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  • 28. September 2014 34 2 Min.

Öffentliche Auspeitschung in der indonesischen Provinz Aceh

Lesben und Schwule werden in der indonesischen Provinz künftig nach dem islamischen Scharia-Recht bestraft.

Rückschritt in Indonesien: Das Parlament der Provinz Aceh hat am Samstag ein Gesetz beschlossen, das u.a. Homosexualität schärfer bestraft. So werden sexuelle Handlungen von Schwulen und Lesben künftig mit hundert Peitschenhieben geahndet. Die grausame Strafe droht allen Muslimen nicht nur bei Analsex zwischen Männern, sondern auch Frauen, die für schuldig befunden werden, Körperteile zwecks sexuellen Lustgewinns "aneinandergerieben" zu haben.

Anders als im Rest Indonesiens, wo Homosexualität nicht nur nicht bestraft, sondern relativ toleriert wird, gilt in Aceh seit 2005 zum Teil das islamische Scharia-Recht. Dieses Zugeständnis der Zentralregierung an die an der Nordwestspitze der Insel Sumatra gelegene Provinz war Teil eines Friedensabkommens zur Beendigung eines Unabhängigkeitskriegs.

"Die Bevölkerung hat das Gesetz erwartet. Sie will, dass die Scharia hier in allen Bereichen angewandt wird", sagte der Sprecher der regierenden Aceh Party, Muhammad Harun.

Bestraft werden auch Heteros

Das neue Gesetz, das nach stundenlanger Debatte in anonymer Abstimmung vom 69-köpfigen Parlament verabschiedet wurde, gilt nicht für nicht-muslimische Menschen, die in Aceh etwa ein Prozent der Bevölkerung ausmachen.

Bestraft werden nicht nur Lesben und Schwule: Auch bei vor- oder außerehelichem Sex zwischen Heterosexuellen drohen hundert Peitschenhiebe. Allein ein Kuss zwischen Unverheirateten kann mit dreißig Schlägen geahndet werden. Mit Peitschenhieben werden in Aceh auch Menschen wegen Ehebruchs, Glücksspiel und Alkoholkonsum bestraft. Dasselbe droht Muslimen, die das Freitagsgebet schwänzen, sowie Frauen, die eng anliegende Kleider tragen.

Verurteilte können sich in Aceh teilweise von den Schlägen freikaufen. So sieht das Gesetz statt 100 Stock- oder Peitschenhieben alternativ 100 Monate Gefängnis oder die Zahlung von einem Kilogramm Gold vor – das entspricht einer Geldstrafe von derzeit knapp 31.000 Euro.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisierte das Gesetz als einen "gewaltigen Rückschritt für die Menschenrechte". Der indonesische LGBT-Aktivist King Oey forderte die neue Zentralregierung auf, das Gesetz für ungültig zu erklären oder das Verfassungsgericht einzuschalten. "Es ist diskriminierend und macht traurig." (cw)

-w-

#1 schwarzerkaterEhemaliges Profil
  • 28.09.2014, 10:22h
  • aceh - eine weiteres paradiesisches (auswanderungs)land für alle in deutschland lebenden salafisten, denen das hier geltende grundgesetz ein dorn im auge ist
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#2 Fred i BKKAnonym
  • 28.09.2014, 10:51h
  • ...und beim naechsten Tsunamie, werden wir alle wieder kraeftig spenden und den armen Menschen,
    welchen Ahla ,so schlimm mitgespielt hat ,den Wiederaufbau ihrer Moscheen zu ermoeglichen...

    willkommen im christlichen Mittelalter ....
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#3 paren57Ehemaliges Profil
  • 28.09.2014, 11:44h
  • Antwort auf #2 von Fred i BKK
  • willkommen im christlichen Mittelalter ....

    Ist ja dann doch wohl die falsche Partei! Auch wenn ich damit rechne, für meine Äußerung mit Rot abgestraft werden. Die Anhänger des Islam machen es einem immer wieder schwer daran zu glauben, dass diese Religion eine menschenfreundliche ist.
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