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Initiative der Rosa Strippe
Dachau: Erinnerung an drei schwule NS-Opfer
- 10. September 2014 1 Min.

Zaun am ehemaligen Konzentrationslager Dachau (Bild: 90215030@N00 / flickr / by 2.0)
In der KZ-Gedenkstätte Dachau wird am Montag eine neue Gedenktafel angebracht, die an drei Rosa-Winkel-Häftlinge aus NRW erinnert.
Die Initiative geht auf die Rosa Strippe im Bochum zurück, die seit vielen Jahren die Biografien homosexueller Opfer des Nationalsozialismus recherchiert. Die 40 mal 50 Zentimeter große Tafel soll an Alfred Quaas aus Essen, Friedrich Wilhelm Erdmann aus Witten sowie Alfred Kremer aus Wuppertal erinnern, die alle drei im KZ Dachau ums Leben kamen.
Die Gedenktafel ist die erste in einem ehemaligen Konzentrationslager, die an namentlich genannte schwule Opfer erinnert. Im KZ Dachau sind 585 homosexuelle Häftlinge namentlich bekannt.
Unterstützt wird das Projekt der Rosa Strippe von den Städten, in denen die drei Männer lebten. Außerdem beteiligt sich Bochums Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz (SPD) mit einer Patenschaft. (cw)















Aber warum nur mit den Namen der drei Bochumer und nicht auch denen der 582 anderen namentlich bekannten Ermordeten?
Es kann wohl nicht sein, dass den Leuten nur nach Herkunftsort gedacht wird?
Oder hat man gar Bedenken, die Männer vor ihren Nachfahren zu outen?
Sehr merkwürdig das.