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Christliche Homo-Gegner
Mexiko: Tausende protestieren gegen Ehe-Öffnung
- 30. September 2014 2 Min.

Die Homo-Gegner glauben, Gott auf ihrer Seite zu haben
In Saltillo, der Hauptstadt des mexikanischen Bundesstaates Coahuila, sind am Sonntag tausende Homo-Gegner gegen die geplante Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben auf die Straße gegangen.
Organisiert wurde die Demonstration von christlich-konservativen Organisationen, die die Gleichbehandlung von Homosexuellen als "Angriff auf die Familie" bezeichneten. Die Teilnehmer der Protestaktion zeigten Transparente mit Aufschriften wie "Gott hat Mann und Frau erschaffen, um eine Familie zu gründen".
Nach Schätzung der lokalen Behörden haben sich 6.000 Menschen an der Protestaktion beteiligt, Lokalzeitungen und Organisatoren sprechen dagegen von bis zu 30.000 Teilnehmern.
Die schwul-lesbische Organisation Jóvenes Prevenidos äußerte die Befürchtung, dass derartige Demonstrationen die Stimmung gegen Homosexuelle in bestimmten Kreisen der Bevölkerung anheizten und das zu einem Anstieg der homophoben Gewalttaten führen könne. Ein Sprecher erklärte am Montag, man werde wegen der Demonstration Beschwerde bei der nationalen Antidiskriminierungsbehörde einlegen.
Das Parlament von Coahuila hatte vor vier Wochen mit 19 gegen eine Stimme für die Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren im Eherecht gestimmt (queer.de berichtete). Ab kommenden Montag sollen Homo-Paare im an Texas grenzenden Staat heiraten dürfen. Der Bundesstaat hatte bereits 2007 eingetragene Lebenspartnerschaften eingeführt (queer.de berichtete).
Bislang haben nur Mexiko-Stadt und der Bundesstaat Quintana Roo die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet. Allerdings müssen diese Ehen in allen Bundesstaaten anerkannt werden, wie der oberste Gerichtshof bereits im Dezember 2012 entschieden hatte (queer.de berichtete). (dk)














