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  • 12. September 2014 42 2 Min.

Patriarch Kyrill und Erzbischof Kari Mäkinen haben sich nichts zu sagen

Weil die finnischen Lutheraner Homosexualität nicht verdammen wollen, hat der russische Patriarch den ökumenischen Dialog abgebrochen.

Die russisch-orthodoxe Kirche hat ein geplantes Treffen mit Vertretern der finnischen Lutheraner wegen des Themas Homosexualität abgesagt. Eigentlich wollten die beiden Kirchen in Moskau über theologische Aspekte der Anthropologie debattieren. Wie Erzbischof Kari Mäkinen, das Oberhaupt der evangelisch-lutherischen Kirche in Finnland, gegenüber dem Fernsehsender YLE bestätigte, hatte der russische Patriarch Kyrill als Vorbedingung für das Treffen von ihm verlangt, ein Dokument zu unterschreiben, in dem Homosexualität grundsätzlich abgelehnt wird. Dies habe Mäkinen aber abgelehnt.

"Die Haltung unserer Kirche, die Homosexualität nicht direkt verurteilt, ist so weit von deren Ansichten entfernt, dass sie den ökumenischen Dialog nicht länger fortführen wollen", erklärte Mäkinen. Er bedauerte, dass sich die russische Seite nicht offener gezeigt habe. Zwar gebe es jetzt keine Gespräche über die Kirchendoktrin mehr, aber seine Kirche werde versuchen, Kooperationen in anderer Form fortzuführen.

Diametral unterschiedliche Ansichten zu Homosexualität

Grund für die Verstimmung der Russen dürfte eine Entschuldigung für die Diskriminierung von Schwulen und Lesben durch Erzbischof Mäkinen vor zwei Monaten gewesen sein. Damals sagte der 59-jährige Theologe: "Wenn ich daran denke, dass wir schuldig sind, sexuelle Minderheiten als Kirche seit Jahrzehnten unterdrückt und schlecht behandelt zu haben – und das setzt sich bis heute fort -, dann ist es Zeit für eine Entschuldigung" (queer.de berichtete).

Im Gegensatz dazu gilt Kyrill, der Anführer der russisch-orthodoxen Kirche, als Scharfmacher gegen Homosexuelle. So erklärte er im vergangenen Jahr, dass die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben zum Weltuntergang führen werde (queer.de berichtete). Homosexualität verglich er mehrfach mit Pädophilie. Auch setzte er sich für ein generelles CSD-Verbot ein, weil die Veranstaltung "eine aufdringliche Zurschaustellung von Unzucht" sei. (dk)

-w-

#1 GastAnonym
  • 12.09.2014, 15:01h

  • Ja super, so schaden sich die Fanatiker selbst, indem sie Nichtigkeiten über die wichtigen Dinge stellen. Weiter so! :)
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#2 goddamn liberalAnonym
  • 12.09.2014, 15:10h
  • Antwort auf #1 von Gast
  • Menschenwürde ist keine Nichtigkeit.

    Das ist ein Zusamenprall der politischen Kulturen und Mentalitäten.

    Zwischen kühler vernünftiger Erwägung und wildgewordenem obskurantistischem Bramabasieren ohne Rücksicht auf (menschliche) Verluste.

    Zu Letzterem gehört allerdings auch, Putin als Sohn de Teufels zu bezeichnen, wie es der Kiewer Patriarch getan hat.
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#3 FinnAnonym
  • 12.09.2014, 15:13h
  • So ist Religion:
    "Was? Ihr wollt andere Menschen nicht verdammen? Dann wollen wir Euch hier nicht haben."
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