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  • 20. August 2014 23 2 Min.

Xavier Bettel (l.) mit Partner Gauthier Destenay

Kurz nach der Ehe-Öffnung in seinem Land will Xavier Bettel die neue Regelung privat nutzen.

Der offen schwule Premierminister Luxemburgs, Xavier Bettel, wird demnächst seinen langjährigen Partner heiraten. Das sagte der 41-Jährige der "Los Angeles Times" für ein Porträt des Politikers.

"Er hat mich gefragt, und ich habe Ja gesagt", so Bettel über seinen Partner, den Architekten Gauthier Destenay. "Ich kann noch kein Datum nennen, weil es noch nicht offiziell ist."

Das Parlament Luxemburgs hatte im Juni entschieden, die Ehe für schwule und lesbische Paare zu öffnen (queer.de berichtete) – erste Eheschließungen könnte es noch gegen Ende dieses Jahre geben.

Bettel, der 1999 als jüngster Abgeordneter in die Abgeordnetenkammer gewählt wurde, führt seit letztem Dezember als Chef der Liberalen eine Koalition mit Sozialdemokraten und Grünen an. Die Sozialdemokraten hatten mit rund 20 Prozent zwei Prozent mehr Stimmen bei der Wahl geholt, verzichteten aber für die Koalition auf den Posten des Regierungschefs – die vorherige Koalition mit dem Konservativen Jean-Claude Juncker, der 19 Jahre lang das Land geführt hatte, galt als unbeliebt. Bettels Vize wurde mit dem sozialdemokratischen Parteichef Etienne Schneider ebenfalls ein schwuler Mann.

Eines der Projekte der neuen Koalition wurde die Ehe-Öffnung, die auch ein Adoptionsrecht umfasst. Zuvor gab es in Luxemburg bereits seit 2004 eine Eingetragene Lebenspartnerschaft, die nicht alle Rechte der Ehe umfasst und auch Heterosexuellen offensteht. Bettel und sein Partner waren 2010 eine Lebenspartnerschaft eingegangen.

Es ist nicht die erste "echte" Ehe eines homosexuellen Regierungschefs: 2010 hatte die isländische Premierministerin Jóhanna Sigurðardóttir während ihrer Amtszeit ihre Partnerin geheiratet – in einer der ersten Zeremonien des Landes nach der Ehe-Öffnung (queer.de berichtete). (nb)

-w-

#1 HugoAnonym
  • 20.08.2014, 20:34h
  • schön wenn man sich die Gesetze selber machen kann.
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#2 lucdf
  • 20.08.2014, 20:36hköln
  • Verdammt Deutschland, tu doch was oder müssen wir noch 10 Jahre warten?
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#3 m123Anonym
  • 20.08.2014, 21:00h
  • Mich interessiert nicht ob die heiraten oder nicht.

    Mich interessieren alle Information dazu ob und wann es auch in Deutschland und anderen Ländern dieser Welt gleiche Rechte für gleichgeschlechtliche Paare gibt.

    Ich wünsche mir nachwievor einen rein politischen Massenprotest für die Eheöffnung in Deutschland. Denn nur so können wir Druck auf die Politikelite dieses Landes ausüben, die uns viele weitere Jahre willkürlich rechtlich schlechter behandeln will, und das ist einfach inakzeptabel. Im Ziel, gleiche Rechte für gleichgeschlechtliche Paare, sind wir uns einig. Doch wir sollten uns wirklich überlegen, dass es einfach nicht genügt jedes Jahr eine CSD-Saison zu machen, um gleiche Rechte zu bekommen. Es genügt einfach nicht. Der CSD übt kaum Druck auf die Politik aus. Und wenn wir nicht deutlich mehr tun, dann wird das in Deutschland auch noch viele weitere Jahre so bleiben, zumal Merkel im Jahr 2017 erneut als Bundeskanzlerin antreten könnte. Wer weiß, vielleicht erhält sie dann sogar die absolute Mehrheit. Bei der Bundestagswahl im letzten Jahr sind wir nur knapp an einer absoluten Mehrheit für die Union vorbeigeschrammt. Und die SPD benutzt nun unsere Wählerstimmen für die SPD um im Bundestag gegen gleiche Rechte für uns zu stimmen. Wollt ihr das einfach so akzeptieren?

    Wir brauchen einen rein politischen Massenprotest für die Eheöffnung mit mehr als hunderttausend Teilnehmern. Warum schließen sich nicht alle CSD-Organisatoren zusammen und beschließen wenigstens ein Mal einen solchen rein poitischen Massenprotest für die Eheöffnung zu organisieren, d. h. keinen CSD, sondern etwas viel Politischereres. Natürlich müssen auch möglichst viele Heterosexuelle mitmachen. Ohne Massenproteste gibt es auch keine öffentliche Debatte. Und ohne öffentliche Debatte gibt es auch in absehbarer Zeit keine gleichen Rechte.
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