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Kommentare zu:
Homophobe Standesbeamtin darf Homo-Paare ablehnen


#31 MiepmiepAnonym
#32 TimonAnonym
  • 02.09.2014, 20:10h

  • Wenn ich ankündige, meinen Job nicht ausüben zu wollen, sollte das ja wohl Kündigungsgrund genug sein.
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#33 FoXXXynessEhemaliges Profil
#34 Baer2014Anonym
#35 Benjamin CarbonAnonym
  • 02.09.2014, 21:36h
  • Ich finde es gut,wenn die homophobe Standesbeamtin aus dem Standesamt entlassen wird und eine Strafanzeige wegen Diskriminierung der sexuellen Orientierung bekommt;es ist auch ok,wenn Homopaare heiraten dürfen und wollen.MfG Benjamin Carbon
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#36 BellaDonna
  • 02.09.2014, 22:56h
  • Natürlich darf sie ablehnen - ein Arzt kann sich ja auch weigern, aus religiösen Grunden eine Bluttransfusion vorzunehmen - dann fliegt man aber eben raus.

    Tja...

    Hätte sie abgelehnt, weil die Beiden farbig oder gemischtrassig gewesen wären, hätte das Urteil vermutlich anders ausgesehen
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#37 Katrin
  • 02.09.2014, 23:14h
  • Antwort auf #28 von TheDad
  • Du bist im Irrtum mit deinem Wunsch deutsche Berufsbilder nach England zu übertragen und dem entsprechend zu urteilen. Die Standesbeamtin heißt registry officer und die Verwaltungsangestellte in der Zulassungsstelle heißt licensing officer oder registry officer. Die Eine verwaltet Menschen und die Andere verwaltet Nummernschilder und Fahrzeuge. Ansonsten haben beide die gleiche Qualifikation und den gleichen Status. Es sind Verwaltungsangestellte. Das Berufsbild des Beamten gibt es so nicht wie es das in Deutschland gibt und das ist auch ganz gut so. In Deutschland wurden unsinnige Privilegien geschaffen, die es wo Anders nicht gibt.

    Natürlich hat die Frau das Recht ihren Arbeitsumfang neu zu verhandeln. Als sie den Job bekommen hatte und ihren Vertrag unterschrieben hat, wurden homosexuelle Menschen nicht verheiratet. Ihr Arbeitgeber, also die Gemeinde oder Stadt erweitert jetzt ihren Aufgabenbereich und da hat sie das Recht sich zu melden. Stell dir mal vor, du sollst demnächst ein Team bilden mit einem überzeugten Homogegner und AFD oder CSU Mitglied oder gar NPD Aktivisten und du bist Beamter oder auch nicht. Da beanspruchst Du doch auch das Recht dein verändertes Jobprofil neu zu verhandeln.

    Ich glaube Du hast den springenden Punkt nicht erkannt: Die Frau beansprucht, dass auf sie Rücksicht genommen wird. Sie beansprucht nicht, dass alle so denken müssen wie sie tickt. Sie begehrt auch nicht gegen die Gesetze auf und will die Gesetze auch nicht ändern oder deren Ausführung verhindern, oder die Zeit zurück drehen. Das was die Frau will ist etwas ganz anderes als es zum Beispiel die BW Bildungsplangegner wollen und machen oder die Katholische und Evangelische Kirche. Sie will, dass in einer zivilisierten Gesellschaft auf ihre Eigenart Rücksicht genommen wird und UK ist so weit damit klar zu kommen. Wir hatte vor Jahren eine ähnliche Situation mit den Wehrdienstverweigerern und Deutschland ist nicht damit klar gekommen, so wie unser Queer Forum auch mit der Frau nicht klar kommt. Wir Deutschen brauchen halt noch Zeit bis wir Menschenrechte und die Freiheit und Würde der Person gelernt haben. Der Gehorsam an Obrigkeiten wie Staat und Kirche steckt noch viel zu tief in uns und die Unterpriviligierten werden immer wieder allzu gern zu Unterdrückern wenn sie draufschlagen können.
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#38 sperlingAnonym
#39 stephan
  • 03.09.2014, 07:46h
  • Antwort auf #37 von Katrin
  • "Ich glaube Du hast den springenden Punkt nicht erkannt"

    Das glaube ich in diesem Fall aber schon eher von Dir!

    Dann bist Du also der Meinung, dass Menschen sich also- 'aus Rücksicht auf ihre Eigenart' - weigern dürfen, ihre Dienstobliegenheiten zu versehen? Als Herr Maier Kellner wurde, saßen homosexuelle Paare noch nicht miteinander und deutlich erkennbar miteinander im Restaurant und deshalb hat er das Recht, diese nicht zu bedienen?
    Als Frau Müller Lehrerin wurde gab es an den Regelschulen keine behinderten Schüler und keine Inklusive und deshalb hat sie das Recht keine Behinderten zu unterrichten?

    "Wir Deutschen brauchen halt noch Zeit bis wir Menschenrechte und die Freiheit und Würde der Person gelernt haben."

    Auf diese 'Freiheit' und 'Würde', die andere Menschen verachtet möchte ich gerne verzichten. Es gibt kein Menschenrecht, andere diskriminieren zu dürfen!
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#40 MiepmiepAnonym
  • 03.09.2014, 07:56h
  • Antwort auf #37 von Katrin

  • Es ist unlauter, in diesem Zusammenhang von Menschenrechten, Freiheit, persönlicher Würde und "Unterdrückung" zu reden. Genau dies machen alle Homohasser, die u.a. als Bildungsplangegner in Stuttgart und anderswo - ihre diskriminierenden Ansichten mit dem Verweis auf die "Verletzung ihrer Rechte" und auf den Anspruch auf "Toleranz gegenüber ihren religiösen Gefühlen" verteidigen...
    Im Falle der Mrs Jones ist es doch so, daß die Schwelle der "Unzumutbarkeit" von ihr absurd niedrig angesetzt wird, wie es kein Arbeitgeber hinnehmen müssen sollte, mal ganz abgesehen von der rufschädigenden Wirkung einer Mitarbeiterin, die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit zur Maxime ihres dienstlichen Handelns machen will! Dabei ist es gleichgültig, ob wir von engl. Civil Servants, deutschen Beamten, Angestellten im öffentlichen Dienst oder arbeitnehmern in privatwirtschaftlichen Unternehmen sprechen: Wenn man die "Firmenziele und -politik" des Arbeitgebers oder Dienstherren mißbilligt oder gar unterläuft, ist man für die Organisation ein Klotz am Bein und muss mit Konsequenzen rechnen. Ich kann auf Arbeit auch nich aussuchen, welche Kunden oder Klienten ich "bediene", meine privaten Ansichten habe ich im Interesse der Organisation zurückzustellen. Wenn mir das nicht gelingt, habe ICH ein Problem, nicht der Arbeitgeber.
    Sie hätte - nach Deiner Logik - vielleicht besser kündigen sollen, als solche Mätzchen zu veranstalten. Der Vergleich mit den dt. Wehrdienst berweigerern hinkt zudem gewaltig, weil es sich es dabei teils um zivilen(!) Ungehorsam der Bevölkerung gegenüber staatlichem Zwang zur Kriegsteilnahme/Kriegsvorbereitung, handelt, teils um das gesetzlich verankerte (!) Recht der Wahlfreiheit des Bürgers(!), seinem Gewissen nach pazifistisch zu handeln ... Wenn ich hingegen SaZ oder Berufssoldat bin (was meine freiwillige Entscheidung ist!), kann ich mich NICHT weigern, ne Waffe in die Hand zu nehmen, oder beispielsweise ohne Weiteres selbst raussuchen, ob ich nun am Hindukusch "verteidige" oder nicht.
    Im Bezug auf Mrs. Jones passt der Vergleich zwischen Alltags-Homophobie und -Rassismus wieder sehr gut. "Asians will not be served": Welches Restaurant würde sich sowas heutzutage noch erlauben? Dementsprechend würden sie jeden Kellner feuern, der sich weigerte, aus "persönlichen Gründen" die japanischen Gäste an Tisch 42 zu bedienen, und stattdessen "anböte", derweilen den Boden zu fegen.
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