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Wir werden nie erfahren, was aus den beiden wird - denn was in Las Vegas passiert, bleibt in Las Vegas... (Bild: Las Vegas Convention and Visitors Authority)

Führende Tourismusunternehmen in Las Vegas sehen es inzwischen als großen Standortnachteil an, dass im Nevada Schwulen und Lesben die Eheschließung weiterhin untersagt ist. Die Stadt wirbt aber gezielt um LGBT-Touristen.

Das Fremdenverkehrsamt von Las Vegas spricht derzeit in einer Werbekampagne gezielt schwule Männer als Touristen an. Im schwul-lesbischen TV-Sender Logo und dem unter Schwulen besonders beliebten Sender Bravo hat das Amt einen 30-sekündigen Spot geschaltet, der bereits vor zwei Monaten auf Youtube gestellt wurde.

Darin wird ein heterosexuelles Paar gezeigt, das in einem Hotel auf das Einchecken wartet. Nachdem die Frau zur Toilette geht, taucht neben ihrem Partner ein gut gebauter Mann auf – und die Hotelrezeptionistin hält die beiden für ein Paar. Danach schauen sich beide doppeldeutig an, bevor der Satz "Was hier geschieht, bleibt hier" eingeblendet wird.

Reiseunternehmer halten allerdings die Politik ihrer Regionalregierung für ein großes Hindernis, um mehr Schwule und Lesben anzuziehen. Sie beklagen, dass Homosexuelle im Hochzeitsparadies nach wie vor nicht den Bund fürs Leben schließen dürfen: "Wir sind an einem Punkt im Staate Nevada, an dem unsere Gesetze über das Eherecht unsere erfolgreichste Industrie nicht konkurrenzfähig machen", erklärte Michael Weaver von "Wynn Resorts" gegenüber der Nachrichtenagentur AP. "In Nevada muss Resorts, Restaurants, Partyservices, Floristen, Fotografen und Musiker endlich erlaubt werden, mit den 19 Staaten zu konkurrieren, in denen die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet wurde", so Weaver.

Youtube | So wirbt Las Vegas um schwule Touristen

- Werbung -

Konkurrenz zu Atlantic City

Andere Unternehmer weisen auf einen Standortnachteil gegenüber Atlantic City hin, der anderen großen Zockerstadt der USA. Diese befindet sich in New Jersey, wo bereits seit vergangenem Jahr die Ehe geöffnet wurde. Die Stadt hat seither in sozialen Netzwerken vermehrt um schwule und lesbische Besucher geworben.

Inzwischen versuchen viele Betriebe, das Ehe-Verbot mit sogenannten "Commitment Ceremonies" zu lockern. Diese sind rechtlich nicht bindend, enthalten aber den ganzen Prunk einer typischen Las-Vegas-Hochzeit. Auf der Website des Fremdenverkehrsamts werden Pakete angeboten, bei denen auch ein Besuch eines Konzertes von Schwulenikonen wie Cher oder Elton John vorgesehen ist.

Derzeit laufen in Nevada wie in allen anderen Ehe-Prohibitionsstaaten von Homo-Paaren angestrengte Gerichtsverfahren. In den letzten Monaten gab es hier bereits dutzende Siege für die Gleichstellungsbefürworter, zuletzt in Florida (queer.de berichtete). Es könnte allerdings noch Jahre dauern, bis der Supreme Court eine allgemeingültige Entscheidung trifft. (dk)

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#1 Oliver43Anonym
  • 27.08.2014, 13:47h
  • Las Vegas lohnt sich durchaus und wer dorthin fliegt, sollte einen Abstecher zum Hoover-Staudamm machen.

    Aber in der Tat, die Pazifikstaaten Washington, Oregon und Kalifornien sowie der Bundesstaat Hawaii haben die Ehe geöffnet und das ist in der Tat ein klarer Standortnachteil für Nevada, wo es bisher nur ein Lebenspartnerschafts-institut gibt.
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#3 Gerd NunmehrAnonym
  • 27.08.2014, 14:03h
  • Antwort auf #1 von Oliver43
  • "Las Vegas lohnt sich durchaus und wer dorthin fliegt, sollte einen Abstecher zum Hoover-Staudamm machen."

    Hoover lässt nunmehr tief blicken!
    ---> #2

    2016 wird man die beidseitige, tellergroße Eva-Brunne-Medaille sehen, die ich bei meinem ersten Besuch über meinen Rücken da reingeworfen habe..

    Das hat damit zu schaffen, dass ich das mal in Rom gesehen habe, da wo die das auch machen.
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