemischte Ehen prinzipiell nicht vorgesehen. (moa/dpa)

    Apartheid in reinkultur!
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#83 rootsAnonym
  • 16.08.2014, 10:53h
  • Antwort auf #82 von stromboli
  • 100 Jahre, Wollfsohn* bei Will,....

    Die deutschen Universitätsabsolventen, die die Zionistische Weltorganisation nach Herzls Tod übernahmen, entwickelten eine modernistischrassistische Ideologie des jüdischen Separatismus. Sie selbst waren stark von ihren pangermanischen Kommilitonen im Wandervogel beein¬flusst, die die deutschen Universitäten vor 1914 dominierten.

    Diese Chauvinisten lehnten die Juden ab, weil sie nicht von germanischem Blut waren, deshalb niemals zum deutschen Volk gehören konnten und überhaupt Fremde auf deutschem Boden waren. Alle jüdischen Studenten waren gezwungen, sich mit diesen Konzeptionen auseinander zu setzen. Einige tendierten eher nach links und traten den Sozialdemokraten bei. Für sie war das lediglich bourgeoiser Nationalismus, der entsprechend bekämpft werden musste.

    Die meisten blieben konventionell kaisertreue, überzeugte Nationalisten, die darauf beharrten, dass 1.000 Jahre auf deutschem Boden sie zu "Deutschen mosaischen Glaubens" gemacht hätten.

    Wieder andere jedoch übernahmen die Ideologie des Wandervogels und übersetzten sie einfach in die zionistische Terminologie. Sie stimmten mit den Antisemiten in mehreren wichtigen Punkten überein: Juden gehörten nicht zum deutschen Volk, und selbstverständlich sollten sich Deutsche und Juden nicht sexuell vermischen - nicht aus den traditionellen religiösen Gründen, sondern wegen ihres eigenen einzigartigen Blutes. Da sie nicht teutonischen Blutes waren, brauchten sie notgedrungen ihren eigenen Boden - Palästina.

    Auf den ersten Blick mag es seltsam erscheinen, dass dieses antisemitische Gedankengut einen so starken Einfluss auf die jüdischen Studenten aus dem Mittelstand gehabt hat. Und dies umso mehr, da zur gleichen Zeit der Sozialismus mit seiner assimilatorischen Einstellung gegenüber den Juden immer mehr Zuspruch aus der sie umgebenden Gesellschaft erhielt.

    Nun war es jedoch so, dass der Sozialismus vornehmlich die Arbeiterklasse ansprach, nicht den Mittelstand. In dessen Umfeld war der Chauvinismus vorherrschend und obwohl man vom intellektuellen Standpunkt her jede Verbindung mit den Deutschen zurückwies, gelang es ihm nie, sich von der deutschen Kapitalistenklasse zu emanzipieren.

    So unterstützten die deutschen Zionisten während des gesamten Ersten Weltkrieges ihre Regierung nach allen Kräften. Trotz all ihrer hehren intellektuellen Ansprüche war ihr völkischer" Zionismus doch nur eine Kopie der deutschen nationalistischen Ideologie. So war der junge Philosoph Martin Buber in der Lage, eine Verbindung zwischen Zionismus und glühendem deutschen Patriotismus im Ersten Weltkrieg herzustellen.

    In seinem Buch Drei Reden über das Judentum von 1911 schrieb Buber über einen Jugendlichen, der in dieser Unsterblichkeit der Generationen die Gemeinschaft des Blutes [fühlt], und er fühlt sie als das Vorleben seines Ich, als die Dauer seines Ich in der unendlichen Vergangenheit. Und dazu gesellt sich, von diesem Gefühl gefördert, die Entdeckung des Blutes als der wurzelhaften, nährenden Macht im Einzelnen, die Entdeckung, daß die tiefsten Schichten unseres Wesens vom Blut bestimmt, daß unser Gedanke und unser Wille zu innerst von ihm gefärbt sind. Jetzt findet und empfindet er: die Umwelt ist die Welt der Eindrücke und Einflüsse, das Blut die Welt der beeindruckbaren, beeinflußbaren Substanz, die sie alle in ihren Gehalt aufnimmt, in ihre Form verarbeitet ... Für den aber, der sich in der Wahl zwischen Umwelt und Substanz für diese entschieden hat, gilt es, nunmehr wahrhaft von innen heraus, Jude zu sein und aus seinem Blute, mit dem ganzen Widerspruch, mit der ganzen Tragik und mit der ganzen Zukunftsfülle dieses Blutes als Jude zu leben."

    Juden hatten schon seit Jahrtausenden in Europa gelebt, viel länger als beispielsweise die Magyaren. Niemand würde nun ernsthaft auf die Idee kommen, die Ungarn zu den asiatischen Völkern zu zählen, doch für Buber waren die europäischen Juden immer noch Orientalen und würden es wohl auch immer bleiben.

    Man könnte seiner Ansicht nach den Juden aus Palästina vertreiben, doch man könnte dem Juden nie Palästina austreiben. 1916 schrieb Buber dann über den Juden: "Er ist aus seinem Lande getrieben und über die Länder des Abendlandes geworfen worden; ... und in alledem ist er Orientale geblieben. Er hat die motorische Schrankenlosigkeit des Grundwesens mit ihren Begleiterscheinungen ... in sich bewahrt ... Man wird sie im angepaßtesten Juden entdecken, wenn man sein Gemüt zu erschließen vermag ... aber eine große Schöpfung, ... die die Kontinuität des jüdischen Wesens wieder aufnimmt und dem unsterblichen jüdischen Einheitstrieb wieder adäquaten Ausdruck gewährt, wird nur entstehen können, wenn die Kontinuität des palästinensischen Lebens wieder aufgenommen wird ... er ... hat an seiner Seele Schaden gelitten; aber seine Urkraft ist unerschüttert geblieben ... Wenn sie ihren mütterlichen Boden berührt, wird sie wieder schöpferisch sein."

    Trotzdem war Bubers völkischer Zionismus mit den dazugehörigen Elementen von mystischem Enthusiasmus zu spirituell, um eine große Anhängerschaft begeistern zu können.

    Man bedürfte einer populären zionistischen Version des Sozialdarwinismus, der sich seit Beginn der europäischen imperialistischen Eroberungen in Afrika und im Osten in der gesamten bourgeoisen intellektuellen Welt verbreitet hatte.

    Diese zionistische Version wurde von dem österreichischen Anthropologen Ignatz Zollschan entwickelt. Für ihn lag der geheime Wert des Judentums darin, dass es -wenn auch unbeabsichtigt - eine Art "Wunder der Wunder" hervorgebracht hatte: eine Nation reinen Blutes, nicht durch die Krankheiten von Exzessen oder Unmoral verunreinigt, mit einem hoch entwickelten Sinn für familiäre Reinheit und mit tief verwurzelten tugendhaften Bräuchen, würde eine außerordentliche
    intellektuelle Aktivität entwickeln.

    Außerdem sorgte das Verbot von Mischehen dafür, dass die höchsten ethnischen Schätze nicht durch die Vermischung mit weniger sorgfältig gezüchteten Rassen verloren gingen ... es entstand jene natürliche Auslese, die ihresgleichen sucht in der Geschichte der menschlichen Rasse ... Wenn eine so reich von der Natur beschenkte Rasse die Möglichkeit hätte, ihre ursprüngliche Macht wiederzuerlangen, so käme ihr, was den kulturellen Wert angeht, niemand gleich."

    (Zollschan, Ignatz: Jewish Questions New York; Bloch Publishing Company; 1914; S.17f. )
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