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Trickdiebe unterwegs
NRW: Polizei warnt vor "Antänzern" in der Nähe von Schwulenkneipen
- 16. August 2014 2 Min.

In der Nacht zum Freitag beobachteten Polizisten während ihres privaten Besuchs der Düsseldorfer Altstadt zwei Trickdiebe, die einen anderen Mann antanzten und ihm dabei das Mobiltelefon und die Geldbörse entwendeten. Die verständigten Kollegen der Wache konnten beide Täter stellen. Der Geschädigte hatte die Tat nicht bemerkt.
Die beiden Trickdiebe hatten im Bereich der Mertensgasse einen offensichtlich alkoholisierten Mann angetanzt und ihm dann Mobiltelefon und Geldbörse aus den Hosentaschen gezogen. Die beiden 25 und 27 Jahre alten aus Nordafrika stammenden mutmaßlichen Täter wurden vorläufig festgenommen. Beide sind bereits einschlägig polizeilich bekannt. Wegen fehlender Haftgründe wurden sie später wieder entlassen, heißt es im Polizeibericht.
Ähnliche Vorfälle meldet die Polizei seit längerer Zeit aus ganz NRW. So waren etwa in Köln der Nacht auf den 10. August zwei Polizeibeamte bei der Festnahme von Antänzern in der Nähe des schwulen "Bermudadreiecks" verletzt worden. Einer der Ermittler musste mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden.
Das Team des Kriminalkommissariats 43 war in ziviler Kleidung unterwegs. Gegen 4:30 Uhr fielen den Polizisten im Durchgang der Stadtsparkasse am Rudolfplatz zwei Verdächtige auf, die einen alkoholisierten 23-Jährigen ansprachen: Einer der Männer hakte sich bei dem Kölner ein und begann mit diesem zu tanzen. Dabei zog er dessen Handy aus der Hosentasche und reichte es an den zweiten Täter weiter.
Die beiden 19 und 25 Jahre alten Männer wurden noch in Tartortnähe gestellt. Einer der Trickdiebe leistete derart heftigen Widerstand, dass zwei Polizisten dabei verletzt wurden. Der Haupttäter wurde vorläufig festgenommen. Ein Richter schickte den Antänzer in Untersuchungshaft.
Die Polizei rät in entsprechenden Situationen, auf die Antänzer nicht zu reagieren und mindestens eine Armlänge Abstand zu halten: "Bringen Sie sich nicht unnötig in Gefahr. Nutzen Sie schnellstmöglich den Polizeinotruf 110! Sachwerte sind ersetzbar – leisten Sie in aussichtslosen Situationen keine Gegenwehr!" (cw)














