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- 30. September 2014 2 Min.

Die deutsche Bundesregierung hat schriftlich auf eine Anfrage des Kölner Bundestagsabgeordneten Volker Beck (Bündnis '90/Grüne) erklärt, dass sich die Koalition noch nicht auf die Umsetzung des Koalitionsvertrags bei Homo-Rechten geeinigt habe.
Beck hatte angefragt, wann und wie die Regierung ihr Versprechen einlöse, rechtliche Benachteiligungen von Homo-Paaren abzuschaffen. "Die Meinungsbildung der Bundesregierung zur Umsetzung der Koalitionsvereinbarung ist noch nicht abgeschlossen", heißt es lapidar in einer Antwort des Bundesjustizministeriums vom letzten Mittwoch.
Der Grünen-Politiker zeigte sich über die fehlenden Fortschritte in der Großen Koalition enttäuscht: "In 54 Gesetzen und Verordnungen werden Lebenspartnerschaften und Ehe ungleich behandelt", so der 53-Jährige am Dienstag in einer Presseaussendung. "Fast ein Jahr nach Unterzeichnung des Koalitionsvertrages hat die schwarz-rote Koalition immer noch keinen Plan, wie sie die bestehende Diskriminierung eingetragener Lebenspartnerschaften beseitigen will. Nachdem die SPD im Wahlkampf mit dem Versprechen '100 % Gleichstellung nur mit uns' den Mund etwas voll genommen hat, beißt sie nun bei der CDU/CSU auf Granit." Die Antwort zeige, dass die Bundesregierung "konzeptlos" beim Thema schwul-lesbischer Politik sei.
Im Ende letzten Jahres beschlossenen Koalitionsvertrag, der von CDU, CSU und SPD abgesegnet wurde, heißt es: "Wir werden darauf hinwirken, dass bestehende Diskriminierungen von gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften und von Menschen auf Grund ihrer sexuellen Identität in allen gesellschaftlichen Bereichen beendet werden." Trotzdem weigert sich die Union weiterhin in vielen Bereichen – insbesondere im Adoptionsrecht – gleichgeschlechtliche verpartnerte Paare mit heterosexuellen Eheleuten gleichzustellen.
Im Bundestag wehr sich nur noch die Union gegen die Gleichbehandlung von verpartnerten Paaren und heterosexuellen Ehe-Leuten, alle anderen Fraktionen sprechen sich für eine Öffnung der Ehe aus. (dk)















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Die Meinungsbildung, wie man den Vorwurf gedruckter Lügen vermeiden bzw. umgehen kann, ist aber noch nicht abgeschlossen.