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- 30. September 2014 2 Min.

Der NDR will gegen die Einschränkung vorgehen
"Panorama" darf nicht mehr einen Reportage-Ausschnitt verbreiten, in dem ein Arzt den Reporter wegen seines Schwulseins behandelt.
Das Oberlandesgericht Hamburg hat es dem NDR mit einer Einstweiligen Verfügung verboten, Teile einer Reportage des Magazin "Panorama – Die Reporter" über Homo-"Heiler" in Deutschland zu verbreiten. Das berichtet die "Hamburger Morgenpost".
Das Gericht folgte damit dem Antrag des Hamburger Arztes Arne Elsen, in dessen Praxis der Reporter Christian Deker verdeckt gedreht hatte. In den entsprechenden Szenen versucht der Arzt laut Deker, ihm den "Geist der Homosexualität auszutreiben", durch Gebet und Einölung des Kopfes.
Homo-"Heilung" über Krankenkasse abgerechnet
Die genaue Entscheidung des Gerichts wurde zunächst nicht bekannt. Angesichts der Tatsache, dass der NDR in der veränderten Fassung weiterhin den Namen des Arztes nennt und ihn weiterhin zitiert und seine Behandlungmethode zusammenfasst, scheint es vor allem um die Frage gegangen zu sein, ob die Filmaufnahmen die Persönlichkeitsrechte des Arztes verletzen oder das Interesse der Öffentlichkeit daran überwiegt. Heimliche Filmaufnahmen sind Journalisten nicht per se verboten, allerdings dürfen in Deutschland keine heimlich aufgenommenen Tonmitschnitte verbreitet werden.
Die 30-minütige Reportage hatte im Mai bundesweit für Aufsehen gesorgt, zumal einige Ärzte die "Heilung" der Homosexualität über die Krankenkassen abgerechnet hatten (queer.de berichtete). Der NDR hat die Reportage inzwischen in einer abgeänderten Version auf Youtube online gestellt. Darin kommen die Szenen aus der Praxis des Arztes weiterhin vor, sind aber nachgestellt.
Der Sender gab an, die Einstweilige Verfügung anzufechten. Die Hamburger Justiz gilt bundesweit als besonders presseunfreundlich. (nb)














bin zutiefst geschockt, was ich da sehen und hören musste.