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Kommentare zu:
Protest gegen Bildungsplan-Gegner: Kommunalpolitiker verurteilt


#61 Adami
  • 15.09.2014, 22:34h
  • Antwort auf #60 von TheDad
  • Vorab: @ David77 im vorletzen Absatz hab ich dir auch direkt geantwortet.

    "Den Unterschied zwischen Deinem "gefühltem Rassismus Einzelner" und dem "tatsächlichem Rassismus" der als institutionalisierte Realität daherkommt ist Dir nicht klar ?"

    Ich glaube das ist ein Thema für sich. Rassismus, gefühlter Rassismus und institutioneller Rassismus. Wo müssen wir sofort agieren und wo werden die Begriffe nur als Kampfbegriffe genutzt um die eigene Agenda durchzudrücken.

    "Nicht nur das..
    Ich habe sie schon selbst begangen.."

    Ja das muss ich ja nicht gutheißen.

    "... die uns "Schwuchteln" das demonstrieren verbieten wollten.."

    Und heute möchtest du es anderen verbieten. Sei mir nicht böse, aber ich sehe da kaum einen Unterschied.

    "Aus diesen Erfahrungen heraus kann ich Herrn Kube nur bestärken sich bloß nicht mit dem Urteil abzufinden und alle offenstehenden Rechtsmittel auszuschöpfen.."

    Ja muss er ja auch nicht. Er hat jede Möglichkeit das Urteil anzugehen und in einer höheren Ebene das überprüfen lassen. Das Ausgangsproblem für mich war, dass er direkt nach dem Urteil Gleiches wieder machen möchte.
    Und nein es war keine Selbst- und Nothilfe. Nicht im Ansatz. Mit dem Begriff Befehlsnotstand habe ich mal polemisiert.

    "Aber Du hast offensichtlich immer noch nicht begriffen das im Schulgesetz steht:..."

    Ich weiß was im Schulgesetz steht, aber das muss ich ja nicht für richtig halten. Die Bildungsinhalte des Bildungsplanes halte ich ja auch für richtig gerade auch im Bezug auf queeres Leben und Menschen. Dennoch gehört die Erziehung, auch die Erziehungsinhalte des neuen Bildungsplanes, meiner Meinung nach nicht in eine staatliche Institution. Da ist mir die Gefahr der grundsätzlichen staatlichen Beeinflussung der Kinder zu hoch. Die Bildungsinhalte des Bildungsplanes würde ich sogar in einem größeren Themenkomplex behandeln abseits des Punkte sexuelle Vielfalt. Denn die Information wen was und wo es alles in der Gesellschaft gibt ist wichtig.

    "Für mich ist jeder ein "Homo-Hasser" der versucht Bildung dahingehend zu beeinflußen das Kindern beigebracht werden soll, das LGBTTIQ`s in dieser Gesellschaft geringere Rechte haben sollen, als andere Menschen !"

    Genau das meinte ich mit den überzeichneten Vorwürfen. Es wird versucht den Status Quo zu halten, auch wenn die Grundmotivation von etlichen Teilnehmern eine gewünschte Ungleichbehandlung sein kann.
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#62 sperlingAnonym
#63 Adami
#64 TheDadProfil
  • 16.09.2014, 16:27hHannover
  • Antwort auf #61 von Adami
  • ""Wo müssen wir sofort agieren und wo werden die Begriffe nur als Kampfbegriffe genutzt um die eigene Agenda durchzudrücken.""..

    "Da regt mich allein schon die Frage auf"..
    (Frau Hoppenstedt im Jodeldiplom)
    ((aber eigentlich heinz erhardt in vater mit fünf töchtern))
    Vor allem weil das Fragezeichen schon wieder fehlt, und das KEINE rein rhetorische, sondern eine elementare Frage ist !

    ÜBERALL ! JEDES MAL !

    Homophobismus und Rassismus muß immer bekämpft werden, egal ob er als "gefühlte Einzelmeinung" daherkommt, oder als institutionalisierte Entrechtung der LGBTTIQ`s in der Gesellschaft !

    ""Und heute möchtest du es anderen verbieten. Sei mir nicht böse, aber ich sehe da kaum einen Unterschied.""..

    WO war davon die Rede von verbieten wollen ?

    Wenn diese Leute demonstrieren wollen, dann dürfen sie das !

    Es geht aber auch OHNE Homophobismus, vor allem dann, wenn diese Leute ein paar, oder wenigstens EIN Argument hätten, das gegen den Bildungsplan spräche..

    Haben sie aber nicht !
    Denn es gibt keine Argumente gegen den Bildungsplan !
    Sie haben NUR ihren Homophobismus und Rassimus, der sich in irgendwelchen irrwitzgen Vergleichen ala "Homosexualität=Kindesmissbrauch" erschöpft !

    Und der Unterschied ist ganau der :
    Auf CSD´s wird FÜR Menschenrechte und gleiche Rechte FÜR ALLE demonstriert..

    Bildungsplangegner demonstrieren GEGEN Menschenrechte,
    GEGEN das Recht der Kinder auf umfassende Bildung,
    GEGEN die Verbreitung von WISSEN, was ihrer armseligen "Meinung" nach gegen ihre "Religionsfreiheit" verstieße,
    GEGEN Aufklärung,
    GEGEN Schwule,
    GEGEN Lesben,
    GEGEN Intersexuelle,
    GEGEN Transgender !
    Und letztlich sogar GEGEN ihre eigenen Kinder, gegen ihre Brüder und Schwestern, Väter und Mütter, Nichten, Neffen, Onkel und Tanten, Oma´s und Opa´s..

    Und dieser Unterschied ist Dir nicht klar ?

    ""Und nein es war keine Selbst- und Nothilfe. Nicht im Ansatz.""..

    Schätzelein..
    Wen jemand in Abwesenheit oder Untätigkeit der Ordnungskräfte das Recht in die Hand nimmt, und GEGEN Rassimus und Homophobismus auf offener Straße vorgeht, die im Kleidchen der VOLKSVERHETZUNG daherkommen, dann nennt sich das Juristendeutsch SELBST-UND NOTHILFE !

    ""Ich weiß was im Schulgesetz steht, aber das muss ich ja nicht für richtig halten.""..

    Und nun wirds bunt..

    Kuck an..
    Aber wenn Herr Kube oder ich auch wissen was im Demonstrationsrecht und im StGB stehen, das aber auch nicht für richtig halten, dann ist das etwas anderes, als Deine Ablehnung eines gültigen Schulgesetzes ?

    Wen willst Du hier eigentlich verarschen ?

    ""Dennoch gehört die Erziehung, auch die Erziehungsinhalte des neuen Bildungsplanes, meiner Meinung nach nicht in eine staatliche Institution.""..

    Die gehören da nicht nur "nach dem neuem Bildungsplan" rein, die sind da JETZT SCHON DRINNE, und da gehören sie auch hin, weil Eltern und Erziehungebrechtigte ganz offensichtlich nicht in der Lage sind ihre Kinder zu Vorurteilsfreien und Toleranten Menschen zu erziehen, wie man an den Bildungsplangegnern ersehen kann !
    Erziehung und Bildung sind nicht zu trennen, und genau deshalb steht das so in jedem Schulgesetz eines jeden Bundeslandes..

    ""Da ist mir die Gefahr der grundsätzlichen staatlichen Beeinflussung der Kinder zu hoch.""..

    Ein schöner Satz..
    Wenn wir uns darauf einigen können ihn auf den Religionsunterricht anzuwenden, und diesen genau mit dieser Begründung aus der Verfassung, den Landesverfassungen und den Schulgesetzen streichen, könnten wir doch noch in einem einzigem Punkt zu einer Übereinstimmung gelangen..

    Ansonsten sehe ich da kein Land in Sicht..
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#65 Adami
  • 16.09.2014, 17:48h
  • Antwort auf #64 von TheDad
  • "Vor allem weil das Fragezeichen schon wieder fehlt, und das KEINE rein rhetorische, sondern eine elementare Frage ist ! ÜBERALL ! JEDES MAL !"

    Hehehe. Ich werde beim nächsten mal bestimmt drauf achten.

    "Homophobismus und Rassismus muß immer bekämpft werden, egal ob er als "gefühlte Einzelmeinung" daherkommt, oder als institutionalisierte Entrechtung der LGBTTIQ`s in der Gesellschaft !"

    Rassismus und Homophobie ist zu bekämpfen. Aber kein eingebildeter oder herbeigeschriebener.

    "WO war davon die Rede von verbieten wollen ?"

    Bitte lass nicht mit Wortklauberei anfangen. Wenn du das Verhindern von Demonstrationen durch Straftaten und das herumtrampeln aufs Demonstrationsrecht nicht als gewünschtes Verbot interpretierst. Dann halte es so. Am Ergebnis ändert sich jedoch nichts.

    "Wenn diese Leute demonstrieren wollen, dann dürfen sie das !"

    Ja aber, da du gar keinen Grund akzeptierst, warum man gegen den Bildungsplan in seiner jetzigen Form sein könnte und daher alle Teilnehmer automatisch Homo-Hasser, Volksverhetzer sind, ist dein wohlwollendes Angebote zu Demonstrieren ein Hohn.
    Es kommt einem vergifteten Angebot gleich. Ja ihr dürft demonstrieren, aber "es gibt keine Argumente gegen den Bildungsplan". Und deswegen sollten wohl auch die Demonstration mit rechtsbrechenden Mitteln gestört und verhindert werden.

    "Schätzelein..
    Wen jemand in Abwesenheit oder Untätigkeit der Ordnungskräfte das Recht in die Hand nimmt, und GEGEN Rassimus und Homophobismus auf offener Straße vorgeht, die im Kleidchen der VOLKSVERHETZUNG daherkommen, dann nennt sich das Juristendeutsch SELBST-UND NOTHILFE !"

    Ach, und deswegen wurde Oliver verurteilt und nicht die Volksverhetzer.

    "Aber wenn Herr Kube oder ich auch wissen was im Demonstrationsrecht und im StGB stehen, das aber auch nicht für richtig halten, dann ist das etwas anderes, als Deine Ablehnung eines gültigen Schulgesetzes ?"

    Ja ganz einfach. Wenn für dich automatisch und zwingend jede persönliche Ablehnung von einem Gesetz, Vorgabe oder Ausspruch zu einem Gesetzesbruch führt. Nun dann bist du im wahrsten Sinne Unsozial. Ich kann auch gegen eine Verordnung und Gesetz sein, ohne diese zu übertreten.
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#66 sperlingAnonym
  • 16.09.2014, 18:20h
  • Antwort auf #63 von Adami
  • das passiert nur nicht, wenn man diese aufklärung verteufelt oder wenn man auch "nur" den status quo aufrechterhält, der diese aufklärung eben noch nicht deutlich genug beinhaltet.

    das, was die bildungs-gegner_innen wollen, ist "erziehung", nämlich zur heteronormativen ideologie (natürlich inklusive sexismus).
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#67 Oliver KubeAnonym
  • 16.09.2014, 19:06h
  • Liebe Queer-Community,

    ich möchte euch erstmal danken dafür dass ihr über den Prozess berichtet habt und auch für die vielen wohlwollenden und solidarischen Kommentare.

    Ich werde nicht in die nächste Instanz gehen (auch wenn ich verstehe, dass viele hier dies begrüßen würden), da der Aufwand in keinem Verhältnis zum möglichen Nutzen stehen würde. Nach Einschätzung meines Rechtsbeistands hätte ich vor der nächsthöheren Instanz kaum eine Chance, sondern müsste den Marathon bis hin zum Bundesverfassungsgericht hinlegen, was einige Jahre dauern würde. Und das wegen einer Strafe von 150 Euro - nein, da gehe ich doch lieber wieder auf die Straße oder zu Veranstaltungen, als mich durch den bürokratischen Dschungel der Justiz zu quälen.

    Unterm Strich hat der Prozess sowohl mir selbst als auch der Sache mehr genutzt als geschadet: Eine durchaus positive Medienberichterstattung (Stuttgarter Zeitung, Ludwigsburger Kreiszeitung, Bietigheimer Zeitung,...), in der teilweise sogar das "Grinsvervbot aufgegriffen wurde sowie Zuspruch und Solidarität weit über das linke Spektrum (also meine typische "Klientel") hinaus. Auch inhaltlich sind die lokalen Zeitungen hier stark auf unsere Positionen und unsere Kritik an den Bildungsplangegner*innen eingegangen.

    Auch finanziell kein Beinbruch: Ich weiß zwar noch nicht genau, wie viel zusätzlich zu den 150 Euro noch an Gerichtskosten auf mich zukommt, aber wir haben am vergangenen Samstag beim Solidaritätskonzert in Ludwigsburg 363 Euro an Eintrittsgeldern und Spenden eingenommen. :)

    In diesem Sinne,
    liebevolle, antifaschistische und queere Grüße,
    Oli
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#68 TheDadProfil
  • 16.09.2014, 21:42hHannover
  • Antwort auf #65 von Adami
  • ""Rassismus und Homophobie ist zu bekämpfen. Aber kein eingebildeter oder herbeigeschriebener.""..

    Noch einmal zum Mitschreiben :

    Rassismus und Homophobismus ist genau dort wo ihn die Menschen empfinden !

    Wenn Du dich nicht betroffen fühlst, bitte sehr..

    Aber unterlass die Unverschämtheit anderen Menschen ihre Empfindungen abzusprechen, wenn sie im Angesicht oben abgebildter Plakate die von "Bildungsgegnern" auf Demonstrationen umhergetragen und mit Parolen garniert den Eindruck nicht mehr unterdrücken können das es sich bei den Demonstranten um Rassisten handelt !

    ""Ach, und deswegen wurde Oliver verurteilt und nicht die Volksverhetzer.""..

    Steht alles schon oben beschrieben !
    Lesen !

    Wir drehen uns hier mal wieder im Kreis weil der Herr sich weigert Offensichtliches als Fakt begreifen zu wollen..

    Deine permanente Weigerung diesen offenen Rassismus wahrnehmen zu wollen wird Dir hoffentlich nicht irgendwann vor die Füße fallen..
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#69 TheDadProfil
  • 16.09.2014, 21:46hHannover
  • Antwort auf #67 von Oliver Kube
  • Mach bitte unbeirrt weiter wenn die wieder auf die Straße gehen und Hass-Parolen verbreiten..

    Hübsche Foto´s und Anzeigen wegen Volksverhetzung und Beleidigung kosten übrigens kein Geld, und die Staatsanwaltschaft ist tatsächlich dankbar für jede Arbeit die man ihnen verschafft..

    Grüße..
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#70 Homonklin44Profil
  • 17.09.2014, 00:07hTauroa Point
  • Dass man in einer Demokratie schlimmste Meinungen dulden muss, mag ja sein, dass aber schlimmsten Tendenzen nicht begegnet werden soll, hat hierzulande schon mal zum Verbot und in der Folge zur Beseitigung von Varianz und Anderssein geführt. Meines Erachtens hat er im Esprit des "Wehret den Anfängen" gehandelt, na ja aber ich bin ja kein über menschliche Subjektivität erhabener Justizgeweihter.

    Eigentlich hätten die den jungen Herrn dafür belohnen müssen, seit wann ist Zivilcourage eine Störung, und das Belächeln eines zweifelhaften Justizapparats verboten? Freie Meinungsbezeigung, wenn's jeder dürfen soll, dann auch in einem Gerichtssaal! Wir sind nicht bei der StaSi2.0 ...
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