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Kommentare zu:
14 Tage in der schwulen Dating-Hölle


#1 Robby69Ehemaliges Profil
#2 EkelhaftAnonym
  • 03.10.2014, 17:55h
  • queer.de verschweigt das der sog Künstler die Bilder sämtlicher komplett ahnungsloser Männer die mit ihm schreiben und sämtliche Konversation die zutiefst persönliche Dinge enthalten kann OHNE deren Einwilligung, und ohne deren Wissen öffentlich projeziert. Das kommt einem Pranger gleich !
    Was ist mit Männern die nicht geoutet sind und dann da dann da öffentlich zur Schau gestellt werden ?
    Wie auf Facebook zu lesen ist sucht der sog. Künstler besonders gerne im Radius rund um die Installation. Kann also passieren das die eigenen Nachbarn bald vieeeeeeeeel mehr über einen wissen als es sie angeht.

    Das ist einfach nur eine widerliche Verletzung der Persönlichkeitsrechte anderer Menschen.
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#3 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 03.10.2014, 18:03h
  • De Wut auf den Künstler ist genährt von einer Art Groll, die der Verfemung von "Nestbeschmutzern" aus anderen Lagern entspricht. Und wenn Kunst als entartet, gefährlich, widerlich und Schweinerei bezeichnet wird, setzt bei mir eher der Beschützer-Instinkt ein. Zu einem Event gehören die Menschen nunmal dazu. Selbst das GrindR-Profil ist bereits als Kunstprojekt zu erkennen. "Um sie dennoch nicht in Verlegenheit zu bringen, verfremde ich die Profilfotos von Männern mit Hilfe eines Röntgen-Effekts. Die Chat-Geschichte wird gezeigt, ohne dass ein Nickname sichtbar wird. Die Chance, dass Männer von jemandem erkannt werden, der sie nicht im Forum erwartet hatte, ist damit äußerst gering."
    wannaplayberlin.de/
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#4 EkelhaftAnonym
#5 edward snowdenAnonym
#6 open assAnonym
#8 MeineFresseAnonym
  • 03.10.2014, 20:45h
  • Ich würde mich ja bedanken wenn ich zu einem Date gehe und in einem Glaskasten lande und gefilmt werde. Vielleicht gibt es welche die ungeoutet bleiben wollen?
    Nicht jeder schaltet schnell genug, um die Situation rechtzeitig zu erfassen und abzuhauen.

    So wie der im Film "Weekend" es gemacht hat auf freiwilliger Basis wäre es ok.
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#10 TheDadProfil
  • 03.10.2014, 21:13hHannover
  • Antwort auf #2 von Ekelhaft
  • ""Was ist mit Männern die nicht geoutet sind und dann da dann da öffentlich zur Schau gestellt werden ?
    Wie auf Facebook zu lesen ist sucht der sog. Künstler besonders gerne im Radius rund um die Installation.""..

    Nutzen Männer die nicht geoutet sind etwa auf Grindr oder Gayromeo ihren wirklichen Namen ?

    Hätte es einen Sinn Männer über Gayromeo in München anzusprechen ?

    Machte es Sinn Männer von Neu-Köln oder Schöneberg nach Kreuzberg zu locken ?

    Geht es auch ein bißchen un-hysterischer ?

    Niemand zwingt einen bei der Ankunft den Container dann auch zu betreten !

    -tze-
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#11 GerhardAnonym
#12 anonymAnonym
#13 TomorrowEhemaliges Profil
  • 04.10.2014, 06:05h
  • Das ist Kunst? Ich schäume vor Wut! Ich empfinde als eine Ungeheuerlichkeit, wie hier das Wort "Kunst" verunglimpft und die Chatter verhöhnt werden. Was denken sich die Verantwortlichen eigentlich dabei? Seltendämmliche, strunz und hirnverbrannte Aktion dieses "sogenannten Künstlers". Juristisch ist die Sache zweifelsfrei: Das wird richtig teuer. Ich gehe davon aus, das die Staatsanwaltschaft Berlin den Spuk heute noch beendet.
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#14 Harry1972Profil
  • 04.10.2014, 07:19hBad Oeynhausen
  • Eines hat der Künstler zweifelsfrei schon geschafft.
    Er hat gezeigt, wie tief verwurzelt die Homophobie selbst unter Schwulen ist, wie der Aufschrei und die Empörung eindrucksvoll beweisen.
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#15 MiepmiepAnonym
#16 FoXXXynessEhemaliges Profil
#17 EkelhaftAnonym
#18 anonym2Anonym
#19 TheDadProfil
#20 EnyyoAnonym
  • 04.10.2014, 11:42h
  • Mmh, die Kritik scheint Wirkung zu zeigen: der Container ist in der Life-Cam nur mit zugezogenen Vorhängen zu sehen.

    Auch frage ich mich, weshalb Dries Grindr den Vorzug gab - unter den mobilen Apps ist sie m.W. in Deutschland nicht Marktführer.
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#21 anonym2Anonym
#22 MiepmiepAnonym
  • 04.10.2014, 12:18h

  • Ich finde grundsätzliche Fragen über Schutz der Privat- und Intimsphäre bzw. zum Recht am eigenen Bild schon richtig und wichtig, denke aber auch, daß das Interview mit dem Künstler gut zeigt, daß es ihm letztlich u.a. um eben eine solche Diskussion geht. Und mal konkret: Wenn man jemanden in nem Glascontainer datet, stellt man sich dann nicht selbst bloß? Im Sinne einer (zumindest partiellen) Einwilligungserklärung sozusagen... Jedenfalls würde ich sofort auf dem Absatz Kehrt machen, wenn mir die artifizielle Situation unangenehm wäre... Wegen der ethischen Bedenken bzgl. der mutmaßlichen "Täuschung" der Teilnehmer könnte man noch hinzufügen, daß der (mehr oder weniger) unterschwellige Exhibitionismus der "Grindr-und GR-Kultur" sich wohl kaum per Performance Art darstellen und dekonstruieren ließe, wenn man gezielt ausschließlich explizite Exhibitionisten einladen würde; das wäre zu flach und griffe viel zu kurz. Eine vernünftige Anonymisierung wäre schon angebracht und daher ist auch sicher Kritik angebracht, allerdings wird gerade in diesem kontroverse Punkt des Kunstprojekts die gesellschaftlich hochrelevante Frage thematisiert, wieso sich Gays verstecken müssen oder wollen. In diesem Sinne: Kunst soll, muss irritieren. Nur als Denkanstoß.
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#23 TheDadProfil
  • 04.10.2014, 12:53hHannover
  • Antwort auf #21 von anonym2
  • Von "Unwissenheit" kann hier nicht die Rede sein, denn bevor man in den Container eingelassen wird erklärt der Künstler den Sinn seiner Aktionskunst..

    Ein öffentliches Coming Out ist übrigens nur für die Heterosexuellen da, denn die anderen wissen das eh..
    Vor allem die diversen Dating-Partner auf Gayromeo und Grindr..
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#24 anonym2Anonym
  • 04.10.2014, 15:43h
  • Antwort auf #23 von TheDad
  • du kapierst es wirklich nicht oder ?
    Unwissenheit im Bezug darauf das die Bilder und sämtliche privat geschriebenen Texte VORHER bereits öffentlich gezeigt wurden. OHNE Einwilligung, weil die User eben NICHTS davon wussten.
    Jetzt verstanden ?
    Wenn man am Container ankam war es bereits zu spät und alle Daten veröffentlicht!
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#25 Robby69Ehemaliges Profil
#26 TheDadProfil
  • 04.10.2014, 21:21hHannover
  • Antwort auf #24 von anonym2
  • Du scheinst es nicht zu kapieren..

    Denn wer sich in so genannten "sozialen Netzwerken" bewegt gibt seine Anonymität am Eingang ab..

    Das ist nicht nur bei Facebook so, denn überall sind Profilbilder und Statusmeldungen öffentlich einsehbar..

    Wer mit einem offenem Grindr-Zugang herumläuft um ein Date klarzumachen WILL gefunden werden..

    Und nur 50 Meter weiter, aber schön außer Sichtweite läuft der Chef um die Ecke, oder der Personal-Chef, und hat ebenfalls das Profil gerade abgerufen, und weiß damit Bescheid..
    Natürlich mit einem gefaketem Profil, denn der Personal-Chef würde sich nie als Spion oder gar Arschloch outen, der die gewonnenen Informationen zur "Erpressung" von Überstunden und "freiwilligen Arbeitseinsätzen nutzt..

    Wer sein Bild in ein Romeo-Profil einbettet ist im Netz SICHTBAR auch von außen..

    Wer denkt ausgerechnet seine "Nachrichten" würden nicht von irgendwem gelesen werden, weil er kein Extremist sei, beschreitet den digitalen Holzweg des Irrtumes..

    Wer anonym in die Stadt gehen will, sollte sein Handy zu Hause lassen !
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#27 sperlingAnonym
  • 05.10.2014, 13:36h
  • Antwort auf #26 von TheDad
  • >"Wer mit einem offenem Grindr-Zugang herumläuft um ein Date klarzumachen WILL gefunden werden.."

    er will aber nicht, dass jemand sein bild und die dialoge veröffentlicht. wenn ich spazierengehe, erkläre ich mich auch nicht damit einverstanden, dass irgendwer mich fotografiert und das bild veröffentlicht. da gilt das "recht aufs eigene bild". und das kann man auf andere zusammenhänge durchaus übertragen.

    schade finde ich, dass wegen dieser geschichte - man muss den planer_innen hier durchaus üble stümperei vorwerfen - das eigentliche thema der aktion (sex vs. persönlicher kontakt) komplett in vergessenheit gerät, und dass es vermutlich nun auch nicht mehr gelingen wird, diese diskussion wirklich anzustoßen. ich hätte das recht interessant gefunden.
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#28 TheDadProfil
  • 05.10.2014, 21:12hHannover
  • Antwort auf #27 von sperling
  • ""er will aber nicht, dass jemand sein bild und die dialoge veröffentlicht. wenn ich spazierengehe, erkläre ich mich auch nicht damit einverstanden, dass irgendwer mich fotografiert und das bild veröffentlicht.""..

    Bedenkenswert..
    Aber leider untauglich, denn wir werden ständig "photographiert" sobald wir uns im öffentlichem Raum bewegen..
    Und diese Bilder werden von Automaten nach gesuchten Personen durchforstet, auch ohne uns zu fragen ob wir damit einverstanden sind..

    ""da gilt das "recht aufs eigene bild". und das kann man auf andere zusammenhänge durchaus übertragen.""..

    In Maßen..
    Denn sobald wir in einer "relativen Masse von Drei Personen" untertauchen "erlischt" dieses Recht am eigenem Bild, und man "verschmilzt" mit der Umgebung zur "Kulisse"..
    Presserecht..

    Das Problem liegt hier wohl eher in der Tatsache der nicht voll umfänglichen Aufklärung Teil eines Kunstprojektes zu sein, und der zunächst mangelhaften Anonymisierung..

    Nachdem das wohl geklärt ist sollte man sich dem Sinn der Aktion zuwenden, und reflektieren was Grindr&Co mit uns anstellen..
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#29 sperlingAnonym
  • 05.10.2014, 22:02h
  • Antwort auf #28 von TheDad
  • >"Aber leider untauglich, denn wir werden ständig "photographiert" sobald wir uns im öffentlichem Raum bewegen.."

    1. ja, aber diese bilder werden nicht veröffentlicht, das ist also nicht gleichzusetzen.

    2. selbst wenn es um vergleichbares ginge: soll ich einen übergriff auf meine privatsphäre abnicken, nur weil anderswo auch schon übergriffe stattfinden? ein seltsam fatalistischer zirkelschluss, mir dem man eigentlich so gut wie alles rechtfertigen könnte. ich finde diese argumentation absurd.
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#30 TheDadProfil
  • 06.10.2014, 07:19hHannover
  • Antwort auf #29 von sperling
  • Natürlich ist das absurd..

    Es ist aber genauso absurd zu glauben wenn man sich bei Grindr rumtreibt befände man sich quasi "innerhalb einer geschlossenen gruppe" oder eines Systemes auf einer Homo-Insel..

    Wer sich öffentlich zur Schau stellt muß damit rechnen begafft zu werden..

    Ob nun von zufällig daherlaufenden Passanten, oder diversen anderen Grindr-Nutzern die dann wie beschrieben, einen "Bekannten" (kuck an, man ist also schon bekannt !) "zufällig" erkennt..

    Wie war das neulich noch beim Public Viewing zur Weltmeisterschaft ?
    Man "nimmt sich frei" um das zu schauen, sprich, man meldet sich krank..
    Der Personalchef schaut aber die Berichterstattung dazu, erkennt den Mitarbeiter im TV, und kündigt dem Mann..
    Berechtigt sagt das Arbeitsgericht..

    Wer sich also FREIWILLIG in diese Gefahr begibt, gibt damit auch seine so genannten Persönlichkeitsrechte ab..

    Übertragen wir die Vorstellung auf einen CSD..
    Damit wären jegliche Aufnahmen für TV-Stationen, und seien es Bürgerfernseh-Projekte wie in Berlin und Hannover, unmöglich gemacht, weil jeder einzelne "befragt" werden müßte ob er auch einverstanden sei, Teil eines öffentlichen Projektes zu sein..

    Ich kann den Typen sogar ein bißchen verstehen..
    Aber die Überreaktion den Künstler zu schlagen, oder Gegenstände auf den Container zu werfen, dafür habe ich keinerlei Verständnis..

    Und so viel Arsch in der Hose sollte jeder haben der sich auf Grindr rumtreibt, das er weiß das er erkannt werden könnte..

    Das ist nicht anders als früher in der Szene an den Türen an denen man noch klingeln mußte um Einlaß zu erhalten..
    Wußte man dort wer hinter der Tür saß ?
    Ob dort der Chef oder Arbeitskollege saß, der "zufällig" in dieses Etablissement geraten war, auf dem Weg vom Volksfest nach Hause, und dies war die einzige Kneipe in der noch Licht war ?

    Du lachst ?
    Mir ist das 1978 passiert..
    Und der Typ am Tresen war der Lehrer, der immer durch abfällige Macho-Sprüche aufgefallen war..
    Ein umfassendes Coming Out lohnt sich also immer, denn ist der Ruf erst ruiniert..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #29 springen »
#31 sperlingAnonym
  • 06.10.2014, 14:02h
  • Antwort auf #30 von TheDad
  • >"Wer sich also FREIWILLIG in diese Gefahr begibt, gibt damit auch seine so genannten Persönlichkeitsrechte ab.."

    zu wissen, dass jemand anders mit den daten, die man preisgibt, auf eine unrechtmäßige weise umgehen KANN, heißt noch nicht, dass man dem auch zustimmt und schon gar nicht, dass es okay ist. sich "in eine gefahr begeben" heißt nicht, sein recht, vor diesen gefahren geschützt zu werden, aufzugeben. ich finde diese scheinlogik immer noch absurd.
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#32 Robby69Ehemaliges Profil
  • 06.10.2014, 18:21h
  • Antwort auf #27 von sperling
  • "wenn ich spazierengehe, erkläre ich mich auch nicht damit einverstanden, dass irgendwer mich fotografiert und das bild veröffentlicht. da gilt das "recht aufs eigene bild". "
    An sich hast Du schon recht, Sperling. Trotzdem sehe ich die Sache in Bezug auf diese Kunst-Aktion doch etwas anders. Es wird schließlich niemand dazu gezwungen, da mitzumachen. Und wer mitmacht, der muss sich meiner Meinung auch darüber im klaren sein, dass er sich damit in gewisser Weise auch "öffentlich" macht. -
    Genauso ist es doch auch mit Grindr, GR & Co., wenn man es genau nimmt. Klar, die Leute, die da posten, machen dies unter einem "Nickname". Aber wenn man einfach mal durch die Straßen geht, dann sieht man immer wieder junge Schwule, die einen zuerst ganz verstohlen mustern und dann hektisch bei GR & Co. nachsehen, ob man nicht vielleicht da irgendwo dabei ist, damit sie einen auf diesem Weg anmachen könnten. - Ich habe keinen Account bei einem dieser Dienste (weil ich, wie Du vielleicht weißt, nicht allzuviel von diesen Plattformen halte). Aber mal angenommen, ich hätte dort einen Account und angenommen, mich würde jemand in der Stadt sehen und durch diese App "wiedererkennen". Dann wäre ich doch rein theoretisch durch diese App auch "in der Öffentlichkeit als Schwuler sichtbar". -
    Und genauso ist es doch auch mit Veranstaltungen wie CSD-Paraden oder Protesten etc. - Wenn man dort teilnimmt, dann muss man von vorn herein immer damit rechnen, dass irgendwer einen fotografiert oder von mir aus filmt. - Und diese Fotos oder Videofilme ins Netz hochlädt. - Ich finde das jetzt persönlich nicht schlimm, wenn der XY weiß, dass ich zum Beispiel bei der Protest-Aktion für die Rebahilitierung von uns 175ern in München teilgenommen habe - weil da ein BIld von mir irgendwo im Netz "rumgeistert". -
    Und in gewisser Weise ist es doch auch mit unseren Kommentaren hier im Forum von queer.de - oder auch woanders - so, dass zwar unter "Nicknames" gepostet wird, aber trotzdem ist es für jeden - egal ob Mitglied bei queer.de oder nicht - sichtbar, also im Prinzip "öffentlich". - Wenn ich damit nicht klarkomme, dann darf ich halt im Internet nichts posten. -
    Und was die "Bilder" von einem selbst angeht. Klar, will keiner, dass ungefragt Fotos von einem gemacht werden und dann irgendwo im Netz landen. Ist auch verständlich. - Aber trotzdem wirst Du nie verhindern können, wenn Du offen lebst und Deine Homosexualität nicht versteckst, dass irgendwer mal von Dir - und irgendeinem anderen Mann, oder Deinem Partner - ein Foto ohne Dein Wissen macht. Und ja, dann kann es auch sein, dass dieses Foto irgendwo hochgeladen wird. - Nur: Wenn es ohne Dein Wissen passiert, wie willst Du dann dagegen vorgehen? Ist eigentlich faktisch nicht möglich, denke ich.
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#33 sperlingAnonym
  • 06.10.2014, 19:22h
  • Antwort auf #32 von Robby69
  • ja, stimmt ja so weit alles.

    mir geht es darum, dass ich selber so einigermaßen - wenn auch natürlich niemals zu 100% möglich - bestimmen möchte, welche daten, bilder und meinungen von mir wo veröffentlicht werden und dass es ein eindeutiger übergiff ist, wenn jemand mir diese kontrolle ohne mein einverständnis abnimmt. wenn ich bei einem netzwerk ein profil anlege, dann stimme ich zu, dass das alle anderen mitglieder sehen, aber eben NICHT, dass das auf den marktplatz meiner stadt projiziert wird.

    um ein outing geht es mir dabei in erster linie gar nicht. wer meinen namen kennt, der kann in zwei sekunden ergoogeln, dass ich schwul bin. trotzdem schreibe ich z.b. hier nicht unter diesem namen, weil ich einfach nicht will, das jeder pieps von mir nachschlagbar wird.

    ich finde es ja nicht mal so furchtbar, was da passiert ist. ich kann aber nicht nachvollziehen, wie hier z.t. die ungefragte und nicht einvernehmliche veröffentlichtung von daten gerechtfertigt wird, als sei das alles überhaupt kein problem.

    >"Es wird schließlich niemand dazu gezwungen, da mitzumachen."

    das wäre dann richtig, wenn für jeden deutlich genug erkennbar gewesen wäre, worum es genau geht. anscheinend war das ja nicht konsequent genug geplant.
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#34 TheDadProfil
  • 06.10.2014, 21:17hHannover
  • Antwort auf #31 von sperling
  • Diese "scheinlogik" ist aber leider gängige Rechtspraxis..

    ""zu wissen, dass jemand anders mit den daten, die man preisgibt, auf eine unrechtmäßige weise umgehen KANN, heißt noch nicht, dass man dem auch zustimmt""..

    Doch..
    Denn genau das steht im so genannten Kleingedrucktem das als ABG daherkommt, und dem ich in dem Moment zustimme, wenn ich ein Profil anlege und Online stelle..

    Vermeintlich hat man bei GR mit dem üblichem BlahBlah das man auf vielen Profilen findet die Nutzerrechte für seine Bilder behalten..

    Im Falle eines Falles liegen die Nutzerrechte dann beim Betreiber des Servers..

    ""und schon gar nicht, dass es okay ist.""..

    Das habe ich damit auch nicht gemeint..
    Das Problem ist, zwischenzeitlich hinterlassen die meisten so viele Daten-Spuren das es ein leichtes ist komplette Tagesabläufe zu erstellen, allein dadurch das man die Tweets verfolgt..

    ""sich "in eine gefahr begeben" heißt nicht, sein recht, vor diesen gefahren geschützt zu werden, aufzugeben.""..

    Da liegt das Problem auch schon wieder bei den AGB`s..
    Mit der Einwilligung zu den AGB´s gibt man so manches Recht einfach auf, weil, man wurde ja vorher gewarnt, und hat es ja vorher gelesen, und wenn nicht, aber unterschrieben..

    Man muß bei den AGB´s schon nachweisen das man in "unangemessener Weise" benachteiligt wurde, so die gängige Rechtsprechung der Gerichte..

    Klingt immer noch blöd, ist aber so..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #31 springen »
#35 sperlingAnonym
  • 06.10.2014, 21:53h
  • Antwort auf #34 von TheDad
  • >"Denn genau das steht im so genannten Kleingedrucktem das als ABG daherkommt, und dem ich in dem Moment zustimme, wenn ich ein Profil anlege und Online stelle.."

    bei grindr steht, dass man zustimmt, dass andere nutzer_innen fotos, daten und sogar dialoge anderswo veröffentlichen? ich wage es doch sehr stark zu bezweifeln.

    >"Im Falle eines Falles liegen die Nutzerrechte dann beim Betreiber des Servers."

    aber nicht bei den anderen nutzer_innen.
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#36 sperlingAnonym
  • 07.10.2014, 14:42h
  • Antwort auf #34 von TheDad
  • >"Denn genau das steht im so genannten Kleingedrucktem das als ABG daherkommt, und dem ich in dem Moment zustimme, wenn ich ein Profil anlege und Online stelle.. "

    die AGB bei grindr schließen genau das aus, was da passiert ist:

    >"YOU UNDERSTAND AND HEREBY ACKNOWLEDGE AND AGREE THAT YOU WILL NOT ENGAGE IN THE PROHIBITED CONDUCT & USES LISTED BELOW:
    [...] 9. display the Grindr application or profile data on any external display or monitor or in any public setting"

    grindr.com/terms-of-service
  • Antworten » | Direktlink » | zu #34 springen »

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