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Kommentare zu:
Nach Strafanzeige: Grindr-Kunstaktion wird entschärft


#31 sperlingAnonym
#32 TheDadProfil
  • 07.10.2014, 06:49hHannover
  • Antwort auf #31 von sperling
  • Ist das nicht herrlich ?

    Stell Dir vor, was an anderer Stelle bereits beschrieben wurde, der Dries hätte Heten mit ihren Dating-Portalen aufs Korn genommen..

    Keiner der Kritiker hätte hier von Datenschutz und all dem anderem Quatsch über vermeintliche Kunst gefaselt..

    Sie hätten sich alle Händereibend das Maul über die Blödheit der Heten zerrissen..

    Aber was soll´s..
    Die Beer is eh geschält, das Projekt gecancelt..
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#33 stromboliProfil
  • 07.10.2014, 09:58hberlin
  • Antwort auf #4 von Reto77
  • ahhhh, kommern wir ans eingemachte?

    "Gindr wird in der arabischen Welt (z.B. Ägypten) dazu genutzt, um Schwule aufzuspüren und viele Jahre lang als angebliche Triebtäter einzusperren."

    sollten wir uns also nicht lieber mit "grindr beschäftigen und seine wirkung auf unser sozialverhalten, als hier apologetisch seine technisch vereinfachende form der sexsuche zu überhöhen und ihre "gefährlichkeit an einer gesellschaftsform festmachen, die für sich schon gefährlich für uns ist.
    Die uns feindlich gegenüberstehenden gesellschaften werden immer zu jeder zeit ihre wege finden, um uns "aufzuspüren...
    Wir können uns nur über das wie und wo abgleichen , das warum bleibt für uns aussen vor.

    Zurück in die freiheitlich DEMOKRATISCHE GRUNDORDNUNGSREPUBLIK:
    Ich mein, wenn wir schon die möglichkeit des sich sichtbarmachens nutzen, also uns in eine sichtbare form begeben, dann ist das klagen über sichtbarkeitwerdung gegenüber einer uns nicht genehmen mitwelt zutiefst heuchlerich.

    Was empört uns.. das wir in foren selbst unsere vorlieben bloß legen.. uns als schwanzlutscher, arschficker und gefickte casten wie in einem bundesschwanzlutscher contest bei rtl
    --
    Öffentlichkeit so wie wir sie darstellen wollen scheint die der verpartnerten -kinderwunschbeseelten schwiegermüttertauglichen zu sein.
    Da ist kein platz für geilheit.
    Alles was darüber hinaus ragt wird flux zur "privatheit" erhoben.

    Mag ja sein das es dem ami und anderen homos peinlich war, seine wichsvorlagen im öffentlichen raum wieder zu finden.. aber so ist nun mal die welt: es waren SEINE phantasien die öffentlich gemacht, so einen einblick auch in die innere struktur homosexueller befindlichkeit gibt.. abseits jener
    hochglanzbroschüren, die nun so heftigst verteidigt sein wollen.

    Was ist eigentlich mit den "gindr-partys.., jene wo sich "freunde treffen um gemeinsam sich über die geilheit jeweiliger chatpartner zu amüsieren...
    Ich war 2x auf solchen treffs und mir taten die opfer leid, weil sich so entäußernd ob ihrer (klein)bürgerlichen hülle, ihre aufrichtigkeit zum extrem nicht mal belohnt wird sondern meist verhöhnt.

    An anderer stelle hab ich den vergleich mit der klappenkultur gebracht.. ich erweitere ihn hier noch einmal: der blick durchs loch war auch ein blick auf vielseitige versprechungen.. besonders wenn zuvor die zettel unter der trennwand oder durchs loch geschoben, die phantasie anregen sollten.
    "Gindr" ist so das klappenloch der heutigen zeit, die user, die klappenbesucher mit dem verlangen nach dirty-talk und schneller triebabfuhr.
    Jede zeit ihre riten!
    Das mag störend sein im mittig angekommen sein in der bürglerlichen gesellschaft..
    Aber leugnen was nun mal sache ist , ist eher contraproduktiv, spielt gar den "homokritikern in die hände.. seht her, die homos schämen sich selbst ob ihrer lebensweisen.

    Ich will dreckige schwule mit dreckigem sex , die verschwitzt nach dem nächsten fick fragen, und keine glattgebügelten kauch-spahn-ilg- sonstwas lachnummern, die sexualität in die innerste ecke ihrer daseinsschublade stecken, um dann "verschwitzt" in gindr oder am klappenloch um ihre privatsphäre bangen und hier dann noch auf datenschützer machen..

    Wenn kunst , in welcher form auch immer, auf die systemimmanenten widersprüche in der gesellschaft aufmerksam macht, hat sie ihre berechtigung...
    Man kann es mögen oder nicht, aber sie ist notwendig.
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#34 TheDadProfil
  • 07.10.2014, 21:44hHannover
  • Antwort auf #33 von stromboli
  • ""sollten wir uns also nicht lieber mit "grindr beschäftigen und seine wirkung auf unser sozialverhalten,""..

    Wo denkst du hin ?

    Das wäre doch wie nachträglich das Projekt Gut zu heißen, weil man erkannt hat daß das Gebrüll um Datenschutz, den man mit dem Beitritt zu Grindr mehr als bereitwillig aufgegeben hat, vielleicht doch nicht so einfach als Lösung eines Problemes daherkommt das auf völlig naderen Parametern basiert :

    Die uns nachkommenden Generationen sind offensichtlich nicht mehr in der Lage einen anderen Schwulen in der Öffentlichkeit zu erkennen..

    Vielleicht wurde ihnen zwischenzeitlich sogar das Gaydar genetisch weg gezüchtet und durch ein Handy-Gen ausgetauscht das sie in den Glauben versetzt, wenn sie das Teil für 5 Minuten aus der Hand lägen, würden sie die Haptik verlernen, die einstmals große Gestik in kleine Wischbewegungen der Fingerchen verwandelte..

    Wer ständig auf einen 7,2 Zoll-Bildschirmchen starrt kann nicht einmal mehr geradeaus schauen, und das Lächeln im Gesicht gegenüber entdecken..
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#35 sperlingAnonym
  • 08.10.2014, 14:08h
  • Antwort auf #34 von TheDad
  • >"Datenschutz, den man mit dem Beitritt zu Grindr mehr als bereitwillig aufgegeben hat"

    man kann dir sogar die agb von grindr vorlegen, die GENAU DAS explizit ausschießen, was in der kunstaktion passiert ist, und du behauptest trotzdem weiterhin, die grindr-nutzer hätten dem zugestimmt?

    ich staune.
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#36 TheDadProfil
  • 08.10.2014, 23:11hHannover
  • Antwort auf #35 von sperling
  • Was gibt es denn da zu staunen ?

    Faktisch ist es doch so das jeder der bei Grindr ist dich sehen kann, sobald du Online bist, und nicht nur die paar Leute die zufällig vor dem Container rumstanden..

    Wenn ich das richtig verstanden habe, hat sich das angebliche "Opfer" zwischenzeitlich seine eigene "gelungene Gegenaktion" als Form von "Kunst" bezeichnet..

    Was die AGB´s betrifft, so misstraue ich grundsätzlich den "Vorgaben" die meine Rechte angeblich schützen würden, denn genügend Gegenbeispiele spielen sich regelmäßig nicht nur von Promi´s vor den Gerichten ab..

    Bei den angesprochenen "terms-of-service" stellt sich mir die Frage ob die so überhaupt gültig sind, denn nach europäischem Recht müssen die AGB´s in deutsch verfügbar sein..
    Bloß finden kann ich die nirgendwo..

    Aber einem Testbericht mit einer hübschen Aussage :
    ""Kein anderer Dating Service ist auf einen so direkten und spontanen Kontakt mit anderen Nutzern ausgelegt und kommt derart klar zum Punkt. Wem diese Nähe und der unmittelbare Kontakt zu viel ist, der ist allerdings besser bei klassischen Portalen wie PlanetRomeo aufgehoben.""..

    www.gaydating-test.com/grindr.html

    Das hätte sich das "Opfer" mal durchlesen sollen, bevor er anderen Gewalt anbietet..
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#37 sperlingAnonym
  • 09.10.2014, 14:38h
  • Antwort auf #36 von TheDad
  • was gibt es da immer noch misszuverstehen? du behauptest, grindr-user hätten mit ihrer mitgliedschaft ihr recht auf datenschutz praktisch komplett aufgegeben, und somit sei die kritik an der veröffentlichung, die im rahmen dieser aktion geschah, nicht gerechtfertigt. in den agb von grindr ist aber sehr eindeutig festgehalten, dass das, was hier konkret passiert ist, durch die agb verboten ist. wer hat da also seine rechte aufgeben?

    >"Was die AGB´s betrifft, so misstraue ich grundsätzlich den "Vorgaben" die meine Rechte angeblich schützen würden, denn genügend Gegenbeispiele spielen sich regelmäßig nicht nur von Promi´s vor den Gerichten ab."

    und wieder: wenn irgendwo ein unrecht geschieht, kann das doch nicht heißen, dass damit ein vergleichbares unrecht plötzlich okay ist.

    es ist auch kein argument, dass die agb in englisch verfasst sind. dadurch, dass ich das verbot der veröffentlichung nicht verstehen kann, werde ich doch nicht automatisch rechtlos.

    ich begreife nicht, weshalb du so verbissen daran festhalten willst, dass der künstler hier keine rechte verletzt hat. vielleicht kannst du mir - jenseits der rechtlichen situation - noch mal erklären, was eigentlich deine motivation dabei ausmacht.
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#38 TheDadProfil
  • 09.10.2014, 23:10hHannover
  • Antwort auf #37 von sperling
  • Zunächst erschließt sich mir die ganze Aufregung nicht..

    Ein Großteil der Kommentare hier zielt darauf ab, ´was ich nicht als Kunst verstehe, ist keine´..

    Das ist definitiv die völlig falsche Betrachtungsweise der Geschichte, denn Kunst ist, was vom Künstler dazu erklärt wird..

    Kunst muß weder "funktionieren" noch von jedem verstanden werden..

    Wenn ich dann dazu lese :

    ""Ein Einzelner (Parker T.) hat sich daran gestört, sich selbst erkannt zu haben, nach dem er dem "Date zum Rasieren" mit dem Künstler Dries zusagte, erst danach brach durch auf Facebook verbreitete Hetze die totale Hysterie los, andere sprangen auf und erzählten "Entblößungs-Märchen". Peinlich.""..

    Ein einzelner Mann hat SICH SELBST erkannt..
    VOR DEM CONTAINER stehend, und dann angefangen zu randalieren..

    Damit hätte die Geschichte beendet sein können..
    War sie aber nicht, denn zwischenzeitlich gewinnt genau dieser Einzelne mediale Aufmerksamkeiten und fördert diese selbst..

    Wie paßt das zum Aufreger der Woche, angeblich durch Datenmissbrauch "zwangsgeoutet" worden zu sein, anschließend sich im Medienrummel quasi zu suhlen ?

    Wo genau ist da das "Opfer" ?

    Wer mit einem offenem Grindr-Profil herumläuft ist nicht mehr der "heimliche Mensch", er ist bereits Out..

    Jeder der Grindr nutzen kann, und das KANN jeder Mensch mit Smartphone völlig unabhängig von der eigentlichen Zielguppe, die laut Grindr übrigens Hetero-Männer ausdrücklich einbezieht, kann ihn erkennen..

    Ob dann ein verfremdetes Bild und ein Chat-Verlauf zusätzlich noch irgendwo über einen Bildschirm öffentlich zu sehen ist, ist mMn eigentlich völlig unerheblich, denn JEDER in der Umgebung kann den Mann sehen, und als Grindr-Nutzer identifizieren..

    Dazu kommt was ich inzwischen aus verschiedenen Chat-Verläufen unzufiredener Grindr-Nutzer herauslesen konnte :

    Nach den amerikanischen terms-of-use sind solche öffentlichen Vorführungen auf Bildschirmen zwar verboten..
    Nach den deutschen AGB´s, die ich immer noch nicht finden konnte, "erwirbt" Grindr automatisch die Nutzer-Rechte an jedem Bild im eigenem Profil..

    Und damit wird es recht kompliziert, denn welches Kleingedruckte kommt hier nun real zum Einsatz ?
    Das amerikanische ?
    Wohl eher nicht, denn kein deutscher Verwaltungrichter ließe sich darauf ein..

    Wie erst neulich entschieden wurde weigern sich deutsche Richter nämlich "ausländische" Beweismittel anzuerkennen, und verlangen die Vorlage von Beweismitteln in deutscher Sprache..

    So ganz nebenbei basieren terms-of-use auf einer Erklärung zwischen Anbieter und Nutzer, und sind damit quasi individuell auf Firmeninteressen zugeschnitten..

    ABG´s basieren auf dem BGB und dem HGB und müssen allgemeingültig abgefasst darauf ausgerichtet sein die Nutzer-Gemeinschaft nicht zu "überfordern", was ich beim lesen der von Dir verlinkten terms-of-use mindestens anzweifle, da sie in USA vielleicht sogar von Bundesstaat zu Bundesstaat variieren..
    Dazu kommt die rechtliche Unsicherheit :
    Kann sich ein amerikanischer Tourist in Deutschland als Nutzer von Grindr mit einem wahrscheinlich amerikanischem Provider über Raoming in Deutschland auf die amerikanischen terms-of-use berufen, oder auf die deutschen AGB´s, denen dann noch die ABG´s des Drittanbieters hinzuzufügen sind ?

    Und am Ende könnte man zu dem Eindruck kommen das hier ein "Opfer" sein Warhol´sches Angebot genutzt hat um seine "everybody´s 15 minute a superstar" Chance zu nutzen, was sein Opfer-sein mehr als relativiert :

    wolfauftausendplateaus.de/2014/10/subjekte-in-zeiten-von-gri
    ndr-wanna-play-nachtrag.html
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#39 sperlingAnonym

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