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Kommentare zu:
Weltweite Unterstützung für ausgestoßenen schwulen Teenager


#1 BaksisProfil
  • 30.08.2014, 21:01h
  • Ich habe mir dieses Video vor ein paar Tagen (oder gestern?) reingezogen und ich fand es -trotz der Tatsache, was ich alles so mitbekommen habe - entsetzlich und eklig!

    Nach 20 Sekunden wollte ich eigentlich abbrechen, die religiösen Argumente seiner Stiefmutter waren nicht auszuhalten!!!!

    Was für ein Recht sie sich doch bitte da herausnimmt?!
    Ich hätte zurückgeschlagen!!!

    Ich finde es aber gut, dass er es veröffentlicht hat, bleibe aber ein weiteres Mal erstaunt darüber, wie krass einige Amerikaner sein können.
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#2 Danny387Profil
  • 30.08.2014, 21:03hMannheim
  • Entsetzlich, dieses Video!! Und das ist ja mit Sicherheit nur die Spitze des Eisbergs, was dieser junge Mann durchgemacht hat. Und wie diese Eltern dann ihren Rauswurf mit "Gottes Schöpfung" begründen ... da könnte man echt verzweifeln.
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#3 TheDadProfil
  • 30.08.2014, 22:33hHannover
  • Antwort auf #1 von Baksis
  • ""wie krass einige Amerikaner sein können.""..

    Nein, nicht Amerikaner..

    Sondern Eltern und Familien..

    Denn solche Situationen erleben LGBTTIQ-Menschen überall auf der Welt..

    Und es ist gut wenn diese ungeachtet der vermeintlichen "Persönlichkeitsrechte" dieser Eltern und Familien öfentlich gemacht werden, denn zuerst werden hier immer die Persönlichkeitsrechte des Betroffenen missachtet !

    Die Welle der Unterstützung und die spontanen Spenden sind beeindruckend..
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#4 Thomas_BovermannEhemaliges Profil
  • 30.08.2014, 22:43h
  • Bei RTL-Aktuell bei Facebook läuft eine heftige Diskussion. Das hatte ich gestern Abend dort gepostet: "Manche Eltern und Kommentatoren leben noch im Mittelalter. Dieses Beispiel zeigt, dass die Homophobie noch lange Bestand haben wird. Leider machen sich das immer wieder rechtsradikale und manche Leute aus östlichen Nationalitäten und Kulturen zu nutze, um weltweit gegen Schwule, Lesben und Transgender zu hetzen, um ihre eigene politische oder kulturelle oder religiöse Ideologie damit durch zu drücken. Zum Glück sind viele Leute mittlerweile tolerant und bilden sich ihre eigene Meinung - besonders in den westlichen Ländern, wo Vorurteile immer mehr abnehmen. Trotzdem muss noch eine Menge gegen Homophobie getan werden. Gegen die Verbreitung von homophober Hetze bis hin zu Straftat-relevanten Äußerungen muss Facebook und RTL - aber auch die Gesellschaft stärker vorgehen. Der Junge im Video hat alles richtig gemacht. Er wollte nur sein Coming Out bei den Eltern. Wie herzlos, unmenschlich und ideologisiert müssen solche Eltern und Großeltern sein ? Wer war in der Vergangenheit der geistige Brandstifter in dieser Familien-Generation, dass man so mit seinem eigenen Sohn umgeht und nur weil er schwul ist, dann verprügelt und aus dem Haus wirft? Welche Rolle spielte dabei die katholische Kirche in den USA? Deren höchst zweifelhafte Rolle - wenn es um Homosexualität geht - muss deutlich von der Gesellschaft hinterfragt werden !!!"
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#5 KokolemleProfil
  • 30.08.2014, 23:59hHerschweiler
  • The Parents of this poor guy are arscholes. Who did allow this parernts to missbehave like this? to tell the son how he must life? And this excuses with Jesus and God is bullshit. Did they meet God personally to ask him? I am shure that God woun`t anything agains Gays because if he has anything against them he woun`t allow that they exist. But they exist and this is very good.
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#6 Jan94Anonym
#7 David77Anonym
  • 31.08.2014, 01:33h

  • PERSÖNLICHKEITSRECHTE?!? Das haben die eltern verwirkt!! wo wird denn sein persönlichkeitsrecht von den eltern bewahrt? Die familie sollte publik an den pranger gestellt werden. Ich bin solche meldungen leid. Wann liest man endlich mal, dass wir zurückschlagen?! Man sollte vor deren haus plakate aufstellen. So wie es religiöse fanatiker gerne tun. Und die du-tube-kommentare sind mal wieder unterirdisch.
    und wieso stiefmutter? Etwa 2.ehe? Scheidung? So "christlich" kann deren sexualmoral nicht sein.
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#8 AndyAnonym
  • 31.08.2014, 07:55h
  • Erschreckend sind die zahlreichen hasserfüllten Kommentare von religiösen Fanatikern. Ich frage mich, wieso die ganzen Christen täglich Videos zum Thema Homosexualität im Netz anschauen und dort ihre Kommentare hinterlassen. Das scheint bei vielen ja schon eine Obsession zu sein. Und natürlich erfüllen viele wieder Stereotype, denn die Familie kommt dem Dialekt nach aus dem Süden, wo ja besonders viele christliche Fanatiker herkommen.
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#9 daVinci6667
  • 31.08.2014, 08:11h

  • Sehr beeindruckendes Video das mich tief traurig macht.

    Geschissen auf die Persönlichkeitsrechte von sogenannten Eltern! Mich interessiert nur das Wohlergehen ihrer Söhne!

    Wer weiss, wie seine religiotischen Eltern reagieren werden soll ruhig sein Coming-Out mit Handy-Aufzeichnung planen und seine "Eltern" vor der ganzen Welt blossstellen. Ein paar hundert solcher Videos könnten auch politisch enorm viel bewirken.

    Alle die glauben dass solches vor allem in den USA passiert, irren gewaltig. Fragt Robby zum Beispiel.

    Jeden Tag werden auch in Europa LGBTI von herzlosen "Eltern" zu "Homoheilern" geschleppt oder eben gleich mit Schimpf und Schande aus dem Elternhaus geworfen.

    Dieser Junge hatte Glück und hat sein Leben im Griff und muss nicht betteln. Er ist auch bald kein Teenie mehr. In unseren Stödten gibt es jedoch 12 jährige die ganz alleine unterwegs sind und oft irgendwann auf dem Strich landen. Viele sind auch hier LGBTI und viele, aber längst nicht alle, kommen aus dem Osten.

    Ich verlange dass ein Grossteil der Steuern von uns LGBTIs auch für uns verwendet werden! Ich hab es so satt dass ich, obwohl ausgetreten, damit unsere Feinde, z.B. die Kirchen mitfinanzieren muss, statt dass damit z.B. solche rausgeworfenen schwulen Jungs sicher untergebracht und versorgt, psychologisch betreut und ihnen eine Ausbildung finanziert wird.

    Es gibt noch so viel zu tun! Wer glaubt mit einer Eheöffnung sei dann alles erreicht, sei eines besseren belehrt.
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#10 FinnAnonym
  • 31.08.2014, 10:00h
  • Schlimm!

    Wie verblödet und religiös-ideologisch verblendet kann man sein, um seinem eigenen Kind sowas anzutun und sein eigen Fleisch und Blut so zu behandeln?!

    Der ist derselbe wie er all die Jahre war.
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#11 Fred i BKKAnonym
  • 31.08.2014, 10:15h
  • ...man kann gut leben mit

    unglaeubigen Christen
    unglaeubigen Moslimen
    unglaeubigen Juden
    unglaeubigen Hindus

    usw...

    aber wehe ,du hast es mit "echt glaeubigen" zu tun...

    es gibt fuer mich nur einen Satz der meiner Erfahrung in 65 Lebensjahren zu Grunde liegt:

    ..und am siebenden Tage schuf der Satan die Religionen...
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#12 FoXXXynessEhemaliges Profil
#13 schwarzerkater
#14 Danny387Profil
  • 31.08.2014, 11:01hMannheim
  • Antwort auf #4 von Thomas_Bovermann
  • Die kath. Kirche spielt in den USA keine große Rolle, und schon gar nicht in Georgia, wo Daniel Pierces Familie wohnt. Dort sind evangelikale Fundamentalisten das Problem ("Bible Belt"). Übrigens sind die Staaten des "Bible Belt" auch die Staaten mit der längsten und aggressivsten Rassismus-Geschichte und - nebenbei bemerkt - die Staaten des Ku Klux Klans. Ob es da einen Zusammenhang gibt?
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#15 Tobi CologneAnonym
#16 MeineFresseAnonym
  • 31.08.2014, 12:22h
  • Das ist eine gute Sache.
    Viele solche Menschen bleiben still und leiden still vor sich hin. Dabei ist das die für sie falsche Strategie und das Umfeld und die Gesellschaft kann es ignorieren.
    So kommt es zu einer realen Auseinandersetzung mit dem Thema und bei einigen vielleicht zur Sensibilisierung.
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#17 hostienschleuderAnonym
  • 31.08.2014, 15:17h
  • Antwort auf #11 von Fred i BKK
  • ..und am siebenden Tage schuf der Satan die Religionen...

    ...und die Zehn Gebote...

    Kindergottesdienst

    Wir wollen den Krieg nicht.
    Das gegnerische Lager trägt die Verantwortung.
    Der Führer des Gegners ist ein Teufel.
    Wir kämpfen für eine gute Sache.
    Der Gegner kämpft mit unerlaubten Waffen.
    Der Gegner begeht mit Absicht Grausamkeiten, wir nur versehentlich.
    Unsere Verluste sind gering, die des Gegners enorm.
    Künstler und Intellektuelle unterstützen unsere Sache.
    Unsere Mission ist heilig.
    Wer unsere Berichterstattung in Zweifel zieht, ist ein Verräter.
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#18 GuyofCultureAnonym
  • 31.08.2014, 16:33h
  • Das Problem an dem Fall Daniel Pierce ist, dass wir alle denken, dass gibt es nur im Bible-Belt der USA, weil dort alles verbrämte Protestanten sind. Ich würde mal behaupten, dass sowas auch im Westen Europas durchaus üblich ist und das nicht nur in Familien, nein auch Nachbarschaften, Schulen, Ausbildungsbetrieben und Arbeitsplätzen kann- oftmals- eine gewisse auch psychische und nicht selten physische Gewalt vorliegen. Von den Südländern wie Italien, Spanien, Griechenland etc. will ich gar nicht reden. Aber ein junger Deutscher, 19 Jahre, der in Neu-Brandenburg oder Demmin lebt, also im tiefsten Mecklenburg, kann ziemlich allein auf weiter Flur sein und durch ein öffentliches Outing in große Schwierigkeiten geraten. Das gilt auch für den Westen, vor allem in ländlichen Gebieten in Bayern und B-Württemberg durchaus bis heute. Ich glaube, wir sollten unseren Blick nicht immer nur nach Russland richten, sondern auch gucken, was bei uns zuhause abgeht. Warum gibt es heute noch viele, auch recht junge Schwule, die auf Callboys angewiesen sind? Weil sie es nicht öffentlich leben können, trotz aller Offenheit, die uns durch Staat und Medien vorgegaukelt werden. Ein paar schwule Politiker, Sportler, Schauspieler, Sänger, Schriftsteller machen den Hasen auch nicht fett, weil die in aller Regel ein ganz anderes Leben führen, sich anders schützen können und vor Verfolgungen bewahrt sind. Ich glaube nach dem Fall Pierce wird auch hierzulande in der Szene ein Umdenken eintreten und man wird endlich fragen, wo hierzulande noch die Probleme liegen. Und diese müssen unbedingt benannt werden. Danke queer.de, dass ihr so ausführlich berichtet habt. PS: Noch ein kleiner Einwurf zu Homophobie und Ausland: Nach dem Militärputsch in Honduras sind einige Schwulenaktivisten ermordet worden, wohlmöglich mit Billigung des Staates und des Westens, der das Regime bis heute unterstützt. Davon liest man nix in den Zeitungen!
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#19 jack9577Ehemaliges Profil
  • 31.08.2014, 17:44h
  • Absolut schrecklich.. Der junge Mann geht durch so viele Höllen..
    Und in Stuttgart wird bald wieder gegen eine vernünftige Aufklärung demonstriert !!! Dabei kann nur eine aufgeklärte Gesellschaft solche homophoben Ansichten ablegen.
    So viel Leid, Schmerz.. und auch so viele Selbstmorde.. die Kirche und homophobe Menschen haben so viel Blut an ihren Händen !
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#20 ABCXYZAnonym
  • 31.08.2014, 18:36h

  • Und deshalb gibt es keinen anderen Weg, als von der Politik so einiges zu verlangen. Schließlich zahlen wir ziemlich ordentliche Steuern.

    Gesetze ändern in Richtung Gleichstellung ist EIN Bereich.

    Ein weiterer, wie Bericht und Beiträge hier zeigen, ist Schule und Ausbildung.

    Und genau hier sehe ich enormen Bedarf. Es reicht zur Zeit überhaupt nicht, nur Lehrpläne zu reformieren oder maximal ein einziges Mal pro Schuljahr auf die weitgespannte Themen- und Problemvielfalt von LGBTI hinzuweisen.

    Ich komme immer mehr zu der Überzeugung, dass nur ganz neue Wege eine positive Änderung erreichen.

    EIGENE Schulen für junge LGBTI.

    EIGENE Klassen für junge LGBTI.

    EIGENE Lebensgemeinschaften in EIGENEN modernen Wohnräumen.

    EIGENE Internate für junge LGBTI.

    EIGENE berufliche Ausbildungsgänge für LGBTI.

    Und nicht zuletzt dann auch EIGENE BERUFSFELDER für LGBTI.

    Alles, was heutzutage gedacht und gemacht wird, ist viel zu klein gedacht. GROSSE Entwürfe sind n-o-t-w-e-n-d-i-g !-!-!-!-!

    Das Thema LGBTI ist kein Randthema, sondern ein BASISTHEMA. Für JEDE Gesellschaft.

    Leitet bitte Eure Gedanken in DIESE Richtung.
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#21 Robby69Ehemaliges Profil
  • 31.08.2014, 19:18h
  • Antwort auf #6 von Jan94
  • Das kannst Du auch nur behaupten, weil Du anscheinend das Glück hattest, keine religiotischen Prügel-Eltern zu haben. Recherchier lieber mal, bevor Du hier solche unwahren Behauptungen aufstellst, ohne überhaupt einen Dunst zu haben, wovon Du redest bzw. schreibst.
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#22 daVinci6667
  • 31.08.2014, 19:22h
  • Antwort auf #18 von GuyofCulture

  • Sehr wahr was du schreibst. Von der Realität an unseren Schulen, Lehrbetrieben, in den Familien, Kirchen etc. will man nichts hören. Die Gesellschaft GIBT sich gerne tolerant und aufgeschlossen, IST es aber nicht

    Und selbst da, wo man sich sicher fühlt kann man sich schlussendlich doch vielleicht nur ungeheuerlich getäuscht haben. Homophobie ist leider völlig unberechenbar.

    Ein Beispiel aus unserem Freundeskreis, nicht in Timbuktu sondern hier in der Schweiz (und zwar ohne jeglichen Migrationshintergrund) hat mir diesen Sommer sehr zu denken gegeben und tut es immer noch.

    Ein guter Freund von uns erzählte bei einem Kaffee unter Tränen davon, dass der katholische Vater seines Freundes nach bald zwanzig Jahren plötzlich den Kontakt zu den beiden abbrach und seinem eigenem Sohn auch nichts mehr vererben will.

    Auslöser war eine rheumatische Erkrankung die jeden von uns treffen kann. Doch leider bildet der sich plötzlich ein, sein Sohn könnte wieder gesund werden, wenn er bloss seinen schwulen Lebenswandel aufgäbe. Das wäre wohl eine Strafe Gottes!

    Alles war also jahrelang nur grässlichste Heuchelei. In Wahrheit hat dieser Vater seinen schwulen Sohn und dessen Freund nie akzeptiert.

    Ich behaupte in der Politik wird uns gegenüber dasselbe heuchlerische Spiel gespielt. Ansonsten wäre die gleichgeschlechtliche Ehe längst eingeführt!
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#23 Homonklin44Profil
  • 31.08.2014, 19:30hTauroa Point
  • Antwort auf #20 von ABCXYZ
  • Auch wenn ich lange, lange in eine Richtung dachte, die Menschen über Bildung und Aufklärung in einen allmählichen Prozess hin zur Akzeptanz von Natur-Alterismen bringen könnte ...

    Ich glaube, Du hast Recht. Die meisten, die Schwule wegen religiösen Dogmen ablehnen, gehen in ihren Aussagen häufiger dazu hin zu sagen, dass es mit ihnen nie gehen würde, und deshalb die Gegenhaltung bestehen bleibt.

    Man kriegt ja auch in dem Video mit, dass die religiöse Überzeugung der Familie die von dem Jungen geschilderten wissenschaftlichen Erkenntnisse überhaupt nicht gelten lässt. Mit Vernunft, Geduld und sanfter Pädagogik ist man an der Geistesprägung der Religiösen verloren.

    Gestern hatte ich ein Gespräch mit einem Bekannten, der meint, Religion, einemal im Kopf installiert bzw. introjiziert, sei nicht heilbar, bzw. der Einfluss auf ein balanciertes Welt-Erkennen ist dann gewissermaßen blockiert. Diese Leute tun alles, um ihr geschlossenes Weltbild zu beschützen, auch wenn sie die eigenen Angehörigen dafür verletzen müssen.

    Ich denke, Du hast Recht. Wir müssen solchen einsichts-unfähigen Menschen den Rücken zukehren, und die Energien für unser Wohl bündeln!
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#24 MeineFresseAnonym
  • 31.08.2014, 19:43h
  • Antwort auf #20 von ABCXYZ
  • Den Vorschlag habe ich auch mal gemacht, aber was kommt danach oder neben der schule? Man kann den anderen ja nicht aus dem Weg gehen.
    Wenn man jahrelang komplett in Parallelwelten gelebt hat und zwar beide Gruppen und plötzlich in der Arbeitswelt muss man sich arangieren, schiebt man die Konfrontation nur auf.
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#25 Homonklin44Profil
  • 31.08.2014, 19:43hTauroa Point
  • Das macht mich jedes Mal traurig und weckt Erinnerungen an die Zeit des 'Coming out'-Versuchs, ja, leider gib es das nicht nur im Bible-Belt oder bei den Strenggläubigen.

    Irgend ein Missverständnis scheint es über die Themathik gegeben zu haben, wo sie über die Facebook-Einträge und das Thema Option/Wahl
    ( zum Schwulsein) reden. Da scheint die ältere Frau was falsch verstanden zu haben, was Daniel mit seinem Vater a Issues hatte.

    Dass er's aufgezeichnet hat, war das Beste, was er tun konnte. Es muss gezeigt werden können, was wirklich geschieht, sonst wird hinterher immer alles verharmlost und umgedeutet.

    Verstörend, ja, aber leider nicht ungewöhnlich, dass wegen der Eröffnung über ein Lebensdetail der gesamte Mensch in der Ansicht religiös Verbimmelter wie gestorben gesehen wird. All die Liebe, die man diesem Menschen während er ohne den Zusatz +homo+ bekannt war, gereicht hat, wird in der typischen Weise entsagt, in der Gläubige ihre Mitmenschen bestrafen, falls diese in irgend einer Weise 'abtrünnig' werden.

    Da sagt die Alte noch, sie hätte Freunde, die schwul sind. Aber es sind Freunde, sie sind nicht verwandt mit ihr... als macht das einen gravierenden Unterschied. Und woher will se wissen, dass ihr lieber Gott niemand so macht?

    Ich hoffe, Daniel kommt über die Spenden-Sache bei richtigen Menschen unter, für die eine einzige, vollkommen friedfertige Eigenschaft nicht über den Wert seiner Person entscheidet!
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#26 ANDXYZAnonym
  • 31.08.2014, 20:14h
  • Antwort auf #24 von MeineFresse

  • Schluss mit dem Einzelgängertum.
    Schluss mit dem Einzelkämpfertum.

    Wo kämen wir hin, wenn alle nur fragen: Wo kommen wir dann hin? ... und alle bleiben, wo sie sind, weil ja das Ziel, das Ergebnis dieser neuen Reise, so unsichtbar im Nebel wabert, dass man es für ein illusionäres Hirngespenst halten könnte.

    Also lieber die Entscheidung treffen: Wir bleiben beim "Alt-Bewährten"... Aber das hat sich tatsächlich bisher NIE BEWÄHRT.
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#27 GuyofCultureAnonym
  • 31.08.2014, 20:20h
  • Erschrecken kommt heute dazu, dass in Sachsen die AFD im Landtag nun sitzt und die Rechtsaußen von der NPD wohl auch drinnen sind. Wie muss sich ein homosexueller Mensch (dabei ist es egal, wie alt er ist, da er grundsätzlich betroffen ist), der das Bundesland nicht verlassen kann, fühlen? Sicher, Leipzig, Dresden und Chemnitz sind Großstädte, haben Studenten, d.h. die Durchmischung mit Menschen mit einer anderen Sichtweise ist wohlmöglich da. Und doch, jeden Schwulen überkommt ein Unbehagen. Vor allem den öffentlich geouteten bzw. offen schwulen. Deutschland rückt zusehends nach rechts und wir Schwulen könnten in 10 bis 15 Jahren in die Situation kommen, wieder Grundlagen unserer Selbstbestimmung erkämpfen zu müssen (siehe § 175 z.B.), von der gleichgeschlechtlichen Ehe will ich gar nicht reden. Leider sehen das zuwenige Menschen wirklich ein. Es nutzt einem 20 jährigen auf dem Land nix, wenn er seine Liebe zu seinem Freund vom Staat leben kann, wenn die Eltern oder der Knecht oder Kollege ihm nachstellen und misshandeln und er nicht fliehen kann, weil er kein Geld hat oder nicht genug oder eine ganz leichte Behinderung (z.B. hinken, leichter Gehörschaden), der ihn zwingt, in einer gewissen Abhängigkeit zu sein. Das sind Ausnahmefälle, wird de eine oder andere einwerfen, vielleicht ist das so, aber für den einzelnen Menschen ist das schon schwierig. Die nächsten Jahre sind entscheidend dafür, wie es hier weitergeht. Gelingt es uns nicht, noch aufmerksamer, vorsichtiger zu sein und gleichzeitig vielleicht auch etwas schlauer als sonst, dann könnte das auch nach hinten losgehen. Daniel Pierce hingegen möchte man den ganzen Tag nur drücken, der tut mir echt leid. Gut das er einen Freund hat und jetzt vielleicht ein stolzes und selbstbestimmtes Leben führen kann.
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#28 Miguel53deProfil
  • 01.09.2014, 02:29hOttawa
  • Evel people, diese so genannten Eltern. Raus, raus, raus, so traurig das auch ist. Da sieht man, was Gottesglaube aus manchen Menschen macht. Bittere und bitterboese Wesen, die keinerlei Mitgefuehl kennen. Die aber auch ihre Bibel,nicht wirklich kennen.
    Intellektuell und humanistisch unterste Schublade.
    Im Grunde auch zum Fuerchten, weil man den Eindruck gewinnt, dass diese Kraefte mehr und mehr an Zulauf gewinnen. Nicht nur in den USA.
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#29 stromboliProfil
  • 01.09.2014, 06:48hberlin
  • Antwort auf #10 von Finn
  • " Der ist derselbe wie er all die Jahre war."
    das lieber finn wird er mit sicherheit nicht mehr sein..
    und das íst auch gut so!

    Die nabelschnur an dieses verlogen und selbstgerechte natterngezücht das sich "seine familie nennt, ist erst mal durchtrennt!
    Bleibt die frage, ob der junge mann die videoaufnahme als selbstvergewisserung der erbärmlichkeit seiner familie gedreht hat, quasi "verewigung unwiederrufbarer tatsachen ", die helfen die eigene entscheidung zu untermauern, oder als hilflose krücke , um irgendwann doch wieder in den heimatlichen schoß kriechen zu können...
    "Zu seinen Eltern will Pierce seit dem Vorfall keinen Kontakt gehabt haben. "Der Ball liegt nun bei ihnen", sagte er am Freitag in einem Interview".

    Jene die selbst im eigenen "zuhause" jemals diese art auseinandersetzungen geführt haben, ist der "zeitfaktor" bekannt, der im nach hinein alles trübt oder verklärt.
    Da muss der junge mann nun selbst durch, klären was wichtig und was vergangenheit!
    Vieleicht verhindert eine solche dokumentation ja auch solche verklärungsversuche..

    Was mir nicht einleuchtet ist der satz der redaktion: "Fraglich ist auch, ob Pierce sich mit dem Video selbst einen Gefallen getan hat."
    ???
    Weil er sich so den weg der "rückkehr in seine familie verbaut"?
    Wie erbärmlich solches ansinnen!

    Nur mit der in deutschland (!) unsicheren situation der persönlichkeitsrechte begründet, kann-darf der satz so nicht stehen bleiben!

    "Persönlichkeitsrechte der Beteiligten und ... Verbots von heimlichen Tonaufnahmen" , stehen hinter dem menschenrecht auf unversehrtheit der würde und des körperlichen schutzes.
    Beides ist in dem video eindeutig missbraucht seitens der familie und angehörigen!
    Sie ist so auch ein beweismittel!

    Es gibt keine privatheit, keine zu schützende "familiarität" angesichts der ungeheuerlichen übergriffe seitens einem vormals nahestehender personen.
    Das schweigen des familiären mißbrauches zu durchbrechen, ist gerade hier eine verfluchte pflicht!

    LIEBER EIN ENDE MIT SCHRECKEN, ALS EIN SCHRECKEN OHNE ENDE!
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#30 userer
  • 01.09.2014, 10:51h
  • Antwort auf #20 von ABCXYZ
  • Ich glaube nicht, dass Exklusion eine gute Alternative zu Inklusion ist. Untersuchungen zeigen immer wieder, dass es bei Homophobie genau so ist wie bei Rassismus: Wer Schwule oder "Ausländer" kennt, hat weniger Vorurteile gegen sie.

    Wenn LGBT*I sich zurückziehen und für Heteros damit quasi unsichtbar werden, stellen sie sich selbst ein Bein.
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#31 AAAAAnonym
  • 01.09.2014, 13:01h
  • Antwort auf #29 von stromboli

  • Ich stimme zu, dass Missbrauch öffentlich gemacht werden muss. Die Frage ist, in welcher Form und mit welcher Absicht. Schutz für sich und andere? Oder Rache?

    Wird die Welt wirklich sicherer für uns alle, wenn JEDER in jedem Moment damit rechnen muss, dass vermeintlich private Gespräche aufgezeichnet werden und wenn das Gegenüber es für wichtig hält auf youtube veröffentlicht werden, möglicherweise auch nur auszugsweise?
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#32 userer
  • 01.09.2014, 15:44h
  • Antwort auf #31 von AAAA
  • In diesem Fall geht es meiner Meinung nach eher um Selbstverteidigung als um Rache. Missbrauch, auch verbalen, muss man im Zweifel beweien können, was mit dieser Aufnahme gelingen dürfte. Es geht darum, das Opfer zu schützen, nicht die Täter.

    Dies als willkürliche 'Veröffentlichung privater Gespräche' zu bezeichnen, finde ich ziemlich dummdreist.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #31 springen »
#33 AAAAAnonym
  • 01.09.2014, 17:37h
  • Antwort auf #32 von userer

  • Das hatte ich anders gemeint. Die Gesetze gibt es ja aus einem guten Grund. Ich stelle mir nur gerade eine Welt vor, in der z.B. Menschen die so ticken wie die Eltern dieses jungen Mannes - oder ihre empörten Freunde - mich heimlich aufnehmen, wenn ich mal nen schlechten Tag habe, weil man das mittlerweile so macht, um sich abzusichern.

    Das soll in keinster Weise Gewalt relativieren. Nur schaukeln sich Konflikte halt auch hoch. Und mit einem Beweismittel nicht zur Polizei o.ä. zu gehen, sondern ins Internet, wirkt als aktive Eskalation, völlig egal wie gut seine Absicht ist. In seinem Fall vielleicht egal. Ob es anderen Jugendlichen in religiösen Familien besser ergeht, wenn die Eltern die von diesem Vorfall hören vor Wut über diese Schwulen kochen - ich weiß es nicht.

    Natürlich ist Abschreckung erstmal gut. Aber wenn die einzige Motivation von jemandem seine Gewalt zu zügeln es ist, nicht öffentlich beschämt werden zu wollen (was er aus seiner Sicht ja nicht verdient), besteht das Risiko, dass die Gewalt dann an anderer Stelle weitaus aggressiver rauskommt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #32 springen »
#34 ANDXYZAnonym
  • 02.09.2014, 02:26h
  • Antwort auf #30 von userer

  • Wer eine EIGENE Schule, Klasse, Wohn- , Ausbildungs- und Lebensgemeinschaft gefunden hat, muss deshalb nicht automatisch ein Ausgeschlossener sein.

    Wie, wo und wann er, sie es... in Kontakt mit der heterosexuellen Welt tritt, ist AUCH eine EIGENE Entscheidung!

    - Aber manche "Träume" sind ja VIEL zu groß, nicht wahr???

    - "Das ist zu schön, um wahr zu sein" : Das beste Argument, etwas nicht zu tun? Für kleindenkende Menschen war es das immer. Und die "Großdenkenden" reiben sich die Hände, wenn sie an WIRKLICHEN ÄNDERUNGEN in Wahrheit überhaupt KEIN echtes Interesse haben.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #30 springen »
#35 Danny387Profil
#36 Homonklin44Profil
  • 03.09.2014, 01:50hTauroa Point
  • Antwort auf #27 von GuyofCulture
  • Das reicht auf dem Land leider auch, wenn man ganz 'normal' rum läuft und in der Situation ist, dass das Umfeld ein Kokon aus Schöntun und gespielter Toleranz aufzieht, unter dessen Gemäuern jede Nachstellung, Hostilität, latente homophobe Neigung, auch familiäre Gewalt im Verborgenen bleibt.

    Da kann man ja Gesetze und staatlich garantierte Absicherung haben. Wenns die Familie und die Kollegen nicht interessiert.

    Deswegen ziehen wohl so viele in Städte. Man kann es mit diesen religiös beeinträchtigten Menschen des Umfelds versuchen und versuchen, das führt zu nichts Konstruktivem.

    Ich glaube, Daniel hat das genau richtig gemacht. Auch wenn es verdammt hart ist, dass man zu den Menschen keinen Kontakt mehr haben soll, mit denen man aufwächst, und die man vor der Eröffnung als liebendes, Rückhalt bietendes Umfeld kannte. Es dauert ne Zeit, aber hinterher ist man irgendwann froh, so gehandelt zu haben, wenn man die Herkunfts-Gegend hintr sich hat.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #27 springen »

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