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Kommentare zu:
USA: Fünf weitere Bundesstaaten müssen die Ehe öffnen


#1 TorbyAnonym
#2 m123Anonym
  • 06.10.2014, 17:31h
  • Diese Entscheidung klingt wie ein Sieg für gleiche Rechte für Homosexuelle, ist aber in Wahrheit ein Dämpfer und Rückschlag, denn das bedeutet, dass die Eheöffnung in vielen Bundesstaaten sehr viel später kommen kann.

    Es ist zudem hochgradig unverständlich warum die Richter das Thema nicht verhandeln wollen, wenn doch aus ALLEN Bundesstaaten, die die Ehe noch nicht geöffnet haben, Klagen unterwegs sind. Damit ist klar, dass es ein nationales Thema ist, dessen sich der US Supreme Court als oberster nationaler Gerichtshof eigentlich annehmen müssen.

    Feige Richter! Jetzt müssen Homosexuelle in vielen US-Bundesstaaten weiterhin lange auf gleiche Rechte warten.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
#4 GeorgFalkenhagenProfil
#5 m123Anonym
  • 06.10.2014, 18:49h
  • Nochmal zur Info die Konsequenzen der Entscheidung des US Supreme Courts:

    - In Virginia, Indiana, Wisconsin, Utah und Oklahoma haben gleichgeschlechtliche Paare ab sofort das Recht auf Eheschließung

    - in Colorado, Wyoming, Kansas, West Virginia, North Carolina und South Carolina werden gleichgeschlechtliche Paare in spätestens ein paar Tagen das Recht auf Eheschließung erhalten

    - in allen anderen US-Bundesstaaten, die die Ehe bisher nicht geöffnet haben, werden gleichgeschlechtliche Paare dagegen länger auf gleiche Rechte warten müssen.

    - das Urteil des US Supreme Court öffnet also effektiv die Ehe in einer Hand voll Bundesstaaten, aber lässt andere Bundesstaaten weiterhin diskriminieren und es könnte somit nun noch länger dauern bis auch dort die Ehe geöffnet wird.

    Meiner Ansicht nach verfehlt der US Supreme Court damit die Erfüllung seiner Pflicht den Gleichbehandlungsgrundsatz für ALLE Menschen in den USA durchzusetzen. Eigentlich ist der US Supreme Court genau für solche fundamentalen Bürgerrechtsangelegenheiten wie die Gleichbehandlung von Schwarzen und die Gleichbehandlung von Homosexuellen zuständig. Und nun vermeidet der US Supreme Court diese brennende Frage der Gleichbehandlung von Homosexuellen einfürallemal auf nationaler Ebene zu entscheiden. Das ist hochpeinlich für den US Supreme Court und die verantwortlichen Richter. Es ist meines Erachtens eine historische Blamage des US Supreme Courts.
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#6 Simon HAnonym
  • 06.10.2014, 18:50h
  • Sehr gut!

    Da war die Ehe ja schon geöffnet worden, was aber wegen Klagen ausgesetzt wurde. Und jetzt wurde das endgültig umgesetzt.

    Ich hoffe, dass der Supreme Court bald die US-weite Eheöffnung beschließt, so dass dieser Flickenteppich endlich aufhört.
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#7 FelixAnonym
  • 06.10.2014, 18:59h
  • Antwort auf #5 von m123
  • Ich hätte mir auch schon heute die US-weite Eheöffnung gewünscht. Das wäre ein tolles weltweites Signal gewesen. Aber ich kenne mich zu wenig mit Justiz-Sachen aus und es wird ja vermutet, dass es nächstes Jahr ein US-weites Urteil gibt, das hoffentlich positiv ausfällt.

    Aber schöner wäre es natürlich schon jetzt gewesen, das stimmt auf jeden Fall.
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#8 Carsten ACAnonym
  • 06.10.2014, 19:25h
  • Antwort auf #5 von m123
  • Also der Supreme Court hat ja kein Urteil gesprochen.

    Der hat nur Klagen gegen die bereits beschlossene Eheöffnung in diesen Staaten endgültig nicht angenommen. Damit ist in diesen Staaten die vorübergehend ausgesetzte Eheöffnung jetzt gültig.

    Ein Urteil zur US-weiten Situation wird ja nächstes Jahr erwartet. Das kann positiv oder auch negativ ausgehen. Natürlich hoffen wir alle auf eine positives Ausgehen. Natürlich finde auch ich es gut, wenn es so schnell wie möglich geht. Aber am wichtigsten ist natürlich erst mal, dass es überhaupt positiv ausgeht. Das würde so viel bewegen.
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#9 m123Anonym
  • 06.10.2014, 19:35h
  • Antwort auf #8 von Carsten AC
  • Ich hab ja auch nicht behauptet, dass das Gericht ein Urteil gesprochen hat. Aber es hat ENTSCHIEDEN nicht über die vor ihm liegenden Fälle zu urteilen.

    Der Punkt ist der, dass der US Supreme Court bereits jetzt hätte einen Fall annehmen und schleunigst darüber hätte urteilen können. Dadurch, dass der US Supreme Court aber nun alle bisher vor ihm liegenden Fälle abgewiesen hat, wird wieder viel Zeit vergehen bis wieder ein Fall vor ihm liegt. Und offenbar wird der US Supreme Court nun jeden weiteren Fall abweisen, wenn das jeweilige Berufungsgericht für die Eheöffnung gestimmt hat. Das aber bedeutet, dass in den Bundesstaaten, in denen bisher noch keine Aussicht auf eine schnelle Entscheidung niederer Gerichte besteht, es SEHR lange dauern könnte bis dort auch gleichgeschlechtliche Paare heiraten dürfen. Und genau diese zeitliche Verzögerung in diesen Bundesstaaten hat der US Supreme Court nun produziert. Und genau das prangere ich an!

    Das was der US Supreme Court gemacht hat, wäre in etwa so, wie wenn aus Nordrhein-Westfalen eine Klage zur Eheöffnung dem Bundesverfassungsgericht vorgelegt würde, das Bundesverfassungsgericht dann sagen würde "Ne, daraüber urteilen wir nicht, das Urteil des NRW-Gerichts für die Eheöffnung soll Bestand haben". Dann könnten gleichgeschlechtliche Paare in NRW heiraten, in Bayern aber nicht. Und es würde sehr lange dauern bis dann auch in Bayern gleichgeschlechtliche Paare heiraten dürften.

    Die Verfassung in den USA ist für ALLE Menschen in den USA, und nicht nur für diejenigen in einigen ausgewählten Bundesstaaten. Es ist die verdammte Aufgabe des US Supreme Courts darüber zu urteilen ob unter der landesweiten Verfassung gleichgeschlechtliche Paare ein REcht auf Eheschließung haben. Und genau dieser Aufgabe hat sich der US Supreme Court mit der heutigen Entscheidung NICHT gestellt! Und das ist lächerlich, hochpeinlich für den US Supreme Court und dessen Richter. Eine Schande! Exakt für genau solche Bürgerrechtsangelegenheiten ist dieses Gericht nämlich Zuständig, und es nimmt seine Zuständigkeit nicht wahr und das ist verachtenswert!
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#10 m123Anonym
  • 06.10.2014, 20:39h
  • Ein weiteres Problem dieser Gleichstellung in Trippelschritten in den USA ist, dass es keine einzige große Nachricht mit Paukenschlagcharakter mehr produzieren kann, die um die Welt ginge.

    Hätte es in den USA schon im Jahr 2013 die Eheöffnung in allen Bundesstaaten per Gerichtsurteil gegeben, dann wäre das ein richtiger Paukenschlag gewesen. Schon damals hat der US Supreme Court seine Kernaufgabe, Bürgerrechte zu garantieren, mit Füßen getreten, indem das Gericht nicht einfach sofort für alle Staaten die Eheöffnung beschlossen hat.

    Zum Beispiel wir in Deutschland werden für unserer Forderung nach der Eheöffnung keinen großen Rückenwind aus den USA mehr bekommen, weil es den großen einen Paukenschlag nicht geben wird.

    Es ist einfach zum Haareraufen, dass die SPD beim Diskriminieren von Homosexuellen einfach mitmacht. "100% Gleichstellung nur mit uns", das ist eine der größten historischen Wahllügen der SPD. Und ich hoffe dass die SPD von keinem Homosexuellen mehr Stimmen bekommen wird.
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#11 Oliver43Anonym
  • 06.10.2014, 21:58h
  • Erfreulich das nunmehr in 24 von 50 Bundesstaaten in den USA die Ehe gesetzlich geöffnet wurde.
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#12 goddamn liberalAnonym
  • 06.10.2014, 22:55h
  • Antwort auf #10 von m123
  • Du hat natürlich recht.

    Aber:

    Jetzt gibt es Gleichheit selbst im hinterwälderlichen Mormonenstaat Utah,(noch) keinen Krawall in Salt Lake City wie im einst mondänen Paris und selbst die Meinung der dortigen Bevölkerung ist geteilt.

    Ruth Bader Ginsburg, die seit Jahrzehnten liberalste Richtern am Supreme Court, hat unlängst ihre Taktik so erklärt:

    Die Richtermehrheit will abwarten, bis ein Gerichtkreis im Süden sich klar gegen die Gleichstellung ausspricht und dann über die gegensätzlichen Rechtspositionen entscheiden. Falls dies nicht der Fall sein sollte, gibt es sowieso bald Marriage equality nationwide.

    Implizit geht es darum, die frommen Rednecks im reaktionären rassistischen Süden schon mal langsam drauf einzustimmen, was da auf sie zukommt und so zu verhindern, dass der Präsident wie in den 60ern die Nationalgarde dahin schicken muss, um die Gleichheit vor dem Gesetz zu garantieren.

    Ginsburg geht es auch um die Verfestigung einer liberalen kulturellen Hegemonie in ihrem strukturkonservativen Jesus-Land. Wie schwer das geht, zeigt selbst das viel weniger fromme Frankreich.

    Das Vorgehen kann dann in der Praxis bedeuten, dass die Staaten im Hinterland zumindest gezwungen werden, anderswo geschlossene Ehen anzuerkennen.

    Auch das wäre angesichts der noch schlimmeren politisch-juristischen Flickschusterei in Deutschland ein wichtiger Impuls.

    Was meinst Du, weshalb sich Jungreaktionäre wie Phillip Mißfelder von ihrer ureigenen Atlantikbrücke ab- und Putin zuwenden?
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#13 m123Anonym
  • 07.10.2014, 00:37h
  • Antwort auf #12 von goddamn liberal
  • Ich kenne Frau Ginsburg sehr gut.

    Es ist dumm zu warten bis ein Circuit Court of Appeals gegen Gleichstellung urteilt. Es ist IMMER dumm gleiche Rechte zu verzögern.

    Es gibt überhaupt keinen Grund zu warten. Homosexuelle Menschen warten schon viel zu lange auf gleiche Rechte, es ist mehr als überfällig!

    Und wenn du sagst, dass falls sich kein Circuit Court of Appeals gegen Gleichstellung aussprechen wird, dass es dann "sowieso bald" marriage equality nationwide geben wird, dann steckt in diesem "sowieso bald" der Haken, denn das kann mehrere Jahre dauern!

    Wenn der US Supreme Court heute entschieden hätte einen solchen Fall zu verhandeln, dann wäre es eine Sache von ein paar Monaten bis zur Eheöffnung gewesen. Aber das tut der US Supreme Court nicht, obwohl genau das seine Aufgabe ist. Und das kostet unnötig Zeit auf dem Weg zur Gleichstellung in allen 50 Bundesstaaten.

    Es gibt keinen Grund noch länger auf Gleichstellung zu warten, erst recht nicht für ein Gericht, dessen Aufgabe es ist die Verfassung durchzusetzen und gleiche Rechte für alle Menschen zu garantieren. Genauer gesagt ist der US Supreme Court die allerletzte Institution, die zeitliche Verzögerung rechtlicher Gleichstellung betreiben darf. Es ist total absurd, dass die einzige Institution, die einfürallemal und nationwide gleiche Rechte herstellen kann und muss, weil es ihre Kernaufgabe ist, genau das nicht macht, sondern abwartet. Es ist absurd!!!

    Der heutige Tag war ein schlechter Tag für die Gleichstellung, wenn man langfristig denken kann. Aber ihr denkt alle nur kurzfristig und denkt "Super, in fünf oder elf Bundesstaaten nun voll die Ehe". Aber das Ziel ist nicht in 30 oder 40 Bundesstaaten gleiche Rechte herzustellen, sondern in ALLEN 50 Bundesstaaten. Und wenn dieses Ziel nun zeitlich verzögert wird durch die heutige Entscheidung des US Supreme Court, dann ist das einfach ein schlechter Tag für die Gleichstellung!!!

    Genauso wie ihr an dem Tag gejubelt habt, wo der US Supreme Court einen Teil (!) von DOMA zu Fall gebracht und die Eheöffnung in Kalifornien abgenickt hat, und ihr dann nach und nach realisiert habt, dass aber noch sehr viele Bundesstaaten gleichgeschlechtlichen Paaren überhaupt KEINE Rechte geben, genauso jubelt ihr heute, wo der US Supreme Court die Eheöffnung nur (!) in den Fällen abgenickt hat, die den US Supreme Court schon erreicht haben und ihr werdet nach und nach realisieren, dass immer noch sehr viele Bundesstaaten gleichgeschlechtlichen Paaren überhaupt KEINE Rechte geben.

    Ja, es geht ein wenig voran, aber man muss Fortschritt immer in Relation zur Zeitachse setzen. Und ich empfand das unter diesem Aspekt schon 2013 als Niederlage für die Gleichstellung und finde das auch heute unter diesem Aspekt als eine Niederlage für die Gleichstellung. Schon Sommer 2013 hätte der US Supreme Court es einfürallemal für alle Bundesstaaten entscheiden können, hat er aber nicht. Jetzt hätte der US Supreme Court die Gelegenheit gehabt es einfürallemal für alle Bundesstaaten zu entscheiden, hat er aber nicht. Gleichstellung auf Raten und in Trippelschritten ist keine echte Gleichstellung. Es ist Diskriminierung, Diskriminierung durch unnötige und sachlich unbegründbare zeitliche Verzögerung der rechtlichen Gleichstellung. Genau wie in Deutschland die Gleichstellung in Trippelschritten ein Schlag ins Gesicht von Homosexuellen ist, ist die Gleichstellung in Trippelschritten in den USA ein Schlag ins Gesicht von homosexuellen Menschen.

    Wer das nicht kapiert, der schreit auch "Hurra", wenn Merkel sagt "Ich spreche mich gegen jede Diskriminierung von Homosexuellen aus". Das hat Merkel schon seit 2005 gesagt. Und damals haben einige von euch auch "Hurra" geschrien.

    Alles andere als sofortige volle rechtliche Gleichstellung ist eine Fortführung von Diskriminierung. So ist es. Basta. Punkt. Da gibt's keinen "Hurra"-Interpretationsspielraum. Und der heutige Tag ist eine Fortführung der Diskriminierung in den USA und wer heute "Hurra" geschrien hat, der hat von den Pflichtaufgaben eines Verfassungsgerichts null Ahnung.
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#14 Martin28a
  • 07.10.2014, 04:30h
  • Antwort auf #2 von m123
  • Das ist kein Dämpfer, du solltest dir mal das Recht der USA genau anschauen, denn wenn die Richter des Supreme Courts die Sachen wirklich angenommen hätten, dann hätten sie gegen die Homoehe bzw. gegen die gleichgeschlechtliche Ehe Stimmen MÜSSEN, ein Ausweg sehe ich jedenfalls nicht und dann wären alle bereits erfolgten Siege auf Bundesstaateneben hinfällig gewesen.
    Also sei doch froh und dankbar, dass der Supreme Court so was NICHT angenommen hat !
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#15 goddamn liberalAnonym
  • 07.10.2014, 08:22h
  • Antwort auf #13 von m123
  • Ja mei, entweder ist das Glas halb voll oder halb leer.

    "Ja, es geht ein wenig voran, aber man muss Fortschritt immer in Relation zur Zeitachse setzen."

    Genau das tue ich. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, als in den USA ein offizielles Einreiseverbot für unsereinen galt.

    Es war 2003 (!) als der Supreme Court dann nationwide die mittelalterlichen Sodomy-Lwas abschaffte.

    Die Zeitachse der Niederlande sieht anders aus: 1811 Abschaffung der Sodomy-Laws. 2001 eheliche Gleichstellung. Brasilien 1830- 2013. Argentinien 1887 - 2010.

    An dieser Zeitachse sieht man die verblüffende Schnelligkeit des Zivilisationsprozesses in den USA, dem Land von Knarre und Bibelstunde.

    Es gibt nicht nur abstrakte Rechte, es gibt leider auch Mentalitäten.

    Und die knallen gerade in den USA manchmal gewaltig aufeinander.

    de.wikipedia.org/wiki/Straw_Dogs_%E2%80%93_Wer_Gewalt_s%C3%A
    4t


    de.wikipedia.org/wiki/Sezessionskrieg

    Das weiß eben auch Ruth Bader Ginsburg aus dem bunten Brooklyn.

    PS Vergleich mal die Landkarte der Bürgerkriegsparteien mit den Ländern mit und ohne 'marriage equality' Mitte dieses Jahres! Na?
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#16 FennekAnonym
  • 07.10.2014, 08:54h
  • Antwort auf #9 von m123
  • " Der Punkt ist der, dass der US Supreme Court bereits jetzt hätte einen Fall annehmen und schleunigst darüber hätte urteilen können."

    Ja, aber selbst wenn sie jetzt bei einem dieser Staaten die Klage angenommen hätten, statt sie einfach nicht anzunehmen, hätte das ja nicht bedeutet, dass dann schon nächste Woche ein Urteil da gewesen wäre.

    Das hätte ja erst mal verhandelt werden müssen und die Grundsätze der Prozessführung hätten auch da beachtet werden müssen, alleine schon, damit die Homohasser nicht behaupten können, da sei gemauschelt worden und sich zu Märtyrern oder politisch Unterdrückten stilisieren können.

    Die Folge wäre also gewesen:
    für den oder die Staaten, wo die Klage angenommen worden wäre, hätte sich alles verzögert (jetzt ist das sofort gültig). Und selbst danach wäre dann der Entscheid nur für diesen einen Staat gültig, da ja die US-weite Situation separat verhandelt wird und gerade läuft, wenn ich das richtig verstanden habe. Es hätte also für den oder die betroffenen Staaten Verzögerung bedeutet ohne dass es für andere Staaten deshalb schneller gegangen wäre.

    Und man kann es auch umgekehrt sehen:
    indem die Klagen gegen die Eheöffnung in manchen Staaten nicht mal angenommen und verhandelt wurden, zeigt man, wie absurd überhaupt die Idee ist, sowas verhindern zu wollen und dass es da gar nichts mehr zu diskutieren gibt.

    Insofern kann ich mit der jetzigen Situation gut leben. Gerade in solchen Bereichen muss man nun mal teilweise auch taktisch vorgehen.

    Das rechtfertigt natürlich nicht, dass in anderen Staaten immer noch die Ehe beschränkt wird und das verstößt gegen die US-Verfassung. Jeder weitere Tag, wo das so ist, ist unerträglich für die GLBTI vor Ort, aber auch für alle anderen GLBTI, die auf die Signalwirkung hoffen. Aber da habe ich ja nach wie vor die große Hoffnung, dass es da vielleicht schon nächstes Jahr ein Urteil gibt, dass die Ehe US-weit zu öffnen ist. Die Aktivisten sehen ja die Chance dazu und da die sich mit US-Politik besser auskennen als ich, vertraue ich einfach mal auf deren Zuversicht und hoffe, dass möglichst bald die Ehe US-weit geöffnet wird.
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#17 kompassnadelAnonym
  • 07.10.2014, 09:51h
  • und die kriegstreibenden, mit privilegierten oberschichtlern besetzten bürgerlichen (konzern-) leitmedien à la "spiegel" sorgen weiterhin mit ihren verblödungskampagnen von wegen "legalisierung der homo-ehe" (wörtliches zitat sp-on) dafür, dass in der brd niemand weiß, weil niemand wissen soll, was hier eigentlich gemeint ist. eben NICHT das rassistische, homophobe, segregationistische konstrukt einer "juden-", ähm, "homo-ehe" (="lebenspartnerschaft"), dessen "gleichstellung" im nachfolgestaat des deutschen faschismus weiterhin als höchster ausdruck (repressiver!) "toleranz" verkauft wird, für den man sich gegenseitig auf seine *natürlich* heterosexuellen schenkel klopfen kann, denn heterosexuell lebende menschen und ihre partnerschaften bleiben ja demonstrativ höherwertig, sondern GLEICHE rechte auf eheschließung (d. h. hierzulande auch auf adoption usw.) für alle!
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#18 PascalAnonym
  • 07.10.2014, 10:09h
  • Antwort auf #17 von kompassnadel
  • Volle Zustimmung!

    Es geht um die Eheöffnung, also EINE Ehe für alle.

    Homo-Ehe ist dagegen ein separates Rechtsinstitut wie die eingetragene Lebenspartnerschaft. Da schwingt immer mit: Ehe zweiter Klasse für Menschen zweiter Klasse.

    Deswegen führt auch hierzulande kein Weg an einer Eheöffnung vorbei. Aber vor allem müssen die Medien diesbezüglich endlich sensibler werden und nicht immer so einen diskriminierenden (und falschen) Sprachgebrauch nutzen. Denn Sprache beeinflusst massiv das Denken.
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#19 BuVerfaGe*Anonym
#20 Tobi CologneAnonym
  • 07.10.2014, 10:21h
  • Antwort auf #18 von Pascal
  • Ja, die Eheöffnung fälschlicherweise als Homo-Ehe (also als separates Rechtsinstitut) darzustellen ist dieselbe Qualität wie das gerne in den Medien verwendete "homosexuelle Milieu" bei Straftaten.

    Beides ist manipulativ und das erste sogar noch sachlich falsch.

    Da müssen die Medien endlich mal dazu lernen...
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#21 LangsamLangsamEhemaliges Profil
#23 goddamn liberalAnonym
#24 FreePress-NischeAnonym
#25 jhgkAnonym
#28 goddamn liberalAnonym
#29 stromboliProfil
#30 PNACAnonym
#31 LangsamLangsamEhemaliges Profil
  • 07.10.2014, 16:21h
  • Antwort auf #22 von w45wz
  • Rätsle zwar etwas über den Zusammenhang auf meinen Beitrag, aber der erste Link ist interessant. Da wollten die Russen , die in der Ostukraine leben, vermutlich mit Mehrheit, ursprünglich und ganz am Anfang, lediglich mehr Autonomie und Friedensnobelpreisträger Obama zwingt Europa zu Wirtschaftssanktionen gegen Russland und würde am liebsten gestern als heute, amerikanische Waffen, an der russischen Außengrenze aufstellen. Mir ist nich bekannt, ob es auch Wirtschaftssanktionen gegen Großbritannien wegen Schottland oder Spanien, wegen den Katalanen gibt. Oder Militärmanöver vor Malle oder so etwas.
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#32 LangsamLangsamEhemaliges Profil
  • 07.10.2014, 16:24h
  • Antwort auf #22 von w45wz
  • Ach so noch was zum Thema. Es interessiert mich eben persönlich nicht, ob , noch dazu in den USA, der eine oder andere Staat Homoehe einführt oder nicht. Soviel Meinungsfreiheit sollte schon sein. Mein Interesse an dem Land hält sich eh in ganz engen Grenzen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #22 springen »
#33 daVinci6667
  • 07.10.2014, 16:56h
  • Antwort auf #21 von LangsamLangsam

  • "Es gibt, zur Zeit, wichtigere Probleme in der Welt, als wie so ein bißchen Homo-Ehe."

    Sowas nennt sich ignorantes Arschloch-Verhalten! Hätte ich nicht von dir gedacht.

    Ich freue mich über jedes einzelne Land, jeden einzelnen US-Staat und wünsche mir das jedes schwule und lesbische Paar auf der Welt das heiraten möchte, auch heiraten kann! Sowas nennt sich Menschenrechte.

    Gerade für ältere Paare die schon seit Jahrzehnten zusammen sind und die in ihrer Jugend oft noch Homophobe der allerschlimmsten Sorte erleben mussten, wünsche ich mir von ganzem Herzen, dass sie dies noch erleben können.

    Auch mein Mann und ich wünschen uns nochmal richtig verheiratet zu sein. Eingetragene Partnerschaften sind und bleiben diskriminierend.
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#34 Ben AffleckAnonym
  • 07.10.2014, 17:54h
  • Antwort auf #30 von PNAC
  • Panorama
    Ben Affleck über Muslime
    16:39
    "Wir haben mehr getötet als umgekehrt"

    ""Der Islam ist derzeit die Hauptader des schlechten Gedankenguts", sagte der Gast in einer Sendung, in der auch Schauspieler Ben Affleck saß. Daraufhin kam es zu einem ungewöhnlichen Wortgefecht."
    [...]
    "Was ist mit mehr als einer Milliarde Menschen, die nicht fanatisiert sind, die Frauen nicht bestrafen, die nur zur Schule gehen, essen, fünf Mal am Tag beten und nichts von alldem tun, was Ihrer Meinung nach alle Muslime tun", fragte Affleck. "Wir haben mehr Muslime getötet als umgekehrt", ergänzte er. Die Dschihadistenorganisation Islamischer Staat könne allein nicht einmal "einen halben Baseballplatz füllen".

    www.welt.de/vermischtes/prominente/article133000741/Wir-habe
    n-mehr-getoetet-als-umgekehrt.html
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#35 goddamn liberalAnonym
#36 TheDadProfil
#37 ned dummAnonym
  • 07.10.2014, 20:35h
  • Antwort auf #34 von Ben Affleck
  • Zählen, messen, wiegen, schätzen

    "Die Dschihadistenorganis ation Islamischer Staat könne allein nicht einmal "einen halben Baseballplatz füllen". (8/qm)

    Ca. 21270

    "Schätzungen des US-Außenministeriums vom Mai 2013 bezifferten die Truppenstärke von ISIS im Irak mit 1000 bis 2000,[27] Schätzungen eines Irak-Experten der Friedrich-Naumann-Stiftung vom Juni 2014 gehen jedoch von 10.000 bis zu 15.000 Mann aus.[28] In Syrien wurde die Anzahl der Kämpfer von ISIS je nach Quelle auf 3000 bis 8000 geschätzt. Der Sprecher des US-Auslandsgeheimdienstes CIA, Ryan Trapani, sagte im September 2014, er gehe von 20.000 bis 30.000 Kämpfern aus.[34]"

    de.wikipedia.org/wiki/Ben_Affleck#Filmografie
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#38 TheDadProfil
  • 07.10.2014, 20:38hHannover
  • Antwort auf #25 von jhgk
  • ""Warum können Deutsche kein Asyl in den USA beantragen.""..

    Weil man als Deutscher nicht nur Bundesbürger ist, sondern auch EU-Bürger, und damit ein Niederlassungsrecht in jedem EU-Staat besitzt..

    Vorzugsweise in den Staaten, in denen man dann auch ganz norml Heiraten darf..

    Damit ist der Weg doch klar :

    Massenweise Hochzeiten in Dänemark oder Spanien, in England oder Portugal, in Belgien oder Luxemburg..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #25 springen »
#39 HugoAnonym
  • 07.10.2014, 20:57h
  • "...Zu diesem Zeitpunkt hatten noch 17 Staaten die Ehe zwischen Schwarzen und Weißen verboten"

    Und ich dachte der Amerikanische Bürgerkrieg, hätte 1861-1865 stattgefunden.
    Also fast ein Jahrhundert haben die Amerikaner gebraucht um die Sklaven zu befreien, fast hätte ich "wirklich zu befreien" geschrieben, das wäre aber eine Lüge, denn auch noch jetzt sind die ehemaligen Sklavenmenschen nicht richtig frei. Wenn ich an die jüngsten Geschehnisse denke. Der Ku-Klux-Klan ist immer noch aktiv, nennt sich aber jetzt die evangelikalen. Dann wollen die Amerikaner der Welt Demokratie beibringen.
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#40 goddamn liberalAnonym
#41 GeorgB
  • 08.10.2014, 09:28h
  • Wie spiegel-online heute berichtet, hat gestern das zuständige Berufungsgericht in San Francisco das Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe in den US-Bundesstaaten Idaho und Nevada aufgehoben. Zwar bezieht sich das Urteil nicht direkt auf Alaska, Arizona und Montana. Allerdings fallen diese Bundesstaaten in den Zuständigkeitsbereich des Gerichts. Daher werden wohl künftig auch in diesen drei Staaten gleichgeschlechtliche Paare heiraten können. Damit erhöht sich die Zahl der US-Bundesstaaten, in denen homosexuell geborene Menschen nicht mehr von der Ehe ausgeschlossen sind, auf bis zu 35.
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#42 stromboliProfil
  • 11.10.2014, 14:43hberlin
  • Antwort auf #35 von goddamn liberal
  • leider ist das land von 1930 nicht mehr das von 2014.
    Auch war es schon 1930 nicht das land, dass wir gerne sehen wollen ..

    Bleibt der dank, dass sie und die verbündeten alliierten den faschismus der damaligen zeit konsequent bekämpften und so uns, die wir des befreiungskampfes unfähig, befreit haben.
    Btw... nie vergessen, es war die sowjetische bevölkerung, die insgesamt den höchsten blutpreis hierzu zu leisten hatte..
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