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  • 03. Oktober 2014 31 2 Min.

Die Tat ereignete sich am U-Bahnhof Pankstraße (Bild: Ingolf / flickr / by-sa 2.0)

Sieben Personen beleidigten und traten die Männer an einer U-Bahn-Station im Wedding.

In der Nacht zum Freitag ist es in Berlin wieder zu einem offensichtlich homophob motivierten Übergiff gekommen. Am U-Bahnhof Pankstraße im Stadtteil Wedding beleidigten sieben Unbekannte ein schwules Paar und schlugen auf es ein.

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei hatten sich die 32 und 35 Jahre alten Männer nachts gegen 1.35 Uhr in einem Waggon der U-Bahnlinie U8 auf dem Nachhauseweg gestritten. Als sie an dem U-Bahnhof Pankstraße ausstiegen, wurden die Männer aus einer etwa siebenköpfigen Personengruppe, die ebenfalls in dem Zugabteil gewesen war, aufgrund ihrer sexuellen Orientierung verbal und körperlich angegriffen, so wurde ihnen ins Gesicht geschlagen.

Anschließend flüchteten die Täter. Die Angegriffenen, die leicht verletzt wurden und eine ärztliche Behandlung ablehnten, alarmierten die Polizei, die Aufnahmen von Überwachungskameras sicherten und Zeugenaussagen aufnahmen.

Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt

Die weiteren Ermittlungen übernimmt ein Fachkommissariat des Polizeilichen Staatsschutzes beim Landeskriminalamt. Laut der Meldung der Polizei haben die Beamten eine "Strafanzeige wegen Hasskriminalität aufgenommen", womit wohl gemeint ist, dass sie eine gewöhnliche Strafanzeige aufgenommen haben und die Tat in Statistik und Ermittlung als politisch motivierte Kriminalität erfassen wollen.

Im deutschen Strafrecht gibt es bislang keine Gesetzgebung zu Hassverbrechen, auch wenn ein Gericht in solchen Fällen eine besondere Schwere der Schuld feststellen kann. Ende August hatte allerdings das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf beschlossen, der härtere Strafen vorsieht, wenn Taten aufgrund von Rassismus oder "sonstigen menschenverachtenden Beweggründen" begangen werden (queer.de berichtete). (nb/pm)

#1 GeorgGAnonym
  • 03.10.2014, 16:54h
  • " die Aufnahmen von Überwachungskameras sicherten "

    Es ist zu hoffen, dass diese Videoaufnahme umgehend in den Medien veröffentlicht werden und diese Aufnahme nicht aus falscher Rücksichtnahme auf diese 7 Jugendlichen monatelag zurück gehalten werden, wie so oft in Berlin.

    Berlin wird übrigens für Schwule immer gefährlicher. In kaum einer anderen deutschen Stadt gibt es soviele aggressive homophobe junge Männer, die oft in Gruppen auftreten.
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#2 SebiAnonym
  • 03.10.2014, 16:56h
  • Solange Politik und Religionen GLBTI diskriminieren und ihnen gleiche Rechte verwehren, wird das immer weiter zunehmen.

    Zwar setzen sich solche Schläger nicht mit Politik auseinander, aber Politik und Religion beeinflussen ganz massiv das öffentliche Klima, das solche Taten erst ermöglicht.
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#3 TimonAnonym
  • 03.10.2014, 17:04h
  • Solange auch in Deutschland homophobe Gewalt schwächer bestraft wird als gegen andere oder sogar ganz straffrei ausgeht, wird sich das auch nicht ändern.

    Hierzulande muss man ja nur sagen, dass man eine schwere Kindheit hatte und Angst vor Schwulen hat und schon ist das ein Grund, solche Schläger frei zu sprechen oder mit einer Bewährungsstrafe davonkommen zu lassen.

    Und das betrifft nicht nur die Justiz, die Politik und die Polizei (wo man ja jetzt erfahren hat, dass z.B. in Brühl und anderen Ausbildungslagern Schwule massiv von anderen Polizeianwärtern gemobbt werden), sondern auch die ganze Gesellschaft, die bei sowas gerne wegsieht.
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