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  • 30. August 2014 30 2 Min.

Gina Parody (l.) und Cecilia Alvarez Correa

Wirtschaftsministerin Cecilia Álvarez Correa und Bildungsministerin Gina Parody haben sich als lesbisches Paar geoutet.

In Kolumbien haben zwei Mitglieder der Regierung ihre Liebe zueinander öffentlich gemacht: Cecilia Álvarez Correa, die Ministerin für Wirtschaft, Industrie und Tourismus, sagte am Freitag in einem Radiointerview, Gerüchte über eine Beziehung von ihr mit Bildungsministerin Gina Parody seien zutreffend.

Die beiden Frauen waren vom liberalen Präsidenten Juan Manuel Santos erst am 11. August in ihre jeweiligen Ministerposten ernannt worden. Beide Frauen stammen aus Bogota, die 40-jährige Parody hatte dort vor drei Jahren sogar um das Amt des Bürgermeisters kandidiert – als unabhängige Kandidatin, nachdem sie aus einer liberalen Partei, für die sie als jüngstes Mitglied im Senat saß, ausgetreten war. Die Rechtsanwältin war 2002 in das Repräsentantenhaus gewählt worden.

Die 20 Jahre ältere Alvarez Correa, eine Industrietechnikerin, war in der vorherigen Legislaturperiode bereits als Verkehrsministerin tätig. Das weltweit beispiellose doppelte Coming-out ist zugleich das erste Mal, das ein Mitglied der kolumbianischen Regierung die eigene Homosexualität öffentlich macht.

Lob für den Präsidenten

Das Coming-out kam allerdings nicht ganz freiwillig. Im Magazin "Pulse" hatte der Journalist Alfredo Molano geschrieben, es sei das Schönste an der neuen Regierung, dass zwei Ministerinnen ein Paar seien. In politischen Kreisen war die Beziehung offenbar schon länger bekannt.

In dem Interview sagte Álvarez Correa, sie wundere sich, dass Medien nur bei Frauen über entsprechende Gerüchte nachhaken würden. "Warum fragt man so etwas nicht Männer? Ich frage mich, wie viele schwule Männer es bereits in der Regierung gegeben hat."

Die Ministerin sagte, beide Frauen seien sehr unabhängig und ließen sich in ihrer Arbeit nicht von der Beziehung beeinflussen. Sie lobte auch den Staatschef: "Ich danke dem Präsidenten, weil er sich nie um unsere persönlichen Angelegenheiten geschert, sondern unsere beruflichen Qualitäten gesehen hat."

Zwei historische Tage in Folge

Mit Spannung wird nun erwartet, wie sich das Doppel-Coming-out auf die Politik Kolumbiens auswirkt. In der letzten Legislaturperiode war im Senat eine Initiative zur Öffnung der Ehe für schwule und lesbische Paare gescheitert, obwohl das Verfassungsgericht die Ehe-Öffnung oder die Einführung einer Lebenspartnerschaft mit gleichen Rechten bis zum Sommer gefordert hatte (queer.de berichtete). Seitdem haben Gerichte in Einzelfallentscheidungen bereits lesbischen und schwulen Paaren Eherechte zuerkannt.

Am Donnerstag ging das Verfassungsgericht derweil einen Schritt weiter: Es gestand einem lesbischen Paar aus Medellín, das in Deutschland eine Lebenspartnerschaft eingegangen war, erstmals das Recht auf eine Stiefkindadoption zu. (nb)

-w-

#1 Oliver43Anonym
  • 30.08.2014, 16:36h
  • Interessant...

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    Warum kommt eigentlich das benachbarte Venezuela kein Stück weiter; auch in Bolivien passiert nichts und ebenso in Kuba und in Nicaragua sind keine Fortschritte zu sehen.

    Es fällt sehr auf, dass gerade die Länder in Lateinamerika, die sehr weit LINKS regiert werden, keine Partnerschaftsgesetze/Eheöffnungen umsetzen und es doch eher die MITTE regierten Länder in Südamerika sind, die vorankommen. Soviel zum Thema "Kommunismus und Linke Regierungen"...
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