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Kommentare zu:
Einwanderung: Israel stärkt Rechte von Homo-Paaren


#31 jhgkAnonym
#32 Am Israel ChaiAnonym
  • 14.08.2014, 03:38h
  • Antwort auf #26 von TheDad
  • Jein, ganz unbeteiligt ist der zweite Weltkrieg an den anschließenden Geschehnissen nicht.

    Natürlich hat es für Juden durch den 2.WK ein noch größeres Bestreben nach einem eigenen Staat gegeben als zuvor.
    Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der Shoa, wuchs auch die internationale Unterstützung für die Staatsgründung von Israel.

    In den letzten Kriegsmonaten befreiten die Alliierten einige der nationalsozialistischen Vernichtungslager, doch kein europäischer Staat außer Frankreich und Schweden erklärte sich nach Kriegsende am 8. Mai 1945 bereit, die Überlebenden aufzunehmen.

    Es erfolgte aus diversen Gründen 1948 kraft des natürlichen und historischen Rechts des jüdischen Volkes und aufgrund des Beschlusses der UNO-Vollversammlung die Errichtung des Staates Israel. Elf Minuten später erkannten die Vereinigten Staaten von Amerika durch US-Präsident Harry S. Truman den neuen Staat an, die Sowjetunion folgte am 16. Mai.

    Die Juden hatten mit Israel ein Land in dem man als Jude jederzeit in der durch Antisemitismus geprägten Geschichte willkommen war.

    Ein bekannter Satz, der noch heute in Israel aktiv ist, lautet:
    "Am Ysrael chai!" - "das Volk Israel lebt!"

    "It is heard in a BBC recording from April 20, 1945 of Jewish survivors of the Bergen-Belsen concentration camp five days after their liberation. This was the first Sabbath ceremony openly conducted on German soil since the beginning of the war, with people still dying around them, singing what would become the Israeli national anthem, Hatikvah. At the end of Hatikvah, British Army Chaplain Leslie Hardman shouts out, "Am Yisrael Chai, The children of Israel still liveth!"

    en.wikipedia.org/wiki/Chai_(symbol)

    Es ist also schon vieles geschichtlich verwoben, auch mit der Situation nach dem 2.WK.
    Das soll nicht als Entschuldigung für die ausufernde Siedlungspolitik gemeint sein, der ich in vielen Punkten kritisch geegnüber stehe.
    Aber das Existenzrecht des israelsichen Staates darf nicht in Zweifel gestellt werden... das tun aber sehr viele derer die sich Antizionisten nennen. Und sich dagegen zu wehren ist legitim!
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#33 StalinAnonym
#34 GoldaAnonym
  • 14.08.2014, 07:29h
  • Antwort auf #32 von Am Israel Chai
  • "Nachdem 1947 die UNO mehrheitlich für die Errichtung eines jüdischen Staates gestimmt hatte, und Israel 1948 entstanden war, kam die UDSSR den Amerikanern zuvor mit einer formellen Anerkennung dieses neuen Staates. [...] Stalin war für viele sozialistisch oder kommunistisch denkende Staatsgründer ein Held. An den Schalthebeln der Macht saßen viele Kibbuzniks. In ihren Kollektivsiedlungen, so heißt es, seien die wahren Ideale des Kommunismus verwirklicht worden. So lag in den Kibbuzim jeden Morgen die Prawda ("Wahrheit") im Postfach, auch wenn nicht jeder russisch verstand. Der Staat Israel sollte ein Vorposten des Kommunismus im Nahen Osten werden, und so war es selbstverständlich, dass der jüdische Staat die russischen Kirchen an Moskau übergaben. Bis dahin unterstanden sie nämlich den zarentreuen "Weißrussen", die nach der kommunistischen Revolution ihr Hauptquartier in New York bezogen hatten. [...] Als Israel gerade entstanden und sofort von den arabischen Staaten überfallen worden wurde, herrschte große Not an Waffen. Weder Amerikaner noch Briten halfen den Juden, sich zu verteidigen. Die von Israel eingesetzten Messerschmidts und Karabiner wurden von der UDSSR heimlich über die Tschechoslowakei geliefert. Mit dem Tod Stalins und wegen dem "Kalten Krieg" endete der israelische Flirt mit Moskau."(haGalil)

    i.dailymail.co.uk/i/pix/2010/01/29/article-1247157-0814A2FB0
    00005DC-938_468x341.jpg


    focusonsocialism.ca/upload/image/RedArmyDoctorLiberationAusc
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    pix.photone.me/file/5264_w600.jpg

    "Who knows if we could have survived the early dark days of the war without the military equipment we bought in Czechoslovakia and transported through Yugoslavia and other Balkan countriesWe cannot erase the past just because it does not look like the present. A fact remains a fact. No matter how sharply the Soviet Union turned against us subsequently, Soviet recognition of Israel on May 18 had enormous significance. It meant the 2 leading world powers after the war had agreed to support a Jewish nation.

    "The recognition of Israel by the USSR, followed by that of America, has different sources. Today, I have no doubt that, for the Soviets, recognition was part of a strategy to drive Britain from the Middle East. But in 1947, during the debates in the UN, it seemed to me the Soviet Bloc supported us because Russians themselves had paid such a high price during the war and, empathizing with Jews who suffered so much under the Nazis, understood that they deserved their own government". [My Life, By Golda Meir, page 239]
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#35 goddamn liberalAnonym
#36 long dureeAnonym
#37 goddamn liberalAnonym
  • 14.08.2014, 09:00h
  • Antwort auf #36 von long duree
  • "Man kann hier reihenweise Nationale Befreiungsorganisationen aufzählen"

    Kann man.

    Ist der jetzt auch Chef einer nationalen Befreiungsorganiation?

    de.wikipedia.org/wiki/Jozef_Tiso

    Antisemitisch wie der Mufti war er auch. Und so fromm wie die Hamas!

    Und mit den bösen Briten hatte er weniger zu tun als die Araber um Lawrence von Arabien (auch das war schon eine falsche Wahl wie die der Hamas).

    ABER: Wer von Nationalbolschewismus und Querfront nichts hält, für den ist das alles heute keine Perspektive.

    Zur heutigen Faktenlage gehört eben auch, dass Eure unterdrückten Volksmassen der GRÜNEN und NICHT der roten Fahne hinterherlaufen.

    Kuby auf islamisch halt.

    Für diees einfachen Fakten nehme ich gerne rote Pünktchen auf mich, Herr Politkommissar.
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#38 pupilAnonym
#39 Joe175Anonym
  • 14.08.2014, 09:23h
  • Schön, wie auch hier, unter einer unverfänglichen Meldung, der Mob tobt.

    Mal was zur begrifflichen Klarstellung. Israel (das Land) ist höchstens von einem antinationalen Standpunkt zu kritisieren. Der überwiegende Teil derer, die einen solchen Standpunkt einnehmen, anerkennen allerdings die Notwendigkeit des Fortbestehens des Staates auf unbestimmte als Schutzzone von Jüdinnen und Juden weltweit. Oder ist den werten IsraelkritikerInnen schon einmal anderweitig die "legitime" Deutschlandkritik, Niederlandekritik oder Frankreichkritik aufgefallen?

    Die Israelische Regierung, die Knesset oder die IDF als pars pro toto zu sehen und dann daraus "Israel" zu machen, ist sicherlich auch nicht sonderlich zielführend. Handeln staatlicher Institutionen ist immer kritisch zu begleiten und zu hinterfragen. Das wird im Falle Israels mit einer Ausgiebigkeit getan, die schon manisch ist. Liberale und progressive Gesetzgebung, wie eben im Artikel beschrieben, wird von diesen KritikerInnen nicht als solche angesehen, sondern als ein Feigenblatt, eine Verschwörung. Wie überhaupt häufig Verschwörung gewittert wird in Bezug auf Israel, seiner BürgerInnen und deren RepräsentantInnen. Dieser Verschwörungsgedanke greift dabei tief in die antisemitische Mottenkiste.

    Das Handeln der IDF können wohl nur MilitärstrategInnen richtig beurteilen. Richtig ist, dass sie den Auftrag haben die israelische Bevölkerung zu schützen. Hier wird häufig von Unverhältnismäßigkeit gesprochen. Doch aber nach der wievielten Qassam-Rakete auf Sderot wird ein Eingreifen verhältnismäßig, nach wievielen Toten? Nicht richtig ist, dass die militärische Führung bewusst Frauen und Kinder töten lässt. Dies ist bei der Gemengelage in Gaza (Raketenbasen und -silos in oder an dichten Wohngebieten, Moscheen, Krankenhäusern und Schulen) leider schwer vermeidlich. Die IDF versucht die Menschen in den betroffenen Gebieten vor einem Einsatz mittels SMS und Flugblättern zu warnen. Sie bekommen die Möglichkeit sich in Sicherheit zu bringen - eine Möglichkeit übrigens, die viele Menschen gerade im Süden Israels nicht bekommen. Nach Zewa Adom (der Alarmstufe) bleiben allermeist nur noch 15 Sekunden sich in Sicherheit zu bringen. Hamas hingegen zählt auf hohe Opferzahlen im zivilen Bereich, da dies die Unterstützung für sie im In- und Ausland nur verstärkt und fordert die Menschen auf in den Häusern zu bleiben. Taten einzelner IDF-SoldatInnen, die nicht mit dem Recht in Einklang stehen, werden verfolgt und vor israelische Gerichte gebracht. Auf der anderen Seite werden völker- und menschenrechtswidrige Taten als Heldentum von der Hamas bejubelt... Ist das verhältnismäßig?

    In Israel ist es vorgeschrieben, einen Schutzbunker in alle Gebäude zu integrieren. In Gaza benutzt die Hamas Baumaterial, welches für Schutzbunker benutzt werden könnte, für den Bau von Angriffstunneln. Und nein, das sind keine zivilen Versorgungstunnel. Die Zivilbevölkerung hat zu keinem Zeitpunkt die Möglichkeit einen solchen Tunnel zu betreten. Die Versorgung wird über einen einzigen Grenzübergang durch hunderte israelischer LKW gewährleistet, die im Gegenzug häufig genug beschossen werden. Der ägyptische Grenzübergang wird von ägyptischer Seite geschlossen halten, weil ein Eindringen radikaler Islamisten befürchtet wird.

    Apropos Versorgung. Wir sollten uns mal ganz dringend fragen, wohin die Abermillionen jährlicher Fördergelder aus dem Westen in der PA hinwandern. Wenn es den Menschen doch so schlecht geht, wird das Geld wohl nicht für sie aufgewendet...

    Leider ist Rassismus ein Phänomen, welches in allen Gesellschaften grassiert, auch in Israel. Da gibt es nichts schönzureden. Doch, wie in den meisten westlichen Gesellschaften, gibt es in Israel auch eine breite Opposition gegen gesellschaftlichen wie institutionellen Rassismus. Das Justizsystem hat, wie jedes andere, sein Macken, aber funktioniert. Jetzt erklären sie mir mal, ob das in der PA, besonders Gaza, auch gegeben ist.

    Zuguterletzt. Die Lage der LGBTIQ im Nahen Osten. Die Lage in Israel ist sicher fern vom Paradies, aber wahnsinnig gut im Vergleich. Dass im Nachbarland Jordanien kein offizielles Verbot besteht, heißt nicht, dass ich mich als schwuler Mann dort offen bewegen kann. Nur dass etwas nicht verboten ist, heißt nicht automatisch, dass es erlaubt ist. Erste rechtliche Anerkennung der Community, etwa durch Antidiskriminierungsgesetze gibt es nicht. Von Gesetzen zur Gleichstellung ganz zu schweigen. Nein, im Gegenteil. Gesellschaftlich sind LGBTIQ komplett tabuisiert. Es besteht meines Wissens nach nicht einmal eine Bürgerrechtsbewegung. Wer sich mit türkischen LGBTIQ unterhält, weiß, dass die Lage in der Türkei auch alles andere als rosig ist. Nicht umsonst war die Community in Gezi ganz vorne mit dabei. Und das geht hauptsächlich in liberal eingestellten Teilen von Istanbul. Über die anderen Länder rundum brauchen wir nicht zu reden. BTW: wenn über Israel und "die Region" gesprochen wird, ist mit der Region der Nahe Osten gemeint. Allgemein wird als Naher Osten bezeichnet: die Levante (Libanon, Israel, PA, Syrien, Jordanien) und die komplette arabische Halbinsel. In einem weiteren Sinne wird noch Ägypten, die Türkei, Iran und Irak dazugerechnet. In diesem Regionalvergleich schneidet Israel in allen gesellschaftlichen Fragen doch recht gut ab, oder?
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