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Kommentare zu:
Jeder wie er will: Spießig, derb oder tuntig!


#1 Robby69Ehemaliges Profil
  • 25.09.2014, 12:02h
  • Klasse Aktion!
    Diesen Aufruf zur Toleranz sollten sich vor allem mal unsere "lieben" Klemmschwestern zu Gemüte führen und vielleicht zur Abwechslung mal zu Denken anfangen, BEVOR sie nächstes Mal wieder mit ihrem idiotischen, arroganten und intoleranten Schwachsinn loslegen und wieder mal von allen anderen Schwulen fordern, dass die gefälligst genauso verklemmt, selbstverleugnend und bieder leben sollen - wie die Klemmschwestern selbst - und dass alle offenen Schwulen gefälligst 'Klemmschwestern-like' ihr Schwulsein zu verleugnen haben und immer nur auf 'Hetero' machen dürfen. Grins...
    Tja, liebe Klemmschwestern: Jetzt gibt's doch glatt eine IWWIT-Kampagne zum Thema TOLERANZ innerhalb der Szene. Also: Dann fangt mal mit eurer Toleranz uns offenen Schwulen gegenüber an! Wir warten! Grins...
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#2 GeorgFalkenhagenProfil
  • 25.09.2014, 12:25hBremen
  • @"Robby69": Also du solltest vielleicht mal als Erster den Sinn der Kampagne erfassen. "Klemmschwester, idiotisch, arrogant, intolerant, selbstverleugnend, bieder", so nennst du deine Gaynossen also und selbstverständlich anonym.

    Aber immerhin begrüßt du die Aktion ja. Klasse!
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#3 RepertoireAnonym
#4 Dicker PitterAnonym
  • 25.09.2014, 13:02h
  • Antwort auf #2 von GeorgFalkenhagen
  • Das wir uns Alle lieb haben, ist sicher ein schönes Ziel. Auch ich als fülliger tuckiger Typ fände weniger Ausgrenzung besser. Aber es ist im Alltag auch verdammt schwierig weil unsere Subkultur so Vielfältig ist. Was wichtig ist in diskussionen immer taktvoll und respektvoll zu bleiben. Und da sind verletzende Begriffe und Zuschreibungen im Kontraproduktiv. Diskussionen über Lebensstil und Einstellung find ich immer positiv aber dies muss wie gesagt immer auf einer respektvollen Ebene geschehen. Doch häufig klappt das nicht, bei vielen von uns aber der Versuch ist es wert.
    Egal um welches Persönlichkeitsmerkmal es geht.
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#5 XenomorphaEhemaliges Profil
  • 25.09.2014, 13:11h
  • Leben! Einzeln und frei wie ein Baum und brüderlich und schwesterlich, wie ein Wald, dass ist meine Sehnsucht.
    Nazim Hikmet

    Und nicht nur tolerieren, sondern akzeptieren, Toleranz ist etwas für Menschen, die keine eigene Meinung haben.
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#6 ShaunAnonym
  • 25.09.2014, 13:30h
  • Seltsam...

    "Die Dragqueen Barbie Breakout, ... fordert etwa die Community auf, tuntig zu sein und auch dazu zu stehen."

    hier soll man so sein

    "Der Musiker und Türsteher vom Berliner Laboratory, Rummelsnuff, sagt, dass die Schwulen so derb sein dürfen wie er."

    hier darf man so sein

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#7 Robby69Ehemaliges Profil
  • 25.09.2014, 13:32h
  • Antwort auf #2 von GeorgFalkenhagen

  • Ach, da ist aber mal wieder einer zickig. Grins... Da scheine ich bei Dir ins Schwarze getroffen zu haben, weil Du gleich so überreagierst. Grins... Übrigens habe ich es im Gegensatz zu gewissen Klemmschwestern nicht nötig, 'anonym' zu sein. Wer hier bei queer.de angemeldet ist, sieht meine Profildaten und kann mich auch anmailen. Also komm mal wieder runter und atme erst mal gaaanz tief durch. Grins...
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#8 FaktAnonym
  • 25.09.2014, 13:37h
  • Antwort auf #2 von GeorgFalkenhagen
  • Klemmschwestern sind "idiotisch" (mindestens) und die Identifikation mit dem Aggressor in Reinform! Oder was sonst?

    Und "Toleranz" gegenüber "Spießigkeit" können eigentlich nur Leute fordern, die nicht verstanden haben, dass schwules Selbstbewusstsein und sexuelle Emanzipation einerseits und "Spießigkeit", also ein Anbiedern an und Imitieren von bürgerlichen Verhaltensvorgaben und Denkmustern, andererseits einander ausschließen.
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#9 Robby69Ehemaliges Profil
#10 AntonIIAnonym
#11 ShaunAnonym
  • 25.09.2014, 14:05h
  • Ziemlich dämlich! Glauben die echt das geoutete Männer die aus innerem Druck versuchen sich klischeemännlich zu verhalten, nur darauf gewartet haben das Leute aus der Community ihnen sagen das es auch OK ist nicht so zu sein oder das sogar zu fordern?!
    Ich dachte immer Probleme löst man in dem man sie an der Wurzel packt, in diesem Fall bei den Heterovorbildern
    Leider hör ich von keiner Kampagne die sagt das Typen die nur auf Frauen stehen selber auch nicht eine klischeemännliche Rolle erfüllen müssen. Auch hier scheint das nicht so Thema zu sein.
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#12 seb1983
  • 25.09.2014, 14:11h
  • Antwort auf #8 von Fakt
  • Die Argumentation läuft auch umgekehrt:
    Das tuntige Verhalten entspricht nämlich genau der Schublade in die der Spießer den Schwulen steckt und in die er sich sich dankbar reinsetzt.

    Ob es sonderlich emanzipiert ist das Abziehbild eines Klischeeschwulen abzugeben und zugeschriebene Vorurteile aufzusaugen wie ein Schwamm darf angezweifelt werden.

    Ähnlich wie manche Weibchen scheinen sich nämlich auch viele Schwule in der ihnen gesellschaftlich zugeschriebenen Rolle höchst wohl zu finden.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #8 springen »
#13 Baer2014Anonym
  • 25.09.2014, 14:26h

  • Ich finde die Einschränkung auf diese drei Typisierungen/Aspekte von Szene etwas wenig. Und gilt man heute schon als "spießig" wenn man einen kleinen Hund in der Tasche mit sich herumträgt? Ich definiere Spießer anders.

    Liegt wohl an der werbetechnischen Überspitzung. Die beiden anderen Plakatmotive sind glücklicherweise besser durchdacht. Vielleicht kommen ja noch andere Aspekte/Plakatmotive im Laufe der Kampagne?

    An sich eine gute Idee, für mehr Akzeptanz in der Szene. Bin auch der Meinung, daß wir selbst über bloße Toleranz (Duldung) hinausgehen sollten untereinander.

    Wurde mal Zeit, daß das in der Form thematisiert wird.
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#14 ufokoenigProfil
  • 25.09.2014, 14:35hMünchen
  • Dein Kommentar beweist, dass Du zur Zielgruppe dieser Kampagne gehörst. Also mach was draus!
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#15 LaurentEhemaliges Profil
  • 25.09.2014, 14:35h
  • Antwort auf #11 von Shaun
  • "...geoutete Männer aus innerem Druck versuchen, sich klischeemännlich zu verhalten."

    Das ist wohl der springende Punkt:
    Ich versuche das nicht (klischeemännlich), ich BIN es (männlich). Anscheinend ist das für einige nicht nachvollziehbar.
    Kann man dann vielleicht gar nicht schwul sein?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #11 springen »
#16 Chen HoaAnonym
#17 LangsamLangsamEhemaliges Profil
#18 ShaunAnonym
  • 25.09.2014, 15:49h
  • Antwort auf #15 von Laurent
  • Das glaube ich dir auch.
    Man sollte aber unterscheiden das es Leute gibt die einfach so sind wie sie sich fühlen (du) und andere versuchen bestimmten Erwartungen gerecht zu werden oder weil sie nicht abgestempelt werden wollen.

    Und das geht nur wenn diejenigen die sie als Vorbilder nehmen selber auch zeigen das es man als man nicht nur so sein kann/sollte. Da können andere noch so viel Ratschläge geben wie sie wollen, die sind eben nicht das was diejenigen als Vorbild nehmen und so werden sie einen scheiß darauf geben was die anderen denen sagen.

    "Kann man dann vielleicht gar nicht schwul sein?"

    Du beantwortest dir ja die Frage schon selber mit dir als Beweis: Doch das geht.

    Abgesehen davon ist das mit schwul immer so ne Sache. Frag 5 Leute hier und du kriegst 5 Definitionen was alles zu schwul sein gehört und was nicht...

    Das sieht genauso bei dem Wort männlich aus.
    Wann bin ich männlich?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #15 springen »
#19 maaartinAnonym
#20 PillermannnAnonym
  • 25.09.2014, 16:36h
  • Antwort auf #7 von Robby69
  • Robby69, Du schreibst:

    "Übrigens habe ich es im Gegensatz zu gewissen Klemmschwestern nicht nötig, 'anonym' zu sein. Wer hier bei queer.de angemeldet ist, sieht meine Profildaten und kann mich auch anmailen."

    ------------------------------

    Das ist aber ein ganz schlechtes Argument. Was hat es mit mangelndem schwulem Selbstbewusstsein zu tun, in einem Internetportal nicht seinen Klarnamen zu benutzen?

    Das tue ich nirgendwo im Netz, auch nicht bei der Datenkrake Fressenbuch. Meine Anonymität ist mir wichtig - sie ist geradezu Grundvoraussetzung dafür, dass ich mich im Netz wohlfühle.

    Ist man in Deinen Augen nur dann selbstbewusst, wenn man jeden Beitrag mit

    Hortensius Puvogel
    Warmer-Bruder-Gasse 69
    66666 Tuntenhausen

    signiert?

    Das meinst Du sicher nicht ernst, oder?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #7 springen »
#21 Monster_BabyEhemaliges Profil
  • 25.09.2014, 17:01h
  • Antwort auf #13 von Baer2014
  • "...Und gilt man heute schon als "spießig" wenn man einen kleinen Hund in der Tasche mit sich herumträgt? Ich definiere Spießer anders....".

    Das sehe ich auch so. "Spießertum" ist für mich eher eine innere Haltung als ein äußerliches Attribut. Ein Spießer ist für mich ein Mensch, der es nicht akzeptiert, dass ein/e Andere/r sich nicht so verhält, denkt oder aussieht wie er/sie es für richtig hält und dies mit Ausgrenzung und Abwertung bis hin zur aggressiven persönlichen Beleidigung sanktioniert. Spießertum erfährt gerade eine Verniedlichung und Renaissance, die ich für nicht nachvollziehbar halte. Solange jemand andere nicht einschränkt, physisch oder psychisch verletzt, kann jede/r tun oder lassen was er/sie will.
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#22 probondageProfil
  • 25.09.2014, 17:18hDortmund
  • Der Ansatz von der IWWIT eine Akzeptanzkampagne innerhalb der Community zu starten ist wichtig und richtig. Aber, es wird nicht reichen. Hier sind ganz andere Dinge am Werk. Ich zähle mich mal nun zu den "Derben", versauten und na sagen wir mal, Bürgerschreck, grins. Die letzten beiden Schritte zur völligen Gleichstellung sind die heterosexuelle Ehe und die vollwertige Adoption - für diese beiden Meilensteine gehen einige aus der Community über "Szeneleichen".

    Die "Derben" passen einfach nicht zu diesen zutiefst konservativen Themenbereichen. Ganz im Gegenteil, wir sind störend auf den Weg dahin. Unsere ganze promiske Szenekultur muss weg. Ein anständiger Schwuler treibt sich nicht in Darkrooms rum - was könnten denn die lieben Nachbarn aus der gesellschaftlichen Mitte denken? Darum geht es. Gut, jetzt könnte man sagen, lass sie doch reden? Was kümmert es dich? Weit gefehlt! Leider.

    Erwartet man von diesen Leuten Widerstand gegenüber der immer konservativeren Stadtpolitik was die "Derben" betrifft? Nein, natürlich nicht. Und selbst mitmischen? Klar, schmeiß ich mich in Anzug - verkleidet trage ich dann meine Nöte und Ängste vor, erzähle wen ich vertrete, einen Fetischverein für schwule Männer und appeliere an die Wichtigkeit von schwulen Begegnungsstätten für uns "Derben" - Was denkt ihr, wie lange man mir zuhört? Gar nicht! Es interessiert nicht!

    Es geht nun den Auffälligen an den Kragen. Wir haben hier in meiner Stadt einen Kahlschlag in der Szene was unsere Lokalitäten betrifft, den man vor ein paar Jahren nicht vorstellen hätte können.

    Aber nun wird laut in den CSD-Orgas über Ausschluß von uns "Derben" nachgedacht, ganz nach dem Motto: "Die gehören nicht zu uns!". Leute, es hat einen Rollback gegeben und wir haben ihn geschehen lassen. Der Riss ist mittlerweile unüberbrückbar und die Wut auf angepasste Schwule und Lesben, die uns unsere Welten genommen haben extrem groß.

    Ich gönne jeden sein Glück mit Eigenheim, Gartenzwerg und Sonntagstorte, aber dafür lasse ich mich nicht und meine Welt opfern!
  • Antworten » | Direktlink »
#23 Adami
#24 Robby69Ehemaliges Profil
  • 25.09.2014, 18:01h
  • Antwort auf #20 von Pillermannn
  • "Das ist aber ein ganz schlechtes Argument. Was hat es mit mangelndem schwulem Selbstbewusstsein zu tun, in einem Internetportal nicht seinen Klarnamen zu benutzen?"

    Da hast Du was mißverstanden. -
    Das bezog sich auf die Aussage eines gewissen "Georg
    Falkenhagen" (Kommentar #2): der mir folgendes unterstellte:

    @"Robby69": Also du solltest vielleicht mal als
    Erster den Sinn der Kampagne erfassen. "Klemmschwester, idiotisch, arrogant, intolerant, selbstverleugnend, bieder", so nennst du deine Gaynossen also und selbstverständlich anonym." (Zitat Ende)

    Und dieser Schwachsinn stimmt nun mal nicht. Im Gegensatz zu "GeorgFalkenhagen" habe ich den Sinn der Kampagne verstanden. Wohingegen er anscheinend nicht in der Lage war, meinen Kommentar zu verstehen - oder ihn nicht verstehen wollte (ist auch egal, was von beiden). -
    Es gibt da hier im Forum eine gewisse Klemmschwester, die sich bereits x-mal einen neuen Nickname zugelegt hat, weil sie anscheinend nicht den Mumm hat, zu ihrem Geschwurbel zu stehen. - Zuerst war dieser User unter dem Nickname "Mikesch" unterwegs, hat sich abgemeldet und als "Parierend" wieder angemeldet; dann folgte ein schier endloser "Frankreichurlaub" von Parierend, aus dem er dann "seltsamerweise" nur noch als "Reverser zurückkehrte, um eine Weile später unter "Bella" zwei Kommentare abzusetzen und dann zum Nickname "Jack" überzugehen". - Inzwischen hat er ja wieder mal einen neuen Nickname gefunden. Grins... Genau diese Nickname-Erfindungswut gewisser Klemmschwestern habe ich angeprangert. Nicht mehr, nicht weniger. -
    Ich habe nicht gesagt, dass jeder, der sich einen Nickname aussucht, nicht genügend Selbstbewußtsein hätte. Wie gesagt, das hast Du mißverstanden. Mir geht's lediglich darum, dass diejenigen User - egal ob hier oder in einem anderen Forum - die den Mumm haben, zu ihren Aussagen zu stehen sich eben auch auf EINEN Nickname beschränken - und nicht wie gewisse Klemmschwestern alle möglichen und unmöglichen "Nicknames" oder "Pseudonicknames" erfinden müssen, nur um zu Verschleiern, dass es sich um ein und denselben User handelt.

    Und was meinen eigenen Nickname betrifft: Robby ist lediglich die Kurzform von Robert - meinem Vornamen. Meine Freunde nennen mich Robby, daher verwende ich diese Abkürzung auch hier im Netz. - Und was mein Profil betrifft: das steht zur Information jedem angemeldeten User hier offen - wie ich bereits geschrieben habe. - Wenn dieser "GeorgFalkenhagen" oder auch ein andere User mich anmailen will - dann kann er das gerne tun. - Nicht mehr, nicht weniger.

    Und was "Klemmschwestern" an sich betrifft: Jeder hat das Recht, so zu leben, wie er möchte. Von mir aus kann eine "Klemmschwester" das ganze Leben lang im Schrank bleiben, wenn sie das will. - Ist ihre Angelegenheit. - Das einige, was mir tierisch auf den Sack geht - und nicht nur mir, sondern auch den anderen "offenen" Schwulen, ist, ganz einfach diese durchgeknallte Anmassung und Intoleranz der Klemmschwestern, mit der sie uns "offenen" Schwulen ihren verklemmten Lebens- und Liebensstil aufzwingen wollen. So nach dem Motto: Das traue ich mich nicht - und das finde ich 'igitt' und 'billig' und deshalb haben das alle anderen Schwulen genauso zu sehen.
    Ich denke, jeder sollte so leben wie er es für richtig hält. - Aber genau DIESE Toleranz erwarte ich eben auch von anderen (sprich: in diesem Fall den "Klemmschwestern"). Das ist alles. - Schon bezeichnend, dass sich genau DIESE dann besonders aufregen, wenn man die "Toleranz innerhalb der Szene" anmahnt - die ja auch durch diese Kampagne von IWWIT gefördert werden soll...
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#25 Robby69Ehemaliges Profil
  • 25.09.2014, 18:07h
  • Antwort auf #21 von Monster_Baby
  • Das, was Du als "Spießer" bezeichnest, ist genau das, was ich als "Klemmschwester" bezeichne und deren Intoleranz uns restlichen Schwulen gegenüber ich immer wieder anprangere. - Nur schade, dass manche anscheinend nicht in der Lage sind, jemanden einfach "so" leben und lieben zu lassen, wie er möchte, sondern genau diese eigene Verklemmtheit und Spießigkeit den anderen aufzwingen will. Wie gesagt, die gleiche Toleranz, die ich "Klemmschwestern" und ihrer Lebensweise entgegenbringe - eben dieses "Leben und Leben lassen" - erwarte ich auch von den anderen. Und Du siehst es ja anscheinend ähnlich.
    Ich meine, was geht es zum Beispiel eine "Klemmschwester" an, ob ein anderer Schwuler in Lederkluft oder von mir aus im Fummel rumlaufen will?! Nichts. Wir schreiben irgendwelchen Klemmschwestern/Spießern ja auch nicht vor, wie sie rumlaufen sollen oder wie sie zu leben oder zu lieben haben.
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#26 Robby69Ehemaliges Profil
#27 GerhardAnonym
#28 Robby69Ehemaliges Profil
#29 seb1983
  • 25.09.2014, 18:38h
  • Antwort auf #22 von probondage
  • Das ist dann der Fluch der "community".
    Mehr Gemeinsamkeiten als dass man auf Männer steht und mit diskriminiert wird hat man nicht, andererseits wird man immer mit in den gleichen Topf geworfen und soll zusammen die immer weniger werdenden gleichen Ziele verfolgen.
    Ähnliches passiert wenn man alle Schwarzen, alle Juden, alle Türken usw. zusammensteckt.

    Schlimmer noch: Es werden neue Regeln und Denkverbote aufgestellt was man als angeblich emanzipierter Schwuler zu denken und zu tun hat und was zu lassen, was zu bürgerlich oder zu promisk wäre, es wird sortiert nach guten und schlechten Schwulen wobei da dann auch jeder eine andere Meinung hat.

    Nachdem nun die elementarsten Ziele erreicht sind werden die Unterschiede deutlich die immer schon da waren.
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#30 RepertoireAnonym
#31 paren57Ehemaliges Profil
  • 25.09.2014, 19:23h
  • Antwort auf #25 von Robby69
  • "Ich meine, was geht es zum Beispiel eine "Klemmschwester" an, ob ein anderer Schwuler in Lederkluft oder von mir aus im Fummel rumlaufen will?! Nichts. Wir schreiben irgendwelchen Klemmschwestern/Spie ßern ja auch nicht vor, wie sie rumlaufen sollen oder wie sie zu leben oder zu lieben haben."

    Doch, genau, das tut ihr. Wer nicht einem bestimmten Fetisch entspricht, wird gnadenlos runtergemacht.

    Ob ich dem Klischee "heterolike" entspreche, mögen andere entscheiden. In meinem Profil hier und in meinen öffentlich zugänglichen Profilen auf den blauen Seiten sind genügend Bilder. Es kann von mir jeder rumlaufen, wie er will, nur das gleiche Recht nehme ich mir auch raus und verwahre mich gegen den Vorwurf, nicht schwul genug zu sein. In diesem Sinne bekenne ich mich als bekennende Klemmschwester. Was mich antörnt, muss ich schließlich selber wissen. Und alle Anfeindungen finde ich schlichtweg zum Kotzen.
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#32 Baer2014Anonym
  • 25.09.2014, 19:45h
  • Antwort auf #21 von Monster_Baby

  • #Monster_Baby

    Du nimmst mir quasi die Worte aus dem Mund. Echte Spießigkeit wird seit einigen Jahren verniedlicht und im Heterobereich geradezu propagiert m.E. Der Werbespruch "Entdecke den Spießer in dir." - mir wird echt übel wenn ich da im TV zufällig drüberzappe.

    Den Typ mit dem Hund in der Tasche find ich überhaupt nicht spießig sondern eher gemäßigt schrill, was der Ausgangspunkt meines Posts war. Eine Dame-Edna-Brille (statt dem "Kassengestell") und die Hose kariert und den Spruch ändern in "Seid schriller" und ich wäre zufrieden. Der Hund wäre die ideale Überleitung zu Rudolph Moshammer (R.I.P) gewesen, dem König der gepflegten Schrillheit.

    Echte Spießer treff ich auf der Straße jeden Tag, die mich dumm anglotzen wg. meines außergewöhnlichen Bartes in Verbindung mit einer Frisur, die in keine Schublade paßt und generell sehr farbenfrohen Klamotten.

    Angepaßte Kerle (heute sog. heterolike) nannten wir vor 20 Jahren in der Szene "Normalos" - nennt man die heute "Spießer"??? Bin (leider) nur noch selten in Szenelokalitäten unterwegs, vielleicht ist mir da was entgangen...

    Wobei man damit m.E. die Kurve zu dem Plakat mit Hund aber auch nicht kriegt. Hab in meinen 20ern zeitweilig als Kreativer in der Werbung gearbeitet und bin deshalb etwas überkritisch. Gebe dem Plakat daher nur ne 3minus, symbolisch. Die anderen zwei Plakate kriegen von mir ne 1.
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#33 David77Anonym
#34 ShaunAnonym
  • 25.09.2014, 20:32h
  • Antwort auf #19 von maaartin
  • Nun wenn "wir" anfangen dann festigt sich doch nur ein Klischee von Hetero = "männlich"
    Schwul = "männlich" / "tuntig"
    Werden die Hetero Männer dann noch nachziehen?
    Andersrum wär's einfacher.

    Aber klar lass mal die armen Heteros in Ruhe, vor allem die Hetero-Männer die haben sich ja schon so viel Emanzipation und Freiheit erkämpfen müssen.

    Es sei denn einige hier wollen das "tuntig-sein" für Schwule reservieren.
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#35 anonymusAnonym
#36 Benjamin CarbonAnonym
#37 paren57Ehemaliges Profil
  • 25.09.2014, 21:51h
  • Antwort auf #22 von probondage
  • "Wir haben hier in meiner Stadt einen Kahlschlag in der Szene was unsere Lokalitäten betrifft, den man vor ein paar Jahren nicht vorstellen hätte können."

    Liegt ja vielleicht auch daran, dass Mann, wenn er nicht einem bestimmten Ideal entspricht, in der Szene keinen Erfolg hat. Vor fünfzehn Jahren und mit 20 kg weniger auf den Rippen war ich mit Anfang vierzig für die Szenetypen einfach Luft. Irgendwann kehrt man dann den Szenekneipen einfach frustriert den Rücken.
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#38 probondageProfil
  • 25.09.2014, 23:04hDortmund
  • Antwort auf #37 von paren57
  • Äh, wir sprechen hier von Fetischlokalen :) Über 40 mit Bauch ist die Regel, nicht die Ausnahme. Ansonsten verstehe ich dein Posting nicht. Hast du nun 20 KG mehr auf den Rippen und bist 55? Bestes Alter für die Fetischszene. Und welches Ideal meinst du?

    Klar gibt es auch andere Umstände für das Verschwinden der Szene, aber die gab es schon immer - kaum jemand unter 30 verirrte sich in die schwule Fetischszene. Du brauchst schon eine gewisse Reife. Dann ist das alles eine riesen große Familie. Ich gebe zu, dass es schwer ist so richtig darin aufgenommen zu werden. Aber wenn man es geschafft hat, dann hast du die besten Kerle auf der Welt zu deinen Freunden. Vieleicht hättest du nicht so schnell aufgeben sollen. Dein Alter und dein Gewicht spielten da absolut keine Rolle, sondern eher deine Verschlossenheit mit Leuten in Kontakt zu kommen. Klar, dann wird man schnell zu Luft - und kommt sich auch so vor. Ist aber überall so. Gehts du auf eine Party und kriegst den Mund nicht auf, bist du alleine. Man muss sich schon trauen.
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#39 herve64Ehemaliges Profil
  • 26.09.2014, 00:13h
  • Antwort auf #22 von probondage
  • Das ist aber das Kardinalproblem aller solcher Kampagnen: sie sind einfach viel zu weichgespült. Auch hier wird wieder tunlichst darauf geachtet, ja bloß niemandem zu sehr auf die Füße zu treten, die das ganze Schlamassel uns eingebrockt haben. Und das wären diese KonsumidiotInnen, die alles wahl- und kritiklos herunter schlucken und verinnerlichen, was ihnen Medienlandschaft und deren "ausgewählten Schwulen- und LesbenvertreterInnen" vorkauen, nämlich die -wie du schon so treffend bemerktest- Öffnung der bislang immer noch ausschließlichen Institution Ehe (die m. E. ohnehin vollkommen antiquiert und generell abschaffungswürdig ist) und das vollständige Adoptionsrecht.

    D. h. im Klartext: Assimilierung der LGBT-Welt an die Hetero-Hegemonie um jeden Preis und ohne Rücksicht auf Verluste sind die Hauptmaxime. Und dafür ist man und vor allem frau bereit dazu, alle anderen Richtungen in den eigenen Reihen zu opfern, die einem hinderlich dabei erscheinen, weil das eben die ach-so-armen Heteros nicht sehen wollen.

    Nein, Kuschelkampagnen dieser Art helfen da wirklich nicht weiter. Vielmehr wird es Zeit, sich gegen so eine innere Apartheid zu erheben und zu wehren.
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#40 Baer2014Anonym
  • 26.09.2014, 05:59h
  • Antwort auf #37 von paren57

  • #paren57

    Erinnert mich an ein Erlebnis von mir in Hamburg 1988. War damals 22 und bin in einer der angesagtesten Discos der Hansestadt einen ganzen Abend das "Mauerblümchen" geblieben obwohl ich damals in Topform war und man mich seinerzeit den blonden Hünen nannte... Lag aber wahrscheinlich an mir, weil ich frustriert war (mein erster fester Freund hatte mich nach einem Jahr verlassen) und mir an der Bar einen Drink nach dem anderen hinter die Binde kippte und auf Flirt-Signale wahrscheinlich gar nicht reagiert habe.

    Szene kann echt sch**ße sein. Hab meine Lover und festen Freunde auch immer außerhalb der Szene gefunden und diese später nur noch als Freizeitvergnügen besucht und nicht zum Abschleppen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #37 springen »
#41 paren57Ehemaliges Profil
  • 26.09.2014, 07:23h
  • Antwort auf #38 von probondage
  • Die Leder- und SM-Szene ist nun mal nicht unbedingt meine Zielgruppe. Abgesehen davon bin ich im Moment aus privaten Gründen ohnehin nicht auf der Suche. Aber schau Dir die Suchkriterien auch bei GR mal an: Schlank und jung. Wenn Du da aus dem Raster fällst, ist die Resonanz eher mau. Das mit der Kontaktfreudigkeit mag stimmen. Nur habe ich seinerzeit, als ich noch in der Szene unterwegs war, auch von Leuten, die kontaktfreudiger als ich sind, ähnliche Stimmen gehört.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #38 springen »
#42 probondageProfil
  • 26.09.2014, 07:39hDortmund
  • Antwort auf #39 von herve64
  • Das sehe ich ähnlich wie du, aber was will man machen? Die Büchse der Pandora ist geöffnet, wer soll sie wieder schließen? Das Konzept der Vergnügungssteuer für die Einräumung von sexuellen Kontakten, auch wenn diese entgeltlos erfolgen, gemessen an der Fläche des Lokals zieht immer weitere Kreise und viele Städte wollen das Dortmunder "Erfolgskonzept" kopieren.

    2010 hat sich die SPD in Dortmund diese Steuer einfallen lassen. Schon damals habe ich Alarm geschlagen, aber ich war auf verlorenen Posten. Unsere Arbeitsgemeinschaft Schwule und Lesben in Dortmund hat auch versucht dagegen zu protestieren, aber sie bissen auf Granit. Man wollte sich verständlicherweise sich auch nicht wirklich mit der Stadtverwaltung anlegen, denn davon hängen auch andere schwul/lesbische Projekte und deren Förderung ab. So opferte man die schwulen Fickläden und überließ sie ihrem Schicksal. Spätestens da ist für mich die Community gestorben. Heute werde ich immer wieder gefragt, was hätten wir denn tun sollen?

    Darauf kann es nur eine Antwort geben: Sich wehren! Die Tragweite dieser Steuer sehen und sich mit aller Macht dagegen stemmen, zur Not auch die Zusammenarbeit mit der Stadt kappen.

    Ist aber reine Utopie, soweit geht die Solidarität in der Community nicht. Warum sollte auch eine sozial bewegte Lesbe sich für die Belange eines promisken Lederkerls einsetzen? Es mag innerhalb der verschiedenen Gruppen sowas wie Solidarität geben, aber Schubladenübergreifend gibt es sie nicht! Da mache ich mir persönlich auch keine Illusionen mehr.

    Die Ironie des Ganzen, jetzt hat sich die Community schon so ein braves Mützchen aufgesetzt und was wurde erreicht? NICHTS! Außer vielleicht, dass man nun leichtes Spiel mit uns hat. Für die Gleichstellung ist kein Opfer zu groß - Mit jeden geschlossenen Laden stirbt aber auch ein Stück schwule Szenekultur, ein Ort ohne Verstecken und die Möglichkeit neue Leute kennenzulernen.

    RIP: The Boots Club, Fledermaus, Amigos, Men Only, GentleM - Ihr werdet schwer vermisst in der nach Angaben unseres OBs "Schwulenfreundlichsten Stadt in Deutschland!"
  • Antworten » | Direktlink » | zu #39 springen »
#43 FoXXXynessEhemaliges Profil
#44 Monster_BabyEhemaliges Profil
  • 26.09.2014, 09:16h
  • Antwort auf #32 von Baer2014
  • An den Werbespruch "...entdecke den Spießer in dir..." habe ich auch gedacht, da krieg ich auch immer Gänsehaut aber nicht vor Freude. Angefangen hat das auch schon vor Jahren, als eine Bausparkasse einen Spot veröffentlichte, in dem ein Typ im Bauwagen mit seiner Tochter gezeigt wurde, deren größter Wunsch es war "...auch einmal ein Spießer zu werden...". Es ging (glaube ich) um Wohnqualität aber es wird in der Werbung ja mehr oder weniger subtil mit manipulierenden Botschaften gearbeitet. Werbung und gesellschaftliche Entwicklungen beeinflussen sich wahrscheinlich gegenseitig. Gäbe es nicht den Wunsch von vielen, ein scheinbar sorgenfreies Leben in einer geordneten und überschaubaren Welt zu führen, würde diese Art der Werbung nicht geschaltet werden. Aber die Definitionen von Spießigkeit scheint ja fast so unterschiedlich zu sein, wie die Teilnehmer/innen des Forums. Die IWWIT-Kampagne finde ich gut, weil sie sich mit Verschiedenheit und Akzeptanz in der sog. Community auseinander setzt. Der Typ mit Hund löst bei mir auch nicht die Assoziation von Spießertum aus. Aber vielleicht ist das Klischee so. Nichts desto trotz finde ich die Aktion gut und es sollten noch ein paar Facetten bzw. Charaktere dazukommen um den Blick auf die Community zu erweitern.
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#45 TheDadProfil
  • 26.09.2014, 09:18hHannover
  • Antwort auf #11 von Shaun
  • ""Glauben die echt das geoutete Männer die aus innerem Druck versuchen sich klischeemännlich zu verhalten""..

    Hier muß es dann doch wohl eher ´ungeoutete Männer´heißen..

    Geoutete Männer verspüren nämlich keinen "Druck" sich irgendwie "klischeehaft" zu verhalten um sich dem Mainstram der sich hier Heteronormativität heißt, anzupassen..

    Manch Kerl ist halt einfach Kerl, und mancher der versucht einen Kerl zu spielen fällt gerade deshalb besonders auf..

    Heteromänner taugen übrigens aus völlig einfachen und damit nachvollziehbaren Gründen gar nicht als Vorbilder, denn sie sind eben nicht schwul..
    Ist doch wohl logisch, oder ?
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#46 Martin2Anonym
#47 TheDadProfil
  • 26.09.2014, 09:31hHannover
  • Antwort auf #31 von paren57
  • Geht es beim Begriff "KLemmschwester" um das antörnen ?
    Geht es um Fetische und irgendwelche Vorlieben ?

    Ich glaube nicht..

    Meiner Meinung hat die Bezeichnung Klemmschwester immer dann ihre Berechtigung wenn VERSTECKT lebende Schwule anderen vorwerfen sie würden sich irgendwie "schädlich" für die so genannte Community verhalten, weil deren Verhalten angeblich zu Rückschlüssen "auf alle" genutzt wird..

    Wir haben hier alle noch die Diskussionen im Ohr und im Auge die immer dann aufkeimen wenn CSD-Saison ist, und diverse User dann "rein politische Demonstrationen" einfordern, oder sich darüber beschweren, weil sie schlichtweg nicht mit Tunten und Lesben gesehen werden wollen, geschweigedenn in einen Topf geworfen zu werden..

    Die Klemmschwester ist der Prototyp des verklemmten Spießers, der nur zu Hause im Badezimmer rumtuckt, Freddie Mercury nur per Kopfhörer anhimmelt, und in der Küche beim Kaffeetrinken vier Finger von Oma´s Sammeltäschen abspreizt, im Büro aber den Megabecher mit Truckeraufdruck neben der Tatsatur hat, obwohl er gar nicht auf Trucker steht..
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#48 herve64Ehemaliges Profil
  • 26.09.2014, 09:52h
  • Antwort auf #45 von TheDad
  • Stimmt. Und als Vorbild für einen "echten Mann" taugen sie erst Recht nicht. Man sehe sich nur mal diese gesamten Milchsemmel-Weicheier an, die ihre Kinderwägen vor sich herschieben wie Sisyphos seinen Felsblock und ihre zeternden Weiber gehen hinterher und geben ihnen noch Anweisungen. Wenn das das Bild eines Vorzeigemannes sein soll, dann wäre diese Hetero-Klischee-Frage "Wer ist den bei Euch der Mann und wer die Frau?" wohl eher hier angebracht.
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#49 AntonIIAnonym
#50 seb1983
#51 BalalaikasAnonym
  • 26.09.2014, 10:45h

  • Wenn man nicht wie ein Vollweib wie auf dem ersten Plakat aussieht ( mit den gemachten Brüste sieht es btw trans aus und nicht tuntig) oder wie der Shrek auf dem 3 ten Bild ist man für viele hier eine Klemmschwester oder spießig?
    Es gibt mehr als die stereotypen Schubladen tuntig, derb oder spießig!
    Imme diese Vorurteile der Szene...
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#52 Foxie
  • 26.09.2014, 11:47h

  • Ist wohl typisch deutsch, immer alle und alles mit gut leserlichen Etiketten versehen, in Schubladen zu sortieren.
    Hab schon mehrmals, von Kollegen gehört, wenn sie mitbekamen,daß ich schwul bin. "Siehst aber gar nicht so aus!"
    Wenn ich nachfrage, was sie meinen, drucksen sie herum,
    "Ähmm,...irgendwie so,...schwul eben."
    Kann mir bitte jemand erklären, wie ich als geouteter Homo auszusehen und 'rüberzukommen habe?! Ironie off!
    Will damit sagen, es sollte selbstverständlich sein, daß jeder sich doch so kleiden und auftreten kann, was sich für ihn gut und richtig anfühlt. Das macht unsere Welt so vielfältig und interessant.
  • Antworten » | Direktlink »
#53 NickAnonym
#54 seb1983
  • 26.09.2014, 13:58h
  • Antwort auf #52 von Foxie
  • Das kenn ich irgendwoher.

    Wenn sie dann noch beim Boxen eins drauf bekommen ist die Verwirrung komplett.

    Schlimmer noch sind aber viele Weiber: Ach du bist schwul? ist ja toll, wir müssen unbedingt mal was machen, und ach ich kenn da noch einen, weiß ja nicht ob der dein Typ wäre aber ihr könnt euch ja mal treffen der steht so auf maskulinere... achje was die Männer so mit uns machen was... sag mal wie viele hattest du eigentlich und wie läuft das bei euch so? Magst du auch n Sekt....
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#55 sperlingAnonym
  • 26.09.2014, 14:28h
  • david berger dreht in der huffington post am paranoiden rad und wähnt sich von der totalen vertuntung bedroht:

    www.huffingtonpost.de/david-berger/seid-tuntig-iwwit-normale
    -schwule-maennlichkeit_b_5879908.html


    da ich wohlwollend davon ausgehe, dass berger intellektuell in der lage wäre, das ziel der kampagne zu durchschauen, kann ich nur annehmen, dass er sich mittlerweile vollständig einem reaktionär-schwulen populismus verschrieben hat und das jetzt gnadenlos durchzieht. auch wenn er genau weiß, welchen bärendienst er der toleranz innehalb der community damit erweist.

    leider bin ich als nicht-facebookianer von der diskussion in der huffington post ausgeschlossen, aber vielleicht hat ja der eine_ die andere von euch lust, herrn berger was zu erklären.
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#56 stromboliProfil
  • 26.09.2014, 14:30hberlin
  • das ist ja alles lieb und nett, auch nichts dagegen dass man den spießer in den eigenen reihen akzeptiert, wenn... ja wenn er denn nicht gleich auch reaktionär ist!
    Gilt für die tunte, für den bodyfetichist etc.

    Nicht das aussehen oder gehabe macht die persönlichkeit zum streitpunkt, seine haltung zum sozialen die ihn betrifft wie die ihn umgebenden..
    da scheiden sich die geister!
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#57 RegenbogenAnonym
  • 26.09.2014, 16:01h
  • Antwort auf #55 von sperling
  • @ sperling

    ich kann dich beruhigen! wenn berger gemeint hat, auf der fb-seite der MÄNNER etwas in seinem sinne zu erreichen, dann ist der schuss ganz schön nach hinten losgegangen. die kommentare sind -bis auf wenige ausnahmen- alle für dieses anzeigenmotiv. dem berger wird ziemlich drastisch mitgeteilt, was man von seiner einstellung hält. ein kommentator fasst das ganz gut zusammen:
    "Also nach der internen absurden Diskussion, wir mögen uns doch bitte im Stadtbild so bewgen, dass die katholischste CSU Mutti daran keinen Anstoß nimmt, finde ich die Kampagne durchaus sinnvoll ..."

    *kicher*
  • Antworten » | Direktlink » | zu #55 springen »
#58 Baer2014Anonym
#59 sperlingAnonym
#60 Baer2014Anonym
#61 Robby69Ehemaliges Profil
  • 26.09.2014, 18:03h
  • Antwort auf #31 von paren57
  • Genau DIESE Toleranz, die Du von mir und anderen einforderst, in Bezug auf die Art, wie DU lebst und liebst - erwarten wir offenen Schwulen eben auch von euch Klemmschwestern. - Nicht mehr, nicht weniger.
    Aber sag das mal gewissen bornierten, intoleranten Typen... -
    Wie ich bereits mehrmals geschrieben habe - und vielleicht kommt's ja JETZT mal bei euch an: Solange ihr uns in unser Leben und unsere Lebens- und Liebensweise nicht rein redet, könnt ihr machen, was ihr wollt. - Ist schließlich eure Sache. Und euer Leben.
    Aber genauso wenig wie ich in EUER Leben und eure Einstellungen reinrede, erwarte ich auch, dass ihr euch aus MEINEM Leben und MEINEN Einstellungen heraushaltet. - Es steht zum Beispiel jemandem wie Püree oder unserem verhuschten Waldmäuschen absolut nicht zu, über das Leben und Lieben anderer Schwule zu urteilen oder es zu VERurteilen! Dieses Recht, darüber zu urteilen hat nur derjenige selbst. Sonst niemand. Und genau darum geht es. Ich hoffe, ich habe es deutlich genug formuliert, damit es mal bei euch ankommt.
    Und noch was, "paren57", was mir wichtig ist: Ich habe Dir nicht unterstellt, dass Du uns offenen Schwulen gegenüber intolerant bist.

    Es geht hier um die bewußten Gourvernanten und Waldmäuschen, die hier schon länger ihr Unwesen mit ihrem hysterischen "Moral"-Gekreische treiben. Ich denke, Du weißt, wen ich meine. Grins...
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#62 Robby69Ehemaliges Profil
#63 Baer2014Anonym
  • 26.09.2014, 18:09h
  • Antwort auf #38 von probondage

  • #probondage

    Hab Ende der 90er mal (geschlossene) Fetischveranstaltungen besucht. Man muß das mögen. Zum zusehen geil aber mir war das teilweise zu unsafe und ich hab die Rituale nicht geblickt, wollte eher einen einzelnen Mann abschleppen und mit nach Hause nehmen aber da liefen mehr GangBangsachen vor Ort und das war nicht mein Ding (ist es bis heute nicht).

    Für Tunten ab 40 die Opernszene, für Lederkerle die Fetischclubs. Ich bin beides nicht und so muß auch ich weiterhin andere Wege finden für Sex (grins).
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#64 Baer2014Anonym
#65 Robby69Ehemaliges Profil
  • 26.09.2014, 18:17h
  • Antwort auf #52 von Foxie
  • Genau das propagiere ich ja immer wieder. Mit dem Ergebnis, dass irgendwelche intoleranten Klemmschwestern - mit Betonung auf intolerant - hysterisch zu kreischen anfangen und um jeden Preis wollen, dass ich genauso verklemmt lebe wie sie und auf "hetero" mache. - Seh ich aber eben nicht ein. Wieso sollte ich auch?! Die sollen sich lieber um ihren eigenen Kram, um ihr eigenes Leben kümmern. Ganz einfach.
    Und was die Schubladen betrifft: Warum es nicht so machen wie "Conchita Wurst" von sich selbst sagt? "Mich kann man nicht in einer Schublade unterbringen - ich brauche die ganze Kommode."
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#66 nurnochleserAnonym
  • 26.09.2014, 18:21h
  • Antwort auf #31 von paren57
  • Ja, genau das hatte ich vor einer Weile auch schon mal an Robby geschrieben, und bin dafuer auch uebelst angemacht worden, bzw. wurden mir Intentionen unterstellt, die bar jeder Grundlage waren. Und zur Kroenung des Ganzen, wurden dann noch, ohne mich zu kennen, Vermutungen angestellt ueber meine psychische Verfassung, die ebenfalls VOELLIG daneben waren und die dann auch der Grund dafuer waren, mich hier als Mitschreiber zurueckzuziehen. (Mal davon abgesehen, dass ich tatsaechlich psych. Probleme habe, die aber NICHT von der Art waren, die mir von Robby69 unterstellt wurden).
    Naj, wie dem auch sei: ich wollte mich bei Dir lediglich bedanken fuer Deine klaren Worte und gesunde Einstellung, wenngleich ich fuerchte, dass sich Robby69 davon nicht beeindrucken laesst bzw. wohl nicht dazu gebracht wird, seine Einstellungen und Art der Aeusserungen mal zu ueberdenken. Das waere wohl ein aussichtsloser Kampf, wie Don Quichotte gegen die Windmuehlen(fluegel)

    PS: @Robby69: Und nein, ich bin NICHT Mikesch, Parierend oder ein anderes Pseudonym aus Deiner Liste von oben
    PPS: Ich werde hier auch keine weiteren Beitraege schreiben, wohl wissend, dass es sowieso egal ist, bzw. keine Auswirkungen hat und ich mich nicht so gerne von Leuten, die mich nicht kennen, beleidigen lasse.
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#67 Robby69Ehemaliges Profil
#68 Baer2014Anonym
#69 Baer2014Anonym
#70 Baer2014Anonym
  • 26.09.2014, 18:58h
  • Antwort auf #48 von herve64

  • #herve64

    Wer mit Anfang 20 (ob Frau ob Mann ist egal) schon den Kinderwagen schiebt, der hat was nicht begriffen und versaut sich und dem armen Kind das Leben.

    Zum Glück eher ein Heteroproblem - weil ich mal frech voraussetzte, daß Schwule und Lesben mit Kinderwunsch warten bis 30plus.
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#71 Baer2014Anonym
#72 Baer2014Anonym
#73 Baer2014Anonym
  • 26.09.2014, 19:39h
  • Antwort auf #72 von Baer2014

  • #Forts. meines Posts(Akku war leer)

    Der Hetero wird für schwul gehalten und vom Boxprofi weiß jeder in der damaligen Szene in Paris, daß er schwul ist.

    Und der Boxprofi poliert dem verwirrten Hetero die Fresse nach allen Regeln der Kunst!

    Ein Klassiker des Gay Cinema und absolut passend zum Thema Rollenklischees.
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#74 AntonIIAnonym
#75 Baer2014Anonym
#76 herve64Ehemaliges Profil
  • 26.09.2014, 20:49h
  • Antwort auf #42 von probondage
  • Du brauchst nicht einmal bei der sozial bewegten Lesbe anzusetzen, das geht schon viel früher aus z. T. profaneren Gründen los: warum soll ein schwuler Location-Inhaber sich um die Belange der Schwulen kümmern, wenn er einen größeren Reibach bei Heti und Plethi wittert? Wegen so einer Einstellung ist hier in München z. B. der "BAU" nicht mehr das, was er einmal war, nämlich eine schwule Szene- und Fetischkneipe, in der unter Anderem auch Schaumparties stattfanden, sondern eine langweilige, auf chic aufgemotzte Lounge, die nun auch Heteros als Publikum anziehen soll. Einige Schwule lästern hier schon, dass jetzt nur noch ein barrierefreier Zugang für die Fruchtkutschen in den Keller fehlt.
    Tja, manchmal liegt es einfach auch nur an schnöder Geldgier, die zum Szenesterben beiträgt.
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#77 LarsAnonym
  • 26.09.2014, 21:18h
  • Mich stört an der Kampagne das Festhalten an Klischees. Ich finde, die drei Typen repräsentieren eigentlich Grunderfahrungen, die jeder Schwuler im Laufe des Comingouts macht:

    1. TYP DERB: Ich möchte meine Sexualität entdecken und ungehemmt genießen und stolz auf meinen männlichen Körper sein .

    2. TYP TUNTE: Ich möchte mich - für mich und andere - schön und begehrenswert fühlen, auch wenn das unmännlich erscheint, verführerisch sein und auch in meinen "schwachen" Eigenschaften oder wenn ich bei jemandem schwach werde eine starke Persönlichkeit sein.

    3. TYP SPIESSER: ich möchte Teil einer Gruppe / Gemeinschaft sein, in die ich mich einfügen kann, ich möchte für jemanden da sein, ihn / sie beschützen und gleichzeitig gehalten und beschützt werden - (Hund als Symbol der Treue und Schutzbedürftigkeit).

    Wenn man diese drei scheinbar widersprüchlichen Typen, in welcher Gewichtung und Form auch immer, für sich selbst akzeptiert, dann kann es mit der Fremdakzeptanz klappen. Man nennt es auch Erwachsen sein ...
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#78 paren57Ehemaliges Profil
  • 26.09.2014, 21:26h
  • Antwort auf #46 von Martin2
  • "Neee, du entsprichst dem Klischee ganz und gar nicht."

    Dann sollten wir uns vielleicht überlegen, ob unsere Wortwahl immer richtig ist. Denn das, was ich auf den Bildern anhabe, sind ja keine Fetisch-Klamotten, sondern gehört zu meiner normalen Straßengarderobe, die aber ganz offensichtlich zumindest heterotauglich ist, denn ich falle damit nicht wirklich auf, zumindest nicht als Schwuler (in Flecktarn fällt man auf, wird aber in der rechten Ecke verortet). Denn wenn ich mich gelegentlich oute, bekomme ich immer wieder zu hören: Nein, dass hätten wir nun wirklich nicht vermutet.

    Insofern ist auch die Heterowelt sehr viel bunter und vielfältiger, als uns dass manche unserer Heterosexismusfreunde gerne weismachen wollen.

    Wogegen ich mich zur Wehr setze, ist, dass Schwulsein immer gleich mit Fummel oder Lederszene gleichgesetzt werden soll. Ich stehe auf Männer, aber Männer im Fummel lassen mich kalt (da vertraue ich ganz auf die ausbleibende Regung zwischen den Beinen; die Körperspannung ist da so, als ob ich gerade an der See ins kalte Wasser gehe).

    Ein Typ in Jeans und Holzfällerhemd und Brustfell im Ausschnitt löst da schon ganz andere Reaktionen und Fantasien aus. Beuteschema also absolut heterolike.

    Darf aber für viele hier (ich erinnere mich da vergangene Diskussionen) nicht sein. Wenn man in diesem Zusammenhang mal erwähnt, dass man als in dieser Form gepolter Schwuler auch mal in den Medien vorkommen möchte und sich mit den Klischeebildern nicht identifizieren kann, wird man gleich als Klemmschwester beschimpft, die sich dem heterosexistischen Mainstream anbiedert.

    Ich habe ja nichts gegen alle Spielarten homosexuellen Verhaltens. Ich erwarte aber Toleranz und Akzeptanz nicht nur von der Heterowelt. Und es muss Leute wie mich, heterolike oder nicht, auch nach außen sichtbar geben dürfen.
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#79 paren57Ehemaliges Profil
  • 26.09.2014, 21:37h
  • Antwort auf #61 von Robby69
  • "Ich habe Dir nicht unterstellt, dass Du uns offenen Schwulen gegenüber intolerant bist."

    Der Satz enthält just das ganze Vorurteil in einigen Homoköpfen, dass mich immer so maßlos ärgert und auf die Palme bringt: offen schwul ist immer nur derjenige, der in Frauenkleidern oder in Lederstrapsen rumläuft.

    Bitte nicht missverstehen. Wem das gefällt, der soll das auch machen und machen dürfen. Habe ich überhaupt nichts dagegen.

    Es ist aber nun mal nicht meine Wellenlänge und löst bei mir nicht die geringste Erregung aus. Aber nur weil ich ein anderes Outfit bevorzuge, wird man immer gleich in die Kategorie "Schrankschwester" eingeordnet.

    Da diese Verunglimpfung aus den eigenen Reihen kommt, empfinde ich dieses als verletzender, als wenn mich irgendein Hohlkopf als Schwuchtel oder Arschficker tituliert (wobei letzteres ja eher eine Tatsachenfeststellung denn eine Beleidigung ist, auch wenn es nicht so gemeint ist und deshalb unterbleiben sollte).
  • Antworten » | Direktlink » | zu #61 springen »
#80 paren57Ehemaliges Profil
  • 26.09.2014, 21:44h
  • Antwort auf #47 von TheDad
  • " Wir haben hier alle noch die Diskussionen im Ohr und im Auge die immer dann aufkeimen wenn CSD-Saison ist, und diverse User dann "rein politische Demonstrationen" einfordern..."

    Von einer solchen Aussage würde ich mich auch nicht völlig distanzieren. CSD ist nach innen als Identifizierung sicher wichtig, wird aber sonst eher unter schwulem Karneval verbucht und ist politisch so effektiv wie eine Love-Parade.

    Angesichts der fortbestehenden Diskriminierung und den immer deutlicher werdenden Bestrebungen, das Rad wieder zurückzudrehen, finde ich die ganze Community viel zu unpolitisch. Ich wäre ganz und gar für politische Demonstrationen im Sinne von 1968. Hart und bis an die Grenze des Erlaubten.
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#81 Robby69Ehemaliges Profil
#82 sperlingAnonym
  • 26.09.2014, 22:18h
  • Antwort auf #79 von paren57
  • >"offen schwul ist immer nur derjenige, der in Frauenkleidern oder in Lederstrapsen rumläuft."

    kannst du bitte mal ein zitat bringen, in dem jemand das wirklich so gesagt hat? ich verfolge solche diskussionen ja nun auch schon eine ganze weile, aber so habe ich das noch nie gehört - oder zumindest nie so verstanden.
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#83 sperlingAnonym
  • 26.09.2014, 22:28h
  • Antwort auf #78 von paren57
  • du wehrst dich dagegen, dass schwulsein immer nur mit einer "schwulen klischeeoptik" gekoppelt wird. und dann bezeichnest du alles, was diesen klischees NICHT entspricht, nicht etwa als "anders schwul", sondern ausgerechnet als "heterolike"?

    dass du damit genau das vorführst, was du angeblich kritisierst, nämlich "klischee = schwul" und "nichtklischee = hetero" zu setzen, das fällt dir anscheinend nicht auf, oder?
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#84 paren57Ehemaliges Profil
  • 26.09.2014, 22:37h
  • Antwort auf #83 von sperling
  • Betrachte es als Zitat aus diesem Forum. Habe das Wort vorher nicht gekannt. Aber ich habe den Eindruck, dass die Art und Weise, wie ich mich kleide und verhalte, für einige hier das Paradebeispiel dafür ist, wie man als Schwuler auf gar keinen Fall sein darf. Es wurde mir deswegen auch schon mal der Gang zum Psychiater empfohlen. Werde aber dankbar dafür sein, wenn du mir sagst, wie ich meine Art und Weise mich zu geben, nennen soll. Für eine große Gruppe hier ist es unschwul, für einige Verrat. Für mich ganz normal.
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#85 paren57Ehemaliges Profil
  • 26.09.2014, 22:46h
  • Antwort auf #82 von sperling
  • "ich verfolge solche diskussionen ja nun auch schon eine ganze weile, aber so habe ich das noch nie gehört - oder zumindest nie so verstanden."

    Dann verstehe ich die ganze Diskussion um die Klemmschwestern nicht. Wenn man nicht gleich als Schwuler identifizierbar ist, lebt man nicht offen schwul (s. Kommentar von Robby). Die Heterowelt ist so bunt, außer wenn Du im Fummel oder in Strapsen rumläufst, wirst Du heute nicht mehr als "schwul" identifiziert. Also, was denn nun?

    Für mich war "offen schwul" bisher etwas anderes, nämlich dass man um seine Homosexualität kein Geheimnis macht. Aber das scheint hier nicht mehr auszureichen. Darf ich jetzt nur noch T-Shirts anziehen, auf denen die Regenbogenflagge prangt?
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#86 TheDadProfil
  • 26.09.2014, 22:51hHannover
  • Antwort auf #80 von paren57
  • ""CSD ist nach innen als Identifizierung sicher wichtig, wird aber sonst eher unter schwulem Karneval verbucht und ist politisch so effektiv wie eine Love-Parade.""..

    Das sehe ich anders, vor allem wenn man kleinere CSD´s in den Nicht-Hochburgen besucht, die eben nicht daherkommen wie der Karneval in Köln..

    Zumal der Karneval bezogen auf deren Benehmen auch kein Kriterium darstellt..

    Das "Problem" CSD ist in sich so vielfältig wie die Community, und wer da "uniformieren" will, hat den Grund für den CSD nicht begriffen..

    Wer "rein politische Demonstrationen" fordert, eben "so wie die Heten das machen" verfängt sich in einer Heteronormativität, weil er unterschwellig wohl denkt, wenn wir genau wie die demonstrieren würden, könnten die leichter Zugang zu den aufgestellten Forderungen entwickeln..
    Das klappt aber nicht, weil Heten an und für sich als Masse die Forderungen gar nicht begreifen können, weil sie nicht verstehen können wie ihre ausgeübte Diskriminierung funktioniert..

    Heteronormativität ist der Effekt einer Pawlow´schen Konditionierung der Heten durch die Gesellschaft und vor allem der Religionen, die darin besteht ohne auch nur einen einzigen Moment zu überlegen oder zu Denken, stereotype Parameter aufzustellen, derer sich alle zu unterwerfen haben..

    ""Ich erwarte aber Toleranz und Akzeptanz nicht nur von der Heterowelt.""..

    Genau das will die Kampagne erreichen..
    Aber der eigene Schweinehund läßt es nicht zu das man als Schwuler mit einer Tunte "gleichgesetzt" wird..
    Und genau da beginnt die eigene Intoleranz, die letztlich dann zu Forderungen führt die andere nicht erfüllen wollen, oder gar nicht erfüllen können, weil sie eben Tunten sind, die sich nicht in einen Armani-Fummel werfen können ohne als Tunte im falschem Outfit enttarnbar erkannt zu werden..

    ""Ich wäre ganz und gar für politische Demonstrationen im Sinne von 1968. Hart und bis an die Grenze des Erlaubten.""..

    Ich auch..
    Mein Problem wäre dann, ich hätte keine Pumps dabei um damit die Idioten zu bewerfen..
    Was bleibt mir da anderes über, als mich mit der Tunte zu solidaisieren, die für mich dann mitwirft, oder mir nen Pumps abgibt ?
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#87 LarsAnonym
  • 26.09.2014, 22:54h
  • Antwort auf #82 von sperling
  • Es sind mehr die Bilder, die wirken. Es ist schon so, dass bei der Berichterstattung von CSD´s Bider von auffällig be- oder entkleideten Leuten und Bilder von Männern in Frauenkleidern bevorzugt werden. Das ist ja auch logisch, denn das Ungewöhnliche erzeugt Aufmerksamkeit. Schlichte Gemüter schließen aber von den Klischees auf den Alltag ...

    Das ist die Crux: Das Gefühl des homosexuellen Menschen, nämlich Liebe und Begehren, ist vermutlich sehr ähnlich wie bei den Heteros, aber eben nicht plakativ und als das "andere" darzustellen.
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#88 LaurentEhemaliges Profil
#89 paren57Ehemaliges Profil
  • 26.09.2014, 23:05h
  • Antwort auf #86 von TheDad
  • "Aber der eigene Schweinehund läßt es nicht zu das man als Schwuler mit einer Tunte "gleichgesetzt" wird.. Und genau da beginnt die eigene Intoleranz, die letztlich dann zu Forderungen führt die andere nicht erfüllen wollen, oder gar nicht erfüllen können, weil sie eben Tunten sind, die sich nicht in einen Armani-Fummel werfen können ohne als Tunte im falschem Outfit enttarnbar erkannt zu werden.."

    Das geht doch völlig an der Diskussion vorbei. Es sollte Dir nicht entgangen sein, dass ich gesagt habe, jeder soll sich so geben, wie er mag. Wer sich als Tunte wahrnimmt, soll sich in den Fummel schmeißen. Alles völlig in Ordnung. Und keinerlei Abgrenzung meinerseits. Sie sind Teil meiner Community.

    Wenn ich mich aber nicht in den Fummel schmeiße, werde ich hier ausgegrenzt. Dann bin ich die Schrankschwester, die nicht zur Community gehört. Mir liegt aber ein Bärenshirt mit Bärentatze näher als Pumps und Rouge. Gilt aber nicht. Zu Mainstream, also nicht Teil der Community.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #86 springen »
#90 paren57Ehemaliges Profil
  • 26.09.2014, 23:16h
  • Antwort auf #86 von TheDad
  • Wer "rein politische Demonstrationen" fordert, eben "so wie die Heten das machen" verfängt sich in einer Heteronormativität, weil er unterschwellig wohl denkt, wenn wir genau wie die demonstrieren würden, könnten die leichter Zugang zu den aufgestellten Forderungen entwickeln..

    Was hat das mit Heteronormativität zu tun? Eher was mit Ernsthaftigkeit. Wer in Feierlaune daherkommt, wird mit seinen Forderungen nicht ernst genommen. Greenpeace ist auch nicht in aller Munde, weil sie Partys feiern, sondern weil sie spektakuläre Aktionen durchführen. Es geht nicht um die Andersartigkeit der Demonstration, sondern darum, dass für die meisten CSD-Besucher der Fun-Faktor im Vordergrund steht. Zumindest bei den Paraden in den großen Städten.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #86 springen »
#91 sperlingAnonym
  • 26.09.2014, 23:24h
  • Antwort auf #85 von paren57
  • >"Wenn man nicht gleich als Schwuler identifizierbar ist, lebt man nicht offen schwul (s. Kommentar von Robby)."

    ich habe mir robbys kommentare zumindest in diesem thread noch einmal durchgelesen und nein, diese aussage finde ich da nirgends. er wehrt sich gegen die zumutung von anderer seite, "unauffällig" leben und sich geben zu sollen. nirgendwo lese ich, dass jeder durch sein verhalten oder womöglich sogar durch seine kleidung auf den ersten blick als schwuler erkennbar sein muss.

    hab ich was übersehen? kannst du mir zeigen, wo genau du das herausliest?
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#92 paren57Ehemaliges Profil
  • 26.09.2014, 23:28h
  • Antwort auf #86 von TheDad
  • "Mein Problem wäre dann, ich hätte keine Pumps dabei um damit die Idioten zu bewerfen.. Was bleibt mir da anderes über, als mich mit der Tunte zu solidaisieren, die für mich dann mitwirft, oder mir nen Pumps abgibt ?"

    Ich fände Farbbeutel auch effektiver! Und nebenbei gesagt, hätte ich auch nichts gegen die Tunte mit den Pumps! Aber die Botschaft in der Sache muss ankommen! Nur gegen Wasserwerfer fände ich Pumps etwas unpraktisch.
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#93 sperlingAnonym
  • 26.09.2014, 23:44h
  • Antwort auf #87 von Lars
  • die großen csds werden sehr selektiv wahrgenommen, das stimmt. sehr zu recht weist TheDad darauf hin, dass bei kleineren csds das verhältnis von 'schrill' zu 'unschrill' ein völlig anderes ist als in berlin oder köln. aber selbst da kommt natürlich die einzige tunte aufs titelbild des regionalblättchens. das müsse nicht sein.

    aber selbst wenn wir mal nur das 'schrille' betrachten, ist die formel "heteros finden es abschreckend, wenn sie mit 'andersartigkeit' konfrontiert werden", doch allzu verkürzt. das trifft vielleicht für eine konservative minderheit zu. ich behaupte aber, dass es für die mehrheit GERADE die 'andersartigkeit' ist, die auf den csds auch für eine positive aufmerksamkeit sorgt. auch heteros wollen sich gern einmal in eine welt hineinträumen, in der sexualität und geschlechtsrollen weniger reguliert sind als sie das aus ihrem alltag kennen. tunten und drag queens verkörpern durchaus auch heterosexuelle sehnsüchte. das 'andere' bzw. 'fremde' ist eben NICHT nur abschreckend, sondern es macht auch neugierig. das 'schrille' auf den csds ist auch ein symbol für freiheit. und darum geht es: mehr freiheit, weniger regulierung. die erlaubnis zum anderssein.

    was das vorurteil "die homos sind alle tunten oder perverse" angeht, so habe ich auch hier lange genug diese diskussionen verfolgt, um sagen zu können: diejenigen, die das wirklich glauben, die werden es auch ohne csds glauben. in allen diskussionen zum thema habe ich AUSSCHLIESSLICH gelesen: "ich weiß ja, dass nicht alle homos so sind, deshalb finde ich es falsch, dass sie sich so darstellen".

    ist doch komisch, oder? wenn alle wissen, dass die selektiven bilder des csd nicht die realität abbilden, weshalb glauben dann gleichzeitig alle, dass aber alle ANDEREN zu doof sind, das auch zu verstehen?
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#94 sperlingAnonym
#95 paren57Ehemaliges Profil
  • 26.09.2014, 23:55h
  • Antwort auf #91 von sperling
  • "er wehrt sich gegen die zumutung von anderer seite, "unauffällig" leben und sich geben zu sollen. "

    Und redet im gleichen Atemzug von euch nicht offenen Schwulen. Für mich bedeutet das, wenn ich mich unauffällig gebe (was falsch ist, ich gebe mich nicht so, sondern ich bin allenfalls so, weil es meinem Ego entspricht), bin ich eine Schrankschwester, gleich wie offen ich sonst mit meiner Homosexualität umgehe.

    Wobei ich noch nicht einmal weiß, wie auffällig oder unauffällig ich selber bin, weil mich das nicht interessiert. Von einem Vorgesetzten bin ich früher schon mal dafür kritisiert worden, dass ich mich nicht konform genug kleide, Kollegen fanden die Hosen mit vielen Reißverschlüssen eher modebewusst. Dabei war es weder das eine noch das andere. Es waren einfach die Sommerarbeitshosen einer bekannten Firma, die Arbeitskleidung herstellt und die ich cool fand und auch im Büro angezogen habe.

    Trotzdem entspricht es meiner Wahrnehmung, dass es Heteros gibt, die noch weit weniger konform sind. Ich kann mich mit anderen Worten auch abseits der Norm verhalten, ohne als schwul identifiziert zu werden. Insofern muss man sich schon anstrengen, um einschlägig aufzufallen. Was ich mit Pride-Motiven auch gelegentlich tue, mich aber trotzdem hier angegriffen fühle.

    Ich habe nebenbei auch nicht gefordert, dass andere sich unauffällig geben sollen, sondern nur eingefordert, dass man auch unauffällig leben müssen darf, ohne gleich in eine Schublade gesteckt zu werden. Akzeptanz geht in beide Richtungen, und die vermisse ich hier.
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#96 TheDadProfil
  • 26.09.2014, 23:58hHannover
  • Antwort auf #89 von paren57
  • Irgendwie verstehen wir uns falsch..
    Ich habe Deine Auffassung gar nicht kritisiert..

    Aber :
    ""Wenn ich mich aber nicht in den Fummel schmeiße, werde ich hier ausgegrenzt. Dann bin ich die Schrankschwester, die nicht zur Community gehört.""..

    Mein Kommentar oben war nicht auf Dich persönlich gemünzt, sondern darauf angelegt den Begriff Schrankschwester dorthin zu verorten, wohin er gehört :
    Als "Gegner" allzu emanzipierten Lebens von LGBBTIQ´s die darauf pfeiffen ob sie andere als "normal" empfinden, oder nicht..

    Das geht nun an der Kampagne und an der Diskussion vorbei, denn ausgegrenzt werden doch in der Regel diejenigen, die sich als "Paradiesvögel" sehr auffällig benehmen, und genau das will die Kampagne doch ändern..

    Die sprichwörtliche Schrankschwester ist immer noch die-/derjenige sich anmaßende, anderen vorschreiben zu wollen, bloß nicht aufzufallen, weil die irrige Annahme besteht, Schrille Typen hätten einen negativen Effekt auf deren Schrank-Leben..

    Ich lann mir kaum vorstellen das Du als Schrankschwester daherkommst, dafür ruhst Du in Dir selbst, was ein Grund dafür ist wirklich entspannt mit den Macken anderer umgehen zu können..

    Die Verweise von "Robby69", und die dazugehörigen Kommentare der Angesprochenen sprechen doch Bände..
    Wer sich einen Scheiß darum schert was die Schrankschwester denkt wird nicht nur hier als "Gegner der Community" diffamiert, der Schrankschwestern gar nicht angehören wollen, weil sie genau diese schrille Community für ihr eigenes "Comming-Out-Versagen" beschuldigen..
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#97 paren57Ehemaliges Profil
  • 27.09.2014, 00:07h
  • Antwort auf #96 von TheDad
  • "Das geht nun an der Kampagne und an der Diskussion vorbei, denn ausgegrenzt werden doch in der Regel diejenigen, die sich als "Paradiesvögel" sehr auffällig benehmen, und genau das will die Kampagne doch ändern.. "

    Ich spreche von Ausgrenzung auch nicht in Bezug auf die Kampagne, sondern meine damit die Kommentare hier. Und hier (!) werden diejenigen ausgegrenzt, die sich dafür einsetzen, auch unauffällig sein zu dürfen. Wobei es in der heutigen Zeit in der Tat schwer ist aufzufallen. Und dass ist ja wiederum das Schöne daran. In dieser Beziehung scheint mir die Gesellschaft weiter zu sein als die schwule Community.
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#98 TheDadProfil
  • 27.09.2014, 00:21hHannover
  • Antwort auf #90 von paren57
  • Blöderweise gab es in der Christopher Street aber einen TUNTEN-Aufstand, und keinen "paramillitärischen Überfall" von "Green-Gay-Aktivisten in Schlauchbooten", oder ein "beklettern der Stonewall Inn mit ausrollen eines Mega-Transparentes an der Fassade"..

    Den CSD zu feiern hat einerseits etwas mit der Erinnerung zu tun, andererseits mit der Pflege einer "Demonstrations-Kultur" die so nur innerhalb der LGBTTIQ-Community entstehen konnte..

    Diese Demonstrations-Kultur zu ändern, um einer Minderheit innerhalb einer Minderheit "zu gefallen" widerspräche der Forderung nach Vielfalt, weil die Konformisten mit der Forderung nach Uniformität eines ganz sicher erreichen würden :
    Unsichtbarkeit des Schrillen..

    Heteronormativität bedeutet nicht nur, ´du sollst dich konform verhalten, und mindestens nach außen hin hetero wirken´, sondern hier auch ´bloß nicht auffallen, weil das auf `uns´ zurückfällt, die wir uns gar nicht beteiligen wollen´..

    ""sondern darum, dass für die meisten CSD-Besucher der Fun-Faktor im Vordergrund steht. Zumindest bei den Paraden in den großen Städten.""..

    Das mag vielleicht sogar so sein..
    Aber es ist weder beweisbar, noch tatsächlich schädlich für die Ziele, denn man kann nicht für Vielfalt sein, und diese auf der eigenen Demonstration ausschließen, indem man daherkommt wie die marschierenden Hammer im Pink Floyd Video "The Wall"..

    Wer würde eine Demo für die Barrierefreiheit von Rolli-Fahrern ernst nehmen, an der gar keine Rolli-Fahrer teilnehmen ?

    Keiner..
    CSD ist ein Paradebeispiel (im bestem Sinne des zusammengestzten Begriffes) für "paradoxe Intervention", das Abwenden einer Forderung durch ungewöhnliche Gegenmaßnahmen..

    Die Forderung hier ist nämlich die, ´findet euch mit Diskriminierung ab´..
    Die pardoxe Intervention sagt dazu ´fuck you, wir feiern ein Fest gegen Diskriminierung´..
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#99 sperlingAnonym
  • 27.09.2014, 00:24h
  • Antwort auf #95 von paren57
  • wie gesagt, ich kann in robbys beiträgen nicht das finden, was du sagst. ich weiß aber auch, dass robby (dessen zorn ich oft recht erfrischend finde) manchmal sehr stark auf einzelne stichworte reagiert und dann nicht mehr alle details liest. vermutlich ist das in anderen zusammenhängen eine gute verteidigungsstrategie, aber natürlich kann man darüber auch schon mal stolpern.
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#100 TheDadProfil
  • 27.09.2014, 00:28hHannover
  • Antwort auf #92 von paren57
  • Wasserwerfer gegen CSD-Teilnehmer haben wir zum glück hier noch nciht erleben müssen..

    Farbbeutel habe oft das Problem das sie Schäden verursachen, die nicht wirklich gewollt sind..

    Es gibt da diese Feste wo sich die Leute mit allerlei Farben "bewerfen", und alle Leute danach in allen möglichen Regenbogenfarben daherkommen..

    Blöd bloß das manche dieser Pulver-Farben giftig sind, und bei vielen Leuten Allergien auslösen und auch Asthma-Anfälle..

    Also lieber keine Pulver-Farben und keine Farb-Beutel..
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#101 TheDadProfil
  • 27.09.2014, 00:46hHannover
  • Antwort auf #95 von paren57
  • ""Und redet im gleichen Atemzug von euch nicht offenen Schwulen. Für mich bedeutet das, wenn ich mich unauffällig gebe (was falsch ist, ich gebe mich nicht so, sondern ich bin allenfalls so, weil es meinem Ego entspricht), bin ich eine Schrankschwester""..

    Nee..
    Nicht die Unauffälligkeit ist hier das Problem, sondern NUR die Forderung der Unauffälligen an andere, sich ebenfalls UNBEDINGT unauffällig zu verhalten, weil die Auffälligkeit diesen Unauffälligen schaden würde..

    Das ist der Punkt, der den Unauffälligen zur Schrankschwester macht..

    Was auf Dich doch gar nicht zutrifft !
    So empfinde ich das jedenfalls..

    Wenn Schrankschwestern wie Liberace Prozesse anstrengen, weil die Behauptung sie seien Schwul ihr "Image" zerstörten..

    Wenn Klaus Schwarzkopf, Walter Sedlmayr und Rudolph Moshammer nicht ein Wort über ihr "Privat-Leben" "erwähnen", am Ende aber mit dem "Dildo-im-Arsch" "erwischt" werden, dann ist das deren Problem..

    Wenn Moshammer aber in Interviews mehr als abfällig über käuflichen Sex spricht, und dann dutzendfach auf dem Schwulen-Strich gesichtet wird ist das die tatsächlich "schädliche" Außenwirkung, nicht die öffentliche Sichbarkeit von Vielfalt..
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#102 Homonklin44Profil
  • 27.09.2014, 00:47hTauroa Point
  • Tja, wie tolerant ist die Community -- wen man vorwiegend online unterwegs ist, wird doch auffallend, dass gegen gewisse Strömungen mehr Intoleranz besteht, als es unter allgemeinen oder heterosexuellen Szenerien vorkommt. Man kann sich etwa nicht mal zu maskulinen Bekleidungsfetischen bekennen, ohne das man eine Herunterwertung in der Sicht vieler erfährt.

    Man sollte dies und das besser nicht sein, sich "normal" geben, was immer das auch umschreiben mag, denn keiner kann dies beschreiben. Was die Ausgrenzungen innerhalb der schwulen Gemeinde antreibt, habe ich lange nicht verstanden.

    Viele machen aber auch den Unterschied nicht, zwischen Partnerpräferenz-Ebene und allgemeiner Toleranz zu differenzieren. Wenn jemand in sein Datingprofil schreibt, dass er keinen Kontakt zu "Fetten" oder "Tunten" ect. will, hat das noch nicht zwingend zur Bedeutung, dass er diese Menschen nicht achten kann. Seine Suchkriterien für Partner schließen den fraglichen Typ aus .. nicht unbedingt seine Achtung für andere, die nicht ins Partnersuchschema fallen. Ich glaube, das verwechseln viele mit Intoleranz auf ganzer Länge.

    Einige leben lieber unauffällig und zurückgezogen, andere lieber schrill und gerne gesehen. Zu Schwierigkeiten führt das vermutlich da, wo sich das Auffällige unbeliebt macht, weil die Allgemeingesellschaft viel zu bescheiden geprägt ist, um mal aus sich heraus zu treten. Seltsamerweise ist das beim Karneval oder Fasching, auf der Wies'n oder beim Hallow's Eve kein Problem. Das Problem ist vielleicht da verankert, wo die Leute in den Langweiler-Klamotten nicht verstehen, ob für Tunten und Drag-Queens, Leder-Elsen und Latex-Elfen jeder Tag = Fasching ist, oder einfach nur fröhliches Zelebrieren des eigenen Individualismus.

    Jeder wie er/sie/es will darf auch mit einschließen, dass man sich wie Otto Normal-Surfer kleidet und unauffällig benimmt, statt mit Pumps lieber mit der Angelrute schmeißt, und sich nicht von 100 m gegen den Wind gleich als Titanen-Master oder Tanzmariechen preis gibt. Es muss auch möglich bleiben, sich ohne Act oder Auffälligkeit frei fühlen zu dürfen.

    Das Gefallen mit seinem Act bei anderen kann man allerdings auch nicht erzwingen, denn auch die Toleranz hat doch bei Jedem ihre individuellen Grenzen.
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#103 Baer2014Anonym
#104 Baer2014Anonym
  • 27.09.2014, 02:25h
  • Antwort auf #78 von paren57

  • #paren57

    Ich glaube es liegt in der Natur der Sache, daß du nicht auffällst so wie du dich beschreibst.

    Ich "leiste mir" seit ein paar Jahren einen extravaganten Bart und auffällige Frisuren, weil ich von meinem 100& "hetero"like-Image bewußt weg will. Ich will heute auffallen auf der Straße (hab als Jugendlicher schon gern provoziert, hatte dann eine "biedere" Phase) und auch von Heteros als schwul erkannt werden. Besonders meine Frisur stört viele Hetenspießer, das merke ich sofort, da ich mir manchmal die Haare ganz abrasiere und dann ganz andere Reaktionen ernte.

    Don't judge a book by it's cover.
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#105 Baer2014Anonym
  • 27.09.2014, 03:07h
  • Antwort auf #86 von TheDad

  • #TheDad

    Ich nehm mal deinen Post um den Faden weiterzuspinnen.

    Die letzte Gay-Pride-Parade hab ich 2013 in England erlebt. Da lief an der Spitze eine Abordnung von 50 echten Polizisten in voller Uniform, direkt dahinter eine Gruppe von Twinks in Badehosen und Rainbowschärpen, dann kam das Auto wo ein Mr. Gay mit Krone drinsaß, gefolgt von einer Gruppe Butchlesben und dahinter eine prächtige DragQueen gefolgt von einem Block mit Trümmertunten etc.-------------------------------

    Es dauerte zwei Stunden, bis der ganze Zug unterwegs war. Die Stimmung war genial und auch Hetero-Paare tanzten am Straßenrand, während die Parade vorbeizog.

    Solche Paraden/CSDs SIND EINFACH EIN VOLKSFEST! Und sie verbreiten gute Laune auch unter Heteros, zumindest in westeuropäischen Ländern.

    In den USA hat man in den 50er und 60er Jahren mit "Normal"demos (Stichwort Mattachine Society) 20 Jahre lang politisch gar nichts erreicht. Nach den Stonewall Riots kamen bald die Paraden, die biedere Mattachine Society löste sich auf UND ES GING VORWÄRTS - auch wegen der Paraden!

    Ich möchte nicht zurück in die Zeit davor und die Mehrheit bei uns wohl auch nicht, wie David Berger (den ich trotz gegensätzlicher Meinung sehr sympathisch und wichtig finde) aktuell erlebt, da seine Kampagne der Angepasstheit offenbar ins Leere läuft.

    Ich kann verstehen, warum #paren57 so denkt, weil ich vor zehn Jahren auch mal eine Weile so drauf war.

    Solche Demos sollte man bei aktuellen Ereignissen machen z.B. als Gegendemos zu diesem unsäglichen "Marsch für das Leben" von neulich. Die heute-show von vorhin: Einer von der LSU marschiert mit Holzkreuz bei den Hetzern mit...
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#106 Baer2014Anonym
  • 27.09.2014, 03:42h

  • Mal was am "Rande".

    Nur ca 25% der menschlichen Kommunikation beruhen auf der Bedeutung der Worte. Der Rest sind Mimik, Gestik, Tonfall und Körpersprache - es fehlen also drei Viertel davon hier. Schon deshalb kommt es zu Mißverständnissen.

    In 20 Jahren treffen sich die Leute vielleicht bereits als Hologramme auf einem virtuellen Holo-Deck (wie bei StarTrek) um zu diskutieren und mit Volleinsatz von Mimik etc. - falls ich dann noch da bin (mit fast 70) hab ich bestimmt einen Gehstock, den ich dann auch einsetzen werde (grins).
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#107 paren57Ehemaliges Profil
  • 27.09.2014, 08:28h
  • Antwort auf #104 von Baer2014
  • "Ich glaube es liegt in der Natur der Sache, daß du nicht auffällst so wie du dich beschreibst."

    Es geht ja auch nicht darum, dass ich unbedingt auffallen möchte. Ich finde es ja für mich auch so, wie es ist, in Ordnung, weil es meinem Typ entspricht. Den einen gefällts, den anderen nicht.

    Auch außerhalb der Schwulenszene gibt es Leute, die es darauf anlegen aufzufallen, und andere, die eher dem Mainstream zuzuordnen sind.

    Was mich stört ist die Unterstellung, dass diejenigen, die sich nicht für die Extravaganz entscheiden, nicht zu ihrer Homosexualität stehen und (wie es in einem früheren Kommentar mal geäußert wurde, als wir uns hier auch schon gefetzt haben) der professionellen Hilfe bedürfen, um zu ihrem Ich zu finden (ich habe eine drastische Äußerung jetzt mal sehr dezent wiedergegeben).

    Niemand käme auf die Idee, einem Hetero, der durchschnittlich aussieht und ganz normal modisch gekleidet ist, zu unterstellen, er hätte Persönlichkeitsprobleme. Bei uns offensichtlich schon.
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#108 probondageProfil
  • 27.09.2014, 09:12hDortmund
  • Sehr schöne Diskussion hier, war längst fällig da hat sich die Aktion ja schon gelohnt.

    Schrankschwestern, also versteckt lebende Homosexuelle haben für mich mit Kleidung nichts zu tun. Das sind für mich die Kerle, die auch hier schreiben, was haben Lederkerle auf dem CSD zu suchen? Was sollen denn die lieben Heten von uns denken. Der normale Schwule wird gar nicht gezeigt, sondern immer nur die Transen und Halbnackten. Aber, eben diese Schrankschwestern bewegen niemals ihren Arsch zu einem CSD man könnte ja gesehen werden und dann bricht das ganze Kartenhaus in sich zusammen. Egal, ob diese nun in langweiliger Jeans und Shirt rumlaufen oder heimlich in Pumps.

    Ich persönlich lebe ja genau das Gegenteil von Versteckt, dermaßen offen und provokativ das selbst mein Mann manchmal sich die Haare rauft. Sprüche wie, sag mal, hast du dich mal gegooglt, ist doch kein Wunder, dass wir die Wohnung nicht bekommen. Und da hat er Recht, aber das ist nun mal der Preis, wenn man ganz offen leben möchte. Der Vorteil, ich muss mich niemals verstellen. Von Anfang an ist klar, wer ich bin, was ich tue und wie ich lebe. Diskriminierung oder Mobbing in der Arbeitswelt kenne ich nur von höheren Sagen. Das passiert einfach nicht. Auch Anfeindungen bei Facebook, egal was ich mache, Fehlanzeige. Man wird unangreifbar.

    Um eben dieses Schwulsein zu untermauern und auch in die Öffentlichkeit zu tragen, ja, es ist mir wichtig, als schwul gesehen zu werden, sind allerdings die Mittel als Fetischschwuler eher begrenzt. Ich ärgere mich, wenn mich Leute kennenlernen und dann sagen, wie du bist schwul? Hätte ich nicht gedacht! Lederweste, enges Rob-T-Shirt, Kette um den Hals und Zimmermannshose, ne ist klar Aber in den Augen der Heten ist das so. Er kleidet sich halt maskulin, vielleicht ein bisschen übertrieben, aber eben maskulin. Gut, wenn dann die Skinklamotten spazieren getragen werden, dann geht es eher in die rechte Schiene und man merkt, die Leute haben Angst davor. Ganz in Leder bin ich dann eher der Rocker, ein bunter Fetischmix in Camo und Leder, Jeans der Punker! Aber das ich stinknormal einfach stockschwul bin, darauf kommen die wenigsten. Allerdings Insider aus der Szene erkennen die Signale, um nichts auf der Welt, möchte ich diese raren Augenblicke des Augenflirts vermissen, grins.

    Aber, ist das alles wichtig? Bin ich eine wandelnde 1 Mann CSD Parade? Interessiert es überhaupt jemanden? Ja, mich! Ich möchte so leben, und nehme mir die Dreistigkeit raus es zu tun! Und genau da setzt diese Kampagne der IWWIT an, jeder so wie er mag und den anderen in der Community sein Ding machen lassen. Der Angepasste soll sich anpassen. Der Provokante soll provozieren und die Schrankschwester soll aus ihren Schrank und DANN rum mosern.

    Für deren Schutzschild ist niemand von uns verantwortlich, sondern nur sie ganz alleine. Also, dont dream it, BE IT!
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#109 paren57Ehemaliges Profil
  • 27.09.2014, 09:42h
  • Antwort auf #47 von TheDad
  • " Geht es um Fetische und irgendwelche Vorlieben ? Ich glaube nicht.. "

    Da bin ich anderer Meinung. Wenn Du auf den eher rustikaleren Typ Mann stehst, etwa kanadischer Holzfäller oder Bauarbeiter, dann hat das ja auch etwas mit Deinem eigenen Männlichkeitsbild zu tun und Du wirst Dir die entsprechenden Attribute zulegen.

    Probondage hat dazu inzwischen alles Nötige ausführlich beschrieben. Das ist vielleicht nicht ganz normal, aber auch nicht so abseitig, als dass es nicht als ein Segment des Mainstreams wahrgenommen wird. Die Leute werden sagen, er hat einen Tick, das aber nicht mit Homosexualität identifizieren.

    Wo bleibt also hier die Schwule Identität? Im Gaydar, das auf Männer ausgerichtet ist. Aber das ist nach außen nicht unbedingt auffällig.

    Ansonsten: Geh mal in eine Schwulenkneipe, die nicht als Fetischkneipe betrieben wird. 99 Prozent der dort Anwesenden wirst Du im Straßenbild nicht mehr als schwul identifizieren können.

    Aus meiner Sicht führen wir hier eine Scheindiskussion, die mit schwuler Identität und schwulem Selbstverständnis nur sehr am Rande etwas zu tun hat.

    Dass es offensichtlich schwierig ist, innerhalb der Community das andere Schwulsein zu akzeptieren, mag ja auch etwas damit zu tun haben, das Deutsche sich allgemein etwas schwer damit tun, Anderssein zu akzeptieren. Der erhobene Zeigefinger ist ja wohl weltkulturerbefähig.
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#110 Robby69Ehemaliges Profil
#111 Robby69Ehemaliges Profil
  • 27.09.2014, 10:14h
  • Antwort auf #97 von paren57

  • Keiner will Dir in Dein Leben dreinleben. Und genauso wenig lasse ich mir von gewissen intoleranten Klemmschwestern oder auch Heten in mein Leben reinreden. Du brauchst Dich in diesem Punkt ja nicht angesprochen zu fühlen, denn Du bist ja nicht intolerant. So einfach ist das. Also bitte nicht immer alles gleich auf Dich beziehen. O.K.?!
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#112 Robby69Ehemaliges Profil
#113 sperlingAnonym
#114 herve64Ehemaliges Profil
  • 27.09.2014, 12:17h
  • Antwort auf #70 von Baer2014
  • Das wiederum bezweifle ich, weil so eine Einstellung keine Frage der sexuellen Orientierung ist, sondern ein Generationenphänomen. Gerade die Youngsters heutzutage sind so sehr auf Familie, Bausparvertrag und Sicherheit fixiert, dass es schon weh tut. Während frühere Generationen in diesem Alter sich gegen alle möglichen Zeitgeschehnisse wie Umweltverschmutzung oder Weltfrieden engagiert haben oder einfach nur ihren Spaß haben wollten ziehen sich die heutigen Jugendlichen so früh wie möglich auf eine Biedermeier-Ebene mit Einkapselung in die eigenen vier Wände zurück und vergreisen geistig in ihrer vermeintlichen Idylle. Man hat den Eindruck, dass da einige Ältere geistig jünger sind als die Jungen, und das ist eine Entwicklung, die ich äußerst bedenklich finde, denn was hier heran gezüchtet wurde, ist einfach stillhaltendes und ideenloses Konsumvieh, mit dem man leichtes Spiel hat.
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#115 TheDadProfil
  • 27.09.2014, 12:30hHannover
  • Antwort auf #106 von Baer2014
  • ""falls ich dann noch da bin (mit fast 70) hab ich bestimmt einen Gehstock, den ich dann auch einsetzen werde (grins).""..

    You made my Day..

    Renitenz des Alters ist eine Haltung, die man sich jung erwerben muß, denn es hat keinen Sinn sich alles gefallen zu lassen..
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#116 paren57Ehemaliges Profil
  • 27.09.2014, 12:45h
  • Antwort auf #111 von Robby69
  • "Also bitte nicht immer alles gleich auf Dich beziehen. O.K.?!"

    Ist nur etwas schwierig bei einer Antwort wie dieser (Originalzitat Robby, Kommentar 61):

    "Genau DIESE Toleranz, die Du von mir und anderen einforderst, in Bezug auf die Art, wie DU lebst und liebst - erwarten wir offenen Schwulen eben auch von euch Klemmschwestern."

    Die Sache ist für mich gegessen, das Thema jetzt auch erst einmal ausdiskutiert. Wir drehen uns sonst nur noch im Kreise.
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#117 probondageProfil
  • 27.09.2014, 12:51hDortmund
  • Antwort auf #114 von herve64
  • Das meine ich auch! Es ist heute kein Problem mehr sich zu outen, auch wenn manche "Schrankschwestern" meinen, dadurch würde die Erde aufhören zu drehen, nein, sie dreht sich weiter! Doch, wenn es so einfach ist, entwickelt sich auch kein Gaypride mehr. Erst der harte Coming Out Prozess mit all seiner Ablehnung, Selbsthass und letztendlich die "Leckt mich doch alle am Arsch!" Einsicht, hat uns diesen Aspekt des schwulen Selbstverständnis ermöglicht. Stolz ist man nicht auf seine sexuelle Orientierung, sondern wie man damit umgeht. Das nennt sich schlicht, schwules Selbstbewusstsein - anders als die anderen zu sein und das mit Herzblut und ständig ausgestreckten Mittelfinger.

    Isn't it ironic? Da haben wir gekämpft, dass es kein Problem mehr ist sich zu Outen, ohne darüber nachzudenken, dass wir uns dann den Ast auf den wir sitzen selber absägen. Nur ohne Gaypride, auch keine schwule Sichtbarkeit. So gehen wir diesmal ganz freiwillig zurück in den Schatten, werden unsichtbar - aufgelöst im heterosexuellen Einheitsbrei.

    Schöne neue homosexuelle Welt, in dem der homosexuelle Mann immer weniger vorkommt oder sich bis zur Unkenntlichkeit angepasst hat.

    Werden wir es ändern können? Nein, so geht die heutige Generation mit ihrem Schwulsein um. Jede Generation findet ihre Wege. Wir haben unsere, gehen wir sie weiter, dafür haben gekämpft und sind durch die Scheiße gegangen!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #114 springen »
#118 sperlingAnonym
  • 27.09.2014, 13:49h
  • Antwort auf #106 von Baer2014
  • >"hab ich bestimmt einen Gehstock, den ich dann auch einsetzen werde"

    sei umarmt, bruder im geiste! ich freue mich schon lange darauf, ein alter queerulant zu werden, der die gummispitze seines gehstocks einem jungen flegel aufs brustbein piekt und mit zittriger stimme kräht: "junger mann, jetzt heben Sie mal schön das papierchen da wieder auf! oder glauben Sie, Ihre frau mutter räumt es weg? o tempora! o mores! eine feine jugend, die uns da heranwächst!" ach, das wird schön...
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#119 Robby69Ehemaliges Profil
  • 27.09.2014, 14:10h
  • Antwort auf #79 von paren57
  • "offen schwul ist immer nur derjenige, der in Frauenkleidern oder in Lederstrapsen rumläuft"
    Hab' ich nie behauptet. Grins...
    Wäre schon interessant, aus welchem meiner Kommentare Du das herauslesen willst. -
    Und nein - ich verstehe es nicht miss.
    Wie Du schon schreibst, jeder, wie er will.
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#120 Robby69Ehemaliges Profil
  • 27.09.2014, 14:51h
  • Antwort auf #85 von paren57
  • Hallo "paren57"!

    "Wenn man nicht gleich als Schwuler identifizierbar ist, lebt man nicht offen schwul (s. Kommentar von Robby)"
    Behauptest Du. Dann kannst Du uns sicher auch das Zitat der entsprechenden Passage präsentieren, in der Dich das angeblich geschrieben haben soll. - Damit wirst Du Dich allerdings sehr schwer tun, da ich nie - egal ob in DIESER Diskussion oder einer anderen - so etwas behauptet habe.

    Fakt ist ganz einfach, dass viele "offen" schwul leben - andere aber nicht. Na und?! Das kan doch jeder selbst entscheiden, oder?! Es betrifft schließlich immer das Leben des EINZELNEN.

    Und jetzt mal was Grundsätzliches, da Du in Bezug auf mich - oder die Art wie ich bin, mich kleide, mich gebe - etc. anscheinend ziemliche Probleme hast, das alles richtig einzuordnen. Kein Problem, wenn Du meine früheren Kommentare in dieser Hinsicht nicht gelesen hast, ich kann's Dir ja noch mal schreiben. -
    Ich bin inzwischen 38 und schon am Cruisen - und innerhalb der Schwulen-Szene "als schwul geoutet" - seitdem ich 14 war. Mit 16 hatte ich dann auch in Bezug auf den "Rest" - sprich Familie, Heterofreunde usw. - mein Coming-Out.

    Im Gegensatz zu manchen anderen Schwulen lebe ich kompromisslos IMMER offen schwul. Das bedeutet im Klartext, dass ich immer und in jeder Situation zu meinem Schwulsein stehe. Egal, ob das nun im Alltag ist, auf einem CSD oder in Gegenwart von Rechten oder anderen Homo-Hassern - und auch, wenn diese Offenheit manchmal für mich ziemlich negative Folgen hat. Für mich persönlich gibt's einfach kein "ein bißchen offen schwul" - sondern nur 'ganz' oder 'gar nicht'. Und ich habe mich damals für "ganz" entschieden und habe es nie bereut. - Aber das ist meine ganz persönliche Entscheidung und betrifft eben auch nur mein Leben und meine Einstellungen. - Andere Schwule definieren den Begriff "offen schwul" teilweise ganz anders. - Und trotzdem ist es nicht so, dass ich auf andere Schwule jetzt herabschauen würde, nur weil jemand z.B. in einer Gefahrensituation oder aus welchen Gründen auch immer nicht zu seiner Homosexualität in der Öffentlichkeit stehen möchte oder stehen kann. Das ist die Entscheidung jedes Einzelnen und geht nur diesen was an. - So wie es z.B. auch nur DICH was angeht, wie Du in einer bestimmten Situation reagieren willst oder Dich kleiden oder was auch immer möchtest. Ganz einfach. -

    Was die Spitze von Dir mit Fummel etc. betrifft, da muss ich Dich leider "enttäuschen". Ich bin keine Tunte. - Ja, es stimmt, ich gehe gerne schrill zum CSD; also mit bunter Wig, Glitzerschminke, Shorts und Hawaii-Hemd. Na und?! Ist doch nichts dabei. - Genauso wohl fühle ich mich mit meiner Lederhose oder Chaps und Jockstrap, wenn ich abends weggehen will - oder auch tagsüber einfach ganz "langweilig" - oder bieder, wenn Du das lieber so nennen würdest - mit Jeans und Hemd oder T-Shirt. -
    Klar, meine pinke Brille fällt immer auf. Aber die habe ich mir ja selbst ausgesucht. - Und für mich ist diese pinke Brille eben nicht einfach nur "tuckig" - wie es vielleicht manche andere sehen würden - sondern auch ein Statement, das allen (ob Schwulen oder Heteros) signalisiert: Ja, ich bin schwul, ich steh dazu und ich bin es gerne. -
    Und ja, diese pinke Brille polarisiert auch in meiner Umwelt gewaltig. Da reichen die Bemerkungen von "Mama, warum hat der Mann da eine pinke Brille auf?" über "Der hat eine pinke Brille, der ist bestimmt schwul" und (O-Ton von Heteros) "Ein Mann trägt keine pinke Brille" bis zu homophoben Kommentaren von Homo-Hassern. Na und?! Damit kann ich leben. Mir geht's darum, auch im Alltag sichtbar zu sein und zu zeigen "ja, wir Schwule sind da und wir werden deshalb nicht verschwinden, nur weil ihr uns ignoriert - und irgendwann werdet ihr uns akzeptieren müssen".
    Genau aus diesem bewußten "Sichtbar-Sein" heraus habe ich mich auch im Oktober letzten Jahres entschlossen, an einer Kampagne von Schwulen-Aktivisten zu beteiligen, bei der es darum geht, dass man - so weit möglich - immer einen Regenbogen-Button oder ein Regenbogen-Armband, Regenbogen-Schnürsenkel oder was auch immer trägt. Einfach, um uns Schwule im Alltag "sichtbar" zu machen. - Ich finde die Idee nach wie vor klasse und bin froh, dass sich überall in Deutschland Leute bereit gefunden haben, mitzumachen.
    Und mal ganz ehrlich, "paren57": Wieso sollte es nicht möglich sein, ein "gay-pride"-Symbol bewußt auch im Alltag einzusetzen?! Damit ist ja schließlich nicht gemeint, dass alle "nur noch im Fummel oder in Lederzeug" rumlaufen würden. Grins...
    Also nur mal ganz klar für Dich: Mir ist egal, wie Du lebst und liebst und ich würde nie auf die Idee kommen, Dir da was reinreden zu wollen oder auf Dich herabzusehen, nur weil Du anders leben möchtest als ich.

    Ich denke, in Zusammenhang mit diesen ganzen Dingen sollte ich vielleicht noch erwähnen, dass ich ziemlich promiskuitiv bin und dazu ganz offen stehe. Mein Freund und ich sind seit inzwischen knapp 16 Jahren zusammen und haben eine "offene" Beziehung. Das heißt, das wir sowohl innerhalb unserer Partnerschaft Sex haben - als auch außerhalb dieser Partnerschaft mit anderen Männern Spaß haben können. -
    Klar, es gibt andere Schwule - vor allem auch viele jüngere - die da anders denken und lieber monogam leben wollen. O.K. - ist ihre Sache. Aber deshalb muss ich so ja nicht auch leben wollen. -
    Den kleinen Passus in Bezug auf meine Promiskuität ist meiner Meinung nach deshalb auch wichtig zu erwähnen, damit Du besser verstehst, was Sperling mit den "Reizwörtern" gemeint hat. Grins...
    Das sind z. B. so Statements von gewissen Waldmäuschen, dass jede offen ausgelebte Sexualität oder auch das Rumhängen in Klappen oder Crusising-Areas 'billig' oder 'verachtenswert' und was weiß ich noch alles wäre - so wie es in den Diskussionen zu Gay-Saunen, Klappen etc. oft von diesen Waldmäuschen propagiert wurde. Sowas geht mir dann schon mal leicht über die Hutschnur, da hat "Sperling" Recht. Denn es geht eben andere, z.B. eben diese speziellen intoleranten Klemmschwestern - jetzt bitte nicht wieder auf Dich beziehen, denn es betrifft nicht Dich - nichts an, wie und wo und mit wem ich rumficken will. - Das ist eine Sache, die nur ich alleine zu entscheiden habe. - Das als kleine Erklärung dazu. Grins...

    Ich hoffe, ich konnte jetzt alle Mißverständnisse ausräumen.

    Viele Grüße
    Robby
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#121 Robby69Ehemaliges Profil
  • 27.09.2014, 14:56h
  • Antwort auf #87 von Lars
  • "Das Gefühl des homosexuellen Menschen,nämlich Liebe und Begehren, ist vermutlich sehr ähnlich wie bei den Heteros"

    Ich weiß nicht. Da bin ich anderer Meinung. Ich denke, das mag zwar auf die Schwulen zutreffen die einen "monogamen" Lebensstil bevorzugen. Aber ich glaube nicht, dass man so promiskuitive Typen wie mich da mit Heten vergleichen kann. Denn die sind doch nomalerweise auch relativ monogam eingestellt - oder bekommen das von der Hetero-Gesellschaft als "richtig" vorgesetzt. Oder täusche ich mich da?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #87 springen »
#122 Robby69Ehemaliges Profil
  • 27.09.2014, 15:02h
  • Antwort auf #88 von Laurent
  • Wieso sollte sie die positive Wirkung denn Deiner Meinung nach verfehlen?!
    Wenn ich z.B. mit Wig, Glitzerschminke und Hawaii-Hemd auf den CSD gehe und mein Statement/meine Forderung "Vollständige Rehabilitation von uns 175ern - jetzt!" DESHALB von den Leuten und auch von den Medien wahrgenommen wird, WEIL ich schrill bin, dann hat dieses "Ungewöhnliche" - wie Du es nennst - doch das positive Ziel erreicht. Dass unsere Forderung WAHRGENOMMEN wird. Dass sie nicht im ganzen "Straßenkleider-Trubel" untergeht, wenn ich das mal so provokativ sagen darf. - Überleg doch mal, WELCHES Plakat/Statement bleibt den Leuten eher im Gedächtnis? Wenn ein Mann mit Jeans, einfarbigem T-Shirt und Leichenbittermiene mit einem Plakat - von mir aus mit dieser oben beschriebenen Forderung vorbeigeht - oder ein Typ, der schrill ist?! Der Schrille. - Siehst Du?! Genau das meine ich...
    Nicht mehr, nicht weniger.

    (Und bevor hier wieder ein großes Kreischen losgeht: Nein - ich habe NICHTS gegen Typen, die mit Straßenkleidung und von mir aus Leichenbittermiene auf den CSD gehen. Es war einfach ein Beispiel, O.K.?! Grins...)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #88 springen »
#123 paren57Ehemaliges Profil
  • 27.09.2014, 18:14h
  • Antwort auf #120 von Robby69
  • Lieber Robby,

    Du überraschst mich mit Deiner langen Antwort. Dafür Dank und Respekt! Und vor allem verlangt sie nach einer Antwort.

    Im Gegensatz zu Dir habe ich erst relativ spät zu einem offenen Umgang mit meinem Schwulsein gefunden und kann daher die Ängste vieler vor einem sozialen Coming Out nachvollziehen.

    Wir werden uns auch darin unterscheiden, was die Kompromisslosigkeit angeht. Da ich meistens allein unterwegs bin, fordere ich nicht unbedingt eine Auseinandersetzung mit Gruppen von Jugendlichen heraus, die ich als homophob einschätze.

    Auch bin ich bereit, Rücksicht auf meinen Freund zu nehmen, der als Ausländer im Rahmen eines wissenschaftlichen Austauschprogramms auf Zeit in Deutschland ist, das bei einem katholischen Träger angesiedelt ist. Er ist ungeoutet, relativ konservativ und extrem eifersüchtig.

    Wenn wir zusammen in die Philharmonie gehen, dann ziehe ich ihm zuliebe eben wieder Anzug und Krawatte an und lasse meinen Schmuckring mit dem Marssymbol und mein Bärenarmband zu Hause. Auch sind ihm sonst meine Shorts zu kurz (er findet Shorts passen generell nicht in die Öffentlichkeit) und die Schuhe zu rot.

    Ansonsten hat der Wunsch aufzufallen oder sich eher bedeckt zu halten ja auch was damit zu tun, ob man eher extrovertiert oder introvertiert ist. Ich würde mich tendenziell der letzteren Gruppe zuordnen. Im Mittelpunkt zu stehen, ist nicht unbedingt mein Ding. Das gilt unabhängig davon, ob das was mit sexueller Orientierung oder auch asexuellen Dingen zu tun hat.

    Ich weiß nicht, wie groß und pink Deine Brille ist, das allein würde mich noch nicht in Erstaunen versetzen. Gerade bei Leuten Deiner Altersgruppe finde ich das zwar nicht üblich, aber auch wieder nicht so ungewöhnlich, dass ich mir da besondere Gedanken machen würde. Und mit einer sexuellen Orientierung würde ich das auch nicht automatisch in Verbindung bringen.

    Bevor ich meinen jetzigen Freund kennengelernt habe, war ich gerade dabei mir vorzunehmen, etwas mehr Stabilität in mein Leben zu bringen. Das hat etwas mit dem Alter zu tun, zumal wenn man in der Familie damit konfrontiert ist, Abschied nehmen zu müssen. Ich hatte mir da auch einen Freundeskreis vorgestellt, in der unterschiedlich enge Beziehungen existieren. Allerdings kann ich mir auch nicht vorstellen, mit einem schwulen Mann befreundet zu sein und nicht wenigsten gelegentlich Sex mit ihm zu haben.

    Im Moment habe ich allerdings hilfsbedürftige Eltern und bin da als Einzelkind zunehmend gefordert. Außerdem befinden sich Job und Hauptwohnsitz nicht an einem Ort und machen eine Zweitwohnung erforderlich. Alles zusammen führt bei mir dazu, was sonst in der Regel bei berufstätigen Heterofrauen als Problem auftritt: Ich bin häufig am Rande eines Burnouts und manchmal dankbar für jeden Tag, an dem ich keinen Sex haben muss. So ändern sich die Zeiten.

    Mit Cruisen und Promiskuität habe ich überhaupt kein Problem. Klappen und Cruising-Areas waren in der Vergangenheit auch Teil meines Lebens und es fällt mir auch manchmal schwer, ganz darauf zu verzichten. Aber der Liebe zuliebe mache ich es, weil mir meine Beziehung im Moment wichtiger ist.

    Ich hoffe, dass nun ein paar Missverständnisse ausgeräumt sind. Das mit dem Fummel war meine Interpretation von "schrill". Aber ich verstehe Dich wahrscheinlich trotzdem richtig, dass Du absolut dafür bist, dass Tunten sichtbar sein sollen. Insofern war es ja nicht ganz so abwegig, oder?

    Liebe Grüße
    paren57
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#124 LaurentEhemaliges Profil
  • 27.09.2014, 21:38h
  • Zu 88, 122, (15):

    Achtung, ganz wertfrei:

    Wie hatte erst von kurzem jemand erwidert, nachdem ich sagte, schwul zu sein: Wenn alle so wären, hätte ich kein Problem damit.
  • Antworten » | Direktlink »
#125 TheDadProfil
  • 27.09.2014, 22:34hHannover
  • Antwort auf #124 von Laurent
  • Wertfrei ?

    Subtext..
    Double-Bind-Strategie..

    "Wenn alle so wären"
    ist eine deklarierte Forderung zur Unauffälligkeit..

    "hätte ich kein Problem damit"
    beinhaltet das Eingestehen eines persönlichen Problemes mit Minderheiten..

    Als Ergebnis kann dabei aber eben nicht die "logische" Konsequenz lauten, nach der sich die Minderheiten "ändern" oder "anpassen, sondern die Logik gebietet das der Problembehaftete sein Verhalten ändern muß, was im Abbau von bestehenden Vorurteilen schon erledigt sein kann..

    "Wenn alle so wären"
    verändert die bestehenden Vorurteile des Problembehafteten in keiner Weise, er sieht keinen Grund sein Verhalten zu ändern, welches originär dazu führt Minderheiten zu diskriminieren und ihnen gleiche Rechte vorzuenthalten..

    Zu denen gehört es aber auch in der Öffentlichkeit auffallen zu dürfen !

    Das wird Dich nicht davon abhalten weiteren Blödsinn zu posten Mikesch, aber so einfach ist es nun einmal..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #124 springen »
#126 David77Anonym
#127 LaurentEhemaliges Profil
#128 LaurentEhemaliges Profil
#129 Baer2014Anonym
  • 28.09.2014, 03:50h
  • Antwort auf #108 von probondage

  • #probondage

    Heten blicken sowieso recht wenig durch wenn sich maskuline Schwule "aufdonnern", mir geht's oft auch so - wenn dann Hetenfrauen mich anhimmeln in der Straßenbahn dann frage ich mich manchmal, "wie deutlich soll ichs dir denn noch rüberbringen...". Meist dreh ich mich dann rum und verkneif mir das Lachen und seh einen biederen Mann mit Trenchcoat, Aktentasche und Ehering, der mir tief in die Augen schaut... vor zwei Wochen echt so passiert.
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#130 Baer2014Anonym
  • 28.09.2014, 04:26h
  • Antwort auf #114 von herve64

  • #herve64

    Du hast recht. Ich nenn das die "Generation Doof" nachdem ich vor 5 Jahren in ner schwulen Episode einer Dating-Reality-Show so nen Kleindarstellerbengel ca. 20 gesehen habe, der aus seiner Tasche ein gleichnamiges Buch hervorzog (das ich aber jetzt weder bei wikiped. noch sonstwo finde :-( ) und es seinem Angebeteten unter die hübsche Nase hielt. Wobei der das naiv-sinnlich gemacht hat im Sinne von "Dumm f*ckt gut..."

    Diese "Generation Kinderwagen" ist eine verlorene, welche sich um die Freuden der Jugend bringt m.E.

    Ich bin mit 18 noch in katholische Gottesdienste, zusammen mit einem schrillen Heterokumpel, am liebsten an Weihnachten, hab mittendrin wenn der Pfarrer seinen Singsang angestimmt hat lautstark ne Chipstüte aufgemacht und losgefuttert. Wenn jemand was gesagt hat gab ich zur Antwort: "Ich bin Diabetiker, wenn ich jetzt nichts esse, sterbe ich..."

    Bei einer Demo gegen Franz-Josef Strauß hab ich mir die Seele aus dem Leib gebrüllt (wenn der Luft geholt hat auf seinem Podest).

    Diese Angepaßtheit heute bei den Jungen, fällt denen irgendwann auf die eigenen Füße. Die Aufstiegsträume werden mehrheitlich zerplatzen. Vielleicht wachen sie dann auf, wenns mit Mitte 30 schon aus ist mit Karriere und sie merken, daß sie den ganzen Spaß verpaßt haben.
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#131 Baer2014Anonym
  • 28.09.2014, 04:36h
  • Antwort auf #115 von TheDad

  • #TheDad

    Hab ich irgendwie von meiner Mutter. Die ist in ihren späten 60ern noch auf FDP-Veranstaltungen, hat dort kostenlos gespeist und hat den Bonzen ungeniert freche Fragen gestellt. Hat man sie am Schluß der Veranstaltung gefragt "Was werden Sie wählen?" antwortete sie "Das geht Sie gar nichts an!" hat sich ihren schrillen Mantel angezogen und ging gesättigt nach Hause. Nen Gehstock hatte sie auch...
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#132 Baer2014Anonym
#133 Baer2014Anonym
#134 Baer2014Anonym
  • 28.09.2014, 04:59h
  • Antwort auf #120 von Robby69

  • #Robby69

    Pinke Brille. Find ich cool!

    Die Frage nach den Leder"strapsen" hast du mir jetzt schon beantwortet - Jock"straps". Bei mir laufen die Dinger seit Urzeiten als Jocks oder Supporter.

    Was ich irgendwie schräg finde sind die Anzugtypen, die seit Urzeiten in Büros und Behörden in pastellrosa Oberhemden durch die Hetero-Welt geistern... Ob denen ihre Ehefrauen (die das Zeug ja kaufen) damit unbewußt was signalisieren wollen (grins)?
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#135 Baer2014Anonym
  • 28.09.2014, 05:10h
  • Antwort auf #123 von paren57

  • #paren57

    Jetzt wird mir alles klarer. Nach deiner und Robbys "Selbstoffenbarung". Bei Heteros nennt man das wo du drin bist "Sandwichgeneration", keine leichte Aufgabe.

    Und so zeigt sich mal wieder die vielfältige schwule Welt. Küsst und umarmt euch, Jungs (virtuell gesehen).
  • Antworten » | Direktlink » | zu #123 springen »
#136 paren57Ehemaliges Profil
  • 28.09.2014, 09:19h
  • Antwort auf #135 von Baer2014
  • Nur mit dem feinen Unterschied, dass bei uns die zweite Hälfte des Sandwiches fehlt und wir für den Fall, dass wir nicht mehr für uns selbst entscheiden können, einen amtlichen Betreuer vorgesetzt bekommen, der nicht unbedingt in unserem Sinne entscheidet.

    Habe jetzt mehrfach von Fällen gehört (betrifft nicht nur Schwule, sondern alle Alleinstehenden), dass, solange noch ein Konto zu plündern war, Entscheidungen so getroffen wurden, dass der Betreuer bzw. gute Freunde von ihm ihren Schnitt machten, danach wurde er nicht mehr gesehen, auch wenn wichtige Entscheidungen anstanden, die ohne seine Unterschrift nicht vollzogen werden konnten.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #135 springen »
#137 stromboliProfil
  • 28.09.2014, 12:28hberlin
  • Antwort auf #136 von paren57
  • ich beschäftige mich aus persönlichen gründen derzeit mit dem selben problem.
    bestellung eines/mehrerer betreuer als zukunftssicherung..

    Insbesondere im falle drohender demenz/alzheimer oder sonstiger gravierender krankheit, ist eine eigenvorsorge unabdingbar.
    Ich bin da beim recherchieren an grenzen der rechtspflege gestoßen die mich erschrecken..
    krankheit tatsächlich zur entmündigung führen kann wenn interessierte kreise ( familie- angehörige) sich deiner "annehmen" wollen.

    Ich lasse mir gerade eine notarielle verfügung ausarbeiten, um gegenüber dem staat- gericht und "bestellter" betreuerschaft gewappnet zu sein.

    Ich will mein leben in die hände der mir vertrauten personen legen, nicht in die familärer angehöriger oder fremder personen.
    Schon gar nicht in die hände religiöser beichtschwestern, die sich in der betreuungsszene tummeln und oft eben wegen ihrer "sozialen befähigung, abgeleitet aus ihren christentum ( so ein gerichtsurteil..!) bevorzugt werden.
    Selbst in der demenz soll mir dieses NO GO nicht unwichtig sein!

    Meine von mir ausgewählten betreuer müssen benannt und ob ihrer fähigkeiten beschrieben sein.
    Das in gesunden zeiten aufgebaute vertrauensverhältnis muss im vordergrund stehen..
    kenntnis meiner bedürfnisse, meiner ängste und vorlieben.

    Wir betreten da neuland!

    Ansonsten den diskussionen mit offenen mund gefolgt...
    probandage mit seinen einsichten ( Vergnügungssteuer für die Einräumung von sexuellen Kontakten..) ist ein klassischer fall bewegten lebens.. wut und mut.

    Und er hat recht: die szene lässt sich ihre sozialen bezugspunkte kappen und wird mit der sozial verträglichen einbindung ins gesamtgesellschaftliche heteroprogram belohnt.

    Aber es ist halt nicht nur die sozial bewegte lesbe, die an den treffpunkten schwuler triebabfuhr kein interesse aufbauen kann, es sei denn, dort wird ein lesbisch -schwuler (L.G. buchstabenpolitisch korrekt benannt) nachmittags-ikebana kurs angeboten..; sondern es sind ebenso die nicht sichtbaren "homosexuellen" , deren triebabfuhr eher über den gemeinsamen opernballbesuch erfolgt, als in der schwulen hängematte aka sling.
    Aber beide teilen ein "gemeinsames erlebnis".

    " Die Ironie des Ganzen, jetzt hat sich die Community schon so ein braves Mützchen aufgesetzt und was wurde erreicht? "

    Nun, die konsolidierung mit dem agressor, die einträchtigkeit im erneuern sozial-moralischer grenzen und gleichzeitiger austrocknung suspekter treffpunkte und orte ungezügelten seins....
    Man verbietet nicht mehr.., dass ist zu banal und könnte tatsächlich widerspruch erzeugen..
    Man lässt die szene aushungern/austrocknen.
    Und wie man szenen teils durch steuergeschenke auf kurs hält, so kann man mit steuern sie platt machen!

    TheDad hiermit dank: " Heteromänner taugen übrigens aus völlig einfachen und damit nachvollziehbaren Gründen gar nicht als Vorbilder, denn sie sind eben nicht schwul.. Ist doch wohl logisch, oder ?"

    Dem folgt die frage von paren57: "...denn ausgegrenzt werden doch in der Regel diejenigen, die sich als "Paradiesvögel" sehr auffällig benehmen, und genau das will die Kampagne doch ändern.. "
    Ich grenze den unpolitischen oder reaktionär sich gebenden homo aus!
    Ob der dann im lederoutfit, mit fiffi in der handtasche oder als trümmerdragqueen daherkommt; wenn reaktionär-konservativ , dann ausgrenzbar!
    Man teilt eben nicht die gleichen ziele, will nicht die gleichen rechte.. soviel zu den veräusserlichten innerlichkeiten, die uns bewegen sollten!
    Grenze mich ab um so ein klares bild meiner eigenen ziele zu formulieren und ABZUBILDEN!

    Dazugehört auch eine gehörige portion nicht-heteronormierter handlungsweisen & selbstdarstellungen, die mich als schwuler mann vom heten, mann wie frau unterscheidet.

    Dies geschieht entweder in einer dauerhaften sichtbarwerdung , hier auch das feminin - oder übertrieben maskuline aufputzen der persönlichkeit, oder in einer politisch offenen schärfe im umgang mit heteros und den uns umgebenden sozialen problemen.

    Ich z. b. habe vor über 20zig jahren begonnen Cocteau zeichnungen auf meinen körper zu tätowieren.. so meine liebe zum männlichen körper und zu schwulem sex betonend.

    Es führt/e immer zu fruchtbaren dikussionen auch wenn sie zeitweilig kritische situationen schuf. Für mich eine machbare "sichtbarwerdung " die ich nicht anderen abverlange aber ihnen aufzwinge als meine ureigene entscheidung!

    Das wir gleichzeitig sichtlich unsere sexuellen vorlieben und abneigungen dazu benutzen, den so "überflüssig gewordenen rest der szene" zu denunzieren, ist der skandal und unverzeihliches handeln unsererseits!

    Keine dicken, keine tunten, keine kerle,
    nur straight men for sissyboys , die wiederum sich selbst als straight verstehen...
    wer da nicht vor lachen asexuell wird , dem ist nicht mehr zu helfen.

    Seien wir mal ehrlich und selbstkritisch: wer am wochenende mal im schwulen kiez spazieren geht, kann die "offen wie nichtoffenen" schwulen aus weiter entfernung identifizieren...
    hier der etwas zu lange blick, da der etwas gestelzte -maskuline gang, dort fiffi am lederband mit farbkennung der vorlieben seines herrchen .. fehlt nur noch die GR add.
    Beileibe nichts falsches , sondern nur etwas szenespezifisches, dass ständig von der szene verdrängt wird.

    Homonklin44 schreibt: "Es muss auch möglich bleiben, sich ohne Act oder Auffälligkeit frei fühlen zu dürfen."
    Der act ist permanent da wo schwule sichtkontakt zu anderen schwulen suchen..
    Es ist die befähigung einzuschätzen- abzuschätzen und eine art vorauswahl zu treffen.. das sind unumstößlich gewachsene strukturen.
    Selbst wenn paren57 hier noch mal versucht die nicht auffälligkeitsnotbremse zu ziehen ..
    " Geh mal in eine Schwulenkneipe, die nicht als Fetischkneipe betrieben wird. 99 Prozent der dort Anwesenden wirst Du im Straßenbild nicht mehr als schwul identifizieren können."
    jeder unbedarfte hetero , vom bedarften homo ganz abgesehen, wird dir da wiedersprechen....
    Mag dies leugnen wer will, wir sind sichtbar!

    Was sich verändert hat ist der zunehmende zwang zum social acting...
    Liegts an der heteronormierung, die die schwule szene erlebt.. die schwiegersohntauglichkeitperformane nach dem partnerschaftschwur?
    Sind wir deshalb umstellt von den schwulen leistungsträgern wie kahn, wie hies nochmal die fdp nusche..., oder unseren ilg_ , seit an seit mit dem "lebensschützer daenens...;
    und ist diese neue (in wahrheit gar nicht so neue! ) (klein)bürgerliche selbstdarstellung teil dieses spaltungsgefühles.
    Hier die guten, da die bösen...

    noch mal Homonklin44:
    "Wenn jemand in sein Datingprofil schreibt, dass er keinen Kontakt zu "Fetten" oder "Tunten" ect. will, hat das noch nicht zwingend zur Bedeutung, dass er diese Menschen nicht achten kann. Seine Suchkriterien für Partner schließen den fraglichen Typ aus .. nicht unbedingt seine Achtung für andere, die nicht ins Partnersuchschema fallen."

    Die öffentliche vorselektierung "das suchkriterium " als öffentliche ausgrenzug ist das problem, nicht das bedürfnis, bestimmte partner ohne umschweife und erklärungen zu finden!
    Aber wir versteigen uns in "erklärungen" wertungen und ausgrenzungen.
    Wo kommen wir hin, wenn wir jedwegliches "anderssein erst formulieren, um dann im nachinein zu behaupten, man wolle niemanden ausgrenzen..
    Das ist verlogener scheiß!
    Warum hält man nicht einfach mal sein ungewaschens maul, und harrt der dinge die da kommen.. und ablehnen kann man auch freundlich, ohne zu verletzten.

    Entsprechend auch die realitätsferne, wenn's um die einschätzung des alltäglichen geht..
    " Einige leben lieber unauffällig und zurückgezogen, andere lieber schrill und gerne gesehen. Zu Schwierigkeiten führt das vermutlich da, wo sich das Auffällige unbeliebt macht, weil die Allgemeingesellschaft viel zu bescheiden geprägt ist, um mal aus sich heraus zu treten. "

    Die "schwierigkeiten machen jene, die zu bescheiden geprägt, angst haben, in ihrer auffälligkeit sich unbeliebt zu machen !
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#138 paren57Ehemaliges Profil
  • 28.09.2014, 12:53h
  • Antwort auf #137 von stromboli
  • Es mag ja sein, dass mein Gaydar nicht richtig funktioniert, aber wenn ich in der Woche nach Feierabend oder am frühen Sonntagabend in Köln zwischen Rudolfplatz, Alter Markt und Matthiasstraße unterwegs bin, hab ich Schwierigkeiten überhaupt Männer als schwul zu identifizieren (von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, wenn Paare unterwegs sind und eine andere Körpersprache haben). Dass ich mit 176 Körpergröße und 90 kg nicht unbedingt Blicke der Begierde ernte, kann ich nachvollziehen. Passiert in der Regel aber auch nicht mit Regenbogensticker am Revers. Selbst da bleiben Blickkontakte in der Regel einseitig.

    Auch wenn hier einige etwas anderes behaupten, dann leben sie entweder in einer andern Welt oder sind zu anderen Zeiten unterwegs oder haben einfach das Glück, ins Beuteraster des schwulen Auges zu passen. Meine langjährige Erfahrung ist nun einmal so.
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#139 stromboliProfil
  • 28.09.2014, 13:27hberlin
  • Antwort auf #138 von paren57
  • du legst ja die finger in die/deine wunde..
    du beziehst die "nichtwahrnehmung" auf dich und dein aussehen.
    Was an 176m und 96 kilo unübersehbar sein soll ist mir aber nicht schlüssig.
    Sicher , du entsprichst nicht dem "idealmaß" den andere vieleicht aber vor allen du selbst dir zurecht legst.
    Das wird auch dein "auftreten und aggieren bestimmen.. immer in der defensive vor sich selbst.

    Ich bin nun auch nicht mehr das ideal meiner eigenen vorstellungen.. alter, körperliche hinfälligkeit und übergewicht...

    Aber ich werde immer noch als schwuler wahrgenommen.
    Mein blick ist offen auf die sich bietende präsentation gerichtet, ich beherrsche die körperliche sprache, genugtuung-gefallen und komplimente auszudrücken, und ich kann sie auch verbal rüberbringen.
    Und ich sehe mich mit ironie meine niederlagen und kleinen siege feiern..
    Dabei gehts gar nicht mehr um anmache/ ins bett bekommen.., aus dem raster bin ich raus. Aber um den spass, dem gegenüber mein gefallen an ihm auszudrücken..
    alles hilfsmittel, leute auf sich aufmerksam zu machen und so mit ihnen in kontakt zu kommen.

    Lernen den schwulen blues zu beherrschen!
    Darum gehts im alltag.

    Mit vorbeugender abwehr und ausgrenzung machst du dir nur dein leben noch schwerer.
    Es langt, dass andere bekloppte dich ausgrenzen, werd nicht selbst zum bekloppten und grenz dich und andere aus!
    solidarischen gruss stefan
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#140 stromboliProfil
  • 28.09.2014, 13:44hberlin
  • ich wollte noch "kurz" was zu den bildern respektive dem mit Dragqueen Barbie Breakout sagen: drag ist keine tunte, ist eine rollenübernahme.

    Tunte ist ein aus sich heraus anfeminisiertes , mal satirisch mal ernsthaft überkanditeltes männliches wesen, dass sich so von der heteronomierten männlichkeit unterscheidet.

    Zwar zelebriert der drag ebenfalls die überhöhung, aber sie ist gleichzeitig auch die travestie-satire auf die frau.. damit hat die tunte, tuntig sein, nichts zu tun!

    Also mal wieder eine schablone benutzt und den armen hetero eine identitätsente vorsetzend in verwirrung gebracht.. wo soll das noch hinführen...
    der wird ja nie aus uns schlau wenn wir selbst so daneben greifen.
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#141 paren57Ehemaliges Profil
  • 28.09.2014, 14:12h
  • Antwort auf #139 von stromboli
  • Du hast die Intention meines Kommentars nicht verstanden. Es geht mir nicht um ein Lamento, dass ich als Schwuler nicht erkannt werde oder niemanden mehr abbekomme (ich bin derzeit auch gar nicht auf der Suche nach sexuellen Kontakten).

    Was ich sagen will, dass die Art und Weise, in der sich Schwule heute in der Öffentlichkeit bewegen, inzwischen auch von vielen (vor allem jüngeren) Heteros geteilt wird, so dass es schwierig ist, daraus eindeutige Schlüsse auf die sexuelle Orientierung zu ziehen. Sooo eindeutig, wie Du es darstellst, ist es eben nicht. Natürlich denke ich mir manchmal, XY könnte schwul sein. Und werde dann später eines Besseren belehrt, weil er auf einmal in weiblicher Begleitung auftaucht.
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#142 paren57Ehemaliges Profil
  • 28.09.2014, 14:28h
  • Noch eine Ergänzung zu meinem letzten Kommentar. Das, was ich geschildert habe, empfinde ich auch deshalb überhaupt nicht negativ, weil sich darin eine aus meiner Sicht höchst erfreuliche Tendenz bei den Heteromännern bemerkbar macht, dass nämlich zumindest ein Teil von diesen mutiger und experimentierfreudiger geworden ist. Was das "mutiger" natürlich insofern wieder einschränkt, als kein Mut mehr dazu gehört, in bunten Hosen und mit tiefem T-Shirt-Ausschnitt und köperbetonten Klamotten durch die Gegend zu laufen. Das, was vor dreißig Jahren als eindeutig "schwul" galt, ist heute Gemeingut geworden. Gerade viele extrem schlanke junge Männer im Alter zwischen 15 und 25 kommen in ihren Slim-fit-Jeans doch geradezu tuntenhaft rüber. Warum soll ich darüber weinen?
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#143 Robby69Ehemaliges Profil
  • 28.09.2014, 14:42h
  • Antwort auf #123 von paren57
  • Lieber 'paren57'!

    Schön, dass die Missverständnisse zwischen uns ausgeräumt werden konnten.
    Übrigens, was meine Brille betrifft - die kannst Du Dir gern "genauer" ansehen. Einfach auf die von mir (noch unter meinem "alten" Namen "Robby") hochgeladene Eventgalerie zum CSD München anklicken. Der Typ mit der pinken Perücke und dem 175er-Plakat vorne bin ich. Da ist auch meine Brille zu sehen. Grins...

    Viele Grüße
    Robby
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#144 paren57Ehemaliges Profil
  • 28.09.2014, 14:49h
  • Auch auf die Gefahr hin, dass ich hier zum Alleinunterhalter werde. Aber bevor jemand wieder Widersprüche zu früheren Kommentaren zu finden meint: Da ging es darum, dass man auch in der Szene keines Blickes gewürdigt wird, wenn man nicht einem bestimmten Schwulenbild entspricht. Das hatte etwas mit Akzeptanz in der schwulen Community zu tun.
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#145 LarsAnonym
  • 28.09.2014, 14:52h
  • Antwort auf #121 von Robby69
  • Ich glaube wirklich nicht, dass Heten per se anders sind, auch da gibt es die ganze Spannbreite, von der Werbefamilie bis zum Swingerpärchen. Es gibt nur andere soziale Muster, Sexualität und Liebe zu erlernen, sie auszudrücken und damit umzugehen und diese Muster greifen sehr früh. Ausserdem gibt es mehr Möglichkeiten für Heteros, ihr Begehren spielerisch und nebenbei auszudrücken und zu erlernen, auch ohne expliziten Sex. Auf der anderen Seite gibt es im Falle einer Familiengründung auch deutlicher die Notwendigkeit, die freie Sexualität einzuschränken zugunsten von Fürsorge und anderen Formen der Liebe. Wer ein bisschen außerhalb der Mehrheit steht, wie z.B. Künstler und Stars, der experimentiert auch öffentlich mit diesen Dingen, erlaubt sich Freiheiten und erntet dafür auch Neid und Bewunderung. Im Rahmen einer schwulen Sozialisation ist es bislang ein "normales" Muster, dass man seine schwule Identität über das Ausleben seines Sexualtriebs findet. Es ist allerdings auch nur ein Muster von vielen, ohne dass ich das bewerten will. Wenn es funktioniert, dann ist das gut. Ich persönlich kann mir vorstellen, dass sich durch die wachsende Akzeptanz von Homosexualität das Bedürfnis, seine Identität über sexuelle Ungebundenheit zu finden, etwas abschwächt, während die Heteros experimentierfreudiger zu werden scheinen. Insgesamt eine sehr, sehr komplexe Frage, die in diesem Rahmen kaum zu erörtern ist und die man eigentlich nur zusammen mit vorurteilsfreien Heten klären kann, bzw in der ganzen Gesellschaft. Gewissermaßen steht den Heten ihr "Coming out" noch bevor, nämlich die Bereitschaft, genauso offen und unabhängig über ihre Sexualität zu reflektieren, wie die Queeren, die seit jeher dazu gezwungen sind.

    Wohin auch der Wagen rollt, wir müssen nur aufpassen, dass niemand dabei unter die Räder gerät.
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#146 TheDadProfil
  • 28.09.2014, 15:54hHannover
  • Antwort auf #128 von Laurent
  • Ich spare hier mal den vorhergehenden Kommentar von Dir aus..

    ""Es geht um das Verhalten, Aussehen, Benehmen ""..

    Eben..
    Die Antwort von "David77" hast Du nicht verstanden ?

    Wer nicht wahrgenommen wird weil er sich erst outen muß um aufzufallen, kann auch nicht als Schwuler Mensch auffallen, und damit einherhegend wird hier die Forderung aufgestellt :

    Verschwindet wieder in eure Kellerlöcher !

    Es geht überhaupt nicht darum ob Du selbst auffällig bist, oder eben nicht..

    Leb so..
    Aber erwarte nicht von anderen Menschen sich ebenso unauffällig zu "benehmen" wie Du selbst !

    Wenn ich meinen Freund zur Begrüßung ma Bahnhof knutsche OUTE ICH MICH in aller Öffentlichkeit als Schwuler..

    Inwiefern Dich und Dein Leben davon irgendwie beeinflußt sein soll, wirst Du niemals verständlich erklären können, denn es gibt keine Rückwirkungen von sichtbaren Menschen auf unsichtbare Menschen !

    Und was das Ansprechen eines gewissen anderen Users hier betrifft :

    Deine Verweis-Technik auf andere Postings OUTET Dich jedesmal als dieselbe Person..

    Manche Diskussionen würden hier viel einfacher laufen, wenn sich Leute wie Du nicht ständig "umbenennen" würden, was Dich zwar einerseits als der "unauffällige, der angepaßte, der sich benehmende" erscheinen läßt, aber letztlich dazu führt in Dir dann doch wieder nur die Klemmschwester zu entdecken, die Du im realem Leben bist..

    Bloß nicht auffallen, dann kann man nicht reinfallen..

    Nach dem Kommentar des Gegenüber
    `wenn alle so wären, hätte ich kein Problem damit´
    hätte ich unter deutlichem Verweis daran, das er erst einmal sein "Problem" erledigen soll, das Gespräch abgebrochen..

    Ich brauche keine "Kontakte" zu Menschen die "Probleme" mit anderen Menschen haben, die weil auffällig, seinen Vorstellungen nicht entsprechen, denn es ist eine Unverschämtheit von anderen Menschen zu erwarten, das sie genau so sind, wie ich sie mir in meinen VORSTELLUNGEN ausmale..

    Wenn alle Rolli-Fahrer die andere Straßenseite nutzen würden, müßte ich sie nicht ansehen..

    Wenn alle Menschen mit anderer Hautfarbe eine Burka trügen, müßte ich sie nicht ansehen..

    Wenn alle Leute wie der dächten, hätten wir bald wieder KZ´s in den Wäldern !
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#147 paren57Ehemaliges Profil
  • 28.09.2014, 18:17h
  • Antwort auf #143 von Robby69
  • Lieber Robby,

    vermutlich muss ich Dich jetzt ganz fürchterlich enttäuschen. Möglicherweise ist die Farbwiedergabe an meinem PC etwas blass und Deine Brille leuchtet auf meinem Monitor weniger als in der Realität, aber die geht bei mir noch als absolut Mainstream durch.

    Sieht bei der Perücke schon etwas anders aus, aber die wirst Du ja bei Lidl oder Aldi auch nicht aufhaben.

    Trotzdem freut es mich ebenfalls, dass wir unsere persönlichen Differenzen ausräumen konnten. In der Sache werden wir uns wahrscheinlich auch in Zukunft ab und zu duellieren, obwohl wir bei den Zielen gar nicht weit auseinanderliegen. Bei der Analyse von Ursachen und folglich Lösungswegen schon eher.

    Auch wenn wir beide wahrscheinlich immer einmal wieder impulsiv auf bestimmte Reizworte reagieren, soll der Umgangston doch ein "liebevoller" werden. Ist meinerseits versprochen.

    Lieber Grüße nach Regensburg
    paren57

    PS: paren heißt übrigens auf Russisch einfach nur "Kerl", "goluboj paren" ("blauer Kerl") ist die umgangssprachliche Bezeichnung für "Schwuler", war mir aber als Name zu lang. 57 steht für das Geburtsjahr, weil "paren" allein bei GR schon vergeben war.

    Der Aufforderung von Baer2014 komme ich natürlich auch gerne nach: Bussi!
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#148 LaurentEhemaliges Profil
  • 28.09.2014, 21:20h
  • Antwort auf #146 von TheDad
  • Du hast das, was ich meine, erneut nicht verstanden.
    Ich verhalte mich so, wie es mir passt und muss mich dabei auch nicht verstellen (Verhalten, Aussehen, Benehmen...).
    Muss ich denn jedermann, ob gefragt oder ungefragt, auf die Nase binden, schwul zu sein?
    Alle in meinem Umfeld (privat und beruflich) wissen, was los ist.

    Auch die "Klemmschwester-Diskussion" war doch abgehakt.

    Im Übrigen dürfte dieser "Jemand" im Hinblick auf eine gewisse Exaltiertheit und Exzentrik m.E. nicht gänzlich unrecht haben.
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#149 Baer2014Anonym
  • 29.09.2014, 06:44h
  • Antwort auf #136 von paren57

  • #paren57

    Die zweite Sandwichscheibe wäre im übertragenen Sinne u.U. dein Freund.

    Auf meinen Freund aufzupassen, ist wie einen Sack Flöhe zu hüten, manchmal, deshalb komme ich da drauf.

    Gesetzliche Betreuung ist ein richtiges Übel, aus langjähriger Erfahrung mit betreuten Patienten sage ich das. Aber das Fass mach ich jetzt nicht auf.

    Tipp von mir: Vorsorgevollmacht aufsetzen und zwei sehr gute Freunde/Freundinnen als Bevollmächtigte einsetzen und mit dem wörtlichen Satz abschließen "Sollte eine gesetzliche Betreuung für mich notwendig sein, dann soll das zuständige Gericht, diese beiden als Betreuer einsetzen."

    Daran kommt das Gericht zu 99% nicht vorbei und du ersparst dir geldgeile Berufsbetreuer.
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#150 Baer2014Anonym
  • 29.09.2014, 07:03h
  • Antwort auf #138 von paren57

  • #paren57

    Es gibt Dicke die sind verdammt sexy. Mein Beuteraster ist schlank und dunkelhaarig. In dem youtube clip "Tacky" von Weird Al Yancovic kommt (ein noch dazu schriller) Dicker Mann vor, in den hab ich mich sofort verknallt und war darüber total überrascht.

    In Köln bin ich 1999 aus einem Auto heraus von einem "mittelalten schwulen Monster" - sorry ich kanns nicht anders beschreiben - so dermaßen eklig angemacht worden, daß es mich heute noch graust.

    Das mit dem Radar - meiner ist gut aber beileibe nicht perfekt und trotz der vielen Schwulen in Köln, dürften mindestens 80% der Kölschen Männer doch hetero sein also mach dir nicht zuviel Gedanken.
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#151 Baer2014Anonym
  • 29.09.2014, 07:11h
  • Antwort auf #139 von stromboli

  • #stromboli

    Nur nach deinen Posts hätte ich dich bis jetzt auf etwa 30 geschätzt.

    Psychologisches Alter eben.

    Mein Psychol.Alter liegt derzeit bei 22 - vor einem Jahr war es bei 60 (war gesundheitlich massiv angeschlagen) - kalendarisch bin ich 48.

    Man ist so alt wie man sich fühlt, abgedroschen gesprochen.
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#152 Baer2014Anonym
  • 29.09.2014, 07:18h
  • Antwort auf #141 von paren57

  • #paren57

    Man sollte David Beckham verfluchen dafür, daß er die Metrosexualität erfunden hat.

    Während viele Gays auf straight acting machen, haben die Heteros unser Outfit und Gehabe geklaut und kommen pseudoschwul daher, was es nicht einfacher macht, sie von echten Gays zu unterscheiden.

    Mach mal Urlaub in schwulen Metropolen im Ausland und geh dort in die Szene, das wird dein Radar verbessern und Spaß machts vielleicht auch :-)
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#153 TheDadProfil
  • 29.09.2014, 07:38hHannover
  • Antwort auf #148 von Laurent
  • Was ist daran nicht zu verstehen ?

    Die Klemmschwestern-Diskussion ist erst dann beendet, wenn es keine mehr gibt..

    Du hast immer noch nicht begriffen, das Du diese Verhaltnesweise für Dich gerne so zelebrieren kannst, aber von anderen keine gleichwertigen Verhaltensweisen zu fordern hast, denn mit Leuten die mir solche Aussagen entgegenbringen, will ich nichts zu tun haben, weil es sich dabei um eine völlig falsche "Toleranz" handelt, die ich weder brauche, noch haben will..

    Wer das Leben eines anderen Menschen nicht akzeptiert ist kein wirklicher Demokrat..
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#154 LaurentEhemaliges Profil
  • 29.09.2014, 08:01h
  • Antwort auf #152 von Baer2014
  • Urlaub sollte man dort machen, wo es einem gefällt; ein Zusammenhang mit der Anzahl der sich dort aufhaltenden schwulen Menschen ist hierbei wohl nicht entscheidend (mit bestimmten und angedeuteten Ausnahmen).

    Bei den unter Absatz 2 erwähnten als pseudoschwul daherkommenden Heteros dürfte es sich um Einzelfälle handeln.
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#155 LaurentEhemaliges Profil
  • 29.09.2014, 08:39h
  • Antwort auf #153 von TheDad
  • Hinsichtlich der "Klemmschwestern-Diskussion", die bei dem jetzigen Thema ("Jeder wie er will...") abgehakt war, möchte ich auf deine Worte unter Nr. 47 hinweisen.
    Der Einwand von paren57 in den beiden letzten Absätzen der Nr. 79 ist nicht unberechtigt.

    Noch mal zur Verhaltensweise:
    Ich "zelebriere" keine Verhaltensweise und fordere eine bestimmte Verhaltensweise auch nicht ein, du verdrehst da was. Ich benehme mich so wie ich bin und wie es mir passt.
    Ist es denn tatsächlich so, dass man sich, nur weil man schwul ist, auch "entsprechend" verhalten MUSS?
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#156 stromboliProfil
  • 29.09.2014, 12:21hberlin
  • Antwort auf #155 von Laurent
  • " Ich benehme mich so wie ich bin und wie es mir passt. "
    Wäre es so einfach , wäre es ja gut..

    Nur: wir benehmen und sind nicht so, nur weil es uns gefällt, sondern weil wir komplexe konstrukte gesellschaftlicher vorgaben - normen und zwänge sind!

    Der erste schritt sich so zu benehmen und zu sein wie es einem passt wäre der, die eigenen vorbedingungen zu durchschauen um sie so zu überwinden"!
    Da aber ist hier bei dir und anderen nicht der fall!
    Schade.. so spielst du immer nur das theater der anderen... vieleicht textsicher, aber nicht ursprünglich.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #155 springen »
#157 LaurentEhemaliges Profil
#158 Robby69Ehemaliges Profil
  • 29.09.2014, 17:45h
  • Antwort auf #147 von paren57
  • Lieber paren57!

    Meine Brille ist vom Gestell her ziemlich "mainstream", das stimmt, einfach gay-pink und wenn ich die Perücke aufhabe, dann geht sie "ein bißchen unter", weil die Perücke noch knalliger ist. Aber wenn ich zum Beispiel ein ganz einfaches blaues Hemd anhabe, sticht die Brille den Heteros um so mehr ins Auge. Grins...
    Ich denke, das hängt auch damit zusammen, dass Regensburg so eine katholische "Bischofsstadt" ist. Wenn ich in München bin, bin ich zwar auch - was mir Freunde gesagt haben - der einziger mit pinker Brille; aber da falle ich eigentlich nicht weiter auf, da mehr "offene" Schwule unterwegs sind. -

    Und richtig, beim Einkaufen habe ich die Perücke nicht auf, nur auf dem CSD. Wäre auf Dauer sonst auch ein bißchen unpraktisch.

    Ich werde mich in Zukunft ebenfalls bemühen, dass ich nicht mehr ganz so "scharf" schieße, was Diskussionen betrifft. Grins...

    Viele Grüße
    Robby
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#159 paren57Ehemaliges Profil
  • 29.09.2014, 20:32h
  • Antwort auf #152 von Baer2014
  • Ich wollte eigentlich die Diskussion hier nicht fortsetzen, denn im Grunde sind ja alle Argumente ausgetauscht.

    "Man sollte David Beckham verfluchen dafür, daß er die Metrosexualität erfunden hat. "

    Das finde ich nun gar nicht. Wenn es die Heteros ermutigt, nicht immer nur den Macho raushängen zu lassen und auch in Bezug auf Outfit experimentierfreudiger zu werden, so finde ich das toll.

    Die Beispiele habe ich nur gebracht, weil ich nicht mit der Aussage einverstanden war, es wäre abseits der Szene so einfach, Schwule im öffentlichen Raum zu erkennen.

    Natürlich gibt es Fetisch-Klamotten, mit denen Mann immer auffallen wird. Ansonsten ist eben vieles, was früher Schwule exklusiv hatten, heute Mainstream geworden. So what?

    Wenn die Erkennbarkeit dadurch flöten geht, was ist daran schlimm? Wer es darauf anlegt, kann es ja mit Regenbogenarmband oder Regenbogenschnürsenkel, so wie es Robby vorschlägt, durchaus tun. Es sei denn, das wird eines Tages auch heterotauglich.

    Was ich sagen wollte, ist, dass auch die Masse der Schwulen, die in nicht spezialisierten Schwulenkneipen verkehren (es ist manchmal gar nicht so einfach, das Wort "normal" zu vermeiden), also Kneipen, die schwul sind, aber keine Fetisch-Bar, in dem Outfit, mit dem sie dort am Thresen sitzen, 100 Meter weiter nicht mehr als schwul zu identifzieren ist. Es ist eben keineswegs so, und damit komme ich zum Ausgangspunkt zurück, dass nur Schrankschwestern in der Fußgängerzone nicht identifizierbar sind, sondern die Masse der Nichtschrankschwestern eben auch nicht. Jedenfalls habe ich zu normalen Geschäftszeiten noch niemanden mit Fetischklamotten im Kaufhof rumlaufen sehen.

    Was ich damit sagen will, ist, schaut erst einmal in den Spiegel, bevor ihr über andere herzieht.
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#160 paren57Ehemaliges Profil
#161 TheDadProfil
  • 29.09.2014, 23:19hHannover
  • Antwort auf #157 von Laurent
  • Ach Mikesch..

    ""Also doch Nrn. 15 und 155, jeweils letzter Satz?""..

    Der Satz lautet :

    ""Ist es denn tatsächlich so, dass man sich, nur weil man schwul ist, auch "entsprechend" verhalten MUSS?""..

    WAS GENAU soll uns dann die Metapher vom den Dir gegenüber Äußernden
    "wenn alle so wären, hätte ich gar kein Problem damit"
    dann sagen als `hey, paßt euch an, verhaltet euch unauffälliger` ?

    Betrachte Dein erstes Post mit dieser Forderung im Zusammenhang mit dem Kommenar auf den Du damit geantwortet hast, und erkläre glaubhaft, Du wolltest damit KEINE "Botschaft" verteilen !

    Es wird Dir nicht gelingen, denn Du hast nach wie vor große Schwierigkeiten mit Deinen Subtexten, den EIGENTLICHEN AUSSAGEN Deiner Kommentare, und versuchst Dich jedesmal anschließend aus Deiner eigenen Argumentation herauszureden !

    Der Satz dieses Typen Dir gegenüber ist die Quintessenz der Heteronormativität die uns allen tagtäglich von intoleranten Leuten entgegengebracht wird !

    SEID UNSICHTBAR lautet die Botschaft !

    Die Bildungsplan-Gegner konkretisieren dazu :
    BLEIBT UNSICHTBAR !

    Als Begründung fügen sie an, Angst davor zu haben, das wir ihre Kinder "anstecken" würden, wenn wir sichtbar wären !

    DAS GENAU IST HOMOPHOBISMUS !
    ANGST vor dem Unbekanntem !
    Angst vor dem "Anders-Sein", das sie gar nicht kennen, und sie niemals kennenlernen werden, weil sie es nicht sehen wollen !

    Und alle die sich so angepaßt verhalten das sie sich JEDESMAL erst outen müssen um als Schwuler Mann wahrgenommen zu werden, leben in einem Schrank, in einer inneren Enklave, einem Schutzraum in dem sie sich prima einrichten um bloß nicht aufzufallen..

    Genau das ist das gewünschte Ergebnis der Heteronormativität, die sich dann hinterher "verwundert" zu erkennen gibt und äußert :
    "Ach ? Du bist Schwul ? Merkt man Dir aber gar nicht an ? Wenn alle so wären hätte ich gar kein Problem damit"..

    JEDER der sich so äußert HAT ein Problem damit..
    Und das Problem bist AUCH Du !
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#162 Baer2014Anonym
  • 30.09.2014, 00:17h
  • Antwort auf #153 von TheDad

  • #TheDad

    "Die Klemmschwestern-Diskussion ist erst dann beendet, wenn es keine mehr gibt.."

    Köstlich... treib die Klemmschwestern aus dem Schrank. Vielleicht hilft ja schon kräftiges Rütteln am Schrank, bis die Tür aufgeht - bildlich vorgestellt sicher ein Augenschmaus (wer da alles aus dem Schrank stolpern würde). Grins.
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#163 Baer2014Anonym
  • 30.09.2014, 00:23h
  • Antwort auf #154 von Laurent

  • #Adrien

    "Bei den unter Absatz 2 erwähnten als pseudoschwul daherkommenden Heteros dürfte es sich um Einzelfälle handeln."

    Komisch, ich seh die jeden Tag in großer Anzahl. Jung, ultraparfümiert und gepflegt - pseudoschwul metrosexuell.

    Ja, ich bin visuell "veranlagt" und schau mir die sogar gerne an... und denke bei mir " Im Grunde hetero, was für eine Verschwendung..."
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#164 Baer2014Anonym
  • 30.09.2014, 00:31h
  • Antwort auf #159 von paren57

  • #paren57

    "Wer es darauf anlegt, kann es ja mit Regenbogenarmband oder Regenbogenschnürsenkel, so wie es Robby vorschlägt, durchaus tun. Es sei denn, das wird eines Tages auch heterotauglich."

    Sollte das passieren (ein gnädiges Schicksal möge uns davor bewahren) dann mach ich mir doch einen Ring ins rechte Ohr obwohl ich Piercings an mir nicht mag...

    Aber du hast recht, die Diskussion ist durch.
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#165 LaurentEhemaliges Profil
  • 30.09.2014, 08:39h
  • Antwort auf #161 von TheDad
  • Nachdem du meine Ausführungen und insbesondere die Aussage dieses Dritten ("Wenn alle so wären, hätte ich kein Problem damit") nicht verstanden hast oder nicht verstehen willst, kann ich dir nur empfehlen, diese noch einmal sorgfältig durchzulesen. Diesen ist nämlich nichts hinzuzufügen.
    Es geht nicht um Unsichtbarkeit, sondern insbesondere auch um das Verhalten, s. hierzu auch Nr. 148 letzter Absatz.
    Im Übrigen ist die Frage im letzten Satz der Nr. 155 immer noch unbeantwortet (die Betonung liegt hierbei auf "muss").
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#166 Robby69Ehemaliges Profil
#167 LarsAnonym
  • 30.09.2014, 12:29h
  • Antwort auf #156 von stromboli
  • Wir sind immer "komplexe konstrukte gesellschaftlicher vorgaben", ob wir nun von der heterogesellschaft oder von der schwulen kultur geprägt sind. auch unter den heteros gibt es manche, die ihre körperlichkeit und sexuelle identität deutlich nach außen tragen und andere, die sich eher bedeckt halten. und manche sind überzeugend in ihrer identität und manche nicht. es gibt viele heteros in sexy outfit, die durchaus verkleidet wirken und bei anderen wirkt es natürlich. wenn jemand eine klemmschwester aus dem schrank locken möchte, sollte er nicht reinschreien und vorgaben machen, sondern komplimente, und damit auch etwas von sich selbst und seinen vorlieben preisgeben: etwa so: du siehst in deinem grauen anzug ja sehr seriös aus, aber im rosa rüschenhemd fände ich dich viel hübscher und würde dich um 20 jahre jünger schätzen. hm, war jetzt noch nicht so überzeugend das beispiel, aber vielleicht fällt anderen hier was besseres ein?
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#168 TheDadProfil
  • 30.09.2014, 22:29hHannover
  • Antwort auf #165 von Laurent
  • ""Es geht nicht um Unsichtbarkeit, sondern insbesondere auch um das Verhalten,""..

    Das dieses "Verhalten" die implizierte Forderung darstellt kapierst Du nicht ?

    Verhalte dich unauffällig, kleide dich unauffällig, damit ich dich nicht wahrnehmen muß !

    DAS IST die Forderung, DAS IST die Heteronormativität, die Du schon so tief in Dich reingefressen hast, das Du gar nicht mehr kapieren WILLST, das die Aussage nichts weiter bedeutet als :

    Ich will keine LGBTTIQ`s in der Öffentlichkeit sehen !

    Du willst nicht sehen das diese "Verhalten" von Dir genau so ERWARTET wird, und Du dieser ERWARTUNG ensprechen willst, um bloß nicht aufzufallen..
    Andere könnten sich ja belästigt fühlen, könnten ja ein Problem haben, und wenn ich mich unauffällig verhalte, dann bemerkt er mich nicht..

    Das ist die Auslöschung, das ist das Unsichtbar machen..

    Deine Art des Verweises auf andere Posts "behindert" die diskussion immer noch..

    Cop&Paste ist so einfach..
    Laß es Dir von T.J. erklären..

    Es MUSS sich niemand so verhalten das er unbedingt als Schwuler Mann zu erkennen ist..

    Aber MANN DARF ES !

    Das ist der springende Punkt !

    Und Du kapierst nicht, das dieser Typ Dir und anderen mit diesem Satz VORSCHREIBEN will, wie Du dich zu verhalten hast, damit ER keine Probleme damit hat !

    Es ist SEIN Problem !
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#169 LaurentEhemaliges Profil
  • 01.10.2014, 09:09h
  • Antwort auf #168 von TheDad
  • Noch ein letzes Mal:

    1. Ich WILL und MUSS mich nicht verstellen.

    2. Es ist nicht mein Ding, mich zu verstellen, nur um als schwul rüberzukommen.

    3. Die Aussage dieses Dritten ist wegen der oft aufgesetzten Verhaltensweise ("Exaltiertheit") nicht völlig von der Hand zu weisen.

    4. Man darf sich, unter Berücksichtigung von Pkt. 3, so verhalten, dass man als schwuler Mann zu erkennen ist.

    Im Übrigen verweise ich erneut auf die Nr. 148.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #168 springen »
#170 paren57Ehemaliges Profil
  • 01.10.2014, 22:11h
  • Antwort auf #168 von TheDad
  • "Verhalte dich unauffällig, kleide dich unauffällig, damit ich dich nicht wahrnehmen muß ! DAS IST die Forderung, DAS IST die Heteronormativität, die Du schon so tief in Dich reingefressen hast, das Du gar nicht mehr kapieren WILLST, das die Aussage nichts weiter bedeutet als : Ich will keine LGBTTIQ`s in der Öffentlichkeit sehen ! "

    Für mich klingt das mehr nach einer schwul-idiologischen Zwangsvorstellung. Die Gesellschaft ist das aus meiner Sicht weiter (von den ewig Gestrigen mal abgesehen).

    Aber ewig Gestrige gibt es nun mal auch unter Schwulen. Und das zwanghafte Auffallen-Müssen gehört für mich dazu.

    Wenn wir die Integration, die wir anstreben, einmal wirklich erreicht haben, werden wir nichts Besonderes mehr darstellen, sondern genauso banal und langweilig sein wie der Rest der Welt. Und vor allem taugt dann die ach so geliebte Opferrolle nicht mehr. Also lieber weiter am Feindbild arbeiten, damit wir nur ja nicht als normal durchgehen müssen.

    Ich bitte um viele rote Voten!
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#171 TheDadProfil
  • 04.10.2014, 22:56hHannover
  • Antwort auf #169 von Laurent
  • ""Die Aussage dieses Dritten ist wegen der oft aufgesetzten Verhaltensweise ("Exaltiertheit") nicht völlig von der Hand zu weisen.""..

    Diese Aussage ist Homophobismus pur !

    ""Wenn alle Schwarzen weiß wären, hätte ich keine Probleme damit""..

    Geforderte UNSICHTBARKEIT !

    Das es dabei im Grunde genommen gar nicht um Dich persönlich geht und ging, hast Du immer noch nicht begriffen ?

    Du machst Dich mit der Forderung gemein, beschreibst vorurteilend das Verhalten als Exaltiertheit, als "aufgesetztes Verhalten" das ausschließlich dazu dient aufzufallen..
    Und selbst wenn es so wäre..
    Die Menschen haben ein Recht dazu aufzufallen..
    Ebenso wie andere im feinem Zwirn in die Oper laufen, oder in der Kutte zum Samstagsspiel der Bundesliga, haben sie das Recht als Tunten und Tucken in der Öffentlichkeit sichtbar zu sein..

    Man muß nicht auffallen..
    Aber man darf es !
    Auch wenn solche Typen unterwegs sind !

    Der Knackpunkt dabei ist das solche Leute ein Problem damit haben wenn LGBTTIQ`s in der Öffentlichkeit auffallen..

    Warum ?
    Weil sie sich "bedroht" fühlen ?
    Weil sie dann "aufgefordert" sind ihre "Vorstellungen" von "Männlichkeit" unter Beweis zu stellen ?
    Indem sie auf harmlose Menschen einschlagen, egal ob physisch oder nur verbal ?

    Wenn solche Typen Probleme mit anderen Menschen haben sollten sie damit zum Psychiater gehen..

    Aber nicht uns erklären wie wir uns zu vehalten hätten, denn das ist allein die Entscheidung eines jeden Einzelenen..

    Wie bereits ganz weit oben erklärt..
    Wenn es Dir Spaß macht, dann bleib doch "unauffällig"..

    Aber erzähle mir doch nicht solche "Metaphern" die ganz in der Tradition stehen den "bösen Schwulen" das richtige Leben zu erklären..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #169 springen »
#172 LaurentEhemaliges Profil
#173 TheDadProfil
  • 12.10.2014, 00:14hHannover
  • Antwort auf #172 von Laurent
  • ""Der Vergleich mit Schwarzen hinkt doch sehr, da die Hautfarbe vorgegeben ist.""..

    Schwulsein auch..

    Und selbst das Tuntenhafte..

    Ich kenne aus meiner Arbeit in der Schule jede Menge junger Schwuler die schon mit 10 Jahren in der 5.Klasse tuntig genug waren um mit Sicherheit zu sagen das sie Schwul sind !

    Dazu brauchte es nicht einmal das sprichwörtliche Gaydar, denn das konnte jeder sehen..

    Wenn tuntig zu sein, auffällig sein, sich schrill kleiden die "Empfindungen" von Heten beeinträchtigt, dann sollen sie doch wegen dieser Diskriminierung klagen !

    Ernsthaft..
    Die Auffälligkeit von einigen Schwulen "beeinträchtigt" die Freiheit Dritter ?

    Welche Freiheit ?
    Es gibt keine Freiheit Minderheiten nicht bemerken zu müssen !
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