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  • 26. August 2014 9 2 Min.

LGBT kämpfen öfter mit Schwermut als andere - als Grund nennen Wissenschaftlicher die anhaltende Diskriminierung von sexuellen Minderheiten (Bild: gazeronly / flickr / by 2.0)

Trotz zunehmender gesetzlicher Gleichstellung liegen LGBT in den USA beim Wohlfühlindex hinter Heterosexuellen. Am größten sind die Unterschiede bei Frauen.

Wer sich in den USA als lesbisch, schwul, bi- oder transsexuell identifiziert, fühlt sich durchschnittlich weniger wohl in seiner Haut als andere. Das ist das Ergebnis einer Untersuchungen des Meinungsforschungsinstituts Gallup unter 84.000 Amerikanern, darunter knapp 3.000 LGBT.

Demnach liegt der Wohlfühlindex bei LGBT bei 58 von 100 Punkten – bei Nicht-LGBT dagegen bei 62. Bei Frauen ist der Unterschied mit 57 zu 63 größer als bei Männern (59 zu 61).

Der Wert wird aus fünf Faktoren errechnet, die etwa finanzielles oder soziales Wohlbefinden einschließen, aber auch das Gefühl, dass das Leben sinnvoll ist. Den größten Unterschied gibt es beim sozialen Wohlbefinden: Hier liegt der Wert bei LGBT bei 29, bei Nicht-LGBT aber bei 39. Auch hier ist der Unterschied bei Frauen mit zwölf Punkten größer als bei Männern mit acht Punkten.

Beim körperlichen Wohlfühlfaktor gibt es große Unterschiede zwischen Frauen und Männern: Bei schwulen, bi- oder transsexuellen Männern liegt der Index bei 26 Punkten, bei anderen Männern ist er mit 28 Punkten nur wenig höher. Größer ist aber die Differenz bei Frauen: Hier werden in der Gruppe der Lesben, Bi- und Transsexuellen 24 Punkte gemessen, bei der Vergleichsgruppe aber mit 36 Punkten ein erheblich höherer Wert.

In der Vergangenheit zeigten Studien aus mehreren Ländern bereits, dass Schwule und Lesben öfter krank sind als Heterosexuelle (queer.de berichtete). Außerdem wird in dieser Gruppe stets ein höherer Alkohol- und Drogenkonsum gemessen als in der Vergleichsgruppe (queer.de berichtete). Forscher gehen davon aus, dass diese Unterschiede vor allem auf die gesellschaftliche Diskriminierung von sexuellen Minderheiten zurückzuführen sind. Eine US-Studie fand heraus, dass Schwule und Lesben in besonders homophoben Regionen des Landes im Durchschnitt zwölf Jahre kürzer lebten (queer.de berichtete).

Einen Wohlfühlfaktor unter Homosexuellen haben britische Forscher identifiziert: Homo-Paare sind nach einer Untersuchung der Open University durchschnittlich zufriedener mit ihrer Beziehung als Hetero-Paare (queer.de berichtete). (dk)

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