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Kommentare zu:
Einwanderung: Israel stärkt Rechte von Homo-Paaren


#81 Betty MahmoodyAnonym
  • 16.08.2014, 09:57h
  • Antwort auf #80 von waltig
  • Nicht ohne meinen Mufti

    " (Hutner, Yitzhak: Holocaust; Jewish Observer (Oktober 1977); S.8.) "

    30 Jahre später....

    " Mit Freude wurde vom Jerusalemer Großmufti Mohammed Amin al-Husseini berichtet, der im zweiten Weltkrieg mit den Nazis sympathisierte. Gerade so, als wären Leute wie Charles Edward Coughlin oder Oswald Mosley nur Hirngespinste von Feinden der Demokratie und die National Union for Social Justice eine gänzlich unamerikanische Abart des ?friedliebenden? Garanten der Freiheit."
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#82 stromboliProfil
  • 16.08.2014, 10:45hberlin
  • beim blick auf israels "inneren frieden mit männlicher homosexualität, nicht den blick auf das religionsbetonte denken breiter schichten in israel vergessen.
    Es wird verdeutlichen, dass die weltlich-säkulare enklave tel aviv nicht die hochburgen orthodoxer religioten erreicht, eher die orthodoxen die weltliche identität israels platt machen.

    www.tagesspiegel.de/weltspiegel/hochzeit-mitten-im-nahostkon
    flikt-radikale-israelis-bedrohen-juedisch-muslimisches-paar/
    10338682.html

    Ein jüdisch-muslimisches Paar aus Tel Aviv muss sich bei seiner Hochzeitsfeier vor Übergriffen einer extremistischen israelischen Organisation fürchten. Das berichteten israelische Medien am Freitag. Die Organisation "Lehava" veröffentlichte demnach im Internet eine Einladung zur Feier von Mahmud Mansur und Morel Malka. Lehava rief zu einer Demonstration mit Plakaten und Megaphonrufen gegen die Vermählung auf.
    Lehava versucht nach eigenen Angaben, interreligiöse Beziehungen von Juden zu verhindern. In der Vergangenheit kritisierten sie unter anderem die Beziehung des israelischen Models Bar Refaeli mit dem Hollywoodstar Leonardo DiCaprio. Doch besonders Ehen mit einem arabischen Partner sind bei "Lehava" verpönt. Die Organisation setzt alles daran, diese Beziehungen zu verhindern.
    Die Braut soll Medien zufolge zum Islam konvertiert sein. Der Nahostkonflikt und die ablehnende Haltung gegenüber Mischehen scheinen auch innerhalb der Familie für Streit gesorgt zu haben. So werden die Eltern des Bräutigams und die Mutter der Braut bei der Hochzeitsfeier erwartet. Der jüdisch-israelische Vater lehne die Beziehung seiner Tochter mit einem Muslim aber ab. In Israel ist diese Ehe allerdings sowieso rechtlich nicht anerkannt, dort sind religiös gemischte Ehen prinzipiell nicht vorgesehen. (moa/dpa)

    Apartheid in reinkultur!
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#83 rootsAnonym
  • 16.08.2014, 10:53h
  • Antwort auf #82 von stromboli
  • 100 Jahre, Wollfsohn* bei Will,....

    Die deutschen Universitätsabsolventen, die die Zionistische Weltorganisation nach Herzls Tod übernahmen, entwickelten eine modernistischrassistische Ideologie des jüdischen Separatismus. Sie selbst waren stark von ihren pangermanischen Kommilitonen im Wandervogel beein¬flusst, die die deutschen Universitäten vor 1914 dominierten.

    Diese Chauvinisten lehnten die Juden ab, weil sie nicht von germanischem Blut waren, deshalb niemals zum deutschen Volk gehören konnten und überhaupt Fremde auf deutschem Boden waren. Alle jüdischen Studenten waren gezwungen, sich mit diesen Konzeptionen auseinander zu setzen. Einige tendierten eher nach links und traten den Sozialdemokraten bei. Für sie war das lediglich bourgeoiser Nationalismus, der entsprechend bekämpft werden musste.

    Die meisten blieben konventionell kaisertreue, überzeugte Nationalisten, die darauf beharrten, dass 1.000 Jahre auf deutschem Boden sie zu "Deutschen mosaischen Glaubens" gemacht hätten.

    Wieder andere jedoch übernahmen die Ideologie des Wandervogels und übersetzten sie einfach in die zionistische Terminologie. Sie stimmten mit den Antisemiten in mehreren wichtigen Punkten überein: Juden gehörten nicht zum deutschen Volk, und selbstverständlich sollten sich Deutsche und Juden nicht sexuell vermischen - nicht aus den traditionellen religiösen Gründen, sondern wegen ihres eigenen einzigartigen Blutes. Da sie nicht teutonischen Blutes waren, brauchten sie notgedrungen ihren eigenen Boden - Palästina.

    Auf den ersten Blick mag es seltsam erscheinen, dass dieses antisemitische Gedankengut einen so starken Einfluss auf die jüdischen Studenten aus dem Mittelstand gehabt hat. Und dies umso mehr, da zur gleichen Zeit der Sozialismus mit seiner assimilatorischen Einstellung gegenüber den Juden immer mehr Zuspruch aus der sie umgebenden Gesellschaft erhielt.

    Nun war es jedoch so, dass der Sozialismus vornehmlich die Arbeiterklasse ansprach, nicht den Mittelstand. In dessen Umfeld war der Chauvinismus vorherrschend und obwohl man vom intellektuellen Standpunkt her jede Verbindung mit den Deutschen zurückwies, gelang es ihm nie, sich von der deutschen Kapitalistenklasse zu emanzipieren.

    So unterstützten die deutschen Zionisten während des gesamten Ersten Weltkrieges ihre Regierung nach allen Kräften. Trotz all ihrer hehren intellektuellen Ansprüche war ihr völkischer" Zionismus doch nur eine Kopie der deutschen nationalistischen Ideologie. So war der junge Philosoph Martin Buber in der Lage, eine Verbindung zwischen Zionismus und glühendem deutschen Patriotismus im Ersten Weltkrieg herzustellen.

    In seinem Buch Drei Reden über das Judentum von 1911 schrieb Buber über einen Jugendlichen, der in dieser Unsterblichkeit der Generationen die Gemeinschaft des Blutes [fühlt], und er fühlt sie als das Vorleben seines Ich, als die Dauer seines Ich in der unendlichen Vergangenheit. Und dazu gesellt sich, von diesem Gefühl gefördert, die Entdeckung des Blutes als der wurzelhaften, nährenden Macht im Einzelnen, die Entdeckung, daß die tiefsten Schichten unseres Wesens vom Blut bestimmt, daß unser Gedanke und unser Wille zu innerst von ihm gefärbt sind. Jetzt findet und empfindet er: die Umwelt ist die Welt der Eindrücke und Einflüsse, das Blut die Welt der beeindruckbaren, beeinflußbaren Substanz, die sie alle in ihren Gehalt aufnimmt, in ihre Form verarbeitet ... Für den aber, der sich in der Wahl zwischen Umwelt und Substanz für diese entschieden hat, gilt es, nunmehr wahrhaft von innen heraus, Jude zu sein und aus seinem Blute, mit dem ganzen Widerspruch, mit der ganzen Tragik und mit der ganzen Zukunftsfülle dieses Blutes als Jude zu leben."

    Juden hatten schon seit Jahrtausenden in Europa gelebt, viel länger als beispielsweise die Magyaren. Niemand würde nun ernsthaft auf die Idee kommen, die Ungarn zu den asiatischen Völkern zu zählen, doch für Buber waren die europäischen Juden immer noch Orientalen und würden es wohl auch immer bleiben.

    Man könnte seiner Ansicht nach den Juden aus Palästina vertreiben, doch man könnte dem Juden nie Palästina austreiben. 1916 schrieb Buber dann über den Juden: "Er ist aus seinem Lande getrieben und über die Länder des Abendlandes geworfen worden; ... und in alledem ist er Orientale geblieben. Er hat die motorische Schrankenlosigkeit des Grundwesens mit ihren Begleiterscheinungen ... in sich bewahrt ... Man wird sie im angepaßtesten Juden entdecken, wenn man sein Gemüt zu erschließen vermag ... aber eine große Schöpfung, ... die die Kontinuität des jüdischen Wesens wieder aufnimmt und dem unsterblichen jüdischen Einheitstrieb wieder adäquaten Ausdruck gewährt, wird nur entstehen können, wenn die Kontinuität des palästinensischen Lebens wieder aufgenommen wird ... er ... hat an seiner Seele Schaden gelitten; aber seine Urkraft ist unerschüttert geblieben ... Wenn sie ihren mütterlichen Boden berührt, wird sie wieder schöpferisch sein."

    Trotzdem war Bubers völkischer Zionismus mit den dazugehörigen Elementen von mystischem Enthusiasmus zu spirituell, um eine große Anhängerschaft begeistern zu können.

    Man bedürfte einer populären zionistischen Version des Sozialdarwinismus, der sich seit Beginn der europäischen imperialistischen Eroberungen in Afrika und im Osten in der gesamten bourgeoisen intellektuellen Welt verbreitet hatte.

    Diese zionistische Version wurde von dem österreichischen Anthropologen Ignatz Zollschan entwickelt. Für ihn lag der geheime Wert des Judentums darin, dass es -wenn auch unbeabsichtigt - eine Art "Wunder der Wunder" hervorgebracht hatte: eine Nation reinen Blutes, nicht durch die Krankheiten von Exzessen oder Unmoral verunreinigt, mit einem hoch entwickelten Sinn für familiäre Reinheit und mit tief verwurzelten tugendhaften Bräuchen, würde eine außerordentliche
    intellektuelle Aktivität entwickeln.

    Außerdem sorgte das Verbot von Mischehen dafür, dass die höchsten ethnischen Schätze nicht durch die Vermischung mit weniger sorgfältig gezüchteten Rassen verloren gingen ... es entstand jene natürliche Auslese, die ihresgleichen sucht in der Geschichte der menschlichen Rasse ... Wenn eine so reich von der Natur beschenkte Rasse die Möglichkeit hätte, ihre ursprüngliche Macht wiederzuerlangen, so käme ihr, was den kulturellen Wert angeht, niemand gleich."

    (Zollschan, Ignatz: Jewish Questions New York; Bloch Publishing Company; 1914; S.17f. )
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